Der Kaffee ist fertig...
»Auch gute Nachrichten sind Nachrichten«
(Leitsatz von Frank Elstner, ehemaliger Programmchef von Radio Luxemburg)




Foto: © NDR (Cindy Harder)

“Ich plädiere für ein selbstbewusstes Radio”

Peter Stockinger (moderierte die letzte Sendung von SWF3) wurde 2013 mit dem Deutschen Radiopreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er gilt als Begründer des modernen Popradios in Deutschland, dessen Weiterentwicklung er maßgeblich prägte. Am 29. Oktober 2013 war er in der Sendung »SWR1 Leute« bei Wolfgang Heim zu Gast.

Bei vielen Menschen ist es ja so, dass sie mit Radio etwas sehr sentimentales verbinden. Meistens hat das dann irgendwas mit Kindheit zu tun. Bei Ihnen auch?

“Ich war immer froh, wenn meine Eltern zwei Tage weg waren. Dann hab’ ich unseren großen Weltempfänger auf den Teewagen geladen, zu mir ans Bett gezogen und hab dann die Nacht durch unbeaufsichtigt Radio gehört. Das war so ein Riesending mit magischem Auge drin. Da hab ich dann Beromünster und Hilversum, und was da so alles auf dieser leuchtenden Skala war...”

Was daran hat Sie fasziniert?

“Das Dabei sein eigentlich. Ganz weit fort und ganz nah dran. Radio, also Ton, ist ja das Medium mit dem man hypnotisiert und suggeriert. Es geht glaube ich kein Medium so tief in die menschliche Seele wie der Ton und im medialen Bereich dann wie das Radio.”

Gibt es möglicherweise einen Trend, der für das Radio nicht so gut ist? Wir beide kennen noch Zeiten, in denen es eine hohe emotionale Bindung gegeben hat von Hörern an Programme...

“Ja gut. Dann muss man als Radio eben aufhorchen lassen. Und wodurch kann man aufhorchen lassen? Durch Originalität und durch direkten Einsatz von Menschen über die man redet, wo man sagt: Hast du den gehört?..."

»SWR1 Leute”
Montag bis Samstag
10.00 bis 12.00 Uhr
SWR1 Baden-Württemberg
www.swr1.de/bw
www.deutscher-radiopreis.de




»Lieber ein bisschen weniger machen,
dafür wertiger.«


Am 24. April 1982 gewann Nicole als erste deutsche Vertreterin mit dem gefühlvollen Lied "Ein bisschen Frieden" den Grand Prix Eurovision de la Chanson (heute Eurovision Song Contest) und sang sich damit in die Herzen vieler Menschen in ganz Europa. Der Siegertitel "Ein bisschen Frieden" wurde weltweit über fünf Millionen mal verkauft. Nicole erhielt dafür Gold und Platin, erreichte als erste Deutsche in der englischen Hitparade den ersten Platz, war mit 17 Erstplatzierungen Rekordhalterin in der ZDF-Hitparade. Sie hat über 400 Titel eingesungen, darunter viele internationale Hits und feierte 2010 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Am 12. April 2012 war Nicole in der Sendung »Mensch, Otto!« auf BAYERN 3 zu Gast.

Nervt es dich, wenn du logischerweise immer wieder drauf angesprochen wirst auf den Grand Prix 1982?

"Überhaupt nicht. Dieses Lied ist ein Segen. Ich gehe sogar soweit, dass ich sage: es ist ein Jahrhundertlied. Das passiert einem einmal im Leben. Dieses Lied und ich wir haben uns gesucht und gefunden. Die Kombination war es eigentlich (...) Ich werde auch oft gefragt von Journalisten, können Sie's denn überhaupt noch hören? Wie oft haben Sie's denn schon gesungen? Dann sage ich: wahrscheinlich nicht oft genug.

Wo wärst du heute ohne dieses Lied?

"Auch in diesem Beruf, mit Sicherheit. Aber Dieter Thomas Heck hat mal gesagt: Dieses Lied ist eine ewig klingende Visitenkarte. Ich finde er hat es auf den Punkt gebracht."

Wie schafft man es 32 Jahre im Geschäft zu bleiben und sich nicht zu verbiegen?

"In dem man so ist wie ich. Ja, ich lass' mich nicht verbiegen. Also, es wäre für mich nie in Frage gekommen irgendwelche Musik zu machen nur weil die gerade im Trend ist. Ich kann mich nicht da draußen auf die Bühne stellen und etwas verkörpern was ich nicht bin."

»Mensch, Otto!«
Montag bis Freitag
19.05 bis 20.00 Uhr
www.bayern3.de
www.nicole-4-u.de
Ein bisschen Frieden (mehrsprachig)


Foto: © hr/ARD (Peter Hillert)

»Wenn man mit Liebe kocht,
kocht man aufmerksam.«


Am Sonntag, 26. Januar 2014 war Spitzenköchin Jacqueline Amirfallah (vor kurzem von Gault Millaut zur “Aufsteigerin des Jahres” gewählt) im »hr4-Treffpunkt«. Von 11.00 bis 12.00 Uhr erzählte sie bei Moderator Dieter Voss wie sie eher zufällig zu ihrer Passion fand und welchen Anteil ihre persische Herkunft an ihrem Erfolg hat.

“Die persische Küche ist nicht so fleischlastig, hat schöne Kombinationen, aber ohne Soßen.” Dieter Voss lief das Wasser im Mund zusammen: “Aber Soßen können Sie gut.” Jacqueline Amirfallah trat im ARD-Buffet auf und eröffnete wenig später ein eigenes Restaurant in ihrer Heimatstadt Göttingen. “Heutzutage: Der wahre Luxus ist zu wissen, wo kommt mein Essen her”, betonte sie mit Hinblick auf regionale Produkte. Dann verriet sie: “Mein Mann kommt aus Bremen und kann supergut Grünkohl kochen.” Ansonsten steht sie daheim selbst in der Küche. “Man muss ganz einfache Sachen auch mal wieder zu Hause kochen. Pellkartoffeln mit Quark zum Beispiel...“. Köstlich, die warmen Kartoffeln und der kalte Quark!

www.hr4.de

 
»...und das ist die
Qualität von allen guten Radioleuten, die ich kenne, und ich bilde
ja auch welche aus: Menschen, die es schaffen so zu sein wie sie sind. Die sind die Erfolgreichsten. Menschen, die dem Hörer oder dem Zuschauer irgend etwas vorspielen, die sind es eben nicht.«

(Viktor Worms, Radio- und
TV-Moderator, Producer. Als Überraschungsgast zugeschaltet im 'hr1 Talk' mit Uwe Berndt
und Katrin Müller-Hohenstein, 11.5.2014)

»Da hat er Recht. Ich kann's auch nicht anders, weil dann wäre es anstrengend.«
(Katrin Müller-Hohenstein, Sportschau-Moderatorin. Viktor Worms hörte sie damals im
Radio und überredete Katrin
zu ANTENNE BAYERN zu kommen.
'hr1 Talk' mit Uwe Berndt, 11.5.2014)


»Durch diesen Status Tagesschau-Sprecherin hab ich natürlich die Möglichkeit auch Menschen kennen-zulernen, die ich vorher niemals kennengelernt hätte, und das ist wirklich ein Geschenk. Also das empfinde ich als Privileg.«
(Linda Zervakis, Tagesschau-Sprecherin, 'Tietjen talkt' mit Bettina Tietjen, NDR 2, 17.11.2013)

...Können Sie eigentlich andere Radiosender hören, oder werden Sie verrückt?
»Verrückt werde ich nicht, aber die Magensäure steigt manchmal an,
wenn ich sie höre. Da tut sich nichts mehr, was mich interessieren könnte. Das klingt ein bisschen überheblich, aber das liegt eigentlich nur daran, dass ich mich einfach so viel mit Musik umgebe und beschäftige. Die Alltagsmusik, die tut's dann halt nicht.«

(Fritz Egner, Moderiert "Fritz & Hits" auf BAYERN 3. Autor des Buches "Mein Leben zwischen Rhythm & Blues". SWR1 Rheinland-Pfalz 'Leute' mit
Birgit Steinbusch, 22.9.2013)


»Ich glaube, das große Problem des dualen Systems in Deutschland ist, dass die einen
ständig bei den anderen abgucken.«

(Hans Meiser, Moderator, Talkmaster ["Eine Fernsehpionier-Persönlichkeit", Dr. Helmut Thoma], führte als erster eine tägliche Talkrunde im deutschen Fernsehen ein. 'Stars & Hits'
mit Thorsten Otto, BAYERN 3, 10.3.2013)

»Das größte Glück ist irgendwo einen Regler hochzuziehen oder heute auf irgendwelche Knöpfe zu drücken, es kommt Musik und du gehst davon aus, dass eine Gruppe von Menschen sich darüber freut, dass du das machst. Das Wesentliche im Radio hat sich nie geändert und alles andere, ob man dabei bekannt wird, ob man da zu einer Berühmtheit wird, das hat uns eigentlich nie so interessiert.«
(Thomas Gottschalk, aus Malibu zugeschaltet in die Sendung
'Stars & Hits" mit Thorsten Otto und Studiogast Fritz Egner. BAYERN 3, 10.11.2013)


»Musik hat schon eine sehr große Bedeutung
für Menschen ... Ab und
zu und gerne bisschen 'Good News' hören.«
(Howard Carpendale, Sänger. 'Inas Nacht', Das Erste, 19.11.2011)

»Der Star des öffentlichen Rundfunks ist das Programm. Auf das Programm hat sich alles zu konzentrieren. Und wenn wir gut genug sind, dann werden wir auch anders wahrgenommen, als die Flüchtigkeit der Privaten.«
(Friedrich Nowottny, ehemaliger WDR-Intendant, Eins zu Eins -
Der Talk mit Sybille Giel,
Bayern 2, 17.6.2011)