Der Kaffee ist fertig...
»Auch gute Nachrichten sind Nachrichten«
(Leitsatz von Frank Elstner, ehemaliger Programmchef von Radio Luxemburg)




Foto: © BR

10 Jahre klaro - Nachrichten für Kinder

Freitag, 12. November 2010. Bayern 2 - radioMikro. Heute wird der zehnte Geburtstag von »klaro« gefeiert. Die Sendung ist so alt wie die Schüler, die sie gestalten. Am 12. November 2000 gingen die ersten Kindernachrichten des Bayerischen Rundfunks auf Sendung, mit Beteiligung von Viertklässlern aus dem unterfränkischen Kleinheubach. Die Jubiläumsausgabe wird von der Klasse 4c der Comenius-Grundschule Buchloe gestaltet. Es ist die 367. klaro-Sendung. In den Herbstferien haben die Kinder viel Radio gehört, Zeitung gelesen und sich ihre Themen ausgesucht. Sie bestimmen, was in die Nachrichten kommt und stellen Fragen dazu. Die klaro-Reporter besuchen die Kinder mit ihrem digitalen Aufnahmegerät, anfangs war es noch der gute alte Kassettenrekorder.

"Hallo und Servus, heute haben wir im Studio volles Haus". Kinder der Comenius-Grundschule Buchloe sind live dabei und erzählen: "Bei uns in der Nähe liegt das Schloss Neuschwanstein." Ihre Themen sind der Castor-Transport ("Wie giftig ist Atommüll? - Warum haben so viele Menschen demonstriert?"), die Paketbombe im Kanzleramt ("Hatte die Bundeskanzlerin Angst?"), das Erdloch in Schmalkalden ("Wie ist das Erdloch entstanden?") und der Vulkanausbruch in Indonesien. "Entweder schlafen Vulkane oder sie schlafen gar nicht. Manche Indonesier glauben, dass in den Vulkanen Götter und Dämonen leben..." Die Fragen der Kinder zu den Nachrichten werden von einem Experten beantwortet. Besorgt wollen sie wissen: "Gibt's hier auch einen Hohlraum unter der Erde?" und sind beruhigt, als sie erfahren: "Nein, Ihr könnt ganz gut schlafen."

Der Wetterbericht sagt stürmische Winde voraus. "Heute müsst Ihr die Laternen beim Martinszug gut festhalten." Nach der Wunschmusik erzählt Dominik wie das war als die Reporter vom BR die Nachrichten mit ihnen gemacht haben. Vanessa hat die Themen auf einen Zettel geschrieben und sich Fragen dazu überlegt. Zum Jubiläum haben die Kinder einen klaro-RAP vorbereitet: "klaro an!".

Dann geht es um die Weltsprache Esperanto. Sie wurde erfunden, damit Menschen rund um den Erdball sich besser verständigen können und kommt mit wenig Grammatik aus. Die meisten Wörter sind aus den Sprachen Latein, Französisch, Englisch und Deutsch, aber auch Russisch zusammengesetzt. Kann man auf Esperanto alles sagen? Auch schimpfen? Na klar, und die Kinder legen los. Auf Deutsch heißt das soviel wie: "Du bist so ein bescheuerter Dummkopf, und du eine dumme Kuh". Der nächste Wunschhit ist Shakiras "Waka Waka".

Zum Schluss geht es um die Frage wie man sich mit Klaviertönen oder einem Akkordion ohne Worte verständigen kann. Halber Ton: Alles schön. Tiefer Ton: Schade. Leise Töne dazwischen: unterschiedliche Stufen der Gefühle. Vanessa meint, man könnte selbst eine Geheimsprache erfinden, zum Beispiel den Namen rückwärts schreiben. Wie heißt das jetzt? Viel zu umständlich. Oder man könnte sich mit Rauchzeichen verständigen wie damals die Indianer, indem man in dieser Sprache kurz und knapp zusammenfasst, was wirklich gebraucht wird. "Rauchzeichen, die Eltern werden begeistert sein, wenn's im Zimmer qualmt..." sagt der Redakteur und rät davon ab. Oder vielleicht einfach mit den Händen winken?

Die Kindernachrichten werden am Donnerstag Nachmittag produziert. Das Ergebnis ist ein Nachrichten-Hörspiel aus Kinderfragen und Expertenantworten: vier Themen in acht Minuten, abgerundet durch einen Wetterbericht mit regionalen Vorhersagen. Eine Co-Produktion von Nachrichtenredaktion und Kinderfunk - wie schon bei der ersten Sendung. Für die Nachrichtenredaktion war damals Bernd Benecke zuständig. Er ist heute Hörfilmredakteur beim Bayerischen Fernsehen und erinnert sich gerne an seine Zeit als klaro-Reporter. Denn die Reisen quer durch den Freistaat waren für ihn eine willkommene Abwechslung vom Nachrichtengeschäft.

Im ersten Jahr war es noch mühsam, Klassen für die Kindernachrichten zu finden. Heute können sich Conny Doll und Sonja Hahn im Münchner klaro-Büro vor Bewerbungen kaum retten. Von den etwa 2.500 Grundschulen im Freistaat haben die klaro-Reporter erst rund 370 besucht. Inzwischen gibt es auch Außenredaktionen in Würzburg und Nürnberg. "Die Teilnahme an den Radio-Kindernachrichten ist für viele Lehrer Anlass, ein ganzes Nachrichtenprojekt durchzuführen", sagt Kai Frohner, Leiter der Redaktion Kinder. "Die Kinder erfahren auf diesem Weg, wie Radio funktioniert und wir lernen von den Kindern, welche Themen sie wirklich in den Nachrichten interessieren."

Sendezeit: Freitags um 18.30 Uhr auf Bayern 2 in radioMikro.

Parallel zur klaro-Sendung erscheint der klaro-Newsletter. Auf vier Seiten werden Themen aus der aktuellen Radiosendung aufgegriffen und mit Zeichnungen der Kinder anschaulich gemacht. Dazu kommen kurze Nachrichten aus der ganzen Welt, der wöchentliche Lese-, Radio- oder Film-Tipp und ein Rätsel. Der klaro-Newsletter im pdf-Format kann auf der Seite des Bayerischen Rundfunks für Kinder kostenlos abonniert oder heruntergeladen werden: www.br-kinderinsel.de
 
»Papa, das ist jetzt totaler Mist...«
Diese Antwort bekommt Herbert Grönemeyer zu hören, wenn seinen Kindern die Musik ihres Vaters nicht gefällt. Im stern (Nr.12) erzählt der Sänger, wie sein Sohn Felix und seine Tochter Marie mit ihm ins Gericht gehen. Außerdem verrät er, dass er keinem deutschen Volksvertreter vertraut. "Dafür müssten die Politiker erst einmal eine Sprache sprechen, die ich verstehe. Ich sehe niemanden, der mir etwas zu sagen hat." In seinen Songs hat er schon oft persönliche Schicksalsschläge wie den Krebstod seiner Frau Anna verarbeitet. Nun hat er auch seiner demenzkranken Mutter einen Song gewidmet. "Ich sitze oft mit ihr zusammen und denke: Wo ist sie jetzt gerade?" Davon handelt sein Song "Dein Weg"
auf dem neuen Album "Schiffsverkehr", das am 18. März erscheint. (Gruner+Jahr Presseinfo, 16.3.2011)



Am 15. März konnten dreißig hr3-Hörer vorab sämtliche Songs von "Schiffsverkehr" per Videoübertragung auf einer Leinwand ins hr3-Studio in Frankfurt hören. (hr3-Presseinfo, 16.3.2011) Foto: © hr/EMI

Eine Villa für Frau Piep
und Herrn Matz

Der Frühling kommt, viele höhlenbewohnende Vögel suchen nach einem geeigneten Plätzchen zum Brüten - und finden häufig keinen. Die Naturschutzjugend ruft daher alle Kinder auf, sich gegen die Wohnungsnot der Vögeln einzusetzen und Nistkästen zu bauen.
Mehr...

»Man muss immer die kleinen Dinge in der Welt wichtig finden...«
(Rolf Zuckowski, Liedermacher,  'Meine Musik', NDR 1 Niedersachsen, 11.12.2010)

»Plötzlich öffnete sich
ein Fenster zur Welt,
denn es stand alles in
den Büchern...«
(Donna Leon, Bestsellerautorin. Ihre Mutter nahm sie als Kind mit in eine Bücherei. So fing sie an zu lesen. hr Fernsehen, 14.11.2010)

»Kinder sind das beste Publikum, weil man denen einen Satz gibt und daraus bauen die eine ganze Welt...«
(Cornelia Funke, Deutschlands erfolgreichste Kinderbuchautorin ["Reckless - Steinernes Fleisch"], NDR Talkshow, hr fernsehen, 25.9.2010)
Cornelia-Funke-Schule

»Gebt den Kindern eine Welt, aus Geborgenheit und Frieden in der wir durch Kinderaugen ihre Wunder wieder sehn.
Gebt den Kindern eine Welt, in der sich Träume wieder lohnen, in der Wünsche Wahrheit werden, und das kleinste Glück noch zählt.«
(Dana Winner, beliebt
sind vor allem Lieder der belgischen Sängerin, in denen sie Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellt - wie bei "Gebt den Kindern eine Welt". Sie ist Schirmherrin diverser sozialer Einrichtungen und engagiert sich für 'Ärzte
ohne Grenzen'.)


»Eins ist wichtig, Leute. Glaubt an Eure Träume,
so wie ich an meinen geglaubt habe. Denn manchmal können sie wahr werden.«

(Alinas Traum, KI.KA, 12.9.2010)