Radioarchiv

 Memories aus 20 Jahren RADIOJournal

Radio-Nachrichten 2006

„In search of your music“: Seit Anfang des Jahres führt das Erlanger Unternehmen MusicTrace GmbH die offizielle Airplay-Überwachung für die Schweizer Landesgruppe der IFPI durch. Nach dem Ausbau der Airplay-Monitoring Anlage ist der Service jetzt auch für die deutsche Musikindustrie verfügbar. Als erste Dienstleistung bietet MusicTrace Einzeltitelüberwachungen auf bis zu 150 Rundfunksendern in Deutschland an. Benutzer des neuen Angebots können anhand der Überwachungsergebnisse nachvollziehen, ob die Radiopromotion für ihre Titel erfolgreich ist. Ebenso kann auf Basis der Ergebnisse frühzeitig abgeschätzt werden, welche Titel in die Charts kommen können. Mit Hilfe der hochgenauen Technologie von MusicTrace werden alle Einsätze eines Titels auf den einzelnen Sendern erkannt und protokolliert. Die Erkennung erfolgt sogar dann zuverlässig, wenn die Titel nicht vollständig gespielt wurden, weil sie zum Beispiel aufgrund eines Nachrichtenblocks vorzeitig ausgeblendet werden mussten. In Deutschland sind für die Überwachung zur Zeit fünf Senderpanels verfügbar, die von dem Auftraggeber je nach Interesse beliebig kombiniert werden können. Daneben bietet MusicTrace für die deutsche Musikindustrie die Einzeltitelüberwachung auch auf Österreichischen und Schweizer Radio- und Musik-TV-Sendern an.

Noch näher ran an die Hörer: Anfang Januar 2006 ist SWR4 Baden-Württemberg mit einer Reihe von Veränderungen ins Neue Jahr gestartet. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der regionalen Frühmagazine um eine Stunde von täglich 6.00 bis 9.00 Uhr. In sieben Regionen des Landes sendet SWR4 jetzt ein den regionalen Erwartungen der Hörer angepasstes, auf drei Stunden erweitertes tägliches Morgen-Magazin: SWR4 Radio Stuttgart (aus Stuttgart), Schwaben Radio (aus Ulm), Franken Radio (aus Heilbronn), Kurpfalz Radio (aus Mannheim), Baden Radio (aus Karlsruhe), Radio Südbaden (aus Freiburg) und Radio Tübingen / Bodensee Radio mit der Frühsendung »Vom Neckar bis zum Bodensee«. Eine Verstärkung der Regionalität vor allem auch für den südlichen Teil Baden-Württembergs, wo bislang vom Ober-Rhein bis nach Biberach alternierend jeweils aus Freiburg und Tübingen nur ein zweistündiges Morgenmagazin ausgestrahlt wurde. Mit seiner neu gegliederten Programmstruktur will SWR4 Baden-Württemberg noch deutlicher seine regionale Kompetenz und seine überregionalen Stärken unterstreichen, in der Unterhaltung wie im Informations- und Servicebereich. Zu den übrigen Tageszeiten kommt das bei den Hörern beliebte Programm mit deutsch-orientierter, melodischer Musik weiterhin zentral aus dem Stuttgarter Funkhaus des SWR. Hier werden auch die überregionalen Informationen und Nachrichten für das gesamte SWR4 Baden-Württemberg erarbeitet. Als kleine musikalische Neuerung wurde auf vielfachen Hörerwunsch samstags von 22.00 bis 23.00 Uhr eine Stunde mit Country-Musik ins Programm genommen. 

• Radio Paradiso 105.9 gestartet: Musik zum Wohlfühlen und Entspannen - unter diesem Motto ging am 12. Januar Radio Paradiso 105.9 in Frankfurt/Oder auf Sendung. Um Punkt 14.00 Uhr drückte Oberbürgermeister Martin Patzelt den roten Knopf zum Start des Programms aus dem neuen Sendestudio am Brunnenplatz. Die Idee des Senders geht auf eine Initiative engagierter Frankfurter Bürger zurück, die sich schon seit fünf Jahren für eine Lizenzierung des Programms einsetzten. Radio Paradiso 105.9 ist der einzige Sender, der ein Programm speziell für Frankfurt/Oder anbietet. „Jede Stunde laufen bei Radio Paradiso 105.9 ausführliche Regionalnachrichten zusätzlich zu den Deutschland- und Weltnews. Außerdem berichten Reporter stündlich in Sonderbeiträgen über die Ereignisse in der Stadt“, beschreibt Chefredakteur Thorsten Wittke die Programmstruktur. Darüber hinaus bietet Radio Paradiso 105.9 ein Angebot, das einzigartig ist in der deutschen Radiolandschaft. Chefredakteur Thorsten Wittke: „Unser Markenzeichen sind die Gedanken zum Auftanken, immer zur halben Stunde. Extra für Frankfurt gibt es im Anschluss an den deutschen Beitrag eine Übersetzung auf Polnisch.“ Für eine abwechslungsreiche Musikfarbe sorgen gefühlvolle, international bekannte Songs von den 50ern bis heute, mit Schwerpunkt auf den 80er Jahren. 

Carola Stern gestorben: Carola Stern, WDR-Journalistin, renommierte Publizistin und Mitbegründerin der deutschen Sektion von Amnesty International, starb am 19. Januar 2006 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren. Carola Stern war von 1970 bis 1985 in der Redaktionsgruppe Kommentare und Feature des WDR-Hörfunks tätig. Ab 1977 leitete sie diese Redaktion und engagierte sich dabei für die Ostpolitik Willy Brandts und die Friedens- und Frauenbewegung. In den 70er und 80er Jahren zählte sie zu der nach wie vor kleinen Riege von Frauen, die in den Nachrichtensendungen im Ersten kommentierten. 1981 gab sie ihr Amt als Leiterin der Redaktionsgruppe Kommentare und Feature des WDR-Hörfunk auf eigenen Wunsch auf, um sich intensiver journalistischen Aufgaben zuwenden zu können. 1985 schied Carola Stern beim WDR aus. Carola Sterns Leben wurde in dem Dokudrama „Carola Stern ­ Doppelleben“ verfilmt. Stern wird darin von Renate Krössner und Samira Bedewitz verkörpert. Foto: © WDR

SWR-Sinfonieorchester feiert 60-jähriges Bestehen: Heinrich Strobel, Musikchef des in der Nachkriegszeit neugegründeten Südwestfunks, kritzelte am 24. Dezember 1945 zwei Worte auf einen Fetzen Papier: „Orchestervertrag gemacht“. Diese kurzen, aber prägnanten Worte legten den Grundstein für ein innovatives Kulturinstrument: das SWF Sinfonieorchester. Am 1. Februar 1946 trat der Orchestervertrag in Kraft. Damals machten sich Hans Rosbaud, erster Chefdirigent, sowie sein Nachfolger Ernest Bour für Neues, Unerprobtes stark und wagten Experimente. Bis heute ist das Orchester seinem Auftrag als Förderer Neuer Musik treu geblieben - ohne dabei jedoch Klassiker zu vernachlässigen. Bei den „Donaueschinger Musiktagen“ brilliert das Ensemble seit 1950 jährlich mit Aufführungen allerneuster Werke zeitgenössischer Komponisten. Sein 60-jähriges Bestehen feierte das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg - wie es seit 1998 heißt - am 1. Februar 2006 mit einem großen Jubiläumskonzert im Rolf-Böhme Saal des Konzerthauses Freiburg. Bei diesem Jubiläumskonzert traten die drei Dirigenten Sylvain Cambreling, Michael Gielen und Hans Zender erstmals gemeinsam an einem Abend auf. Die Laudatio zum 60. Geburtstag des Orchesters hielt der frühere Intendant der Salzburger Festspiele und derzeitige Intendant der Pariser Opéra, Gérard Mortiert; die Grußworte sprach SWR-Intendant Prof. Peter Voss. 

Kurt Emmerich, der frühere Sportreporter des NDR, ist in der Nacht zum 3. Februar 2006 im Alter von 76 Jahren gestorben. 30 Jahre lang berichtete er als Redakteur und Reporter beim NDR Hörfunk von zahlreichen großen Sportereignissen. „Emme, wie ihn seine Freunde nannten, kann ohne Übertreibung als Legende unter den Sportreportern bezeichnet werden“, sagte NDR Intendant Prof. Jobst Plog. „Seine unverkennbare Stimme war sein Markenzeichen, er war bekannt für seine Fairness, seine Vielseitigkeit und seine Begeisterungsfähigkeit.“ Kurt Emmerich berichtete seit 1955 regelmäßig freiberuflich für den Sport des NDR. 1963 wurde er Redakteur beim Radio. Er brachte den Hörern die großen Höhepunkte der Fußball-Bundesliga näher, berichtete von zahlreichen Fußball-Länderspielen, von mehreren Handball-Weltmeisterschaften, von den Olympischen Winterspielen und von den Trabrennen in Hamburg, Berlin, Gelsenkirchen und München. Vielen Freunden des Galopprennsports wird Kurt Emmerich als ständiger Berichterstatter der Derby-Wochen in Hamburg-Horn in Erinnerung bleiben. Im Alter von 63 Jahren trat die Stimme des Sports in Norddeutschland in den Ruhestand. Als Pensionär wurde er Pressesprecher des Hamburger SV und blieb so weiter in Sachen Sport aktiv. Foto: © NDR (Annemarie Aldag) 

5 Jahre MedienKompetenzZentrum der LMS: Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) feiert das fünfjährige Bestehen ihrer Weiterbildungseinrichtung „MedienKompetenzZentrum“. Am 28. März 2001 wurde das MKZ im Rahmen eines „Runden Tisches Medienkompetenz“ eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich durch zahlreiche Aktionen und Initiativen bereits abgezeichnet, dass das Thema Medienkompetenz immer mehr zu einem Arbeitsschwerpunkt der LMS würde. Anlass der Gründung war unter anderem auch eine in der Bevölkerung spürbar ansteigende Nachfrage nach qualitativer Medienkompetenz, die über die rein technischen Aspekte der Bedienung elektronischer Medien weit hinausging. Die Förderung von Medienkompetenz wurde 2002 im Saarländischen Mediengesetz als Aufgabenbereich der LMS fest verankert. Das MKZ ist die einzige auf Medienkompetenz spezialisierte Weiterbildungseinrichtung im Saarland und positioniert sich mit neuen Inhalten eigenständig am saarländischen Medien-Qualifizierungsmarkt.

Hitradio Ö3 setzt neue technische Standards: Motion Detection ist ein neues System zur Bewertung von Verkehrsströmen, das gemeinsam mit der ORF-Tochter Mondocom in der Ö3 Verkehrsredaktion implementiert wurde. Mit den daraus gewonnenen Informationen kann sich der Verkehrsredakteur sofort ein Bild über den Verkehrszustand machen. Fix montierte Staukameras messen das Verkehrsaufkommen von definierten Bereichen. Das System, entwickelt von den schottischen Videospezialisten IndigoVision, bewertet den Verkehrsfluss anhand von Geschwindigkeit, Dichte und Fahrzeugkategorien. Durch die aus der Motion Detection gewonnenen Parameter ist es möglich, Veränderungen im Verkehrsfluss sofort zu erkennen. Im Fall einer Verkehrsbehinderung wird das Bild auf dem Arbeitsplatz des Redakteurs hoch geschalten, das Verkehrsaufkommen kann sofort bewertet und interpretiert werden. Motion Detection ermöglicht das Beobachten von bis zu 999 Kameras und Monitoren - dem Redakteur werden allerdings nur verkehrsrelevante Behinderungen angezeigt, die permanente Kontrolle von allen Verkehrsbildern ist nicht notwendig. Das Wiener Unternehmen C&C Salzgeber GmbH vertritt IndigoVision in Österreich und ermöglicht so der Ö3 Verkehrsredaktion den Einsatz dieses Systems.

• Am 30. April feierte die Radio Bremen-Hörfunkwelle Bremen Eins ihren fünften Geburtstag. Mittlerweile hört jeder dritte Bremer täglich Bremen Eins. Unter dem Motto „Die größten Hits - die schönsten Oldies“ richtet sich die Welle musikalisch in erster Linie an Menschen ab 40 Jahre. Mit Sendungen wie dem »Beat-Club« mit Uschi Nerke (Bild) oder der täglichen Wunschsendung »Grüße und Musik« versteht es Bremen Eins, den musikalischen Nerv der Menschen in Bremen und Bremerhaven zu treffen. In der Berichterstattung setzt das Programm vor allem auf regionale Informationen und Servicethemen. Zum Geburtstag ist die CD „Bremen Eins wird 5 - unsere schönsten Oldies“ erschienen. Mit Hits, die das musikalische Spektrum von Bremen Eins wiedergeben. Interpreten sind unter anderem Chris Rea, Joe Cocker, The Beach Boys, The Moody Blues, OMD, The Mamas & The Papas und Suzanne Vega. Foto: © Radio Bremen (Jan Radtke)

Radio HCJB aus Quito, Ecuador hat am 6. Mai 2006 seine letzten englischsprachigen Sendungen auf Kurzwelle ausgestrahlt. Englisch war, neben Spanisch eine der beiden ersten Sprachen, die zu Weihnachten im Jahr 1931 ausgestrahlt wurden, als die Radiostation mit ihrer Arbeit in Quito begann. Im Mai 2003 wurden die Arbeitsziele für Radio HCJB in Ecuador neu definiert. Betroffen waren auch die englischen Programme und Produktionen, die drastisch reduziert wurden. Mitarbeiter von HCJB World Radio haben eine Vorhangantenne der Sendestation Pifo abgebaut, die früher für Sendungen nach Europa und Ozeanien eingesetzt war. Auf dem Sendegelände stehen 48 Masten für 32 Antennen, 30 Masten würden den Anflug auf den neuen Großflughafen behindern und müssen bis Dezember 2007 abgebaut werden. HCJB Voice of the Andes 

• Mit dem neu entwickelten Multimedia-Radioformat bigFM2see ist der private Jugendsender bigFM in das digitale Zeitalter gestartet. bigFM2see ist Partner des ersten deutschen Handy-Fernsehens, das seit 30. Mai über die DMB-Technologie auf Sendung gegangen ist. Das Handy-Fernsehen startete zunächst in den WM-Städten Frankfurt, Stuttgart, Köln, München, Berlin, Hamburg, Leipzig, Freiburg, Hannover, Gelsenkirchen, Dortmund, Kaiserslautern und Nürnberg. bigFM2see bedeutet neue Musik, neue Bilder, neue Möglichkeiten und ist Deutschlands erste „mobile music community“ mit einem hochgradig interaktiven Programm. 

• Hit-Radio Antenne Niedersachsen goes Amerika: Die FIFA WM 2006 brachte unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ nicht nur Fußball-Fans aus der gesamten Welt zusammen, sondern auch die Radiosender. So hatte Hit-Radio Antenne den amerikanischen Sender „Super Estrella 107.1“ aus Los Angeles für eine Woche zu Gast. Die amerikanischen Kollegen sendeten live aus dem Funkhaus des niedersächsischen Privatsenders ihre Morgenshow »La regadera«. Die beiden Super Estrella Morgenshow-Moderatoren Yssac und Nestor (Bild) konnten während ihres Germany Trips besonders lange schlafen: „Wir senden erst ab 15.00 Uhr aus Hannover - da ist’s in LA durch die Zeitverschiebung dann 6.00 Uhr früh.“ Neben den aktuellsten Meldungen rund um die FIFA WM 2006, berichteten die Beiden auch über die Moderationskollegen von Hit-Radio Antenne. Denn dort treffen zwei unterschiedliche Moderationsarten aufeinander: So werden bei »La regadera« etwa drei Musiktitel pro Stunde gespielt, dafür sind die Moderationsstrecken mit bis zu 15 Minuten ungewöhnlich lang. »La regadera« ist die meistgehörte Morgenshow in Los Angeles und Super Estrella 107.1 der zweitgrößte Radiosender, der auf englisch und spanisch für die mexikanische Bevölkerung in Los Angeles und Umgebung berichtet. Foto: © Hit-Radio Antenne Niedersachsen 

• 10 Jahre afk: Am 7. Juli haben die Aus- und Fortbildungsradios M 94,5 (München) und Radio afk max (Nürnberg) sowie der Fernsehkanal afk tv (München) ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. 1995 wurden auf Initiative der BLM die afk-GmbH und die drei afk-Vereine geründet. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen für die Inbetriebnahme der drei afk-Programme zwischen April und Juli 1996. Unter fachkompetenter Betreuung und ohne kommerziellen Erfolgsdruck werden die Programminhalte von den jungen Medienmachern gestaltet. Die drei Kanäle bieten angehenden Journalisten, Moderatoren, Rundfunktechnikern und Regisseuren nicht nur eine wichtige Orientierungshilfe, sondern dienen in der Vermittlung von Medienkompetenz und ergänzend zu Ausbildung oder Studium als Sprungbrett in spätere Medienberufe. Allein beim Münchner Ausbildungsradio M94,5 haben seit dem Start 1.300 Studierende in der Lehrredaktion mitgearbeitet. Die gemeinnützige afk-GmbH hat derzeit neben der BLM 21 Gesellschafter, unter ihnen fast alle großen deutschen Fernsehunternehmen, lokale und landesweite Hörfunk- und Fernsehanbieter, mehrere Ausbildungseinrichtungen, die Landeshauptstadt München, den Bayerischen Jugendring und den Sankt Michaelsbund. Die beiden Hörfunksender in München und Nürnberg produzieren jeweils 24 Stunden Radioprogramm.

Hanns Gorschenek, Rundfunkjournalist und langjährige Nachrichtenchef des Deutschlandfunk, ist am 16. August 2006 in Köln gestorben. Als der DLF am 1. Januar 1962 auf Sendung ging, war Gorschenek erster Nachrichtenkorrespondent im Studio Bonn. Von 1965 bis 1987 leitete er dann die Nachrichtenredaktion in Köln. Stündliche Nachrichten rund um die Uhr - diese wegweisende und für Deutschland neue Programmentscheidung ist mit dem Namen Gorschenek untrennbar verbunden, ebenso wie das große Angebot an Presseschauen und der erste bundesweite Verkehrsfunk. Seriöse und umfassende Nachrichten, bis heute das Markenzeichen des Deutschlandfunk, trugen maßgeblich dazu bei, den jungen Sender zu etablieren. Den Rundfunk entdeckt hatte der im böhmischen Brüx geborene Gorschenek nach dem Krieg bei der Außenstelle des NWDR in Berlin. Seine zweite Station war der Deutsche Langwellensender in Hamburg, die Keimzelle des DLF. Der Journalist Gorschenek war aber auch ein einflussreicher Theoretiker, der die Fachdebatte über Nachrichten und Information über Jahrzehnte prägte. Foto: © Deutschlandfunk (Ludwig Rink)

5 Jahre Nordwestradio: Am 1. November 2006 feierte das Nordwestradio mit einem Hörertag sein fünfjähriges Bestehen. Prominente Stimmen gratulierten, darunter Bremens Ex-Bürgermeister Henning Scherf und Kultur-Entertainer Roger Willemsen. Nordwestradio, das stand und steht für ein außergewöhnliches Experiment. Ein Programm aus der Region für die Region, mit Informationen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport, fokussiert auf das große Ganze und auf all die kleinen und doch so wichtigen Ereignisse, die die Menschen im Nordwesten bewegen. Selbst der Begriff „Nordwestregion“ war, als das Nordwestradio loslegte, noch nicht ganz auf der Welt. Inzwischen ist der „Nordwesten“ zu einer Selbstverständlichkeit im Denken und Empfinden der Bewohner der Region zwischen Ems und Elbe geworden, wo sich mit dem Großraum Bremen/Oldenburg als ihrem natürlichen Zentrum, ganz neue Potenziale entwickeln. Völlig neu gestaltetet wurde, nach dem Abschied von der hoch angesehenen, aber nicht mehr finanzierbaren Kulturwelle Bremen 2 auch das Musikangebot. Pop-Musik, wie man sie nicht überall hört, Blues, Jazz, Weltmusik, kenntnisreich präsentiert und in ein jederzeit wiedererkennbares Format eingebettet, geben den Ton an, den am besten der für das Nordwestradio gefundene Werbeslogan beschreibt: „Das hört sich doch ganz anders an.“  Nordwestradio ist ein Gemeinschaftsprogramm von Radio Bremen und dem NDR. Im Bild: Die Moderatoren der Talk-Sendung Silke Behl und Otmar Willi Weber. Foto: © Radio Bremen 

Neue Sendung bei Schweizer Radio: Seit 4. Dezember 2006 gibt es auf DRS 3 von Montag bis Freitag drei Mal täglich »DRS 3 Wirtschaft«. Im Zentrum der neuen Rubrik stehen die wichtigsten Fakten aus der Welt der Unternehmen und Finanzmärkte. Besonders im Fokus stehen die börsennotierten Schweizer Unternehmen. Ziel von »DRS 3 Wirtschaft« ist es, dem Publikum ein vollständiges und spannendes Abbild des Wirtschaftstages zu vermitteln. Die beiden Wirtschaftsredakteure Thomas Rüst und Martin Stuckl zeichnen für »DRS 3 Wirtschaft« verantwortlich. Im Wochenturnus berichten sie von den Finanzmärkten und erklären wirtschaftliche Entwicklungen in verständlicher Art und Weise. Foto: © SR DRS (Severin Nowacki Byline)