Radioarchiv

 Memories aus 20 Jahren RADIOJournal

Radio-Nachrichten 2005

• Radiowerbung wirkt, motiviert und macht Spaß: Um dies zu fördern, schreibt radio NRW den Kreativpreis AMBOSS aus, der in diesem Jahr erstmalig vergeben wird. Das Neue am Kreativpreis AMBOSS ist, dass ausschließlich neu entwickelte Kampagnen, die noch nicht on air waren, in den Wettbewerb kommen. Bei den Einsendungen ist eine Teamleistung von Kreativ- und Mediaagentur sowie Kunde gefragt, die gemeinsam ein innovatives Radio-Konzept entwickeln sollen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus den Bereichen Kreation, Media, Research und Hörfunk wird über die Vergabe des Preises entscheiden.

• 25 Jahre SR 3 Saarlandwelle: Angefangen hatte es am 7. Januar 1980. Um 5.55 Uhr ging SR 3 Saarlandwelle mit einem Beitrag zu „Glauben in dieser Zeit“ auf Sendung. Es folgten um 6.00 Uhr Nachrichten, dann der »Funkkalender« als eine fast einstündige Sendung. 1979, knapp ein Jahr vor Sendestart, hatte der damalige Intendant Prof. Hubert Rohde eine Kommission einberufen. Ihr Auftrag: die Entwicklung eines Konzepts, das es dem Saarländischen Rundfunk ermöglichen sollte, bisher verschlossene Hörerpotentiale zu aktivieren und eine freie UKW-Kette sinnvoll zu nutzen. Mitglied der Kommission und eigentlicher Gründungsvater von SR 3 Saarlandwelle war der damalige Sendeleiter und spätere Programmdirektor Franz-Josef Reichert. „SR 3 Saar regional“ war der „Arbeitsname“ für das neue Programm. Im November 1979 wurde in Zeitungsanzeigen sowie den Fernseh- und Hörfunkprogrammen des Saarländischen Rundfunks dazu aufgerufen, dem neu zu schaffenden regionalen Hörfunkprogramm einen Namen zu geben. Unter den 1900 Namensvorschlägen war auch der Begriff „Saarlandwelle“. SR 3 Saarlandwelle, der Name des Radioprogramms ist gleichzeitig Programmauftrag und Inhalt der Sendungen. Von Anfang an gehörte zum Konzept, dass das Radioprogramm zu den Leuten kommt, zum Beispiel unterwegs mit »Treffpunkt U-Wagen«, um dort und im Programm die „Seele“ der Hörerinnen und Hörer zu treffen. 

Detlef Kuschka, Chefredakteur von ANTENNE BAYERN, ist der erste Journalist, der vom ADAC Südbayern mit der Goldenen Gau-Verdienstnadel ausgezeichnet wurde. Die Verleihung fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des ADAC Südbayern am 19. März 2005 statt. Das ANTENNE BAYERN-Verkehrszentrum informiert die Hörer aktuell über die neuesten Stau- und Blitzermeldungen im gesamten Sendegebiet. Der Dienst ist auch telefonisch, per SMS und online abrufbar. Über die Webseite können sich die Hörer als offizieller ANTENNE BAYERN-Verkehrsmelder registrieren und so mithelfen, den Verkehrsservice noch aktueller zu machen. Zur Hauptreisezeit im Sommer wird der Verkehrsservice durch regelmäßige Live-Einblendungen aus dem ADAC-Flächenflugzeug unterstützt. Überreicht wurde die Verdienstnadel von Dr. August Markl, Vorsitzender des ADAC Südbayern im Festsaal des Bayerischen Hof in München. Im Bild (von links): Dr. August Markl, ANTENNE BAYERN Chefredakteur Detlef Kuschka und Uli Wagner (2. Vorsitzender ADAC Südbayern). Foto: © ANTENNE BAYERN

• Zwei legendären Sport-Journalisten des DDR-Hörfunks gestorben: Wolfgang Hempel - der neben Heinz-Florian Oertel bekannteste Sportjournalist im ehemaligen DDR-Rundfunk - ist Anfang 2004 im Alter von 77 Jahren gestorben. Er spielte bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst Fußball beim Sportclub auf der Erfurter Cyriaksburg. Nach Kriegsende beendete er seine kaufmännische Lehre und wechselte 1948 vom Bürosessel einer Erfurter Firma zum Mikrofon des Thüringer Landessenders Weimar. Mit profundem Fachwissen und sprachlicher Disziplin überzeugte Hempel bei seinen ersten Reportagen, die meist aus den Fußballstadien von Erfurt, Weimar, Jena und Gera kamen. Anfang der 50er Jahre folgte er dem Ruf nach Berlin, wo er über viereinhalb Jahrzehnte zum Reporterstamm der Sportredaktion von Radio DDR zählte. In diese Zeit fielen die Einsätze bei sieben Fußball-Weltmeisterschaften, fast allen Olympischen Spielen und 30 WM-Endrunden-Turnieren des Eishockeys. Vor allem im Eishockey und Fußball genoss der Erfurter in Fachkreisen den Ruf eines ausgesprochenen Experten. Hempel ließ seine berufliche Laufbahn in den ersten Nachwendejahren bei Eurosport in Paris und auf lokaler Senderebene in Sachsen und Thüringen ausklingen. Fast zeitgleich starb mit Hubert Knobloch eine weitere Legende der DDR-Rundfunk-Sportberichterstattung. Der Hörfunk-Journalist, der bis Ende 2004 für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) tätig war, wäre am 19. Dezember 65 Jahre alte geworden. Knobloch, der für Radio DDR und den MDR über viele Jahrzehnte hinweg vom Sportgeschehen aus aller Welt berichtete, war bei zahlreichen Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Einsatz. Er berichtete vom Fußball, Handball, dem Nordischen Skisport, vom Biathlon, Tennis, Turnen und Kanusport.

• HIT RADIO FFH führt Visual Radio ein: Parallel zum UKW-Radioprogramm können künftig auf vielen NOKIA-Handies begleitende Informationen zum FFH-Programm abgerufen werden. Der Dienst wurde vor wenigen Wochen in Helsinki erstmals in Betrieb genommen. FFH in Deutschland mit seinen Programmen HIT RADIO FFH, planet radio und harmony.fm; Virgin Radio in England sowie Capital in Thailand sind die ersten Radios weltweit, die „Visual Radio“ einführen. Schon seit Mitte 2004 experimentieren Nokia, HP und HIT RADIO FFH in Deutschland mit dem neuen System. Vieles ist möglich: Hörer können abstimmen, welcher Musiktitel als nächster läuft. Es gibt Infos und Bilder zum aktuell gespielten Musik-Hit. Zu sehen sind die Moderatoren. Geplant sind regionale Wetter-Informationen und die Berichte der FFH-„Staupiloten“. Wo wird in Hessen „geblitzt“? Auch die Radiowerbung kann künftig parallel zum Programm visualisiert werden. Klingeltöne und Musiktitel sollen später per Knopfdruck geladen und gekauft werden können. Foto: © FFH

• bigFM startet Visual Radio: Mit dem Handy-Angebot „Visual Radio” bietet der baden-württembergische Jugendsender bigFM einen von dem Stuttgarter Technologieunternehmen spod entwickelten neuartigen Radiodienst an. Zusätzlich zu dem normalen Radioprogramm werden Bilder, Hintergrundinformationen und interaktive Dienste, wie Downloads, Spiele und Bilder angeboten und sind von mobilen Nutzern deutschlandweit abrufbar. Auch der baden-württembergische Regionalsender Radio Ton nutzt bereits die „spodradio“-Software zur Verbreitung seines Programms im Visual Radio-Verfahren. Zusätzlich zum Radioprogramm erscheinen auf dem Handy-Display Bilder der Interpreten, Hintergrundinformationen und Plattencover. Weitere Services sind Musikdownloads, Bestellen von Konzertkarten, CDs und Klingeltönen. 

• 40 Jahre WDR 2 »Mittagsmagazin«: Was da am 1. Februar 1965 im WDR Radio zu hören war, hatte es noch nie gegeben: Aktuelle Informationen aus aller Welt, live präsentiert und kombiniert mit unterhaltsamer Musik. Zigfach kopiert, prägte das WDR 2-»Mittagsmagazin« den Hörfunk in Deutschland für viele Jahre. Der ehemalige Hörfunk-Chefredakteur Dieter Thoma und der Reporter sowie spätere Leiter des Studios Brüssel, Walter Hahn, hatten zusammen das Konzept entwickelt. Erster Redaktionsleiter war Hellmut Prinz, dafür eigens vom Saarländischen Rundfunk abgeworben. Das »MiMa« wurde von Anfang an stark von seinen Moderatoren geprägt, darunter Lothar Dombrowski, Klaus-Jürgen Haller und Rolf Buttler. Lange war das »Mittagsmagazin« eine Männerbastion; die erste Frau hinterm »MiMa«-Mikrofon war Ulrike Wöhning, heute Redakteurin im WDR-Hauptstadtstudio. Stil, Ausstrahlung und Kompetenz der Moderatoren machen das Profil des Magazins aus, betont Redaktionsleiter Ralph Sina: „Helmut Rehmsen, Manfred Erdenberger, Tom Hegermann, Manfred Breuckmann und Gisela Steinhauer sind prominente Figuren, bekannt in NRW, schlagfertig, mit hohem Sachverstand und viel Erfahrung.“ Foto: © WDR

RMS feierte 10 Jahre RAMSES: Die RAMSES-Jury war sich einig, dass Radiowerbung an Bedeutung gewinnt – auch international. Das beweist nicht nur die neu geschaffene Radiokategorie in Cannes, sondern vor allem der Gewinner des goldenen RAMSES in der Kategorie „National“. Grabarz & Partner hatte für das Wall Street Institute die Idee, mit englischen Trendwörtern gespickte Umgangssprache ins Deutsche zu übersetzen, um für englische Sprachkurse zu werben. Produziert hat die Gewinnerserie Studio Funk Hamburg. Für diesen äußerst kreativen Umgang mit Sprache erhielten die Macher zusätzlich den RAMSES des Jahres, der aus allen Goldgewinnern gekürt wird. Eine besondere Überraschung erlebten die kreativen Macher eines Radiospots, der bereits im Jahre 2000 im Radio zu hören war. Das zehnjährige Jubiläum des RAMSES hatte RMS und die Jury dazu veranlasst, den besten Goldgewinner aus zehn Jahren Radio-Kreativ-Award auszuwählen. Den Titel „Best of 10 Jahre RAMSES“ errang die Serie „Liebe Welt“ für afri-cola. Insgesamt waren mehr als 500 Spots ins Rennen um die RAMSES-Trophäen gegangen, von denen es 31 auf die Shortlist geschafft hatten. RMS übernimmt für alle Radiospots, die einen RAMSES in Gold gewannen, die englische Übersetzung und Produktion für die Einreichung beim Cannes Lions International Advertising Festival. Im Bild: Wilfried Sorge (Sprecher der Geschäftsführung RMS), Moderatorin Barbara Schöneberger und Top Act Bryan Adams. Foto: © RMS

• Neue Morgenschiene und Wochenendformate: Am 2. Mai 2005 hat das multikulturell orientierte WDR-Funkhaus Europa (UKW 103,3 MHz) sein Programm durch eine neue Morgenschiene und neue Wochenendformate modifiziert. Die größte Neuerung betrifft Köln Radyosu. Bislang gab es sonntags bis freitags von 19.30 bis 20.00 Uhr eine halbe Stunde in Türkisch. Jetzt läuft außerdem ein live moderiertes Morgenmagazin von 6.05 bis 7.00 Uhr, präsentiert von Ekin Yilmaz. Es ersetzt die bisher aktualisierte Wiederholung der Abendsendung. Die Morgensendung bringt aktuelle Informationen über die wichtigsten Ereignisse in der Türkei und Deutschland. Die erweiterte Sendezeit bietet aber auch Raum für unterhaltende Elemente, Alltagsorientierte Serviceteile, Hörerbeteiligung und Musik. Mit den Veränderungen reagiert die Redaktion nicht nur auf die aktuelle politische Diskussion über Integrationsprobleme, sondern auch auf Akzeptanzverluste bei den muttersprachlichen Sendungen am Abend.

Die ganze Vielfalt Südosteuropas in einer Sendung: Vor 35 Jahren strahlte der WDR-Hörfunk zum ersten Mal die „Sendung für jugoslawische Gastarbeiter“ aus. Am 3. Mai 2005 wurde Geburtstag gefeiert. Heute heißt das Magazin »Radio Forum« und ist täglich außer samstags jeweils von 20.00 bis 20.30 Uhr und als aktualisierte Wiederholung von 5.30 bis 6.00 Uhr in Funkhaus Europa zu hören. Zwei Drittel aller Zugewanderten aus Jugoslawien hörten in den 70er und 80er Jahren „ihre Sendung“, die sie liebevoll „Radio Köln“ nannten. Mit dem Anwerbestopp 1973 und der Entscheidung vieler Gastarbeiter, in Deutschland zu bleiben, erweiterte sich auch das Themenspektrum: Zusätzlich zur zunächst starken Service-Orientierung, zu der beispielsweise ein 34-teiliger Deutschkurs gehörte, erhielt der Informations- und Magazincharakter bald mehr Gewicht. Heute berichtet »Radio Forum« über Entwicklungen in Deutschland und Südosteuropa, ist offen für alle Einwanderer aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, die Hintergrundinformationen in Bosnisch, Kroatisch und Serbisch hören wollen. Im Bild (von links): Die ehemalige Rundfunkrätin Britta Illic, die Leiterin von Radio Forum, Nada Pester, Hörfunkdirektorin Monika Piel und Nadica Markovica. Foto: © WDR

• 15 Jahre Antenne Brandenburg: Die Landeswelle des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) feierte am 6. Mai ihren 15. Geburtstag. Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten war eine Antenne Brandenburg-Jubiläumstour durch das Land Brandenburg. Im Vorfeld der Jubiläumskonzerte erlebten die Besucher ihre Moderatoren hautnah ­ unter anderem Alexander Dieck und Sandra Fritsch von »Guten Morgen Brandenburg«. Der bekannte Schlagersänger Ekki Göpelt, der bei Antenne Brandenburg das »Sonntagsvergnügen« moderiert, hatte Hits im Gepäck. Moderator Andreas Flügge gab mit „Der alte Fritz und sein Müller“ preußische Comedy zum Besten. Rockig wurde es mit den „Antenne All Stars“, der aus den Mitarbeitern Reinhard Bahrke, Andreas Flügge, Hans Helmig, Detlef Olle und Frank Schröder bestehenden Antenne Brandenburg-Band. Antenne Brandenburg begleitet gut gelaunt durch den Tag mit „der schönsten Musik für Brandenburg“ von den 60ern bis zu den 90ern und informiert über alles, was im Land und in der Welt passiert - immer unterwegs, immer dicht an den Menschen. Die Antenne hat Regionalstudios in Cottbus und Frankfurt/Oder sowie Regionalbüros in Prenzlau und Perleberg. Stündlich erhalten die Hörer in den Regionalreports Vor-Ort-Informationen. Dazu bietet das Programm jede Menge Service, Verkehr, Verbrauchertipps und Veranstaltungshinweise. Im Bild: Mitarbeiter von Antenne Brandenburg bei einer Konferenz im Potsdamer Rathaus. Foto: © rbb (Hanna Lippmann)

• Der langjährige Sportchef des WDR-Hörfunks, Kurt Brumme, ist am 9. Mai 2005 im Alter von 82 Jahren in Köln verstorben. Kurt Brumme arbeitete fast 41 Jahre in verschiedenen Funktionen für den Sport im WDR-Hörfunk, zuletzt 25 Jahre lang als Leiter der Redaktionsgruppe Sport. Er kam 1947 als junger Sportreporter und Redakteur von den „Aachener Nachrichten“ zum damaligen NWDR. Sechs Jahre später wurde er Erster Sportreporter. 1958 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis. Im November 1963 wurde er Abteilungsleiter Sport im WDR-Hörfunk. Es folgte eine Vielzahl von Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, der Ehrenbrief der Deutschen Sportpresse sowie das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1981). 1988 ging er in Pension. Neben dem Fußball galt Bummes Leidenschaft vor allem dem Boxen. Seine Faustkampf-Reportagen beeindruckten auch den US-Boxweltmeister Muhammad Ali, der Brumme „the voice of Germany“ nannte und ihm ein Paar signierter Boxhandschuhe schenkte. Auch nach seiner Pensionierung engagierte Kurt Brumme sich weiter in der Ausbildung junger Sportjournalisten. Foto: © WDR

• Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice: Der Hörfunk des NDR hat am 1. Juni mit dem Testbetrieb des optimierten Services nach dem neuen technischen Verfahren TPEG über sein digital ausgestrahltes Radioprogramm NDR 2 begonnen. Auch WDR und SWR bieten in ihren digitalen Hörfunkprogrammen den erweiterten Verkehrs- und Reise-Service. Die Abkürzung „TPEG“ steht für „Transport Protocol Experts Group“. Das Übermittlungsverfahren kann als Meilenstein in der Entwicklung von Digitaltechniken für den Hörfunk angesehen werden. Meldungen aus dem untergeordneten Straßennetz, vor allem aber aus den Innenstädten, können erstmals von dynamisch arbeitenden Navigationsgeräten ausgelesen werden. Meldungen die sich auf neue oder veränderte Autobahnabschnitte beziehen, werden sofort berücksichtigt. TPEG bietet darüber hinaus die Grundlage für „echte Mobilitätsportale“. Informationen zu Schiffs-, Flug-, Bahn- und Buslinien, also zum gesamten Bereich des Öffentlichen Verkehrs, können in Navigationsgeräten der nächsten Generation und in „Handhelds“ (PDAs) als Text oder Grafik und in unterschiedlichen Sprachen übermittelt werden.

• 15 Jahre »MaxiMal«: Seit dem 2. Juni 1990 präsentiert Tillmann Uhrmacher jeden Freitag von 20.00 bis 24.00 Uhr die neuesten Dance-Tracks und Szene-News. Die ehemalige RPR-Show wechselte im November 2001 ins Programm von sunshine live und wurde zur heute bekannten sunshine live »MaxiMal«. Nach 15 Jahren ist »MaxiMal« die älteste und eine der erfolgreichsten Danceshows in der deutschen Radiolandschaft. Zahlreiche Größen der internationalen und nationalen Musikszene waren in dieser Zeit bei Tillmann zu Gast. Chris Liebing, Dr. Motte oder Westbam sind nur einige von vielen bekannten Namen. Extra zum 15. Geburtstag der »MaxiMal«-Radioshow reiste Paul van Dyk (Bild) nach Frankfurt, um zusammen mit Tillmann und den Fans zu feiern. Unterstützung erfuhren die beiden von Heller&Enkie, den DJs und Machern der bekannten „Trancenation“-Compilationreihe. Foto: © sunshine live

• Zwei Ö1-Senderjubiläen: Am 1. Juli 2005 feierte die Ö1-Reihe »Kontext« (Freitag, 9.05 Uhr) und am 3. Juli »matrix - computer & neue medien« (Sonntag, 22.30 Uhr) ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Ö1-Reihe »Kontext« führt den Untertitel „Sachbücher und Themen“. Rezensiert werden ausschließlich Sachbücher, wobei Themen einzelner Bücher zum Anlass von Reportagen genommen und Autoren regelmäßig zu Studio- oder Streitgesprächen eingeladen werden. Knapp über 200 Buchvorstellungen sind in »Kontext« jährlich zu hören. Zehn Jahre »matrix - computer & neue medien« - „Wir werden täglich von der Wirklichkeit überholt werden und Ihnen wollen wir einen kurzen Schnappschuss von diesem Überholvorgang bieten“, so formulierte die Redaktion 1995 das Leitmotiv der Ö1-Reihe, die bis heute Trends rund um den „digital lifestyle“ aufspürt. Im Zentrum stehen die Bedürfnisse der User, die digitale Medien als Erweiterung ihres kulturellen Spielraums und ihrer sozialen Handlungskompetenz erfahren. In der Jubiläumssendung am 3. Juli spulte »matrix« zurück und machte unter dem Titel „rewind“ ein Stück Computer- und Internetgeschichte hörbar.

• RADIO 96 ACHT Bonn gestartet: Pünktlich zum großen Universitätsfest am 8./9. Juli 2005 ist das neue Radio für Bonn und Rhein-Sieg-Kreis (St. Augustin) auf 96,8 MHz gestartet (Sendeleistung: 500 Watt). In Bonn wird das Programm der Campus-, Hochschul- und Uniradios von mehreren Betreibern erstellt. Erstmalig hat die Landesanstalt eine „gesplittete“ Frequenz lizenziert. Der Sendemast steht auf dem Unigebäude. Im Zeitbereich „Primetime“ 06-22 wird der Sender als Musikformat einen 80er-Jahre-Retro-Stil unter Einbeziehung der Formate CHR und AC senden. Die in der Hauptrotation eingesetzten Musiktitel sollen möglichst wenig identisch sein mit den 80er-Titeln anderer Sender. Die Nachrichten werden von der Deutschen Welle übernommen, ebenso wie Teile des Programms vom Deutschlandfunk. Bereits 1997 und 1998 hatten die Radioprogramme der Uni-Kulturwochen auf UKW 99,9 MHz die DW-Nachrichten wegen des internationalen Charakters der Universität und der hohen Anzahl ausländischer Studierender gewählt. Die Mitgliedsvereinigungen, die den Sender tragen, produzieren teilweise bereits seit 1991 Sendungen. Diese werden im Bürgerfunk von Radio Bonn Rhein-Sieg auf UKW 98,9 MHz ausgestrahlt. Seit 1996 wurden ein- bis mehrmals jährlich UKW-Sendeanlagen auf Basis von Veranstaltungsradio zu Großveranstaltungen in der Universität betrieben. Seit 1998 betreiben die Gruppierungen für bestimmte Produktionsräume einen eigenen Internetradiosender.

rs2 mit neuem Logo: Der Berliner Privatsender rs2 tritt jetzt mit einem modernisierten Logo auf. Ziel des neuen Logos ist eindeutige Kommunikation des Markenkerns rs2. Deshalb verzichtet rs2 konsequent auf alle Zusätze wie FM-Frequenz und Claim im Logo. Die Beibehaltung des Farbcodes sowohl nach Farbton wie nach Farbgewichtung der rs2-Farben blau und rot soll gleichzeitig ein hohes Maß an Selbstähnlichkeit gewährleisten. Dirk Reichardt und das Team von Jam X Music gestalteten das zum modernisierten Markenauftritt passende Audio-Logo und -Design, das seit 29. August 2005 on air ist. Mit den Jingle- und Filmmusikexperten aus Hamburg arbeitet rs2 bereits seit 1998 zusammen.

Mit einem ausgeweiteten Nachrichtenangebot stärkt die NDR 1 Welle Nord ab 1. September 2005 ihr regionales Profil und unterstreicht ihre Rolle als Landessender für Schleswig-Holstein. Mehr Unterhaltung garantieren der »Küsten-Knut« und die Serie »Kühn gefragt«. Ob Fußball, Handy oder Busfahren - der „Küsten-Knut“ nimmt jeden Tag ein neues Thema aufs Korn, immer lustig und mit viel Humor. Lieblingsmusik nach Wahl gibt es künftig nicht nur in der Sendung »Hits und Oldies« von 18.00 bis 20.00 Uhr sondern von morgens bis abends. Eine eMail oder ein Anruf genügt. Und mit »Hits und Oldies unterwegs« und einem Übertragungswagen kommt Moderator Ralf Huber raus ins Land. Dann wird eine Stunde live gesendet von Vereinen, Firmen oder Familienfeiern. 

• Anregend anders: Jeden Abend ein herausragendes klassisches Konzerterlebnis - mit dieser zentralen Neuerung hat hr2, das Kulturradio des Hessischen Rundfunks, am 5. September 2005 sein leicht renoviertes Programm gestartet. Nach der Integration des Klassikprogramms hr-klassik, das am 30. September 2005 seinen Betrieb einstellt, profiliert sich das neu geordnete Programm von hr2 als „anregende“ Alternative zu anderen Radioformaten. Weitere Eckpunkte der Programm-Optimierung: eine große Klassik-Wunschsendung, ein gut auffindbares, breites Angebot für Freunde von Jazz, Weltmusik und anderen musikalischen Spielformen bis hin zu Kabarett und Kleinkunst sowie mehrfach täglich ein »Kulturplaner« mit den wichtigsten Veranstaltungstipps zur hessischen Kulturszene. Mit Klassik durch den Tag begleitet wird das hr2-Publikum regelmäßig um 10.05 Uhr (»Klassik-Matinee« mit dem Musiker der Woche), um 13.05 Uhr (»Klassik-Lunch«) und um 15.05 Uhr (»Klassik-Zeit« mit dem täglichen CD-Tipp). Am Wochenende werden besondere Akzente gesetzt unter anderem mit musikalischen Werkreihen. Für Jazzfreunde ist ihre Lieblingsmusik im neuen Programmablauf von hr2 jetzt besser auffindbar: montags bis freitags immer von 19.30 bis 20.00 Uhr. Musikalische Grenzgänger kommen werktäglich ab 19.05 Uhr auf ihre Kosten: Die Gäste der »hr2-Hörbar« finden Inspiration und Entspannung bei Musik aus aller Welt.

• Der 1000. »Guglhupf«: Seit Oktober 1978 wird in Ö1 Sonntag für Sonntag der »Guglhupf« serviert. Erfunden haben ihn Gerhard Bronner und Peter Wehle. Auf der Suche nach einer originellen Idee für ein Radiokabarett, das den Zeitgeist erfasst und ihn lautstark - mittels Kunstfiguren - dem Hohn preisgibt, sind sie auf den »Guglhupf« gekommen. Die Assoziation zur Mehlspeise war erwünscht, die Rosinen hineingegeben, das sahen sie als ihre Aufgabe an. Der Guglhupf ist nicht nur eine traditionelle Mehlspeise, sondern auch - zumindest in Wien - ein Synonym für das Irre. Von Anfang an mit beteiligt an dem satirischen Backwerk waren unter anderem Kurt Sobotka und Lore Krainer. Später sind Kollegen wie Herbert Prikopa, Erwin Steinhauer oder Andreas Steppan dazu gestoßen. Lore Krainer und Kurt Sobotka sind als Radio-Zuckerbäcker bis heute aktiv. Wortwitz und Hintergründiges, aktuelle Ereignisse und dazu der Kommentar der hochgeschätzten Volksseele, das sind die Zutaten zum Radiokabarett »Guglhupf« geblieben. Manchmal kommen sie in Gestalt eines häuslichen Dialogs, dann wieder als launiges Lied. Aber Ton für Ton, Note für Note sitzen. Eine Radioform, die in ihrer Machart noch aus der alten Radioschule stammt, in ihrer Wirkung aber unverändert stark geblieben ist.

Der Saarländische Rundfunk hat am 10. Oktober einen neuen Hörfunk-Übertragungswagen in Betrieb genommen. „Ü2“ ist acht Meter lang, im Produktionsbetrieb sogar zehn Meter; wiegt 14,5 Tonnen bei einer Breite von 2,50 und einer Höhe von 3,60 Metern; bringt 280 PS auf die Straße und ist in seinem kräftig-blauen Outfit nicht zu übersehen. Der neue Stolz der SR-Flotte ist für den universellen Einsatz geplant. Sein Aufgabengebiet reicht von Wort-Produktionen (Literatur, Politik, Kirchenfunk, Sport) bis hin zu hochwertigen Musik-Produktionen bzw. Live-Sendungen. Die Besatzung besteht in aller Regel aus dem Fahrer und einem Toningenieur. Bei hochwertigen Musik-Aufnahmen kann ein Tonmeister das kleine Team verstärken. Herzstück des neuen Übertragungswagens ist ein neu entwickeltes digitales Mischpult mit 48 Eingangsreglern. In Verbindung mit einer digitalen 48-Kanal-Mehrspur, modernsten digitalen Effekt- und Zuspielgeräten und einer professionellen Mikrofon-Ausstattung genügt der „Ü 2“ höchsten Ansprüchen bei Musik- wie bei Wort-Produktionen. Zusätzlich steht für Wortproduktionen ein DigAS-Schnittsystem („Digitales Audio System“) zur Verfügung, um bei Bedarf auch für die aktuelle Berichterstattung der Hörfunk-Wellen gerüstet zu sein. Foto: © SR

10 Jahre ROCK ANTENNE: Als ROCK ANTENNE 1995 als Pilotprojekt ins Leben gerufen wird, geht in Bayern erstmals ein landesweiter Rocksender on air. Noch ist das Programm automatisiert, die Songs laufen 24 Stunden in Schleife, ohne Wortprogramm, Moderation und Werbung. Vier Jahre später, am 18. Oktober 1999, startet auf den Münchener Medientagen der offizielle Regelbetrieb. Von da an steigt die Fan-Gemeinde der ROCK ANTENNE kontinuierlich, im Sommer 2004 erhält Bayerns Rockradio seinen ersten MA-Ausweis. Mittlerweile agiert ROCK ANTENNE als eigenständige GmbH, die Ausgründung erfolgte im September 2002. Das Hörfunkprogramm im Musikformat AOR (Album Oriented Rock) kommt bei der Kernzielgruppe der 20- bis 49-Jährigen an und bestätigt Marktanalysen, die von einer rockaffinen Hörerschaft im Freistaat von zehn bis zwölf Prozent ausgehen. ROCK ANTENNE bietet die volle Bandbreite der Rockmusik von Classic Rock über Mainstream bis Hard und Heavy Rock. Schwerpunkte bilden die 70er, 80er und 90er Jahre, aber auch aktuelle Rocksongs. Staatsminister Erwin Huber startete am 18. Oktober 1999 auf den Medientagen in München, den offiziellen Sendebetrieb der ROCK ANTENNE. Im Bild (von links): "Mick Jagger", ANTENNE BAYERN Geschäftsführer Karlheinz Hörhammer, Staatsminister Erwin Huber, BLM-Präsident Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring und "Sting". Foto: © ANTENNE BAYERN

• Radio Arabella auch in Linz: Am 20. Oktober 2005 um punkt 12.00 Uhr mittags startete in Oberösterreich Radio Arabella 96,7 seinen Sendebetrieb. Der Startknopf dazu wurde live im Einkaufszentrum Passage in Linz von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, Stationmanagerin Gabriele Freydorfer, Arabella-Programmchefin Mag. Ilse Krotmayer und Geschäftsführer Wolfgang Struber gedrückt. Nun sind auch im Großraum Linz Super Oldies und Mega Schlager auf der Frequenz 96,7 MHz zu hören. Täglich gibt es 24 Stunden Musik und dazu Programm aus der Region - für die Region. Die zukünftigen Arabella-Muntermacher Wolfgang Haimel und Birgit Kern führten auf der Radio Arabella-Bühne live durch das Programm. Nach der ersten Stunde, die live aus der Passage gesendet wurde, schaltete man ins Sendestudio in der Marienstraße. Radio Arabella Linz will mit seinem Programm vor allem auf mehr Vielfalt abzielen. Die Orientierung an der Zielgruppe 35+ wird sich in allen Bereichen der Programmgestaltung widerspiegeln. Ein wesentlicher Teil des neuen Privatsenders für Linz ist sein unverwechselbares Musikformat. Im Bild (von links): Geschäftsführer Wolfgang Struber, Programmchefin Mag. Ilse Krotmayer, Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und Stationsmanagerin Gabriele Freydorfer.
Foto: © Radio Arabella

• Im Zwei-Stunden-Rhythmus - 24 Stunden live: Am 30. Oktober 2005 startet das neue Deutsche Programm von DW-RADIO mit noch mehr aktuellen Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Das 24-Stunden live präsentierte Programm liefert schnell, übersichtlich und zuverlässig rund um die Uhr Informationen aus Deutschland und der Welt. Ein stark vereinfachtes Schema soll es den Hörern erleichtern, dem Programm zu folgen. Aktuelles, Regionales, Sport, Wirtschaft und Kultur haben feste Sendezeiten. Die aktuelle Information bildet auch weiterhin das wichtigste Standbein. Wer vor allem am aktuellen Geschehen in Deutschland, Europa und der Welt interessiert ist, erfährt alles Wichtige jeweils in der ersten halben Stunde. Jeweils zur vollen Stunde kommen „Nachrichten“ und zu jeder halben Stunde „Kurznachrichten“. Ausführliche Kultur- und Sportberichterstattung, spannende Reportagen, nachdenkliche Feature und Diskussionssendungen ergänzen das Angebot am Wochenende, ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt und mit aktuellen Informationen zum Tagesgeschehen. Foto: © DW

Annika Kipp, die Frau für den Feierabend auf ANTENNE BAYERN zählte 2005 zu Deutschlands schärfsten Radiomoderatorinnen. In der FHM präsentierte sie sich ohne Mikro und fast unverhüllt. „Zunächst habe ich schon etwas gezögert, aber dann habe ich zugesagt, schließlich gebe ich für meine Hörer gerne das letzte Hemd! [lacht] Außerdem war es ein super-schöner Tag: Ich wurde toll gestylt, das Team war sehr nett und darüber hinaus habe ich viele neue Radio-Kolleginnen kennengelernt“, so Annika zum FHM-Shooting. Mit dabei waren vier weitere sexy Radiofrauen: Jasmin Wiegand von RADIO PSR, Sabrina Vetter von radio SAW, Indra Gerdes von Radio Hamburg und Daniela Linzer von KRONEHIT. Die 25-jährige Annika Kipp machte in Straubing ein Volontariat bei Radio AWN und moderiert seit 2002 bei ANTENNE BAYERN. Neben ihrer Abendsendung präsentiert sie im Wechsel mit Kathie Kleff die Sendung »Highlife« von 12.00 bis 15.00 Uhr. Nebenbei schließt sie ihr Studium für Realschullehramt an der Uni München ab. Foto: © FHM (Denis Pernath)

antenne saar gestartet: Am 12. Dezember 2005 wurde das SR-Hörfunk-Angebot um ein Informationsprogramm mit deutsch-französischer Akzentuierung erweitert: antenne saar heißt dieses in Kooperation mit Radio France Internationale (RFI), SWR cont.ra und dem ARD/ZDF-Ereigniskanal Phoenix erstellte Programm. antenne saar kann von 8.00 bis 18.00 Uhr über Digital Radio oder auf der landesweiten Mittelwellenfrequenz 1179 kHz empfangen werden. Alle halbe Stunde strahlt antenne saar in französischer Sprache zehnminütige Nachrichtenreports mit Korrespondentenbeiträgen aus. Wichtiger Kernbereich des neuen Infoprogramms sind auch die regelmäßigen Übertragungen aus dem Saarländischen Landtag, aus dem Bundestag oder dem Bundesrat, sowie - in Kooperation mit Phoenix - die Übertragung wichtiger Pressekonferenzen, Tagungen oder Sonderereignisse sein werden.