Radioarchiv

 Memories aus 20 Jahren RADIOJournal

Radio-Nachrichten 2004

• Verdienstkreuz für Ernst Elitz: Die Auszeichnung wurde vom Chef der Staatskanzlei des Landes NRW, Minister Wolfram Kuschke, überreicht. Minister Kuschke dankte Ernst Elitz für sein Engagement als Publizist und Rundfunkmanager. Ernst Elitz habe sich in seiner jahrzehntelangen journalistischen Tätigkeit und in seinem ehrenamtlichen Engagement als konstruktiv-kritischer Wegbegleiter Deutschlands profiliert, so der Minister. Kennzeichnend für die Laufbahn des 1941 in Berlin geborenen Journalisten sei, dass er immer wieder neue Wege beschritten und in vielen Bereichen Pionierarbeit geleistet habe. Elitz verstehe es vortrefflich, fachlich fundierten und seriösen Journalismus anschaulich zu präsentieren und damit ein breites Publikum anzusprechen. 1994 wurde Ernst Elitz zum ersten Intendanten des Deutschlandradio berufen. Aus Deutschlandfunk, RIAS Berlin und DS-Kultur wurde der werbefreie nationale Hörfunk mit Sitz in Köln und Berlin geschaffen. Die Herausforderungen dieser Fusion, so Minister Kuschke, habe Ernst Elitz vorbildlich bewältigt. Das Deutschlandradio habe sich zu einem deutschen Pedant der BBC entwickelt und seine anspruchsvolle Hörerschaft verdoppeln können.
Foto: © DRadio (Thomas Mayer)

• 5 Jahre Hilfsaktion »Lichtblicke«: Ende November 2003 ist „Lichtblicke“ in die neue Spendensaison gestartet und mittlerweile zu einer festen Institution in Nordrhein-Westfalen geworden. Die Aktion wurde 1998 ins Leben gerufen und ist eine gemeinsame Spendenaktion der radio NRW GmbH, der 44 Lokalradios in NRW, der kirchlichen Hilfswerke von Diakonie und Caritas sowie der freien Wohlfahrtsverbände. Mit der Spendenaktion soll notleidenden Kindern und Familien im Land schnell und unbürokratisch geholfen werden. Am 23. Dezember findet jedes Jahr kurz vor Weihnachten der große Lichtblicke-Tag statt. Dann steht das gesamte Programm unter dem Motto „Lichtblicke“. www.lichtblicke.de

• 20 Jahre WDR 4: Am zweiten Tag des neuen Jahres 2004 feierte das hörerstärkste Programm des Westdeutschen Rundfunks mit vielen Stars seinen 20. Geburtstag. Über den ganzen Tag verteilt erinnerten am 2. Januar Grußworte von prominenten WDR 4-Freunden an die Geburtsstunde: 1984 war es ein Montag, als das Voll-Programm erstmals auf Sendung ging. Das „neue Kind des Westdeutschen Rundfunks“ WDR 4 war seinerzeit vom Start weg erfolgreich: ein rundum vielfältiges Programm von aktueller und klassischer Unterhaltungsmusik. Der Sender, der seinen Schwerpunkt auf den Klang schöner Melodien, auf musikalische Traumreisen, zeitlose Evergreens und aktuellen deutschen Schlager setzte, war in der damaligen Rundfunklandschaft einmalig. Einige Sendungen haben bis heute ihren Platz im Programm von WDR 4: neben dem »Pavillon« zählen dazu die »Morgenmelodie« (damals noch als Übernahme von WDR 1), der Mittagskommentar »Zur Sache«, »Chöre der Völker« und »Cafe Carlton«. Im Bild: Ulla Norden ist eine der Moderatorinnen der Sendung »Pavillion«. Foto: © WDR (Joachim Schulze)

UnserDing jetzt landesweit: Seit 13. Januar 2004 bietet das SR-Jugendradio UnserDing seinen Hörern noch mehr Programm. Nach dem Start 1999 war der nächste große Schritt die Zuteilung der landesweiten Frequenz 103,7 MHz vor Weihnachten letzten Jahres. Unter der Woche gibt es täglich ab 5.00 Uhr zweimal pro Stunde Nachrichten, Wetter und Verkehrs. Sonntags ab 8.00 Uhr. Thematisch stehen sowohl »Chancen und Karriere« als auch Lifestyle und Stars auf dem Programm. Und auch regionale Themen kommen dank des 103,7-UnserDing-Reporterteams nicht zu kurz. Ab 18.00 Uhr gibt es bei UnserDing dann Specials wie »ClubDing«, »Kostprobe«, »Schwarz« und »NachtClub«.

Fantastische Reise in virtuelle Welten: Am Montag, 19. Januar, ist im Hessischen Rundfunk (hr) der Startschuss für ein außergewöhnliches Projekt gefallen: Otherland, die 3.500 Seiten starke Fantasy-Saga des amerikanischen Erfolgsautors Tad Williams, ist die größte Hörspielproduktion in der Geschichte der ARD. Hessens Antwort auf den „Herrn der Ringe“ wird im Jugendradio YOU FM und in der Kulturwelle hr2 zu hören sein. Das mit Unterstützung des Münchner Hörverlags realisierte Hörspiel wird anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2004 in einer öffentlichen Uraufführung vorgestellt. Bis dahin wird der Regisseur Walter Adler das Mammut-Werk von Tad Williams dramaturgisch umsetzen. In den geplanten 24 Hörspiel-Stunden werden über 250 Schauspieler zum Einsatz kommen, darunter Sophie Rois, Ulrich Noethen und Nina Hoss. Das Fantasy-Epos, in dem beispielsweise der „Zauberer von Oz“, „Alice im Wunderland“, Grimmsche Märchenhelden, Comic-Piraten und Odysseus unterwegs sind, erscheint auch als Hörbuch. Walter Adler ist einer der bekanntesten deutschen Hörspielregisseure. Mit dem hr hat er 1995 den ersten »hr2-Radiotag« realisiert: eine sechzehnstündige Sendung von Walter Kempowskis „Der Krieg geht zu Ende“, eine „Chronik für Stimmen“, an der rund 250 Sprecher beteiligt waren. 

• ERF startet Webradio für junge Leute: Unter dem Namen CrossChannel sollen christliche Themen und moderne christliche Musik laufen. „Viele Jugendliche suchen ihre Informationen heute stärker im Internet als in Radio und Fernsehen“, so die Leiterin des ERF Jugendradios, Gabi Wetzel. Startschuss ist bei der Jugendevangelisation JesusHouse, die vom 16. bis 20. März 2004 von Berlin aus per Satellit in rund 800 europäische Städte übertragen wird. JesusHouse ist die Jugendveranstaltung der Aktion ProChrist. CrossChannel wird täglich zwischen 17.00 und 21.00 Uhr live moderiert. Ansonsten gibt es viel Musik und kurze Beiträge zu verschiedenen Tageszeiten. Das geplante Programm ist laut Gabi Wetzel eine Mischung aus Magazinen mit Tipps und News aus Musik, Web, Kino und Talks mit Studiogästen. Die Hörer sollen interaktiv mit den Moderatoren und Gästen chatten können und ihre Fragen direkt ins Studio mailen. Zielgruppe des Programms sind junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren. Erstmals veranstaltete das Webradio Anfang Oktober 2004 eine CrossNight mit der StarSearch-Gewinnerin von SAT.1, Florence Joy. Im Bild: Das neue Cross-Channel-Studio mit Volontärin Annika Schürer und Webredakteur Jan Knauf. Foto: © ERF

• Die legendäre »Elmi-Show« bei Radio Regenbogen: Zwei Wochen lang ließ der baden-württembergische Bereichssender seine Hörer rätseln: Ist es ein Aprilscherz, dass Elmar Hörig ab dem 1. April 2004 bei Radio Regenbogen moderiert, oder nicht? Die Hörer wurden noch bis zum darauffolgenden Tag auf die Folter gespannt: doch seitdem ist klar: die legendäre »Elmi-Show« is back! Zwischen 13.00 und 15.00 Uhr ist bei Radio Regenbogen nun nichts und niemand mehr vor dem spitzen Mundwerk eines Elmar Hörig sicher. In gewohnter Manier unterhält der gebürtige Baden-Badener seine Hörer mit viel Witz, Charme und dem ihm eigenen Humor.[Elmar Hörig hat seine Zusammenarbeit mit Radio Regenbogen 2007 beendet.] Foto: © Radio Regenbogen

ANTENNE THÜRINGEN frischt Programm auf: Seit dem 5. April werden die Hörer im Freistaat von Matthias Karpe und Wenke Weber geweckt. Wenke Weber kommt aus Rostock und ist über private und öffentlich-rechtliche Sender in Rostock, Hamburg, Frankfurt/ Main und Halle schließlich bei ANTENNE THÜRINGEN gelandet. Matthias Karpe stammt gebürtig aus Halle und ist nach Abstechern zu anderen Radiosendern im mitteldeutschen Raum und Aktivitäten als Werbesprecher nun in Weimar bei ANTENNE THÜRINGEN zu Hause. In seiner Freizeit ist er auch ls DJ unterwegs. Das neue Team für den Nachmittag heißt Stefan Barth und Tilo Liebsch. Beide verfügen über jahrelange Moderatorenerfahrung und waren bei MDR Life, SWR1 und in der bigFM Morningshow zu hören. Gemeinsam mit den neuen Moderatoren ist auch ein neues Sound­Design on air gegangen. Es wurde in Los Angeles mit Musikern aufgenommen, die mit Stars wie Billy Joel oder Christina Aguilera zusammengearbeitet haben.
Foto: © ANTENNE THÜRINGEN

• Freies Radio Marburg blickt auf zehn "unerhörte" Jahre: Am Anfang war die Idee: Eine kleine Gruppe „unerschrockener Utopisten“ wollte ein Freies Radio für Marburg ins Leben rufen. Zehn Jahre später gibt es ein Funkhaus, einen Ü-Wagen und 24 Stunden Programm. Gleichzeitig erschien ein Buch und eine CD unter dem Titel „Zehn unerhörte Jahre“. Im Frühjahr 1994 entstand die „Initiative für Freies Radio - Radio Unerhört Marburg“. Nach zwei befristeten Veranstaltungshörfunkphasen ist das Programm von „Rum“ seit dem 5. April 1997 dauerhaft auf der UKW-Frequenz 90,1 MHz in Marburg und Umgebung zu empfangen. Zehn Jahre „Radio Unerhört“ bedeuten nicht nur rund 42.000 Stunden nichtkommerzielles Radio-Programm, sondern auch etwa 6.000 Menschen, die eigene Einblicke und Erfahrungen im Radio-Machen sammeln konnten. „Rum“ zählt heute fast 400 Mitglieder und sendet rund 80 Stunden redaktionell gestaltetes Radioprogramm wöchentlich.

• 1000 Küsse übern Sender: Im Mai 2004 feierte NDR 1 Niedersachsen das 10-jährige Bestehen der Kontaktsendung »Miteinander«. Ein guter Grund für Moderatorin Kerstin Werner einen Song zur Sendung aufzunehmen. „1000 Küsse übern Sender“ heißt das Ergebnis. Der Komponist und Produzent Armin Kandel schenkte diesen Song ursprünglich NDR 1 Niedersachsen Moderator Philipp Beisteiner zur Hochzeit (im Bild mit Kerstin Werner) - damals hieß er noch „Tausend Bussis übern Sender“. Der gab ihn noch am Hochzeitstag weiter an Kerstin Werner mit den Worten: „Das wäre doch ein toller Jubiläumssong für die Kontaktsendung Miteinander!“. Ein neuer Text wurde geschrieben, aus den Bussis wurden Küsse, Moderatorin Kerstin Werner ging ans Mikrofon, und nach vierstündiger Studioarbeit war der Titel dann im Kasten und im Programm von NDR 1 Niedersachsen zu hören. Die Sendung »Miteinander« läuft immer freitags kurz nach 17.00 Uhr. Foto: © NDR

Mit komplett neuer Sendetechnik sind am 23. Juli 2004 R.SH - Radio Schleswig-Holstein und delta radio im Funkhaus Wittland in Kiel „on air“ gegangen. Bei den privaten Sendern wurde zuvor das komplette Redaktions- und Sendeabwicklungssystem ausgetauscht, Sendestudios neu eingerichtet und alle Mitarbeiter geschult. Der Umbau zum neuen schleswig-holsteinischen Medienzentrum dauerte insgesamt neun Monate. Zusätzlich zu den komplett neu ausgestatteten Studios werden im Rahmen weiterer Umbaumaßnahmen bis zum Herbst noch zwei Studios im Funkhaus Wittland entstehen.

• Aus hr-skyline wird hr-info: hr-skyline, das Wirtschafts- und Informationsradio des Hessischen Rundfunks, sendet seit 30. August als hr-info rund um die Uhr ein Wortprogramm. Gleichzeitig mit dem Namenswechsel tritt ein neues Sendeschema in Kraft: Eine „Stundenuhr“ mit festen, getakteten Sendezeiten für Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Werktags steht in hr-info aktuelle Berichterstattung im Mittelpunkt, während am Wochenende auch längere Wortsendungen zu einzelnen Themenbereichen zu hören sind. Von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens übernimmt hr-info das nächtliche Wortprogramm von MDR INFO. Von Montag bis Freitag werden im Viertelstundentakt aktuelle Nachrichten gesendet. Dazwischen gibt es zu verlässlichen Zeiten das Neueste aus Hessen, Deutschland und dem Ausland.

• NDR 1 Welle Nord - noch näher am Publikum: Mehr Unterhaltung, mehr Information und noch mehr Hits und Oldies. Neue Moderatoren, Musikwünsche rund um die Uhr und noch mehr Regionales. Das erwartet die Schleswig-Holsteiner jetzt auf NDR 1 Welle Nord. Jens-Peter Beiersdorf ist der neue Morgen-Moderator und präsentiert im Wechsel mit Christian Schröder die Sendung »Guten Morgen Schleswig-Holstein« (5.30-9.00 Uhr). »Der Mittag« (12.00-14.00 Uhr) ist die neue Moderationszeit von Gerrit Derkowski. Ralf Huber präsentiert jeden Abend »Hits & Oldies« (18.00-20.00 Uhr) und erfüllt zwei Stunden lang Musikwünsche. Noch mehr Informationen aus Schleswig-Holstein bietet die NDR 1 Welle Nord in den regelmäßigen Sendungen aus dem Studio Flensburg, Heide, Kiel, Lübeck und Norderstedt. Aktuelle Nachrichten und das regionale Wetter gibt es immer um 12.30 und 16.30 Uhr, die Veranstaltungstipps um 9.30 Uhr.

• Deutschlandradio startet »Wursendung«: Deutschlandradio präsentiert seit Anfang September 2004 eine neue Hörspielform im Tagesprogramm. Nach der interaktiven RadioSoap oder dem Geräusch des Monats setzt die Wurfsendung die Reihe innovativer Formen aus dem „Radiolabor Hörspiel“ fort. Ob Mikrodrama, O-Ton, Krimi oder spontaner Einfall - Wurfsendungen experimentieren mit sämtlichen inhaltlichen und formalen Möglichkeiten des Hörspiels und kreieren damit eine eigenständige radiophone Kunstform. Hintersinnige, witzige, absurde aber auch historische oder sprachliche Miniaturen lassen ein künstlerisches „Radio im Radio“ entstehen, das gängige Formate sprengt und überraschende Denkanstöße liefert. 24 Autoren, 20 Regisseure und 60 Schauspieler beteiligen sich an der von Nathalie Singer betreuten Umsetzung des neuen Radioformats.

• hr4 feierte Studiofest in Kassel: hr4 sendet jetzt aus Kassel. Intendant Dr. Helmut Reitze hat am 18. September 2004 gemeinsam mit hr4-Chef Rainer Götze (Bild) den Knopf für den offiziellen Programmstart gedrückt. Aus diesem Anlass lud der Sender zu einem großen Fest für die ganze Familie ein. Mit Bühnenshows, einem umfangreichen Kinderprogramm, zahlreichen Informationsständen und Essens- und Getränkeangeboten wurde das Ereignis gefeiert. Schon vor dem offiziellen Programmstart wurde hr4 aus dem Kasseler Studio gesendet. Foto: © hr

• 25 Jahre Regionalprogramm München und Oberbayern: Lokal und global bedingen einander, so könnte man das Motto der inzwischen sechs Regionalprogramme des Bayerischen Rundfunks beschreiben, deren Geschichte im Oktober 1960 begann. Mit der Programmreform im April 1979 wurde das gemeinsame Regionalprogramm für München und Oberbayern getrennt. Damit bekam München Deutschlands erste Citywelle und Oberbayern ein eigenes Regionalprogramm. Geprägt waren die Anfangsjahre von den beiden Redaktionsleitern Rüdiger Stolze in München und Michael Stiegler für Oberbayern. Stiegler, den viele Fernsehzuschauer aus der Sendung »Bürgerforum« und vom Anzapfen des Münchner Oktoberfestes kannten, erreichte auch mit seinen Live-Sendungen vor Ort hohe Popularität. Stolze war damals bekannt von der „Jungen Welle“ und wurde später Bayern 3-Chef. Inzwischen leiten zwei Frauen die Redaktionen: Dr. Helga Montag in München und Isabella Schmid in Oberbayern. Bürgernähe und Hörerbindung sind das Ziel der täglichen Arbeit, in den Magazinsendungen und Live-Anrufen. Die Mittagssendungen »Treffpunkt München« und »Treffpunkt Oberbayern« gehören zu den meistgehörten Sendungen auf Bayern 1. Im Bild: Liebe auf den ersten Blick - Seelöwin Molly und B1-Moderator Thies Marsen. Foto: © BR

• 45 Jahre ERF: Der Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar blickt in diesem Jahr auf sein 45-jähriges Bestehen. Gemäß dem Slogan „Gute Nachrichten“ soll der ERF auch künftig der „Sender der guten Nachrichten“ bleiben, so Direktor Jürgen Werth. Im Jubiläumsjahr sind beim ERF, der als eigenständiger TWR Partner an der weltweiten Mission über die Medien beteiligt ist, rund 180 Mitarbeiter beschäftigt. Bis heute haben sich vier Arbeitsbereiche herausgebildet, um die christliche Botschaft zu verbreiten: Radio, Fernsehen, Internet und die Zeitschrift ANTENNE. Finanziert wird die Arbeit nahezu ausschließlich durch private Spenden. Um die Anfragen zu theologischen und ethnischen Themen sowie zu praktischer Lebenshilfe zu bewältigen, unterhält der ERF eine eigene Seelsorge-Abteilung. Sie berät nicht nur in persönlichen Schwierigkeiten, sondern stellt aus den Anfragen Sendungen zusammen und vermittelt persönliche Kontakte zu über 1.000 Pastoren, Psychologen, Medizinern und anderen Fachleuten. Im In- und Ausland beteiligt sich der ERF finanziell an Sendungen in 35 Sprachen. Für den deutschsprachigen Raum werden zehn fremdsprachige Radioprogramme produziert. Im Bild: Redaktionsteam (von links): Chefredakteur Andreas Odrich, Beate Tiemann (sitzend), Stefanie Hoppe, Horst Kretschi. Foto: © ERF

• 105'5 Spreeradio ist „Der neue Sound für Berlin“. Mit einem abwechslungsreichen Programm für die 30 bis 59-Jährigen, das im Pop-Oldie-Variety-Format (Oldie-based AC) die Lieblingssongs von 1960 bis heute aus Pop und in den Siebzigern auch aus Rock spielt, will Geschäftsführer Stephan Schmitter ein modernes und sympathisches Metropolenradio anbieten. Großstädtische Soundbetten und ein komplett überarbeitetes Jingle- und Trailerpaket runden die Programmauffrischung ab. Alle 30 Minuten gibt es Berlin-, Deutschland- und Weltnachrichten, die immer fünf Minuten vor der vollen oder der halben Stunde mit dem Wetter- und Verkehrsservice zu hören sind. »Milch und Zucker« heißt die neue Morningshow. Der originelle Name drückt aus, was die Morgensendung für ihre Hörer sein will: Die Zugabe am Morgen, die man nicht missen möchte. Der Kaffee geht zur Not auch ohne Milch und Zucker, mit schmeckt er einfach besser. Für die Auswahl des neuen Sounds für Berlin ist die frühere Antenne Bayern-Musikchefin Gabi Kleinau zuständig, die nun in gleicher Funktion bei 105'5 Spreeradio arbeitet. Foto: © Spreeradio

• Radiomoderator Uwe Arkuszewski gestorben: Der beliebte norddeutsche Radiomoderator Uwe Arkuszewski starb am 11. November 2004 im Alter von nur 42 Jahren an plötzlichem Herzversagen. Uwe Arkuszewski moderierte seit 1999 bei der NDR 1 Welle Nord diverse Sendungen, darunter auch »Der Vormittag« und »Hits und Oldies«. Bei zahllosen Außenveranstaltungen der NDR 1 Welle Nord stand der gebürtige Rendsburger auf der Bühne. Auch als Sänger und Entertainer war er den Schleswig-Holsteinern bekannt. Seine markante Stimme prägte die Radiolandschaft im Norden, ob bei R.SH, delta radio, NORA oder NDR 1 Welle Nord, wie keine andere. Uwe Arkuszewski war ein Könner - ein Radiomann mit Leib und Seele, der sein Publikum und seine Arbeit liebte. Moderieren war für ihn nicht nur Beruf, sondern Berufung. Zum Andenken: www.uwe-arkuszewski.de

Seit 35 Jahren - 1969 - lädt die Niederdeutsch-Redaktion des Funkhauses Kiel des Norddeutschen Rundfunks unter dem Titel „Ünner’t Strohdack“ zu niederdeutschen Lesungen im Drathenhof des Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseums in Molfsee. Die Lesungen - in 35 Jahren sind es über 250 gewesen – sind regelmäßig aufgezeichnet worden, so dass das an der Kieler Eggerstedtstraße vorhandene Schallarchiv zu einem einmaligen Schatz niederdeutscher Literatur aus allen Regionen geworden ist. Betreut wird es zusammen mit den niederdeutschen Reihen des Norddeutschen Rundfunks seit 1991 von dem aus Cuxhaven stammenden Germanisten Christoph Ahlers.

• Privates Radio mit Klassik: In Sachsen ging am Montag, 22. November 2004, das private apollo radio auf Sendung. Das Programm startete um 6.00 Uhr mit Moderator Udo Rupkalwis auf UKW-Frequenzen in Leipzig, Chemnitz und Freital. apollo radio ist ein gemeinsames Produkt der privaten Hörfunkanbieter RADIO PSR, Sächsische Lokalradiokette, R.SA, HITRADIO RTL und ENERGY Sachsen. apollo radio wird im „Medienhaus Chemnitz“ auf der Carolastraße 4-6 produziert. Dort sitzt bereits Radio CHEMNITZ 102 Punkt 1, das zur Gruppe der Sächsischen Lokalradiokette gehört. apollo radio ist im Raum Dresden rund um die Uhr zu empfangen. In Leipzig und Chemnitz wird es als Mantelprogramm für zahlreiche Bürgerradios genutzt. Diese senden mehrmals wöchentlich auf den Frequenzen in Chemnitz (Radio T) und Leipzig (Radio Blau).

• Wissenschaftsradio Wilantis gestartet: Wilantis, das erste Wissensradio Deutschlands, hat am 6. Dezember 2004 seinen Sendebetrieb auf der UKW-Frequenz 88,6 MHz in Stuttgart und weltweit über Internet aufgenommen. Wilantis ist laut eigenen Angaben der einzige deutschsprachige Privatsender, der als „Wissenstransportmedium“ aktuelle Themen aus Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation im Fokus seines Programms hat.