Radio-Nachrichten 2002
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25 Jahre Regionalstudio Mainfranken:
Am 6. Februar
1977 ging die »Welle Mainfranken« das erste Mal auf Sendung. Mit
zwei Redakteuren, einer Technikerin und einer Sekretärin begann die
Arbeit im Regionalstudio Mainfranken nach dem Motto „Wir machen
jetzt Radio, das auch wir hören wollen.“ Die Redaktionsleitung hatte
damals Siegfried Müller. Wurden anfangs noch 25 Minuten aus dem
Obergeschoss der Städtischen Sparkasse gesendet, erweiterte sich die
Sendezeit bereits 1979 auf 55 Minuten. Auch der Mitarbeiterstab
vergrößerte sich: Heute bietet der Bayerische Rundfunk in
Mainfranken, insgesamt 60 Arbeitsplätze und ist in allen neun
Landkreisen mit Korrespondenten vertreten. Seinen Hauptsitz hat das
Regionalstudio seit 1996 in Würzburg im Posthochhaus am
Bahnhofsplatz. Als „Würzburger Modell“ wurde die enge Zusammenarbeit
und Verzahnung von Hörfunk und Fernsehen unter einem Dach
angestrebt. Und die Mainfranken nahmen „ihr Radioprogramm“ von der
ersten Stunde an. Es gelang über alle Landkreisgrenzen hinweg eine
mainfränkische Identität zu schaffen, einen eigenen Charakter der
Berichterstattung herauszubilden und Ereignisse aus Mainfranken in
das Gesamtprogramm des Bayerischen Rundfunks und der ARD zu
transportieren. Der Hörfunk sendet rund um die Woche aktuelle,
regionale Beiträge. Sie reichen von kurzen Informations- und
Nachrichtenblöcken über großflächige Hintergrundberichte und
Features bis hin zum Mittagsmagazin „Treffpunkt Mainfranken“, das
seit 1996 das quotenstärkste und erfolgreichste Regionalprogramm des
Bayerischen Rundfunks ist. Moderatoren dieser bei den Hörern überaus
beliebten Sendung sind die Redakteure Franz Barthel, Stephan
Kirchner und Eberhard Schellenberger (Bild), die zu Teil schon seit
20 Jahren fundiert über Kommunales, Wirtschaft, kirchliche Themen
und menschliche Geschichten berichten oder für Livepräsentationen
unterwegs sind.

• Am 25. Februar 2002 beging die Voice of America ihr 60-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten wurden live in Radio, Fernsehen und Internet übertragen. Die VoA nahm am 24. Februar 1942, 79 Tage nach dem japanischen Luftangriff auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor, die Arbeit als Auslandsdienst der USA auf. Der deutsche Ansager William Harlan Hale machte damals das historische Versprechen, als „eine Stimme aus Amerika“ die Nachrichten wahrheitsgemäß weiter zu geben: „Die Nachrichten mögen gut oder schlecht sein. Wir werden die Wahrheit sagen“. Heute versteht sich die Voice of America nicht nur als Radiosender, sondern als multimediales Unternehmen.
• MDR startet ins digitale Zeitalter: Mit MDR KLASSIK nahm am 6. Mai 2002 das DAB-Pilotprojekt des Mitteldeutschen Rundfunks seinen offiziellen Sendebetrieb auf. Auf Kanal 3 Band 12 bietet der MDR im Sendegebiet ein modernes Klassikprogramm in digitaler Hörqualität an. Das Programm besteht aus einer täglich eigenmoderierten Programmstrecke in der Zeit von 6 bis 10 Uhr, Übernahmen von MDR KULTUR, MDR info sowie aus vorhandenem Archivmaterial.
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10 Jahre Offener Kanal in
Schleswig-Holstein:
Sein
zehnjähriges Bestehen feierte am 31. Mai 2002 in SchleswigHolstein
der Offene Kanal Kiel (OK Kiel). Vor über 100 Gästen aus Medien,
Politik und Gesellschaft würdigte der Vorsitzende des
ULR-Medienrats, Ekkehard Wienholtz, die Bedeutung der mittlerweile
vier Sende-Selber-Sender für die Medienlandschaft des Landes.
Auf UKW 101,2 MHz ist am 31. Mai das neue RADIO 101.2 KIEL FM im
Offenen Kanal Kiel auf Sendung gegangen. Der Sprecher der
Landesregierung, Staatssekretär Hildenbrand, und der
Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Norbert Gansel, stellten den von
der ULR aufgebauten und betriebenen Sender offiziell in Dienst.
• „NDR Info - Wissen was die Welt bewegt“. Mit einem neuen Namen und einem neuen Claim präsentiert sich seit Anfang Juni das Informationsprogramm des NDR. Optisch passt sich die Welle nun in das neue NDR Dachmarkendesign ein. NDR Info sendet montags bis sonnabends zwischen 6.00 und 19.00 Uhr im Viertelstundentakt Nachrichten. Was Norddeutschland bewegt, bringt NDR Info immer nach den News zur vollen Stunde; nach den Nachrichten um halb steht der Sport im Mittelpunkt. Einen festen Platz hat bei NDR Info zudem stündlich alles Wissenswerte aus Kultur und Gesellschaft. Talks und Diskussionen, Features und Reportagen, Dokumentationen und Essays, dazu anspruchvolle Unterhaltung vom Hörspiel bis zum Jazz ergänzen das Programm.
• Am 3. Juni 2002 verstarb der langjährige Chefsprecher des ehemaligen Südwestfunks, Elmer Bantz, im Alter von 93 Jahren in Lichtenau-Scherzheim bei Baden-Baden. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 1973 war Bantz, der mit bürgerlichem Namen Gustav Specht hieß, weiterhin beim Südwestfunk als Sprecherzieher tätig. Er bildete ganze Generationen von Sprechern und Moderatoren aus wie Dagmar Berghoff, Sigi Harreis und Frank Elstner. Bis 1945 arbeitete Elmer Bantz als Sprecher beim Reichsrundfunk in Berlin. 1954 begann er beim neugegründeten Südwestfunk in Baden-Baden. Nach seiner Pensionierung gründete Elmer Bantz das „Hoftheater Scherzheim“ bei Baden-Baden, in dem zahlreiche namhafte Kleinkünstler und Kabarettisten auftraten: von Dieter Hildebrandt bis Harald Schmidt, von Andreas Müller bis Lars Reichow und Hans Dieter Nuhr. 2001 erhielt Elmer Bantz für seine Verdienste das Große Bundesverdienstkreuz.
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30 Jahre ERF in der Schweiz:
Seit 30 Jahren ist der
Evangeliums-Rundfunk (ERF) in der Schweiz aktiv. Im Juli 1972
eröffnete er zunächst in Zürich eine Geschäftsstelle. Dies war im
Privathaus des ersten ERFVertreters in der Schweiz, Rene Secretan.
Der als Zweig des deutschen ERF (Wetzlar) gegründete Verein ist
heute selbständig tätig. Derzeit beschäftigt das christliche
Medienunternehmen mit Sitz in Pfäffikon bei Zürich insgesamt 28
Mitarbeiter, die Beiträge für Radio, Fernsehen und Internet
gestalten. Mit dem »Fenster zum Sonntag« ist er 14-tägig über den
populären Sender „SF 2“ zu sehen. Die wöchentlich ausgestrahlte
Reihe »Fenster zum Sonntag« wird gemeinsam von ERF Schweiz und der
Partnerorganisation Alphavision (Wengen bei Olten) produziert. Die
Talksendung wird redaktionell vom ERF Schweiz, das Magazin von der
Alphavision verantwortet. Ideelle Trägerin des Projekts ist die
Stiftung Christliches Fernsehen. Ferner produziert der ERF eine
tägliche halbstündige Radiosendung, die zum Tagesbeginn auf den
Frequenzen des Volksmusiksenders Radio EVIVA ausgestrahlt wird sowie
ein 60-minütiges Abendprogramm. Weitere Aufgaben sind die Gestaltung
von Magazinen, Reportagen und Kurzbeiträgen für 20 Schweizer
Lokalradios.
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Sachsen feierte 10 Jahre PSR:
Über 10.000 Sachsen aller
Altersgruppen feierten am 5. Juli 2002 den zehnten Geburtstag von
RADIO PSR bei einem Programm voller Megastars in der ARENA LEIPZIG,
die erst in diesem Frühjahr eröffnet wurde. Alle Gäste der
PSR-Geburtstagsparty waren Gewinner, denn die Karten gab es nicht zu
kaufen sondern sie wurden im Programm verlost. Über
fünf Stunden lang präsentierten die Morgenmoderatoren Jasmin Wiegand
und Alex Buchwald einen musikalischen Knaller nach dem anderen.
Zwischendurch tauchten die PSR-Eigengewächse „Opa Unger“ (84) und
„Gunther Schmäche“ auf, die den Hörern mit ihrem im sächsischen
Dialekt vorgetragenen Klamauk bereits bestens bekannt sind.
Umjubelste Band des Abends waren aber sicherlich „Die Prinzen“, die
in ihrer Heimatstadt Leipzig ein wahres Hitfeuerwerk veranstalteten.
Den Abschluss des Abends bildeten „B 3“, die mit den alten Bee
Gees-Klassikern („Nightfever“, „Alone“) noch einmal die ARENA
LEIPZIG zum Kochen brachten, ehe ein Bühnenfeuerwerk den Abend
beendete. RADIO PSR ging am 1. Juli 1992 als erster Privatsender in
den neuen Ländern unter dem Motto „Sachsen sendet selbst“ auf
Sendung.
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Frischer Wind am Bodensee:
Nachdem zum 1. Juli 2002 bereits der Sendebetrieb aus dem neuen
Regionalbüro Friedrichshafen aufgenommen wurde, nahm der
Südwestrundfunk (SWR) mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung
am 17. Juli im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen seine drei
neuen Bodenseebüros offiziell in Betrieb. Künftig wird die Region
Bodensee/Oberschwaben von den Standorten Friedrichshafen, Konstanz
und Ravensburg aus betreut. Alle drei Büros liegen jetzt in
erstklassigen Innenstadtlagen. Gesendet wird zentral aus
Friedrichshafen. In digitalen Sendestudios, die auch ohne
technisches Personal gefahren werden können, werden rund drei
Stunden Regionalprogramm produziert: ein Vormittagsmagazin im SWR 4
Bodensee Radio, das täglich von 10.00 bis 11.00 Uhr ausgestrahlt
wird.
• 25 Jahre Plattdeutsche Nachrichten auf Radio bremen eins: Am 19. Juli 1977 wurden das erste Mal die Nachrichten in plattdeutscher Sprache präsentiert. Nach wie vor werden bei Radio Bremen Meldungen aus aller Welt ins Plattdeutsche übersetzt und um 10.30 Uhr auf Bremen Eins ausgestrahlt. Am Jubiläumstag wurde ein Gespräch mit Dr. Wolfgang Lindow gesendet. Er war als einer von zwei Geschäftsführern des Instituts für Niederdeutsche Sprache (INS) ein Mann der ersten Stunde. Sein Kollege, Dr. Claus Schuppenhauer, ist der aktuelle Nachrichtensprecher an diesem Tag. Gesendet wurden dazu O-Töne aus dem Jahr 1977. Initiiert wurde die Nachrichtenform vom damaligen Nachrichtenchef bei Radio Bremen, Kurt Nelhiebel. Zunächst waren die plattdeutschen Nachrichten dienstags und freitags zu hören, seit 1995 sind sie täglich von Montag bis Freitag im Programm. Diejenigen, die die Nachrichten ins Plattdeutsche übersetzen, sind auch stets die Sprecher: Dr. Claus Schuppenhauer und Dr. Ulf-Thomas Lesle vom INS, die Redakteurin Gesine Kellermann und die freien Mitarbeiter Hans-Jürgen Paape, Marianne Kozlowski und Heidi Jürgens. Sie alle versuchen die spezifische hochdeutsche Nachrichtensprache ins Plattdeutsche zu übertragen.
• LfM feiert 15-jähriges Bestehen: Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) feierte am 20. September 2002 ihr 15-jähriges Bestehen. LfM-Direktor Norbert Schneider verwies auf NRW-typische mediale Errungenschaften wie den lokalen Hörfunk (mit 46 Radiostationen, mit radio NRW als Rahmenprogrammanbieter und mit rund 160 sogenannten Medienwerkstätten) und auf erfolgreiche TV-Entwicklungen wie QVC, Super RTL, VOX und VIVA. Als Landesanstalt für Rundfunk (LfR) wurde die Anstalt des öffentlichen Rechts im Jahre 1987 mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Durch das neue Landesmediengesetz trägt sie seit dem 31. Juli 2002 die Bezeichnung Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Zum 15-jährigen Bestehen ist eine Chronik erschienen. Darin sind die wesentlichen Entwicklungen und Entscheidungen nachgezeichnet.
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Der Schauspieler und ehemalige Hörspielchef von Radio Bremen,
Gert Westphal, ist am 10. November 2002 im Alter
von 82 Jahren gestorben. Radio
Bremen-Intendant Dr. Heinz Glässgen würdigte den renommierten
Sprecher mit den Worten: „Es sind Stimmen, die den Rundfunk
ausmachen und sein Gesicht prägen. Gert Westphal war eine solche
Stimme. Er gehörte zu denen, die Radio Bremen ganz wesentlich zu
seinem Profil verholfen haben. 1946 begann er in Bremen mit ersten
Hörspielrollen. 1948 wurde er Oberspielleiter und Leiter der
Hörspielabteilung von Radio Bremen. Unzählige Autoren hat er den Weg
zum Rundfunk geebnet, Schauspieler-Kollegen für das Medium gewonnen.
Seine Hörspielinzenierungen sind Bestandteil des Repertoires bis
heute. Ohne diese Arbeit, ohne ihn, den »König der Vorleser«, wäre
das Kulturradio in Deutschland ärmer“. Weitere Informationen zum
Leben und Wirken von Gert Westphal unter:
www.radiobremen.de/online/westphal
