Radio-Nachrichten 2000
• Weltwelt Radio RSG hören: 100.000 Hörer täglich reichen Jörg Bertram, dem Chefredakteur von Radio RSG, nicht. Am 1. Januar 2000 will er deshalb weltweit senden. Am Neujahrstag wird Radio RSG dann über Kurzwelle im 49 Meterband (100 Kilowatt Sendeleistung) zu hören sein. Zwischen 10.00 und 13.00 Uhr werden Neujahrsgrüße in die ganze Welt geschickt. Für Hörer außerhalb Deutschlands ist eine eigene Telefonnummer geschaltet. Die erste Kurzwellensendung im Jahr 1999 hatte dem Sender körbeweise Hörerpost aus aller Welt beschert. Sogar ein Hörer aus Australien meldete sich.
• Yvonne Malak wird zum 1. Januar 2000 neue Programmchefin beim saarländischen Privatsender RADIO SALÜ. Nach beruflichen Stationen in Nürnberg (Radio F und Radio Gong) und Berlin (104.6 RTL) war sie zuletzt Unterhaltungschefin bei BB RADIO, dem erfolgreichen Sender im hartumkämpften Radiomarkt Berlin-Brandenburg. Ihre neue Heimat kennt sie bestens aus der Zeit bei RTL Radio Luxemburg.
• Rob Green, der laut Umfragen bestbekannteste Radiomoderator Berlins, wird ab 1. Januar 2000 jeden Nachmittag bei planet radio in Frankfurt live senden und eine neue Radioshow moderieren. Rob Green ist Mitarbeiter der ersten Stunde beim hessischen Jugendsender. Seit 21. April 1997 präsentiert er die Samstagsshow. Seine Karriere begann mit 17 Jahren in Großbritannien, bevor er über Radio Bremen 1993 zu Energy nach Berlin kam.
• Zum neuen Jahrtausend startet der landesweite Hörfunksender ANTENNE BAYERN mit einer neuen Programmstrategie. Kernpunkt der Reform ist die Verlängerung der Morningshow »Guten Morgen Bayern« auf insgesamt sechs Stunden von 5.00 bis 11.00 Uhr. Die bisherige »Radio-Boutique« von 9.00 bis 11.00 Uhr entfällt. Hauptakteure der Morgenschiene sind die beliebten ANTENNE BAYERN-Personalities: die beiden langjährigen »Guten Morgen Bayern«-Moderatoren Wolfgang Leikermoser und Stephan Lehmann, Katrin Müller-Hohenstein (»Servus Bayern«) und Paul J. Baumgartner (»High-Life«). Im wöchentlichen Wechsel sorgen die zwei Teams ab Januar 2000 für den verlängerten Morgen. Programmdirektor Stefan Offierowski will sich von dem weit verbreiteten Klischee, Radio am Vormittag sei für Hausfrauen reserviert, endgültig verabschieden. So finden in der neuen Morningshow verstärkt tagesaktuelle Themen und Unterhaltungselemente statt, Musik und Verpackungen werden progressiver. Gleichzeitig will Stefan Offierowski die Kommunikationskanäle Internet, Fax-Polling und Servicetelefon intensiver nutzen.
• Der Mitteldeutsche Rundfunk
beginnt das neue Jahrtausend mit dem Start von Jump FM. Der
Relaunch von MDR LIFE geht genau zum Jahreswechsel auf Sendung und
präsentiert sich als junges, agiles und modernes Radio. Jump FM wird
sich auf den Frequenzen von MDR LIFE als werbetreibende Popwelle an
die Kernzielgruppe der 20- bis 40 jährigen Hörer wenden. Der MDR
hatte im Juli 1999 beschlossen, MDR LIFE neu zu formatieren.
• Der Namensstreit zwischen oldie.fm und dem MDR um JUMP.FM [nennt sich jetzt nur noch JUMP] wurde mit einem Vergleich beigelegt. Oldie.fm spendete die vom Mitteldeutschen Rundfunk erhaltene Summe von 20.000 Mark für die Finanzierung der neuen Löwenanlage im Leipziger Zoo. Übergeben wurde der Scheck durch oldie.fm-Morgenmoderator André Hardt.
• Anstalten in Bethel machen bald Radio auf UKW: Die von Bodelschwingschen Anstalten Bethel in Bielefeld werden künftig ein eigenes tägliches Radioprogramm auf UKW ausstrahlen. Damit wird für die diakonische Einrichtung erstmals die Ausstrahlung eines Programms möglich, das über Antenne im Raum Bielefeld (UKW 94,3 MHz) empfangbar ist. In das Radioprogramm sollen die bisher über Kabel verbreiteten Sendungen des Krankenhausfunkes integriert werden. Die von Bodelschwingschen Anstalten beschäftigen viele Mitarbeiter, die rund 10.000 Menschen betreuen. Der Name der Einrichtung geht auf Pastor Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910) zurück, der 1872 die Leitung der damals neue gegründeten Epileptischen Anstalt in Bethel übernahm und über viele Jahre prägte.
•
Radio Ramasuri feierte Geburtstag: Mit einem Tag der Offenen Tür
beging Radio Ramasuri (Unterer Markt 35, 92637 Weiden) am 13. Januar
sein zehnjähriges Bestehen. Der Oberpfälzer Regionalsender hatte am
13. Januar 1990 um 6.00 Uhr den Betrieb aufgenommen. Eine treibende
Kraft hinter dem Sendestart war der Weidener Geschäftsmann Gert
Rippl, der sich bereits von Südtirol aus mit Radio C im bayerischen
Äther engagiert hatte. Beim Sendestart strahlte Radio Ramasuri ein
jugend-orientiertes Programm aus, doch das Format rechnete sich
nicht. Im Oktober 1992 wurde das Musikprogramm auf das heutige
Format Schlager und Oldies geändert. 1999 hatte Radio Ramasuri eine
Tagesreichweite von 90.000 Hörern bzw. 27,8 Prozent des Publikums
und einen Umsatz von drei Millionen Mark. Im elften Jahr arbeitet
Radio Ramasuri nicht nur am DAB Pilotprojekt Radio Galaxy mit,
sondern plant auch ein zweites Standbein mit einem Jugendprogramm
auf einer weiteren UKW-Frequenz. Auch dieses Programm soll in Weiden
produziert werden. Bisher sendet Radio Ramasuri auf acht Frequenzen
in der nördlichen Oberpfalz.
• Seit dem 15. Januar 2000 sendet der Jugendsender Radio Galaxy. Das Programm mit Hip-Hop, Techno und Jugendthemen wird im Funkhaus Regensburg produziert und über DAB bayernweit verbreitet.
• Am 16. Januar starb im Alter von 80 Jahren Rudolf Mühlfenzl an den Folgen einer Lungenentzündung. 34 Jahre Hörfunk- und Fernsehjournalist beim Bayrischen Rundfunk baute er ab 1969 das Bayerische Fernsehen zu einem Vollprogramm aus. Als Chef der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien war er von 1985 bis 1989 Wegbereiter des Kabel- und Privatfunks, danach als Rundfunkbeauftragter für die Umgestaltung des Rundfunks in den ostdeutschen Bundesländern zuständig.
• Neue Morningshow im sächsischen Lokalfunk: Die sächsischen Lokalradios haben seit dem 24. Januar eine neue Morgenshow. »Falco und die Morgenmädel« sorgen dafür, dass die Hörer auf Dresden 103.5, Lausitz 107.6, Leipzig 91.3, Chemnitz 102.1 und Zwickau 96.2 schneller und frischer mit Gags, Nachrichten, Wetter und Verkehr geweckt werden. Falco Maiwald moderiert aus Dresden für das gesamte Sendegebiet; seine acht Morgenmädel sind aber in den fünf Stationen verstreut und sorgen für den lokalen Anteil in den drei stündlichen Serviceblöcken. Der Trick sind vorproduzierte Elemente, die lokal eingesetzt werden können. Somit entsteht eine überregionale Frühstücksshow, jedoch bei voller Beibehaltung der Regionalzeiten.
• Am 24. Januar ging radio ffn mit seiner Single-Show »Stern sucht Schnuppe« on air, um einsame Herzen zu verbinden. Singles stellen sich im Gespräch mit Kartenlegerin und ffn Partnerschaftsberaterin Sylvie Kollin und ffn Moderatorin Dominique Knoll vor. Interessierte Hörer können sich daraufhin über eine Hotline für die individuelle Partnerschaftsvermittlung bewerben.
• Am 30. Januar feierte die Volkstümliche Hitparade ihre 400. Ausgabe bei MDR 1 Radio Sachsen. Jeden Sonntag präsentiert Stephan Malzdorf ab 13.10 Uhr die beliebtesten Hörer-Hits der Volksmusik. Die Hörer können ihren Lieblingstitel per Post oder übers Internet wählen.
•
Seit dem 1. Februar sendet das Mallorca Inselradio auf der
UKW-Frequenz 95,8 - rund um die Uhr 24 Stunden täglich. Das
moderierte Programm beginnt morgens um 8.00 Uhr und bringt bis zum
späten Abend unter anderem aktuelle (Mallorca)-Nachrichten,
Wetterberichte, Veranstaltungstipps und Verkehrsinfos. Ein Teil des
internationalen Musikprogramms ist für spanische Titel reserviert.
• Kostenlose Servicehotline: Gemeinsam mit der Telekom hat die OSTSEEWELLE in Mecklenburg-Vorpommern einen „TD1-OSTSEEWELLE Staumelderclub“ gegründet. Täglich melden Hörer in jeder Stunde die aktuellsten Blitzer und Staus im Land. Für die Fahrzeuge bekommen die Staumelder einen „Ich bin ein TD1-OSTSEEWELLE-STAUMELDER“Aufkleber. Zweimal jährlich gibt es eine riesige Dankeschön-Party mit OSTSEEWELLE-Moderatoren und Showtruck.
• Die bisher größte Einzelspende nahm der erste Vorsitzende des Vereins RPR hilft e.V., Dr. Horst Fangerau, am 1. Februar entgegen. Die Bausparkasse Mainz übergab ihm einen Scheck von 100.000 Mark. Die großzügige Spende unterstützt den geplanten Bau des „Radio RPR Kinderhaus Yalovain“ der Türkei.
• Jochen Rausch ist seit 1. Februar Wellenchef des Jugendradios WDR EinsLive. Der bisherige Musikchef und stellvertretende Wellenchef Gerald Baars ist nun Korrespondent des WDR Fernsehen in New York. Rausch begann seine Tätigkeit beim WDR 1987 als Redakteur im Studio Wuppertal. 1991 wurde er Referent des damaligen Chefredakteurs und heurigen Intendanten Fritz Pleitgen. 1994 baute er gemeinsam mit Gerald Baars die EinsLive Redaktion auf als Nachfolgeprogramm von WDR 1.
• Seit dem 1. Februar 2000 ist Blue Danube Radio Geschichte. Das Programm begann am 23. August 1979, als Wien zur dritten UNO-Stadt wurde. Es gehörte zu Ö3-International, übernahm auch Sendungen vom Auslandsdienst. Ab Februar 1992 wurde Blue Danube Radio landesweit über 23 UKW-Stereosender ausgestrahlt und galt ab 1. Mai 1992 als viertes Vollprogramm des ORF. Am 16. Januar 1995 führte der ORF eine Programmreform durch, und Blue Danube Radio musste sich die 32 UKW-Frequenzen nun mit einem vierten deutschen ORF-Programm teilen. Blue Danube Radio sendete nun statt 18 Stunden nur noch tagsüber von 6.00 bis 19.00 Uhr, die neue Jugendwelle anschließend am Abend. Am 31. Januar 2000 strahlte Blue Danube Radio seine letzten Sendungen aus und wurde endgültig durch die ORF-Jugendwelle ersetzt.
• Mit dem Antenne-Café nahm der ORB am 7. Februar in Frankfurt/Oder sein modernstes Hörfunkstudio in Betrieb: „Radio komplett aus dem Computer“. Antenne Brandenburg wurde dadurch noch schneller und vielseitiger.
• Thomas Böttcher bleibt auch weiterhin die tragende Säule der Hit-Radio Antenne Sachsen-Morgenfamilie, nachdem Uwe Fischer nun eigene Wege geht. „O.J.“ ist wie gewohnt für das tägliche Horoskop zuständig sowie für das Schreiben von Gags, Witzen und Comedy. Die Morningshow insgesamt erhält neue und mehr Programmelemente für Service und Information über Sachsen, präsentiert von Ines Paritschkow und Tobias Hauke.
• radio SAW hat sich mit dem erfahrenen Radiomoderator und Vollblut-Musiker Ted Stanetzky verstärkt. Der 36-jährige leitet jetzt als Unterhaltungschef das Moderatoren-Team und ist unmittelbar dem Programmdirektor unterstellt. Ted Stanetzky moderierte jahrelang die Morningshow bei Radio Emscher-Lippe sowie beim Fernsehsender Onyx TV. In den 80er Jahren war er unter anderem Sänger der Band „Ace Cats“.
• Karl Karst wird neuer Leiter der Kulturwelle WDR 3. Der 42-Jährige wird die Position zum 1. März 2000 übernehmen. Heuer arbeitet er an der Seite von Wellenchef Hans Friemond, um sich auf die Aufgaben vorzubereiten. Hans Friemond wird Ende Februar 2000 in den Ruhestand gehen. Karl Karst hat bisher für verschiedene Rundfunkanstalten gearbeitet. Zuletzt war er als freier Publizist und Hochschullehrer tätig.
• Neue Wellenchefin von Deutschlands erfolgreichsten Radioprogramm WDR 4 ist Rena Pieper. Die bisherige Leiterin der Abteilung Präsentation in der Sendeleitung des Hörfunks übernahm die Wellenleitung am 1. März. Ihre Vorgängerin Barbara Gansauge wechselte zu „Funkhaus Europa”. Den Hörern ist Rena Pieper bekannt als Moderatorin von Konzerten des WDR Rundfunkorchesters. Außerdem ist sie die Stimme der Verkehrsinformation des WDR (VERA).
• Vom 1. bis 8. März startete ein bisher in Deutschland einmaliges Projekt: „Radio Alaaf” aus Aachen sendete eine Woche lang rund um die Uhr Karneval auf UKW 97,9. Aachen 100,Eins und Antenne AC produzierten das Programm aus einem Schaufenster des Kaufhauses Lust for Life. Auf dem Programm des Karnevalsradios standen neben Live-Übertragungen von Sitzungen und Karnevalszügen auch Talkrunden mit närrischen Studiogästen.
•
Scharf kommt die neue Hörer-Kampagne von radio ffn. Mit
Kreativität statt Langweile und dem Motto: „Die Nr. 1 hören hat
einfach mehr Sex und mehr Witz“ will der Privatsender aus Hannover
zum Einschalten verführen. „Die Marktführerschaft in den Köpfen“, so
Marketingleiter Joachim Schadewaldt, „ist das Ziel des neuen
Auftritts. Was im Herbst letzten Jahres begann, wird nun konsequent
weitergeführt“. Foto: © ffn
• Bereits zum dritten Mal verleiht Radio Regenbogen am 31. März im Mannheimer Rosengarten den begehrten Medienpreis aus Baden-Württemberg, den Radio Regenbogen Award. In exklusivem Ambiente erhalten internationale Künstler aus den Händen prominenter Persönlichkeiten ihre Auszeichnung. In der Kategorie „Comedy“ geht der diesjährige Radio Regenbogen Award an Bastian Pastewka (besser bekannt unter dem Namen Brisko Schneider), aus der SAT.1»Wochenshow«.
• Sachsen-Anhalts beliebtester und bekanntester Radio-Moderator Marc Angerstein ist von radio SAW zu Hit-Radio Antenne Sachsen-Anhalt gewechselt.
• Diana Holtorff moderiert jetzt bei BB RADIO. Bisherige Stationen ihrer Karriere waren Energy Sachsen, Hitradio Antenne Niedersachsen und r.s.2. Im Fernsehen sammelte sie 1995 Erfahrungen beim MDR als Talkmasterin von »Weiß der Geyer«.
•
5 Jahre ganz nah am Hörer: An jenem historischen 21. März 1995
stellte Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel auf dem alten
Röhrenradio die Frequenz der LandesWelle Thüringen ein. Mit
dem neuen Thüringer Privatsender hatte der Landesvater offiziell den
Betrieb einer der ersten voll digitalen Radiostationen in der
Bundesrepublik gestartet. "Mega-Hits aus drei Jahrzehnten"
kennzeichnen seit Ende 1998 die Musikfarbe des Senders. Dabei haben
die Hörer das letzte Wort. Sie können per Telefon entscheiden, was
gefällt und was nicht. CDs, Schallplatten, Bänder - all dies sucht
der Besucher in den LandesWelle-Studios vergeblich. Per Mausklick
herrschen die Redakteure über einen hochmusikalischen 23
Gigabyte-Speicher. Die LandesWelle Thüringen hat von Anfang an ihr
Programm in vier Gebiete regionalisiert. Arbeitsmarktdaten,
Veranstaltungstipps und Polizeibericht werden in den Regionen für
die einzelnen Regionen gesendet. "Landesweit und doch ganz nah" - so
das LandesWelle Motto. Im April 1999 ist die LandesWelle in die
Erfurter Mehringstraße 5 umgezogen.
• Werner G. Lengenfelder hat die Geschäftsführung des Augsburger Senders Radio Kö 87,9 übernommen. Den Lokalsender hat er im vergangenen Jahr als „Radio zum Wohlfühlen” neu positioniert. Gespielt werden vor allem softe Pop-Songs und Oldies. Lengenfelder ist nicht nur für das Programm verantwortlich, sondern auch Geschäftsführer der 87,9 Funkwerbe GmbH, die für die lokale Vermarktung der Werbezeiten zuständig ist. Seine Beratungstätigkeit für verschiedene private und öffentlich-rechtliche Hörfunksendungen im gesamten deutschsprachigen Raum will er beibehalten.
• MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt hat seinen Wetter- und Verkehrsdienst intensiviert. Zur halben Stunde werden morgens (Montag bis Freitag) spezielle regionale Infos zum Wetter und Verkehr im regionalen-Frequenz-Splitting aus den Studios in Dessau, Halle, Magdeburg und Stendal live ausgestrahlt. Beim Wetter geht man detaillierter auf die regionalen Unterschiede im Land ein. Auch der Verkehrsservice ist zielgenauer und umfangreicher.
•
Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg hat den
Internet-Anbieter Chart Radio als erstes Webradio überhaupt
zur Veranstaltung eines Hörfunkprogramms zugelassen. Die „Lizenz zum
Funken” berechtigt das Webradio, sein Programm über alle verfügbaren
Kapazitäten wie Internet, Satellit, Antenne oder Kabel bundesweit zu
verbreiten. Die Chart-Radio AG ist ein Tochterunternehmen des
Baden-Badener Medienunternehmens Media Control. Nach eigenen Angaben
registriert das Internetprogramm bereits wenige Wochen nach dem
Start über eine Million Klicks im Monat.
•
Am Puls der Zeit - bigFM: Das erste landesweite junge
Privatradio in Baden-Württemberg ging am 31. März 2000 um 13.00 Uhr
on air. bigFM steht für Fun, Action und Interaktion. Die Moderatoren
stehen während ihrer Sendung ständig in Kontakt mit ihrer
Hörerschaft. Das akustische Design liefert der Berliner
Radioproduzent Dennis King zusammen mit dem Produzententeam von Wise
Buddah in London, das weltweit Stars wie Fat Boy Slim produziert.
Das private Jugendradio war im November 1999 von der LfK lizenziert
worden. Dabei hatte eine Bewerbergruppe um Radio Regenbogen den
Zuschlag vor 23 Mitbewerbern erhalten. Auch die
Betreibergesellschaft des Lokalsenders sunshine live gehört zu der
erfolgreichen Bewerbergruppe. Um einen raschen Sendestart zu
ermöglichen, wurde zunächst für eine Übergangsphase das Programm von
sunshine live auf die UKW-Frequenzen des neuen Jugendradios
aufgeschaltet. Daneben wurde dem Jugendradio bereits im November
1999 ein landesweiter Kabelkanal und ein Platz im gesamten
DAB-Verbreitungsgebiet des Landes zugewiesen.
•
Arabella Kiesbauer moderiert bei JUMP: Eine der erotischsten
Frauen Deutschlands ging Anfang April beim Jugendsender des
Mitteldeutschen Rundfunks on air: Arabella Kiesbauer moderiert jeden
Sonntag von 17.00 bis 19.00 Uhr bei JUMP exklusiv im MDR-Sendegebiet
die „Smile & Fly”-Airplay Charts. In der zweistündigen Radioshow
präsentiert die erfolgreiche Talkshow-Moderatorin die Top 50 der
meistgespielten Songs im deutschen Radio sowie Top-Chartaufsteiger
und Neuzugänge. In der JUMP-Chartsendung verrät die gebürtige
Wienerin außerdem die neuesten Trends, schaut hinter die Kulissen
des Musik- und Showbiz und spricht mit den Stars der Szene. Nach
Johannes B. Kerner, der für JUMP die Topereignisse der
Fußball-Bundesliga moderiert, bekam die MDR-Hörfunkwelle mit
Arabella Kiesbauer somit weiteren prominenten Zuwachs. Insbesondere
im Osten Deutschlands kann die 31-Jährige mit ihrer Talkshow bei den
14- bis 49-jährigen Zuschauern einen Marktanteil von knapp 23
Prozent für sich verbuchen. Mit diesem Erfolg im Rücken setzt
Arabella Kiesbauer zum Sprung ins Radio an. Neben JUMP werden
weitere Radiosender in Deutschland die Airplay-Charts senden. Gerade
ist Arabellas flottes Buch erschienen mit Geschichten aus ihrem
Leben und von ihrer Arbeit. Die Talklady plaudert über ihr Gäste und
gibt Geheimnisse aus ihrem Privatleben preis.
• SAEK-Hörfunk Dresden on air: Seit 1. April sendet der SAEK-Hörfunk im Dresdner Kabelnetz auf der Frequenz 104,25 MHz. Der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) für Hörfunk in Dresden bietet neben Magazinsendungen, Lesungen und Veranstaltungstipps, die Musiksendungen »NEONBASS« und »CHANNEL DD« mit elektronischer und neuartiger Musik jenseits der kommerziellen Musikszene. In der Talkline »Filterlos« gilt der Grundsatz: Über jedes Thema reden bzw. reden lassen.
• WDR 2 strahlt mehr Nachrichten der Lokalzeit-Studios aus. Seit dem 1. April wird auch samstags um 7.31 und 13.31 Uhr auseinandergeschaltet.
•
ADS-Medienpreis 2000 für WDR 4: Der Medienpreis der
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlager e. V. (ADS) in der Sparte
Hörfunk geht in diesem Jahr an WDR 4. Ausgezeichnet wird die Sendung
»Schlager Pop & Co« mit der WDR 4Hörerhitparade „Top 13“ und dem
„Startreff“. Begründung für die Verleihung ist unter anderem die
vorbildliche Musikauswahl, die nach Auffassung der Preisrichter
beweist, dass man auch mit dem deutschen Schlager ein modernes,
zeitgemäßes Programm gestalten kann. Dass so mancher Spitzenplatz
häufig von Newcomern belegt wird, zeige, dass auch der Nachwuchs bei
»Schlager Pop & Co« eine faire Chance hat. Zudem Schlager Pop &
Co-Redakteurin Gabi Lang mit dem „Startreff“ ein Forum geschaffen
hatte, in dem bekannte und weniger bekannte deutsche Künstler im
einstündigen Talk Gelegenheit bekamen, über mehr als nur ihre
aktuelle CD zu reden. Dabei, so die Begründung der Jury, ergibt sich
so mancher interessante Einblick in das Privatleben der Stars sowie
hinter die Kulissen der Schlager-Branche.
Foto: © Karl Michael Gierich aus WDR
4-Broschüre.
• Radio Ostfriesland geplant: Ab Mai 2000 soll als Ersatz für den eingestellten Offenen Kanal Cloppenburg der Offene Kanal Ostfriesland unter dem Namen „Radio Ostfriesland” den Betrieb aufnehmen. Gesendet wird aus Studios in Aurich, Emden und Leer auf der Frequenz 94,0 MHz. Dieses Projekt läuft im Rahmen des fünfjährigen Pilotversuchs in Niedersachsen und ist von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt genehmigt.
• Im Jahr 2000 feiert das Land Mecklenburg-Vorpommern seinen zehnten Geburtstag. Deshalb haben die Messe- und Aussstellungsgesellschaft Rostock/Messe und Ausstellungszentrum MAZ GmbH und ANTENNE MECKLENBURG-VORPOMMERN den „Tag der Mecklenburger und der Vorpommern” ins Leben gerufen. Gefeiert wird vom 12. bis zum 14. Mai 2000 auf dem traditionellen Gelände der MAZ in Mühlengeez bei Güstrow. Regionale Geschichte, traditionelles Handwerk, Brauchtum und landestypische Produkte werden vorgestellt.
• 25 Jahre hr-Studio im Wiesbadener Landtag: Am 9. Juni 2000 feierte das Studio Wiesbaden des Hessischen Rundfunks sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 1975 ist das Hörfunk- und Fernsehstudio im Gebäude des Hessischen Landtags untergebracht. Hautnah berichten seitdem die hr-Reporter über die Landespolitik in Wiesbaden. Den Korrespondentenplatz des hr in Wiesbaden gibt es seit 1947, als der spätere Hörfunk-Programmdirektor des hr, Henning Wicht, erstmals aus dem Kurhaus der Landeshauptstadt berichtete. Bis zum Umzug in den Landtag im Jahr 1975 beschränkte sich die Berichterstattung auf das Medium Hörfunk; erst mit der Einrichtung des neuen Studios kam das Fernsehen hinzu. 1988 wurde mit dem Umzug innerhalb des Landtags vom Kavalierhaus in den Wilhelmsbau die Studiofläche erheblich vergrößert.
