Radio-Nachrichten 1998

• Am Montag, 5. Januar 1998, um sechs Uhr startet hr XXL, das neue Jugendradio des Hessischen Rundfunks. Mit einem Musikmix aus Drum 'n' Bass, HipHop, Techno und mehr, frecher Moderation, Comedy und Gags und journalistischen Infos, will hr XXL das hessische Radiopublikum zwischen 16 und 23 Jahren erobern. Neben Musik und Spaß sollen auch ProfiNachrichten, Information und Service zum Angebot des neuen Vollprogramms gehören. Die Macher setzen auf Kommunikation mit dem Publikum. Von 0.00 bis 6.00 Uhr strahlt hr XXL ein eigenes Nachtprogramm aus. Zwischen 19.00 und 23.00 Uhr geht XXL, das Abendprogramm von hr3, parallel bei hr XXL über den Sender. Ab 23.00 Uhr gibt es die MusikSpezialSchiene mit den neuesten Kreationen aus der HipHop, Black Music, Drum'n'Bass, Independent und TranceElectronicSzene. Im Bild: Redakteure und Moderatoren von hr XXL. Foto: © hr (Jens Werner)
• Radio Nederland Wereldomroep strahlt sein Englischprogramm nach Europa nunmehr über Sender der Deutschen Telekom aus sowie via Radio Vlaanderen International. Die Luxemburger Mittelwelle 1440 kHz ist für die Englischsendungen nicht mehr im Einsatz, dafür aber nun ab 14.00 bis 17.00 und von 18.00 bis 19.00 Uhr, sonntags auch noch morgens von 7.30 bis 8.30 Uhr, durch den holländischen Europadienst okkupiert zum Verdruß der Mittelwellenhörer von RTL RADIO.
• Der Apparat: Hinter diesem Titel steckt eine Mediensendung, die mit der ADRAufschaltung von Radio Eins nun auch außerhalb Brandenburgs (und den angrenzenden Regionen) gehört werden kann. Der Redakteur Jörg Wagner dürfte manchem als Präsentator des »DX64Clubs« von der Wilsdruffer Mittelwelle 1044 kHz her bekannt sein. Seit 1995 gestaltete er das Medienmagazin auf Radio Brandenburg, das von Radio Eins (durch erhöhten Musikanteil auf zwei Stunden gestreckt) nun eben als »Der Apparat« weitergeführt wird. Der Schwerpunkt des Programms liegt bei RundfunkThemen, wobei auch spezielle Interessen ihre Nischen finden.
•
Radio Liberty stockt auf: Seit dem Ende des kalten Krieges
bestimmen Kürzungen die Sendepläne von Radio Free Europe / Radio
Liberty, zwischenzeitlich aus dem zu teuer gewordenen München nach
Prag umgezogen. Eine Renaissance erlebt nun jedoch der Dienst in
belorussischer Sprache, nachdem der Minsker Despot Lukaschenko
deutlich zeigte, was er von Demokratie und Pressefreiheit hält. Am
25. November wurde das Erscheinen der unabhängigen Zeitung Swoboda
(=Freiheit) unterbunden. Von den Journalisten des Blattes erstellte
Materialien werden nun von Radio Liberty sowohl in den Sendungen
verwendet als auch auf der Webseite veröffentlicht. Für die drei
täglichen Programme werden je zwei zusätzliche Kurzwellensender
eingesetzt. Besonders interessant sind dabei die neuen Übertragungen
aus Biblis (zirka 25 km nördlich von Mannheim) im 75MeterBand.
Sendestandorte sind neben Biblis auch das benachbarte Lampertheim,
Woofferton in England, Playa des Pals in Spanien sowie TangerBriech
in Marokko.
• Der Jugendableger von radio NRW - Power Radio, kann jetzt auch außerhalb des DAB-Pilotprojektes von Besitzern eines ADR-Empfängers gehört werden. Programmlich will sich „das jüngste Programm in NRW” an die Stelle von EinsLive setzen, welches in der letzten Zeit sein Programm wieder mehr auf Mainstream drückt. Gespielt werden überwiegend Chart-Titel, die Nachrichten werden von radio NRW übernommen. Angereichert wird das noch unmoderiert unter dem Slogan „Keine Gnade, kein Respekt” sendende Programm durch Verkehrsnachrichten und Comedy-Clips. Redaktionelle Inhalte soll es erst bei ausreichender Renonanz geben. Ansonsten kann sich Programmchefin Elke Schneiderbanger Nachwuchsförderung bei den jungen Leuten und eine Zusammenarbeit mit Nickelodeon vorstellen, auf dessen Transponder man sendet.
•
SFB 4 MultiKulti, welches von 1995 bis
1998 im dreijährigen Versuchsbetrieb sendete, ist zum Jahresbeginn
in ein Dauerprogramm überführt worden; der Ausweitung des
Programmschemas steht nichts im Wege. In den letzten Monaten hatte
es immer wieder Spekulationen über das Aus der preisgekrönten
deutsch-fremdsprachigen Welle gegeben. SFB 4 MultiKulti sendet seit
Februar 1998 mit der doppelten Strahlungsleistung von zwei Kilowatt
vom SFB-Sendemast am Scholzplatz. Damit wird sich vor allem die
Innenstadtversorgung des Programmes verbessern. Die Medienanstalt
Berlin-Brandenburg, die die erfolgreiche Koordinierung der stärkeren
Leistung gemeinsam mit dem SFB vornahm, unterstützte die Beschaffung
der neuen Sendeanlage mit Fördermitteln.
• Radio Brocken / Antenne Sachsen - Neues Musikformat: Radio Brocken und Antenne Sachsen, die sowieso schon eng bei Nachrichten, Werbung und Moderation zusammenarbeiten, haben ihr bisheriges Schlager/Oldie-Format aufgegeben und setzen nun ein Mayor AC-Format getreu dem Motto „Oldies und Hits im besten Mix” ein. Geboten wird nun vor allem englische Popmusik vom Schlage Bee Gees, Elton John oder Phil Collins.
• Seit kurzem sind in der Schweiz zwei neue Radioprogramme der SRG empfangbar: Swiss Light und Swiss Classic ersetzen die entsprechenden Programme des Telefonrundspruchs, der Anfang 1998 eingestellt wird. Sie können via Satellit empfangen werden. Produziert werden die Programme von Swiss Satellite Radio, der Nachfolgeorganisation des Telefonrundspruchs, der Schweizer Radio International (SRI) angegliedert ist. Sie ersetzen das bisherige dritte und sechste Programm des TR. Das bisherige 1. Programm, Channel 1 International, wird am 6. Januar eingestellt.
• Der Hessische Rundfunk startet am 5. Januar 1998 sein neues Programm hr1-plus. Es soll landesweit auf Mittelwelle 594 kHz und via Astra Digital Radio abgestrahlt werden.
• Antenne Saar darf weiter senden - Widerspruch abgewiesen: Der zweite private Hörfunkanbieter im Saarland, Antenne Saar, darf weiter sein täglich vierstündiges Programm in der Zeit von 7.00 bis 11.00 Uhr auf den Frequenzen von Deutschlandradio Berlin verbreiten. Ein Unterlassungsantrag des Mitbewerbers RADIO RPR wurde abgewiesen. Das Gericht bewertete das Frequenzsplitting eines öffentlich-rechtlichen und eines privaten Senders als grundsätzlich zulässig.
•
Yvonne Malack moderiert für BB RADIO: Im Januar übernahm Yvonne
Malack die »Dive-Time« mit einer neuen Nachmittagsshow von 16.00 bis
19.00 Uhr. Die charmante Moderatorin begann ihre steile
Rundfunkkarriere mit 17 Jahren bei Radio Gong in Nürnberg. Seitdem
war sie für viele der erfolgreichsten Hörfunksender in Deutschland
(unter anderem 104.6 RTL) und auch für das Fernsehen (unter anderem
RTL »Guten Morgen Deutschland«) tätig. Bei BB RADIO ist Yvonne
Malack außerdem als die erste Unterhaltungschefin der privaten
Landeswelle auch für den Bereich „On Air Promotion” zuständig.
Prominente Studiogäste aus dem Showgeschäft und wechselnde
Ratgebersendungen bestimmen das BB RADIO-Programm am Vormittag, das
ab 10.00 Uhr von Katrin Schifelbein moderiert wird.
Foto: © BB RADIO
• Stadtradio 107,7 mit neuem Format: Seit Mitte September kooperiert der Stuttgarter Lokalsender Stadtradio 107,7 mit dem Karlsruher Privatsender Welle Fidelitas, der sich nun nur noch als „Die Welle” identifiziert. Damit verbunden war eine Angleichung des Musikformats. Seitdem gibt es statt „den größten deutschen Hits, den besten Oldies” nun „Die schönsten Songs” im Soft-AC-Format. Deutsche Titel treten nur noch sporadisch im Programm auf. Die Stunden zwischen 10.00 und 18.00 Uhr gestaltet weiterhin das Stuttgarter Team, den Rest übernimmt man aus Karlsruhe. Nachts wird zusätzlich zu den Weltnachrichten das Programm von Antenne Radio übernommen.
• ClubCenter eröffnet: Am 15. Januar eröffnete der Bayern1 RadioClub (gegründet am 15. Oktober 1997) im Funkhaus München, Arnulfstraße 42, ein öffentlich zugängliches ClubCenter. Ziel der Einrichtung ist es, Mitglieder des Bayern1 RadioClubs, aber auch alle anderen Hörer des Bayerischen Rundfunks mit Informationen über den BR, seine Programme und die Aktivitäten des Bayern1 RadioClubs zu informieren.
•
Neue akustische Visitenkarte für hr2: Die hr-typische kurze
Kennungsmelodie, die sich in verschiedenen Formen durch die vier
Hörfunkwellen zieht, ist für hr2 neu arrangiert und aufgenommen
worden. Im Gegensatz zu der bisherigen synthetischen Fassung wurde
die hr2-Kennungsmelodie - oder das „Signet” - von Musikern in
mehreren Abwandlungen eingespielt, so dass eine „Signet-Familie”
entstand. Gemäß des hr2-Mottos „Vielfalt in Kultur” werden die vom
Saxophon geprägten Signets, je nach Charakter, den hr2-Sendungen
zugeordnet. Damit erscheinen die Kennungsmelodien öfter als bisher
und erleichtern so den Hörern die Orientierung im Dickicht der
Frequenzen.
• Weil der Jugendkanal EVOSONIC völlig erfolglos geblieben ist, wurde zu Jahresbeginn die Mannschaft ausgewechselt. Der neue Geschäftsführer Volker May soll den Sender umstrukturieren. Außerdem werden Investoren gesucht und Werbefachmann Bob Hochmuth soll den Sender vermarkten.
Die Frankfurter Rapperin Sabrina Setlur ist seit 8. Januar bei hr3 und hr XXL auf Sendung. Im Rahmen der Abendsendung »hr3-XXL« stellt Sabrina Setlur, früher bekannt als „Schwester S”, donnerstags von 21.05 bis 23 Uhr die besten alten und die angesagtesten neuen Hip-Hop-Hits vor. Sabrina Setlur war der umjubelte Mittelpunkt der letztjährigen Veranstaltung „Sound of Frankfurt” auf der Frankfurter Zeil und ist mit Hits wie „Du liebst mich nicht”, „Nur mir?” und „Frei sein” in den Charts vertreten.
• News und Infos auf LW 261: Am 28. Januar 1998 hat RADIOROPA 2.6.1 sein neues informationsorientiertes Programm über Astra Digital Radio und Langwelle 261 kHz gestartet (Sender Burg bei Magdeburg). Das bislang in Europa einmalige Programmangebot beinhaltet sowohl aktuelle Beiträge über ost- und norddeutsche Themen, wie den »Ost-Nord-Report 2.6.1« als auch Übernahmen beliebter Programme von Auslandssendern wie der BBC und Radio France International. Via RADIOROPA 2.6.1 werden alle Deutsch-Programme der BBC sowie wichtige Sendungen in englischer Sprache ausgestrahlt. Kernstück des neuen Programms sind die eigenproduzierten Sendungen. Der mehrmals täglich ausgestrahlte »Ost-Nord-Report 2.6.1« bietet aktuelle Informationen aus Nord- und Ostdeutschland, dem Gebiet, wo die Langwellenfrequenz 261 kHz gut zu hören ist. Ferner gibt es mit »Europa 2.6.1« eine tägliche Zusammenfassung der wichtigsten Themen.
• Neues ORB-Studio in Cottbus: Der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg hat im Cottbuser Stadtzentrum (Büro, Einkaufs und Dienstleistungskomplex „SpreeGalerie”) für 6,5 Mio DM neue Hörfunk- und Fernsehstudios eingerichtet. Von dort aus wird über den Sender Calau mehrere Stunden am Tag ein Regionalfenster auf "Antenne Brandenburg" (98,6 MHz) ausgestrahlt, hinzu kommen Sendungen in sorbischer Sprache (93,4 MHz mit »Radio 3« als Mantel). Über die bisherigen Beiträge und das sorbische Programm hinaus wird künftig zweimal im Monat am Samstag ein halbstündiges Regionalmagazin aus der Lausitz gesendet. Der neue Studiokomplex ersetzte das alte Funkhaus in der Külzstraße - hier wurden am 26. Januar 1998 nach 27 Jahren Sendebetrieb die Regler der DDR-Studiotechnik für immer zugeschoben. Das neue Studio wurde festlich mit einem „Tag der offenen Tür” am 31. Januar 1998 eröffnet.
•
„Ich bin ja völlig platt, wie viele Ihr hier seid, ich denke, Ihr
macht Hörfunk”, wunderte sich Nina Ruge, als sie am
3. Februar 1998 bei ANTENNE BAYERN zu Gast war. Zum
einjährigen Geburtstag ihrer Sendung »Leute heute« im ZDF moderierte
sie gemeinsam mit Stephan Lehmann live von 8.00 bis
9.00 Uhr die Morningshow »Guten Morgen Bayern«.
Foto: © ANTENNE BAYERN
• Die ehemalige "Voice of Free China" ("Stimme des Freien China") Taiwan wurde mit dem für die VR China sendenden CBS (China Broadcasting Service) zusammengeschlossen und nennt sich jetzt Radio Taipei International. Gesendet werden zwei 60-minütige Abendprogramme in deutscher Sprache. Die zweite Abendsendung wird über die Anlagen der US-Missionsstation WYFR Family Radio in Florida ausgestrahlt; im Gegenzug kann WYFR Sendungen für China via Taiwan verbreiten.
•
R.SH und ZDF arbeiten zusammen: Bei der Verleihung des Grammy
des Nordens, dem begehrten R.SH-Gold, arbeiten künftig
Deutschlands ältester Privatsender und das ZDF zusammen. Und was
letzten Winter als »Gold-Dance-Chart-Party« begann, wird als R.SH &
ZDF Gold Chart Attack-Party fortgesetzt. Am 7. und 8. Februar
steigen beide Veranstaltungen in der Ostseehalle, in der es erstmals
zwei Bühnen, einen Laufsteg und nur noch Stehplätze im Innenrund
geben wird. Moderiert werden die Veranstaltungen von Carsten
Köthe (Bild) und Dennis Wilms (R.SH) sowie Mike Diehl
(ZDF). Dreiundzwanzig Gruppen und Einzelkünstler erhalten im
Februar 1998 die begehrte Auszeichnung - darunter ein
Überraschungsgast aus den USA.
• Peggy S. & Opa Unger - Die Schöne und das Biest: Das ungleiche Paar aus Sachsens schönster Moderatorin und Sachsens ältestem Quälgeist ging am 9. Februar 1998 als »Peggy S. & Opa Unger - DIE ZWEI VON 6-9« bei RADIO PSR auf Sendung. Peggy S. kommt direkt vom internationalen Laufsteg ins Sendestudio. Die gebürtige Leipzigerin freut sich besonders auf ihren Partner - den 84-jährigen Opa Unger. Dieser bringt seit Sommer 1997 durch sinnlose Telefonate ganz Sachsen zum Lachen. 400.000 verkaufte Sinnlos-Telefon-CDs und nahezu eine halbe Million Hörer der Sinnlos-Telefonate machten Opa Unger zu Sachsens neuer Kultfigur. Zuletzt hatte RADIO PSR die inzwischen von fast allen Wettbewerbern kopierte Doppelmoderation in Form von »Böttcher & Fischer« in Sachsen etabliert. Mit deren Abschied nach der 500sten Sendung schafft RADIO PSR mit »Peggy S. & Opa Unger - DIE ZWEI VON 6-9« ein neues Original.
•
Neuer Morgenshow-Anchor auf Hit-Radio Antenne:
Neuer Morgenmoderator beim privaten Hörfunksender in Hannover ist
Hinnerk Baumgarten. In den vergangenen Jahren war er überwiegend am
Vormittag auf der niedersächsischen Popwelle zu hören.
Foto: © Hit-Radio Antenne
• Neu in Bayern2Radio: »nachtmix«. Jeden Montag zwischen 23.05 Uhr und Mitternacht gibt es praktizierten „freestyle” in »nachtmix«, der neuen Popmusiksendung auf Bayern2Radio. Der erste Montag jeden Monats bietet ein Weltmusik-Special, präsentiert von Christoph Hahn. An den anderen Terminen wechselt Karl Bruckmaier zwischen einer Mischung aus Live-Talks mit Musikern, exklusiven Aufnahmen oder Remixes, live im Studio unternommenen „freestyle”-Abenteuern oder pointierten Analysen neuer CDs. Karl Bruckmaier ist Popjournalist, Hörspielautor und Discjockey. Christoph Hahn ist in Bayern 4 Klassik als Redakteur für die Oper zuständig. Im Rahmen seiner KlassikPlus-Sendungen hat er der Weltmusik schon seit Jahren einen festen Platz eingeräumt.
• Fortbildungskanal nutzt Mittelwellensender: M-AFK-Radio (M 94,5 - Das Aus- und Fortbildungsradio) in München strahlt sein Programm nun auch parallel auf Mittelwelle 945 kHz aus. Der Sender befindet sich in der Blutenburgstraße in Nymphenburg, wo auch UKW-Sender stationiert sind, unter anderem für Deutschlandradio. Genutzt werden die ehemaligen Räume und Studios von RFE/RL in der Nähe des Englischen Gartens. Aktive sind Studenten der Nachrichten- und Medientechnik.
•
Small is beautiful - SKY-Radio in the air:
Söllingen ist ein ehemaliger Militärstützpunkt der kanadischen
Streitkräfte, deren Sitz in Lahr beheimatet war, und hier befand
sich auch deren Flughafen. Für ihr Rundfunkprogramm CFN (Canadian
Forces Network), das bis vor einigen Jahren noch aktiv war, wurde
die Frequenz 96,8 eingesetzt, die seither ebenso verstummte wie der
Fluglärm über den Rheinauen. Aus dem Militärflughafen wurde der
Baden-Airport und mittlerweile kann man von hier aus nach Frankfurt
oder in andere europäische Metropolen fliegen. Bei der Baden-Airport
AG ist man auf die 500-Watt UKW-Frequenz gestoßen und kam, gemeinsam
mit Christian Frietsch auf die Idee, auch radiomäßig wieder ab
Söllingen „on air” zu gehen. Christian Frietsch bringt seine
Erfahrung als langjähriger Gesellschafter und Geschäftsführer von
Radio Victoria in Baden-Baden mit ein. „Small ist beautiful” lautet
sein Motto und so will er eher die lokalen Pfunde wuchern lassen.
Das Programm sieht neben der stark betonten Lokalberichterstattung
stündliche Weltnachrichten vor, die von Antenne aus Stuttgart
übernommen werden. Die lokalen Headlines werden in Zusammenarbeit
mit dem Badischen Tageblatt erstellt. Das Musikformat bezeichnet
Frietsch als „Memory”: Der Schwerpunkt liegt auf Classic Hits, also
neben Oldies auch Titel der 80er und 90er, aber eben nicht die ganz
aktuellen Charts-Knaller. Ein wichtiges Element bei SKY-Radio sind
Spartenprogramme, so wird unter anderem am Wochenende der bekannte
und legendäre Musikjournalist Frank Laufenberg zu hören sein.
Das Sendegebiet von SKY-Radio auf UKW 96,8 reicht von Achern im
Süden bis kurz vor Karlsruhe und deckt somit einen Großteil des
Kreises Rastatt sowie Teile der Stadt Baden-Baden ab. Auf der
elsässischen Seite kommt man etwa bis Hagenau.
•
Hans-Jürgen Heck
ist seit 1. März 1998 neuer Studioleiter bei
HIT RADIO FFH im Regionalstudio Wiesbaden. Der
bisherige Chef vom Dienst und langjähriger Hessen Koordinator löst
Frank Statzner ab. Statzner berichtete sieben Jahre lang für HIT
RADIO FFH aus der Landeshauptstadt und wechselt nun zum Hessischen
Rundfunk. Hans-Jürgen Heck gehört seit 1990 zum FFH-Team. Fünf Jahre
leitete er die Hessen-Redaktion und koordinierte die Arbeit der
sechs FFH-Reginalstudios in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt,
Darmstadt und Wiesbaden. Seit zwei Jahren gestaltet er als einer der
Chefs vom Dienst das Wortprogramm von HIT RADIO FFH. Das Studio in
Wiesbaden berichtet nicht nur über das Geschehen rechts und links
des Rheins, sondern ist für die Hörer der „direkte Draht” zum
hessischen Parlament und zur Landesregierung. Hans-Jürgen Heck wird
dort nicht nur Studioleiter, sondern damit auch
Landtagskorrespondent.
• WDR 3 präsentiert sich als Welle: Am 2. März wurde auch WDR 3 zu eigenständigen Welle innerhalb der WDR-Radio-Familie. Das überarbeitete Sendeschema sorgt für mehr Klarheit und Transparenz, schärft das Profil und verdeutlicht: WDR 3 - Das Kulturradio. Stilprägend sind die originären Kulturproduktionen, die der WDR selbst herstellt: Konzerte und Hörspiele, Features und Akustische Kunst. Mit 300 Konzerten im Jahr ist der WDR der größte Konzertveranstalter in Nordrhein-Westfalen. Künftig wird es in WDR 3 jeden Abend Konzerte geben. Viele davon werden live übertragen.
•
RADIOROPA eröffnet neues Funkhaus: Der
sächsische Hörfunksender RADIOROPA hat unter Teilnahme von rund 200
Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am 6. März
1998 sein neues Funkhaus in den Gohlis-Arkaden in Leipzig offiziell
eröffnet. Das Programm, das nunmehr modernen Ansprüchen angepasst
wurde, soll in Verbindung mit verstärkten Werbeaktivitäten dafür
Sorge tragen, dass der Sender in den sächsischen Ballungsräumen
Leipzig, Dresden und Chemnitz zu einem Begriff werde, so
Malzon-Jessen.
Foto: © Danilo Höpfner
• Das Anfang Januar vom Hessischen Rundfunk (hr) in Zusammenarbeit mit der Flughafen Frankfurt/Main AG (FAG) gestartete Hörfunk-Zusatzangebot hr4 plus für die Region Rhein-Main wurde von einer Stunde auf vier Stunden ausgeweitet. Es ist jetzt täglich von 6.00 bis 10.00 Uhr zu hören. Wirtschaft, Verkehr und Lifestyle im Rhein-Main-Gebiet sind die Themen.
•
Zusatzfrequenz für AlsterRadio: Das
Programm von AlsterRadio ist jetzt - zusätzlich zur Stammfrequenz
106,8 MHz - auch auf der Zusatzfrequenz 91,7 MHz über UKW
empfangbar. Für diese Zusatzfrequenz hat die HAM die Ausstrahlung
eines „City-Fensters” lizenziert, das einmal pro Woche gesendet wird
und eine Möglichkeit zur gesonderten Berichterstattung über einzelne
Themen bietet. Auch Radio Hamburg verfügt über eine Zweitfrequenz,
auf der in der Regel eine wöchentliche Sondersendung ausgestrahlt
wird. Die Zusatzfrequenz 91,7 MHz von AlsterRadio hat eine
technische Sendeleistung von 40 Watt.
• Zweimal 333 Hits: 333 „Oster-Super-Hits” sendete das rheinland-pfälzische RPR Eins zwischen Karsamstag und Ostermontag. Die Hörer waren aufgerufen, ihre Lieblingshits der 80er und 90er Jahre postalisch, per Fax oder eMail einzuschicken. Die Anzahl der Hörerwünsche bestimmte dann die Reihenfolge im Hit-Countdown. Etwas früher, bereits am Karfreitag, startete auch RPR Zwei Das Schlager-Radio seine „Osterhitparade”. Das Spartenradio sendete bis Ostermontag 333 Wunschschlager von Wolfgang Petry über Nicole bis PUR.
•
Radio Hamburg TOP 809: Zu Ostern gab's bei Radio Hamburg (UKW
103,6 MHz) wieder Hits, bis die Löffel glühen: „John, Hase und das
Dreamteam” präsentierten den Osterhitmarathon „TOP 809”. Zum zehnten
Mal seit 1989 erfüllte der Sender an Ostern die Musikwünsche der
Hörer diesmal 809 Titel in 64 Stunden. Diesmal blieben die
Moderatoren nicht nur im Studio, sie kamen auch raus nach Stade,
Lüneburg und Ahrensburg. Das große Finale gab's dann im gläsernen
Radio HamburgStudio am Speersort. Im Bild: John, Hase und das
Dreamteam alias John Ment und Sven Hasenclever sowie Kathrin Lehmann
und Gunnar Kron. Foto: © Radio Hamburg
• Vor einem Jahr hat die BBC ihr Sendegeschäft in die Firma "Merlin Communications" ausgegründet. Am 28. März 1998 beging Merlin seinen ersten Geburtstag mit einer Sondersendung. Ihr Erfolg war so überzeugend, dass Merlin Network One nun jeden Mittwoch auf Sendung gehen will, zunächst mit den Programmen: Radio Caroline (John ny Reece); MediaZoo; Hard Country (Bryan Chalker/CMR) und Rock Radio Network. Gesendet wird auf Kurzwelle und via Satellet (Astra).
• SR-Hörfunk - Stärkere Wellenorientierung: Der Saarländische Rundfunk hat zum 1. April seine drei Hörfunkwellen SR 1 Europawelle, SR 2 KulturRadio und SR 3 Saarlandwelle in eigene Programmbereiche gegliedert, die von den jeweiligen Programmchefs geleitet werden. Neben diesen Hörfunkwellen gibt es die Programmbereiche „Musik” (inklusive Rundfunk-Sinfonieorchester) unter Leitung von Dr. Sabine Tomek und „Aktuelles” unter Leitung von Axel Buchholz. Die neuen Programmchefs sind Andreas Weber (SR 1 Europawelle), Hans-Jürgen Koch (SR 2 KulturRadio) und Elisabeth Sossong (SR 3 Saarlandwelle).
• Am 6. April 1998, um sechs Uhr, wurde aus NewsTalk der Nachrichtensender Berlin Aktuell 93,6 - News non stop.
• Am 14. April haben alle 46 NRW-Lokalradios in der Sendung »Infothek« die gemeinsame Aktion „Zukunft: jetzt!” gestartet: Ob Lokal oder Weltweit, berichtet wird über alles, was die Zukunft klarer macht.
• Auch RAP-Star Illmatic („Ich bin ein Musikverrückter. HipHop ist mein Leben”) moderiert jetzt bei PLANET RADIO und ist Teil der on-air-crew für die Samstagabend-Show »Rödelheim hottest«.
•
hr-Skyline on air: Seit 20. April 1998
wird das erweiterter Hörfunkprogramm hr4plus unter der Bezeichnung
„hr-Skyline” ausgestrahlt. Das vom hr in Zusammenarbeit mit dem
Flughafen Frankfurt gestaltete Zusatzangebot für die Region bietet
täglich von 6.00 bis 10.00 Uhr Informationen aus den Bereichen
Wirtschaft, Verkehr und Lifestyle. Außerhalb der Sendezeit übernimmt
Skyline das Programm der Welle hr4.
• »hr1-Start« noch aufgeweckter: Das Morgenmagazin »Start« des Informationsradios hr1 beginnt seit 27. April um fünf Uhr. Frühaufsteher werden schon im Morgengrauen mit neuesten Informationen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Sport und Hessen versorgt. Das Moderatorenteam Ruth Walter, Thomas Klee, Marc Koch und Dietmar Pötter präsentiert daneben kurze Meldungen, Verkehrshinweise und die am Morgen besonders wichtigen Zeitansagen. Popmusik lockert das Magazin auf. Eine Veränderung der Musikfarbe gibt es vor dem Beginn von »hr1-Start«: hr1 übernimmt nicht mehr den eher von Schlagern geprägten »Radiowecker«, sondern die »Popnacht« der ARD, die wesentlich besser zur hr1-Musik passt.
•
Der landesweite Hörfunksender
ANTENNE BAYERN wurde am 28. April von BMG Ariola München im
Auftrag von Deutschrocker Peter Maffay mit der
„Goldenen CD” ausgezeichnet. Die Auszeichnung für
250.000 verkaufte Ausgaben seines neuen Albums „Begegnungen” hat der
seit vielen Jahren erfolgreiche Musiker an ANTENNE BAYERN gegeben,
um sich für die gute Kooperation zu bedanken. Im Bild: ANTENNE
BAYERN Programmdirektor Viktor Worms und Birgit Gibson von BMG
Ariola. Foto:
© ANTENNE BAYERN
• Personelle Veränderungen bei ANTENNE THÜRINGEN: Morningshow-Moderatorin Sina Peschke übernimmt ab 1. Mai 1998 zusätzlich die stellvertretende Programmleitung von ANTENNE THÜRINGEN; Frank Brachvogel, bisheriger CvD, wird stellvertretender Chefredakteur. Die Programmleitung und Chefredaktion wird vom Geschäftsführer Hans-Jürgen Kratz formal zusätzlich wahrgenommen. Die Veränderungen wurden notwendig, da sich Inge Seibel, Programmleiterin und Chefredakteurin in Personalunion, in den Mutterschutz verabschiedet hat.
• Neue Leiterin des WDR-Studios Siegen ist Beate Schmies. Sie wurde Nachfolgerin von Gerd Elsner, der nach vierzehnjähriger Tätigkeit in den Ruhestand geht. Beate Schmies war von 1987 an als Redakteurin, Reporterin und Moderatorin im Studio Siegen am Aufbau des regionalen Hörfunkprogramms „Radio für Südwestfalen” beteiligt. 1991 wurde sie stellvertretende Studioleiterin in Siegen. 1993 wechselte Beate Schmies zu WDR 2 nach Köln, wo sie seitdem zum Redaktions- und Moderatorenteam des „Nachrichtenmagazins” gehörte. Daneben arbeitete sie weiter als Autorin von Hörfunkreportagen und Features für WDR 2, Eins Live und WDR Radio 5, aber auch für Fernsehsendungen.
•
Der Südwestrundfunk (SWR) erlangte am 1. Mai 1998 seine
uneingeschränkte Rechtsfähigkeit und stellte sein Logo vor.
Sendestart ist am 30. August 1998.
• Schwerer Abschied: Aus dem Nichts hat Marie-Luise Sranková vor fünf Jahren den neuen Auslandsdienst der Slowakei aus dem Boden gestampft. Gemeint ist die beliebte deutsche Sendung. Nun hat sie am 3. und 4. Mai 1998 ihre letzte Sendung bei RSI gemacht und sich einer neuen beruflichen Aufgabe zugewandt.
• RADIO BROCKEN-Volontärin Dörte Lucht ist in Berlin mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet worden. Für ihre enthüllende Reportage über Giftabfälle auf einem Industriegelände in Halle-Neustadt erhielt sie den dritten Preis im Bereich Hörfunk. Durch die Recherchen des Senders aufgeschreckt, war das Umweltamt der Stadt Halle in Aktion getreten.
• RIAS-Preis ’98 für BR-Zündfunk: Am 10. Mai ging der erste Preis der RIAS Berlin Kommission für „Völkerverständigung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika” in der Kategorie Radio an eine Sendung des Bayerischen Rundfunks: "Second Hand America - Wie sich junge Deutsche die USA vorstellen" von Roderich Fabian. Die 90-minütige Sendung, produziert für das Jugendprogramm Zündfunk in Bayern2Radio - beschäftigt sich mit jungen Leuten, die von der amerikanischen Kultur fasziniert sind, aber noch nie in den USA waren.
•
Mehr Musik am Morgen: Mehr Musik, mehr
Gags, mehr Personality sind Markenzeichen der Frühsendung von hr3.
Rolf Müller, Leiter des hr3-Morning-Teams, präsentiert mit vier
hr3-Moderatoren den neuen »Morgen in Hessen«, ein Programm, das auf
mehr Musik, gute Unterhaltung und schnelle Information setzt: Lars
Cohrs (Bild), Marcus Rudolpf und Thomas Baecker sind wochenweise on
air - und freitags gibt’s die Freitags-Show mit hr3-Chef Jörg
Bombach und Freunden.
• Test mit „Radio-Text” in Berlin: Anfang Mai wurde in Berlin das erste Radio zum Lesen vorgestellt. In einem Testversuch stellten die Deutsche Telekom und der Berliner Privatsender 91!4 das neue Rundfunkgerät mit Radio-Text vor. Es hat ein Display auf dem man wie beim Videotext Zusatzinformationen über das Wetter, den Verkehr, Kultur und Nachrichten empfangen kann. Ebenfalls kann man erfahren, welche Künstler oder Band im laufenden Programm singen oder spielen. Der Berliner Rundfunk 91!4 steuert die Texte zu dem Versuch bei. In den USA gibt es „Radio-Text” schon lange. Für Deutschland ist die Markteinführung zur CeBit Home Ende August 1998 geplant.
• Der NRW-Lokalsender RADIO EN nennt sich nun ANTENNE WITTEN.

• Die Moderatoren Susi Brandt und Steffen Popp präsentieren das Star-Aufgebot HIT RADIO FFH "Hit-Tour" in Bad Karlshafen, Erbach und Gießen. Foto: © FFH
• Deutschlandradio hat ein Korrespondentenbüro in Wiesbaden eröffnet. Die landespolitische Berichterstattung aus Hessen wurde bisher vom Frankfurter Büro des Senders wahrgenommen. Dort sind Brigitte Scholtes, Michael Braun und Georg Schwarte für die beiden Programme Deutschlandradio Berlin und Deutschlandfunk zuständig. Das Büro in Frankfurt bleibt auch weiterhin bestehen.
• Letztes Bundesland erlaubt Privatradio: Nachdem viele Jahre Bremen das einzige Bundesland war, in dem keine privaten Radiosender lizenziert wurden, gab es lange Zeit nur täglich drei Stunden Privatradio als Fenster auf der Deutschlandfunk-Frequenz 107,1 MHz. Dort sendet täglich sowie am Wochenende Radio 107,1. Damit war jedoch weder der Deutschlandfunk noch Radio 107,1 zufrieden. Jetzt wurde beschlossen, dass die Frequenzen 89,9 MHz in Bremen und 104,3 MHz in Bremerhaven für ein 24-Stunden-Privatprogramm ausgeschrieben werden. Dies hat den Vorteil, dass der Deutschlandfunk und der neue Privatsender jeweils rund um die Uhr uneingeschränkt auf ihrer Frequenz funken können. Der neue Anbieter soll seinen Schwerpunkt auf regionale Information setzen. Da es lange Zeit keinen Privatfunk von Bremen aus gab, haben sich die aus Niedersachsen einstrahlenden Privatsender auch in Bremen engagiert. Das Regionalstudio von radio ffn für Bremen und Oldenburg wurde im Verlagshaus der Bremer Tageszeitung Weser-Kurier untergebracht. Hit-Radio Antenne eröffnete ein gläsernes Studio in der Bremer Innenstadt im Schaufenster der Galerie Kaufhof, in dem sich Redaktionen und ein Regionalstudio befinden.
•
Am Donnerstag, den 7. Mai 1998 um Punkt
17.00 Uhr ging "Power Radio" in Kiel auf Sendung, wie sich der neue
Jugendsender Power 612 jetzt im Programm selbst nennt.
Gesendet wird täglich von 6.00 bis 19.00 Uhr auf Mittelwelle 612 kHz
mit 20 Kilowatt aus einem gläsernen Studio im Einkaufszentrum
Sophienhof direkt bei Hertie, nicht weit vom Kieler Hauptbahnhof.
Damit ist Power Radio die erste private Mittelwellen-Radiostation in
Deutschland. Wegen der geringen Sendeleistung (Standort Kiel, 10
Kilowatt) wird nur Schleswig-Holstein und Hamburg abgedeckt. Auch in
Bremen ist der Sender noch zu empfangen, in Hannover allerdings
schon nicht mehr.
• WDR 2 startet am 25. Mai „Die Aktion: Lehrstellen '98” mit dem Landesarbeitsamt. Während dieser Aktion bietet der Sender den Arbeitgebern in NRW seine Unterstützung als aktuelle Welle an. Damit viele Jugendliche vermittelt werden können, arbeitet eine spezielle WDR 2-Projektredaktion mit Vermittlungsfachleuten des Arbeitsamtes zusammen im WDR-Funkhaus am Kölner Wallrafplatz. Den ganzen Sommer über werden die Betriebe immer wieder aufgefordert, sich bei der WDR 2-Hotline zu melden, wenn sie noch Ausbildungsplätze frei haben oder zusätzliche Lehrstellen einrichten können. Live im Programm berichtet WDR 2 mit dem Ü-Wagen an Ort und Stelle vom Erfolg der Aktion.
• Recht für MDR 1 Radio Sachsen: Der sächsische Privatsender RADIO PSR darf nicht mehr behaupten, „er strahle das meistgehörte Programm in Sachsen aus”. Dies entschied nach dem Landgericht auch in zweiter Instanz das Oberlandesgericht Dresden. In Nachrichtensendungen und in Anzeigen hatte RADIO PSR Meldungen über seine angebliche Marktführerschaft im Freistaat verbreitet. Tatsächlich liegt seit dem Sendestart 1992 der MDR mit seinem Hörfunkprogramm MDR 1 Radio Sachsen an der Spitze der sächsischen Hörergunst. Aus diesem Grund hatte der MDR gegen RADIO PSR erfolgreich geklagt.
•
Neuer Hörerservice auf Radio 10 Gold:
Das via FM 103 (Lopik, 50 kW) in der Mitte und dem Norden Hollands
sowie landesweit auf Mittelwelle 675 kHz (Lopik, 120 kW) verbreitete
RADIO 10 GOLD feiert heuer sein 10-jähriges Senderbestehen. Neu im
Programm ist eine Musiksendung im Hörerservice, die der Hörerschaft
bei der Interpretenwahl eines Musikstücks hilft und spielt.
„Aufgabe” der Hörer ist nur die Bekanntgabe des Titels oder dessen
Beschreibung. Die Sendung wird sonntags ab 16.00 Uhr mit guter
Hörerbeteiligung ausgestrahlt. Im Juni 1998 wurden zum Jubiläum im
morgendlichen Spiel »Kluis-Bedrag« (Tresor-Betrag) 10.000 Gulden
verlost.
• Nach dem WDR Fernsehen ist nun auch Kölns jüngster Radiosender in das neue Medienzentrum im Mülheimer Hafen umgezogen. Evosonic startet in seinem zweiten Radio-Frühling aus neuen Räumlichkeiten für Studio und Redaktion direkt über der Kult-Diskothek „warehouse”.
• Am Samstag, 30. Mai 1998, war der offizielle Sendestart des Offenen Kanals Wernigerode. Das Landesrundfunkgesetz Sachsen-Anhalt ermöglicht seit 1997 die Bürgerbeteiligung an der Gestaltung der Medienlandschaft.
• Neuer Leiter des Studios Köln ist Werner Schmidt. Der langjährige WDR-Journalist trat die Nachfolge von Rüdiger Oppers an, dem jetzigen Unternehmenssprecher des Westdeutschen Rundfunks. Nach neun Jahren Hörfunk als Dienstleiter Nachrichten baute er die Nachrichtenredaktion im WDR Fernsehen auf, die er bis Ende 1996 leitete. Bekannt ist Werner Schmidt den Menschen in Nordrhein-Westfalen nicht nur als Fernseh-Moderator der »WDR Aktuell«-Sendungen. Radiohörer kennen ihn als langjährigen Moderator der Sendung »Zwischen Rhein und Weser«. Zur Zeit ist Werner Schmidt verantwortlich für das Magazin »Länderzeit Aktuell«, das im Ersten ausgestrahlt und auch von ihm moderiert wird. Werner Schmidt nimmt in Köln nicht nur die Aufgaben des Studioleiters wahr, sondern ist neben dem Redaktionsleiter des Hörfunks, Lothar Lenz, auch Redaktionsleiter des Fernsehens und damit der erfolgreichen »Lokalzeit Köln« (19.30-20 Uhr im WDR Fernsehen).
•
NDR4 INFO on air: Am 2. Juni 1998 ging
das neue Programm NDR4 INFO auf Sendung, das über den ganzen Tag
hinweg im 15-Minuten-Rythmus Nachrichten sendet. Es ist das vierte
öffentlich-rechtliche Nachrichtenradio nach B5 aktuell, MDR info und
InfoRadio Berlin-Brandenburg. Das Nachrichtenformat wird jedoch nur
wochentags zwischen 6.00 bis 19.00 gesendet. Alle Sendungen, die
bisher auf diesem Sendeplatz auf NDR 4 waren, wurden gestrichen
(unter anderem der Schulfunk). Abends und am Wochenende bleiben die
bisherigen Sendungen von NDR 4 jedoch bestehen. NDR 4 erhofft sich
mit diesem Schritt eine Quotensteigerung. Abends läuft ab 19.05 Uhr
die Kindersendung »Ohrenbär«, ab 19.15 Uhr die historische Sendung
»ZeitZeichen«, ab 19.30 Uhr Hintergrund zum Zeitgeschehen in »Forum
4«. Um 20.05 und 22.05 Uhr gibt es wie bisher jeweils eine Stunde
Weltmusik in »Beats 'n' Sounds«. Dazwischen von 21.00 bis 22.00 Uhr
die »Redezeit«. Leiter der Programmgruppe Politik und Aktuelles ab
1. Oktober 1998 ist Chefredakteur und Wellenchef von NDR4 INFO:
Joachim Knuth.
Foto: © NDR (G. Mundy)
•
Leinen los für den Musik- und Partysommer bei BB Radio:
Judith Globisch, Miss Brandenburg 1997/98, und Katja Jaeche, Misses
Berlin 1998, waren die bildhübschen Taufpatinnen als BB
Radio-Programmdirektor Jürgen Karney am 19. Juni das erste Radio-Ü
Boot für Berlin und Brandenburg übernahm und den Musik- und
Partysommer bei BB Radio eröffnete. Das BB Radio-Ü- Boot, eine
Linssen Dutch Sturdy 260 OC, ist jetzt auf den Flüssen und Seen in
Berlin und Brandenburg unterwegs und berichtet von wechselnden
Anlegestellen und Ausflugszielen. In Zusammenarbeit mit der
Wasserschutzpolizei Brandenburg wird es jeden Morgen einen aktuellen
»Wasser-Report« mit den wichtigsten Meldungen von den Schleusen,
Wettervorhersagen und anderen nützlichen Hinweisen geben. Am
Wochenende wird das BB Radio-Ü-Boot zum Party-Boot. Jeden Freitag,
Samstag und Sonntag lädt BB Radio zur Sommerparty am Wasser ein.
Höhepunkt des Musik- und Partysommers bei BB Radio ist der
Brandenburg-Tag ’98 am 5. September in Brandenburg an der Havel. BB
Radio präsentiert die erste Bootsparade Berlin-Brandenburg an der
Jahrtausendbrücke.
Foto: © BB RADIO
• 500. Hafenkonzert am Bodensee: Auch im Süden Deutschlands gibt es ein Hafenkonzert. Seit 1957 sendet der Südwestfunk - heute auf seiner vierten Kette - das „Friedrichshafener Hafenkonzert”. Seit 1968 übernehmen die Schweiz und seit 1970 auch Radio Vorarlberg die Sendung. Als diese im vergangenen Jahr ihr vierzigjähriges Jubiläum feierte, kamen zu den zwölf Konzerten im Graf-Zeppelin-Haus 18.000 Zuschauer und lauschten vierundfünfzig Musikgruppen und Solisten. Am Sonntag, 21. Juni, wurde das 500. Konzert ausgestrahlt. Mit dabei waren Maja Brunner sowie Künstler aus der Schweiz und Österreich.
•
„Langwellenradio FX 10” für RADIOROPA 261:
Das Radio empfängt nur 261 kHz und hat zwei Regler: Ein/Lautstärke
und Feinabstimmung. Preis 20, DM. Rotes oder blaues Plastikgehäuse.
Foto: © Karl
Michael Gierich
• Etwas ungläubig gelauscht haben dürften nicht wenige Hörer von China Radio International am 1. Juli 1998: Man legte sich ein neues Pausenzeichen zu, das aus der Nationalhymne abgeleitet ist. „Der Osten ist Rot” klingelt nicht mehr länger durch den Äther.
• Eesti Radio hat am 1. Juli 1998 seine letzten Mittelwellensender abgeschaltet, nachdem bereits vier Monate zuvor die Kurzwelle 5925 kHz stillgelegt wurde. Damit sind in Estland nur noch UKW-Sender in Betrieb.
• Frank Meyer ist neuer Studioleiter im RADIO PSR-Regionalstudio Dresden. In dieser Position verantwortet er die Berichterstattung aus dem Regierungsbezirk Dresden und die Landespolitik-Berichterstattung. Frank Meyer leitete zuletzt das RADIO PSR-Regionalstudio in Chemnitz. Der gebürtige Berliner ist gelernter Vertriebsingenieur und seit 1992 bei RADIO PSR beschäftigt.
•
Es war die erste
Oldie-Nacht und damit die erste Großveranstaltung von
NORA überhaupt. Getreu dem Motto „Never change a
winning team” hat NORA dafür das bewährte Team der R.SH-Oldie-Nächte
verpflichtet. Moderiert wurde die Nacht von dem Mann der ersten
Stunde, Helmut Radermacher (seit elf Jahren dabei) und seiner
Kollegin Miriam Pede. 11.000 Fans feierten mit den acht Acts den
Abend; dabei waren: Chris Andrews, Brotherhood of Man, Equals, Chris
Montez, Drafi Deutscher, Harpo, Leo Sayer und The Tremeloes. Beim
Veranstalter NORA sind einige frühere R.SH-Moderatoren eingestiegen,
so zum Beispiel Oldie-Nacht-Präsentator Helmut Radermacher, Uwe
Arkuszewski, Anja Goerz, Carsten Kock und Alexander von Humboldt.
Foto: © O.K.
Radio Campanile stellte Sendungen ein: „Radio Campanile” - im Dezember 1996 mit dem Anspruch auf Sendung gegangen, die Stimme der deutschen Katholiken im Äther zu werden - ist am Ende. Der Sender schweigt seit 3. Juli. Die sieben Mitarbeiter sind ohne Bezüge freigestellt. Derzeit sucht der Förderverein „Katholiken im Rundfunk” - so sein Vorsitzender Willy Trost - nach einer Rettung. Nicht bestätigen wollte Trost Angaben, daß der Sender ein Minus von 1,4 Millionen eingefahren habe. Offenes Geheimnis ist aber, daß zu Jahresbeginn geworbene Sponsoren offenbar angesichts vereinsinterner Querelen ihre Zusagen nicht eingehalten haben.
• Kleine Konkurrenzfusion: Die Sender der Antenne-Kette (Antenne 1, Antenne RT 4 und Antenne Filstal) übernehmen seit dem 6. Juli die Nachrichten von Radio 7. Diese werden auch auf den Sendern der Welle, Stadtradio, Radio BB sowie schon bisher bei Radio Komma 1 und Radio 7 melody durchgeschaltet. Letztere zwei Stationen übernehmen sogar Wetter und Verkehrsservice von Radio 7. Zudem ist auf Antenne jetzt das Nachtprogramm von Radio 7 zu hören. Es erhielt den neuen Namen »Nightlife« (früher Nachtschicht). Bei „Die Welle”, Radio Komma 1 und Radio 7 melody gibt es nachts Nonstop-Musik mit Nachrichten und Service.
•
Die Kurzwellenstation KHBI wurde vom Herald Broadcasting
Syndicate in Boston an Radio Free Asia verkauft. In den
letzten anderthalb Jahren hatte KHBI neben den religiösen Sendungen
des bisherigen Eigentümers bereits bis zu 15 Stunden am Tag
Programme von RFA übertragen. Der von RFA für die aus zwei 100
Kilowatt starken Sendern und drei Vorhangantennen bestehende Anlage
gezahlte Preis wurde vornehm verschwiegen, der Kaufvertrag
beinhaltet ein gewisses Volumen Sendezeit, das Herald Broadcasting
weiterhin auf KHBI zur Verfügung steht. Die Benutzung der
leistungsfähigen Anlagen der "Voice of America" in Thailand und auf
den Philippinen wurde von den dortigen Regierungen aus Sorge um die
Beziehungen zu China untersagt, so daß RFA vornehmlich aus
verschiedenen GUS-Republiken abstrahlt und es sogar mit
Direktsendungen aus den USA über den Stillen Ozean hinweg versucht -
mit katastrophalen Resultaten. Eine weitere eigene RFA-Sendestation
entsteht derzeit auf der Marianeninsel Tinian. Hier werden jene
Sender und Antennen wieder aufgebaut, die am portugiesischen
Standort Maxoqueira für "Radio Free Europe" und "Radio Liberty"
gerade mal ein halbes Jahr in Betrieb waren.
•
hr1 plus erweitert Angebot: Nachrichten
im Viertelstundentakt bietet jetzt das Mittelwellenprogramm hr1 plus
(594 kHz). In der restlichen Zeit werden bis 18.00 Uhr halbstündlich
Nachrichten gesendet. Der dreißigminütige Informationsblock »hr1
plus Aktuell«, bislang viermal täglich im Programm, wird nun fünfmal
und zu attraktiven Sendezeiten angeboten. Darüber hinaus überträgt
hr1 plus besondere Ereignisse. Ruhige Musik rundet das
nachrichtenorientierte Programm ab.
•
Hans Scherer verlässt R.SH: Der
langjährige Programmdirektor des Privatsenders Radio
Schleswig-Holstein (R.SH) verlässt diesen zum Ablauf des Monats
August. Er übernimmt die Geschäftsführung der neuen Event- und
Promotiongesellschaft „Scherer & Friends”. Deren Gesellschafter ist
neben Scherer selbst die Vermarktungsgesellschaft MACH 3. Mit dem
Namen Scherer verbinden sich bei R.SH Veranstaltungen wie R.SH-Gold,
Oldie-Nacht des Jahres, Kindertag und das Musikzelt auf der Kieler
Woche. Neuer Programmdirektor wird Chefredakteur Axel Hose, der
diesen Posten behält. Zugleich wurde Carsten Kock als neuer
Chefkorrespondent vorgestellt.
• RADIO REGENBOGEN ist auch in der Ortenau mit einer Geschäftsstelle vertreten. Insbesondere die regionale Berichterstattung für den Ortenau-Kreis soll dadurch intensiviert werden. Kerstin Osygus leitet das Studio und ist Ansprechpartnerin für die Themen aus der Region.
• S-Info, das täglich von SDR und SWF einstündige Baden-Württemberg-Fenster, welches werktäglich von 17.00 bis 18.00 Uhr auf Mittelwelle 666 kHz zu hören war, hat seinen Sendebetrieb eingestellt.
•
Seit August rollt er über Hessens Straßen der neue grünorange
gestreifte HIT RADIO FFHBus und wird bei zahlreichen
Aktionen eingesetzt. Foto: © FFH
• ANTENNE BAYERN ist mit einem neuen digitalen Satellitenmobil unterwegs auf Bayerns Straßen. Als Basisfahrzeug dient ein Mercedes Sprinter, ausgestattet mit einem vier KilowattAggregat und USV. Die Satelliten und Sendetechnik ist auf dem Dach untergebracht. Das Satellitenmobil ist zehn Minuten nach Ankunft am Übetragungsort sendefähig und bietet sowohl für redaktionelle, als auch für Promotioneinsätze höchste Flexibilität und Übertragungsqualität.
• Neuer UKW-Sender am Standort Bliestal: Auf dem Hahnen bei Webenheim steht einer der wichtigsten UKW-Sender des Saarländischen Rundfunks. Die Senderanlage Bliestal sorgt für einen guten Empfang der Hörfunkprogramme SR 1 Europawelle Saar, SR 2 KulturRadio und SR 3 Saarlandwelle im Bliesgau und im Raum Homburg. Außerdem werden über den Sender die drei Fernsehprogramme ARD, ZDF, Südwest 3 und das private Hörfunkprogramm Radio Salü abgestrahlt. Nachdem der Senderstandort 1996 einen neuen Antennenträger mit leistungsfähigeren UKW-Sendeantennen erhalten hatte, wurden nun im Juli auch die über 30 Jahre alten UKW-Sender in Röhrentechnik gegen eine volltransistorisierte Sendeanlage mit modernster Steuerungstechnik ausgetauscht. Der Reservesender für alle drei Betriebssender stellt sich im Falle einer Störung automatisch auf die gestörte Frequenz ein und löst den defekten Sender ab. Die Sendeleistung am Standort Bliestal wurde auf fünf kW erhöht. Mast und Sendergebäude sind auch für den Aufbau der neuen digitalen Hörfunkübertragungstechnik DAB (Digital Audio Broadcasting) vorbereitet.
•
Am 4. August 1998 erlebten die
Radiohörer im Freistaat Sachsen eine Überraschung. Ohne
Vorankündigung hatte sich der Privatsender ANTENNE SACHSEN
umgetauft. Vom offiziellen Motto „Der beste Mix aus Oldies
und Hits" blieb bei „Hit-Radio ANTENNE SACHSEN" nur
noch „Der beste Mix". Neben dem Sendernamen änderte
sich auch die Musikmischung. Jetzt werden Super-Klassiker von
gestern, die stärksten Hits der 80er und 90er Jahre sowie das Beste
von heute gespielt. Die Top-Hits der letzten 20 Jahre überwiegen
dabei deutlich. In einer Zeitungswerbung begründete der Sender die
Änderung damit, dass man sich an den Wünschen der Hörer orientiert
habe. Die Reform wird von vielen neuen Jingles und einem
weiterentwickelten Logo begleitet. Zuletzt hatte sich ANTENNE
SACHSEN um die Jahreswende vom deutschen Schlager, der das Programm
damals dominierte, verabschiedet und so seine Hörerzahlen erheblich
gesteigert.
•
Wir spielen die Hits: Am Morgen des 12.
August 1998 ist aus Radio Brocken Hit-Radio Brocken geworden. Mit
dem Start der Frühsendung »Morgenmix mit Chris« startete „der neue
Sound für Sachsen-Anhalt”. Mit den Klassikern, den stärksten Hits
der 80er und 90er und dem Besten von heute will Hit-Radio BROCKEN
noch genauer sein Zielpublikum ansprechen: die 30- bis
49-Jährigen.Hit-Radio BROCKEN will mit dem neuen Namen eines ganz
klar verdeutlichen: Der Sender spielt ein modernes AC-Format - also
den neuen Sound für Sachsen-Anhalt.
• RADIO REGENBOGEN über Satellit europaweit empfangbar: Seit August ist RADIO REGENBOGEN auch weit über die Grenzen seines Sendegebietes hinaus empfangbar. Das Privatradio aus Mannheim wird über Astra Digital Radio (ADR) in der Tonnorm MPEG 1-Layer 2 ausgestrahlt.
•
3 Mega-Kerls mit BH: Seit dem 17. August
1998 klingt Radio Hamburg, noch frischer. Für das Musikprogramm
heißt das: volle Konzentration auf die Megahits der 80er, 90er und
das beste von heute. Es wurde am Tagesprogramm gearbeitet und eine
neue Moderatorenschiene aufgebaut, die sich durch Persönlichkeiten
auszeichnet, die kein anderer Sender hat. Unter dem Motto „Das ganz
neue Frische-Gefühl beim Radio-Hören!” gehen die „3 Mega-Kerls mit
BH” auf Sendung. Radio Hamburg-Quotenkönig und „Uhrzeitenpapst” John
Ment holt auch weiterhin seine Fans wochentäglich zwischen 6.00 und
10.00 Uhr morgens aus den Federn. Mit zahllosen Gags, frischen
Ment-Comedies und jeder Menge Uhrzeiten bleibt seine Sendung »Guten
Morgen Hamburg« der Garant für einen gelungenen Start in den Tag.
Von zehn bis zwölf verführt Radio Hamburg-Neuerwerbung Birgit Hahn
zum Vormittags-VIP-Quickie in »VipMäc«. Mit »M wie Marzel« und
Marzel Becker kehrt eine gestandene Moderatoren-Persönlichkeit ins
Sendegebäude am Speersort 10 zurück. Er erhält die Sendeschiene von
12.00 bis 16.00 Uhr für eine Hamburg-orientierte Entertainment-Show,
die ganz auf den Moderator und seine journalistische Kompetenz
abgestimmt ist. Vollgas am Nachmittag gibt Jan Bastick (29). Das
vielversprechende Talent aus der Radio Hamburg-Volontärsschmiede
(Azubi von 1995 bis 1997) präsentiert Funk, Action und mehr Musik.
Foto: © Radio Hamburg
•
Nach elf Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Moderatorin hat die
„schönste Stimme Hamburgs”, Kathrin Lehmann, den Sender
verlassen um sich neuen Aufgaben im Medienbereich zuzuwenden.
Kathrin Lehmann moderierte seit 1991 die Radio
Hamburg-Vormittags-Sendung »Hamburg Live«, wo sie vor allem
Servicethemen und Unterhaltung präsentierte.
• Die Sendereihe „Alte und neue Heimat”, die jeden Sonntag und an kirchlichen Feiertagen von 9.20 bis 10.00 Uhr in WDR Radio 5 gesendet wird, feierte am 30. August ihren 45. Geburtstag mit einer Direktübertragung aus dem Studio von Polskie Radio in Oppeln (Oberschlesien).
• Seit Ende August gibt es auf SR 3 Saarlandwelle die »Nachtschicht«, und damit jeden Tag bis Mitternacht ein eigenes Programm. »Nachtschicht«-Beginn ist nach dem Sportreport um 22.15 Uhr. Im Programm: Schlager, aktuelle deutsche Popmusik und internationale Oldies. Darüber hinaus Informationen über Musik, Stars und Sternchen.
• Jugendarbeit Nightlight-Station beginnt Radiomission: Die im Juni 1998 neu gegründete Jugendarbeit „Nightlight-Station” (Bergneustadt bei Gummersbach) will ab 3. September christliche Radiosendungen über Mittelwelle, Satellit und im Internet ausstrahlen. Das gab der Leiter, Evangelist Thomas Meyerhöfer bekannt. Jeden Donnerstag wird unter dem Namen „Nightlight-Radio” ein halbstündiges Programm von 23.30 bis 24.00 Uhr im Internet zu hören sein sowie über Satellit und auf der Mittelwelle 1440 kHz von RTL Radio. Jeweils donnerstags ab 20.00 Uhr wird die Seelsorge- und Telefonmission „SOS!Line” durch Mitarbeiter besetzt sein, um Fragen von Jugendlichen zu beantworten. Produziert werden die Sendungen im Studio des Missionswerks Werner Heukelbach (Bergneustadt).
• Am 8. September eröffnete im Oberhausener Einkaufszentrum „Centro” der erste RTL-Shop. Dort gibt es ausschließlich Produkte zum Programm von RTL Television und RTL RADIO.
•
Hit-Radio Antenne hat am 16. September
sein modernes, gläsernes Studio am Gänseliesel, im Herzen von
Göttingen, eröffnet. Citystudioleiter ist Thorsten Peters.
Auf den UKW-Frequenzen 106,0 und 106,7 MHz werden stündlich aktuelle
Nachrichten, Hintergründe und Tips für die Region gesendet. Das
Studio ist voll verglast und digital ausgestattet.
Foto: © Christian Wyrwa
• RADIOROPA oldie.fm und Radio Leipzig konnten neuere und stärkere UKW-Sender in Betrieb nehmen. Statt wie bisher aus 54 Meter Höhe sendet RADIOROPA nun aus 112 Meter von einer neuen Antennenanlage, wobei gleichzeitig die Strahlungsleistung von zwei auf vier Kilowatt verdoppelt werden konnte. Durch diese technische Neuerung am Standort Holzhausen können 180.000 potentielle Hörer mehr erreicht werden, da RADIOROPA nun auch im Stadtzentrum von Halle in glasklarer Stereoqualität gehört werden kann. Dies gilt auch für Radio Mephisto und Radio Blau, die die RADIOROPA-Frequenz 97,6 MHz stundenweise mitnutzen. Auch der Lokalsender Radio Leipzig strahlt nun ebenfalls von einem neueren und stärkeren Sender in Holzhausen auf 91,3 MHz. Durch die Erhöhung von ein auf vier Kilowatt können 100.000 zusätzliche Hörer erreicht werden.
•
Am 22. September 1999 ging Wales Radio International (WRI) an
den Start, das Hörern in aller Welt Wissenswertes über Wales
vermitteln möchte. Diese Region im britischen Königreich, die zu
England gehört, jedoch in vielerlei Hinsicht ein eigenes nationales
Bewusstsein besitzt, ist damit erstmalig im internationalen
Hörfunkkonzert zu vernehmen. Hinter WRI steht die Syndicator-Firma „Preseli
Radio”, die seit 1994 halbstündige Hörfunksendungen über Wales
produziert und über Audio-CDs kostenlos an interessierte Stationen
in aller Welt vertreibt. Zu diesen Angeboten gehört etwa das Format
»Sounds Celtic«, welches - wie die anderen produzierten Sendungen -
seit 1996 auch in einem Audioarchiv auf der Internet-Page zu hören
ist. Die Programme mit dem Namen »Celtic Notes«, die nun über Merlin
Network One ausgestrahlt werden und an deren Erstellung zwei
Mitarbeiter beteiligt sind, sind der neueste Arbeitszweig von „Preseli
Radio”. Kooperationspartner sind die beiden Musik-Labels „Sain” und
„Flach” - walisische Musik ist ein wichtiger Bestandteil der halben
Stunde on air - sowie weitere private und öffentliche Organisationen
in Wales, etwa die nationale Tourismusorganisation. In den Sendungen
werden Menschen, Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Musik aus Wales
präsentiert. Damit wendet man sich an Außenstehende, die das Land
kennenlernen wollen, ebenso wie an Personen, die bereits eine
persönliche Bindung zu Wales haben.
• Neue MDR-Hörfunkzentrale in Halle eröffnet: Bereits seit Juli sendet MDR SPUTNIK aus der neuen MDR-Hörfunkzentrale auf der Gerberstraße in Halle. Am 25. September wurde der gläserne Riese feierlich eröffnet. Einen Tag später hatten alle Besucher die Möglichkeit, sich den neuen Arbeitsplatz von rund 250 festen und vielen freien Mitarbeitern des Mitteldeutschen Rundfunks anzusehen. Bei laufendem Programm zogen wenige Tage später auch MDR Kultur und MDR info von Leipzig aus in das neue Studio. Ab Januar 2000 sendet auch das Nachfolgeprogramm von MDR LIFE aus der Saalestadt. Außerdem finden hier das Regionalstudio Halle von MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt und das Team des Regionalmagazins „Sachsen-Anhalt heute” eine neue Bleibe. Den Mitarbeitern stehen mehr als 15.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Außerdem verfügt der Komplex über eine riesige Tiefgarage.
•
»Norway Now« eingestellt: Am 27.
September 1998 strahlte der norwegische Rundfunk NRK sein seit
Januar 1952 produziertes wöchentliches Magazin in Englisch, »Norway
Now«, zum letzten Mal aus; unglücklicherweise geschah dies fast
unter Ausschluss der amerikanischen Hörer, da bei den hierfür
zuständigen Anlagen in Sveio gerade an diesem Tag Sender- und
Antennenprobleme auftraten. Geradezu rekordverdächtig ist das bei
der Abwicklung gezeigte Tempo: Erst im September wurden die
entsprechenden Pläne bekannt, und am 20. September wurde bereits
verkündet, dass sich am kommenden Sonntag die langjährige
Mitarbeiterin Sina Storp mit der Abschiedssendung melden werde.
Angesichts einer dünner werdenden Finanzdecke besann man sich bei
NRK plötzlich - nach 46 Jahren! - darauf, dass derartige Programme
nicht vom Gebührenzahler, sondern vom Außenministerium zu
finanzieren seien. Um diesem Standpunkt Nachdruck zu verleihen,
drohte Hörfunkdirektor Tor Fuglevik die Einstellung von »Norway Now«
an und ließ Taten folgen, als seine „Drohung” auf das Desinteresse
des Außenministeriums stieß. Im
Bild: Empfangsbestätigung (QSL-Karte) von Radio Norway Overseas
Service aus dem Jahr 1983.
• DAB-Plattform e.V. schließt Arbeit ab: Die DAB-Plattform e.V., der bundesweite Interessenverband für die Einführung von DIGITAL RADIO (DAB), wird seine Tätigkeit zum 30. September 1998 einstellen. Die Bundesregierung hatte sich im Juni in einer Initiative mit den Marktpartnern aus Rundfunk, Sendernetzbetreibern und Industrie auf die DAB-Einführung spätestens Anfang 1999 verständigt. Inzwischen wurde bei fünf Herstellern die Serienfertigung von digitalen Hörfunkempfängern aufgenommen. Bei den ersten Geräten von Blaupunkt, Grundig, Kenwood und Pioneer handelt es sich um Autoradios, die sowohl DAB als auch UKW empfangen können. Die Digital-Tuner werden als Zusatzbox angeboten und an das Autoradio angeschlossen. Außerdem bietet Clarion bereits einen integrierten DAB-/UKW-Empfänger im DIN-Format an. Die Einstandspreise für einen DAB-Tuner mit Autoradio beginnen bei 1.500 DM.
• BRF 1 (88,5 MHz) in Eupen (Belgien) spielt noch mehr Hits und Oldies am Vormittag und widmet sich nachmittags verstärkt Jugendlichen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und deutschem Grenzland. Des weiteren wird der Informationsanteil für Regionales und Verkehr in der Sendung »Radio Frühstück« seit Oktober intensiviert.
•
Mit dem Projekt Bayern 3 - das
NetRadio startet Bayern 3 am 17. Oktober 1998 eine
dreistündige Live-Show rund ums Netz der Netze. Jeden Samstag
zwischen 21.00 und 24.00 Uhr dreht sich künftig alles um den
Computer, um spannende Web-Tips, eMail, Browser, Chats und andere
Online-Themen. Die Hörer können die gesamte Sendung live im Internet
mitverfolgen. Dazu setzt die Produktionsfirma AME eine bisher
weltweit einmalige Webseiten-Sendetechnik - URL-Push - ein, mit der
die Hörer alle im Studio angesurften Seiten auf ihren eigenen
Rechner gesendet bekommen und jederzeit selbst weitersurfen können.
So erhält Radio erstmals eine visuelle Dimension. Fünf im Studio
installierte Web-Cams gewähren vielfache Einblicke hinter die
Kulissen - in Echtzeit. Eine weitere Cam wird auf dem Dach des
Bayerischen Rundfunks installiert und liefert künftig aktuelle
Bilder vom Treiben auf dem Oktoberfest oder auch vom ersten Schnee
auf der Zugspitze. Im Bild: Dominik Pöll (links) und Thomas
Eigner. Foto:
© BR
• Mit Wirkung vom 9. Oktober 1998 ist es jugoslawischen Radiostationen bei Androhung sofortigen Lizenzentzugs untersagt, Programme ausländischer Anbieter zu „rebroadcasten”. Die betroffenen Sender berichten über zahlreiche Höreranrufe, in denen die Kurzwellenfrequenzen der nicht mehr weiterverbreiteten Serbischdienste von BBC, Deutscher Welle und Voice of America erfragt werden.
•
RADIOROPA kämpft um eine Nische: Über
Nacht verwandelte sich das Softmusik-Programm RADIOROPA, das
ursprünglich als „Infowelle Sachsen” mit einem Nachrichtenformat auf
Sendung ging, in eine Oldie-Welle. RADIOROPA oldie.fm
so lautet der neue Name, der damit nun schon seinen zweiten
Hart-Relaunch erleben musste. RADIOROPA war mit seinem achtmonatigen
Format „Fakten sofort. Musik mit Gefühl” trotz aufwendiger
Werbekampagnen erneut nicht in der MediaAnalyse vertreten. Durch die
Sachsen-Kombi lassen sich jedoch erstmals Hörerzahlen für RADIOROPA
errechnen, die sich auf 5.000 belaufen. Als Konsequenz gab
Geschäftsführer Yosh Malzon-Jessen die Programmdirektion ab. Der
neue Wellenchef ist der bisherige Chefredakteur des sächsischen
Marktführers RADIO PSR, Uwe Loll. Seine erste Amtshandlung bestand
in der konsequenten Umwandlung in ein Nischenprogramm, das sich auf
Oldies und Sport konzentriert. Da die Sächsische Landesmedienanstalt
die Ausdünnung des Wortanteils von 60 auf 30 Prozent legitimiert
hat, sind die Informationen in den Hintergrund getreten, spielen
aber dennoch eine wesentliche Rolle beim neuen RADIOROPA oldie.fm.
Sämtliche deutschsprachigen Titel wurden aus dem Programm
gestrichen, die Nachrichten heißen jetzt „News”, die Moderation
entspricht dem peppig-frechen Stil eines kommerziellen Formatradios.
Sendungen wie »Meine OldieStory«, das Abendmagazin »Der Tag«,
»Sportplatz« oder »Das Interview« am Sonntagmorgen sind die neuen
Highlights im Programm. Das Moderatorenteam und die Redaktion wurden
fast komplett ausgewechselt. Bekannte Stimmen aus sämtlichen
Radiostationen Sachsens sind nun die Präsentatoren des ersten
ostdeutschen Oldie-Senders. Als größtes, entwicklungshemmendes
Problem erweisen sich derweil die nichtkommerziellen
Fensterprogramme, die auf den UKW-Frequenzen von RADIOROPA oldie.fm
ihre Programme ausstrahlen. Wochentags sendet das Leipziger Uniradio
„Mephisto 97,6” auf der Leipziger Frequenz zweimal zwei Stunden.
Gleiches gilt auch für die beiden Bürgerradios „Radio Blau” aus
Leipzig und „Radio T” aus Chemnitz, die jeweils sonntags vier
Stunden Sendezeit in Anspruch nehmen. Im Bild (von links):
Programmdirektor Uwe Loll, Hajo Wilken (Weltrekordler im
Dauermoderieren) und Geschäftsführer Josh MalzonJessen.
Foto: © RADIOROPA
oldie.fm
•
„Get fit for radio” heißt die Devise der vom landesweiten
Hörfunksender ANTENNE BAYERN initierten „Radio Academy”, die
sich als Weiterbildungs- und Kommunikationsplattform für
Agenturkreative und Werbungstreibende versteht. Den zentralen Kern
des Veranstaltungsprogramms bilden Seminare, Workshops und
Expertenrunden zum Thema Hörfunk. Start war am 19. Oktober in
Frankfurt mit dem Workshop „Getting closer to the consumer”. Alle
Seminare werden in englischer Sprache abgehalten.
• Dr. Gerd Depenbrock wird neuer Leiter des WDR-Hörfunkstudios in Bonn und Berlin. Er ist seit 1974 für den WDR tätig und den Radiohörern als Moderator des WDR 2-Mittagsmagazins bekannt. Der bisherige Leiter und langjähriger WDR-Redakteur Ludwig Dohmen wurde in den Ruhestand verabschiedet. Neben der Entwicklung vieler Konzepte und Sendeformen, wie zum Beispiel die Wirtschafts- und Verbrauchersendung »Quintessenz« auf WDR 2, etablierte Ludwig Dohmen die Politikberichterstattung auf WDR 4 mit Sendungen wie »Zur Sache« oder »Der Tag um fünf«.
•
Am 19. Oktober 1998 hat sich Hit-Radio
Brocken, der erste Privatsender in Sachsen-Anhalt in
Hit-Radio Antenne Sachsen-Anhalt - Der beste Mix umbenannt.
Damit wird der Programmrelaunch - hin zu jüngeren Zielgruppen und
Konzentration auf Sachsen-Anhalt - nun auch im Namen deutlich. Nach
der Reichweitensteigerung bei der MA 98/II ist man der Auffassung,
dass der neue Name ein weiterer Schritt des Senders im Hinblick auf
die Neupositionierung bedeutet. Außerdem stehe der neue Name für die
im Programm längst erfolgte Konzentration auf das Bundesland
Sachsen-Anhalt.
• Neuer Sendeturm für Bad Mergentheim: Für eine verbesserte Rundfunkversorgung im „Main-Tauber-Kreis” errichtet der Süddeutsche Rundfunk für den Südwestrundfunk (SWR) ab Herbst 1998 einen neuen Sendeturm von insgesamt 177 Meter Höhe am Standort Bad Mergentheim-Löffelstelzen „am Kettenwald”, etwa 200 Meter entfernt vom bisherigen Sender-Standort. Über diesen neuen Antennenträger werden sowohl das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) als auch die vier UKW-Hörfunkprogramme des Südwestrundfunks, einschließlich SWR4 Franken Radio, sowie Digital Radio (DAB), Programme von privaten Rundfunkveranstaltern und Tele-Kommunikationsdienste ausgestrahlt. Dann kann auch der alte, Anfang der 70er Jahre erbaute, etwa 150 Meter hohe Stahlbetonturm abgerissen werden, der die notwendigen Antennenerweiterungen nicht mehr aufnehmen kann und inzwischen zu nahe am Ortsteil Löffelstelzen steht. Während der alte Turm durchgehend in Stahlbeton errichtet wurde und ein seperates Sendebetriebsgebäude hat, wird der neue in seinem 100 Meter hohen Stahlbetonschaft mit einem Durchmesser am Mastfuß von 12 Meter auch Sendebetriebsräume enthalten, die weiteren 77 Meter werden in einer schlanken Stahlrohrkonstruktion ausgeführt, an der die eigentlichen Sendeantennen angebracht werden. Mit der Modernisierung ist eine Reduzierung der laufenden Energiekosten um etwa 50 Prozent verbunden. Außerdem können die Anlagen über längere Zeit hinweg „unbesetzt” betrieben werden. In Bad Mergentheim gibt es bereits seit 1951 Sendeanlagen des Süddeutschen Rundfunks. Am 28. Januar 1951 meldete sich der SDR zum ersten Mal von dort über einen Mittelwellensender. Seit 1952 sendet der SDR von Löffelstelzen aus auch auf UKW. 1971/72 wurde dann der heute noch betriebene Turm für alle UKW-Programme des Süddeutschen Rundfunks errichtet, seit 1973 wird von hier aus auch das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) im Main-Tauber-Kreis verbreitet.
•
Nick Maloney ist neuer Programmdirektor
des privaten Berliner Rundfunksenders 98,8 KISS FM. „Radio
ist für mich eine Lebenseinstellung, darum macht mir dieser Job auch
soviel Spaß”, verrät Berlins jüngster Radioboss. Nick Maloney begann
seine Laufbahn 1992 als Moderator bei Radio Hamburg. Dann folgten
Stationen als Moderator und On-Air-Promoter bei 104.6 RTL in Berlin
und als Moderator von The Dome auf RTL2. Als Redakteur für Szene und
Trends gestaltete der gebürtige Brite dann »SPOT - das Magazin« bei
SAT.1, bis ihn Geschäftsführer David Schürger als Morgenmoderator
und Leiter der Promotionabteilung im Oktober 1997 zu 98,8 KISS FM
holte.
• Mit der Sonne kochen: Als neuen Projektleiter für die Produktion von Solarkochern in Afrika hat der Evangeliums-Rundfunk (ERF, Wetzlar) den Maschinenbautechniker Horst Rettberg eingestellt. Der Diplom-Ingenieur im Bereich Energie- und Umwelttechnik wird eine Solarkocherwerkstatt in Nairobi im ostafrikanischen Kenia leiten. Gemeinsam mit der internationalen Radiomission Trans World Radio unterstützt der ERF die Produktion und den Vertrieb von energiesparenden Solarkochern. In der Nähe der Studios von TWR in der kenianischen Hauptstadt produzieren drei einheimische Mitarbeiter in einer Werkstatt die Kocher. Es konnte ein Grundstück erworben werden, das es ermöglicht, die Studios und die Werkstatt nebeneinander zu plazieren. Seit zwölf Jahren betreiben TWR und ERF das Projekt Afrika soll leben, das christlich verantwortete Entwicklungshilfe via Radiowellen auf dem schwarzen Kontinent verbreitet. Dabei werden Ratschläge an die Hörer weitergegeben zu Themen wie Gewinnung von sauberem Wasser, allgemeine Hygiene-Regeln, Tips zum Anbau von Getreide und für die Viehhaltung sowie die Ernährung.
• 100.5 DAS
HITRADIO on air: Das geplante
Gemeinschaftsprogramm der BRF und Radio Salü „100.5 DAS HITRADIO”
hat Mitte Oktober seinen regulären Sendebetrieb für die deutsche
Euregio Maas/Rhein aufgenommen. Die Abstrahlung erfolgt vertikal
polarisiert vom neuen Standort Raeren-Petergensfeld an der Aachener
Kreisgrenze mit 20 Kilowatt Leistung. Dem lokalen Radio Fantasy 96.7
wurde die Mitnutzung des 80 Meter hohen, neuen Funkturmes mit zwei
vertikalen Dipolen gestattet; es hat den Sendebetrieb dort bereits
Ende September aufgenommen. Zum zweiten Sendewochenende nach
Programmstart sorgte ein Blitzeinschlag am Sender für einen
Programmausfall von freitags bis montags, sodass die Verlosung des
Begrüßungsgeldes in Höhe von 100,50 DM um zwei Wochen verlängert
wurde. Gespielt werden aktuelle internationale Hits und die größten
Hits der 90er Jahre. Die Network-Charts, die unter anderem auch
Radio Fantasy, Augsburg, übernimmt, werden hier montags von 18.00
bis 20.00 Uhr nach den News um 17.55 Uhr ausgestrahlt und vom
Fernsehen PRO 7, das terrestrisch aus Raeren abstrahlen möchte,
gesponsert.
• evosonic radio hat Anfang Oktober aus finanziellen Gründen seinen Sendebetrieb eingestellt.
•
WRN mit neuem Programm und hoher Auszeichnung:
Seit Anfang Oktober 1998 verstärkt Radio Slowakei International die
Riege der Programme, die auf World Radio Network (WRN) ausgestrahlt
werden. Am 1. Januar 1993 entstanden auf dem Gebiet der
Tschechoslowakei zwei unabhängige Staaten: die Tschechische Republik
und die Slowakei. Während aus Tschechien weiterhin das bekannte
Radio Prag zu hören war, startete die Slowakei am 1. April 1993
einen eigenen Auslandsdienst auf Kurzwelle. Recht schnell zu großer
Beliebtheit gelangt, wagt Radio Slowakei International mit den
Übertragungen bei WRN nun den Sprung ins Zeitalter des
Satellitenradios. Im September dieses Jahres erhielt World Radio
Network von der britischen Fachzeitschrift „Production Europe” eine
Auszeichnung als Most Innovative Broadcaster. Mit dieser
Ehrung werden die Verdienste WRNs um die „Harmonisierung der beiden
Medien Radio und WWW” gewürdigt. WRN habe auf dem Gebiet der
Übertragung von Radioprogrammen im weltweiten Datennetz und im
besonderen in der Erprobung der MPEG-Datenreduktion hervorragende
Arbeit geleistet.
• Mega Radio gestartet: Anfang Oktober 1999 ist Mega Radio auf Mittelwelle 576 kHz auf Sendung gegangen. Der Sender steht in Wöbbelin (bei Ludwigslust) in Mecklenburg-Vorpommern und ist in ganz Norddeutschland in sehr guter Qualität zu empfangen. Ausgestrahlt wird ein unmoderiertes Nonstop-Musikprogramm mit Musik aus den aktuellen Charts und viel Dance. Das Programm enthält jedoch keinerlei Jingles oder Stationsansagen. Der Programmablauf ist automatisiert und erfolgt direkt vom Sendestandort am Sender in Wöbbelin aus, da Mega Radio noch kein Studio hat. Vom selben Sendestandort aus wird ebenfalls Talk Radio auf Mittelwelle 999 kHz ausgestrahlt, das derzeit nur ein Nonstop-Musikprogramm mit Soft-Pop und Stationsansagen ausstrahlt. Auch Talk Radio hat noch kein Studio und sendet ein automatisiertes Programm. Talk Radio war am 9. September mit der Lizenz von 'Power Radio Mecklenburg-Vorpommern' auf Sendung gegangen. Nach einem Wechsel bei den Gesellschaftern des Senders wurde 'Power Radio MV' jedoch noch vor Sendestart zu 'Talk Radio' umformatiert. Mega Radio ist nach Power Radio auf 612 kHz (in Kiel) und Talk Radio auf 999 kHz der dritte Privatsender in Deutschland, der ausschließlich auf Mittelwelle sendet. Der Kieler Sender Power 612 hat derweil seine moderierten Sendungen eingestellt und sendet nur noch ein Nonstop-Musikprogramm (von 6.00 bis 19.00 Uhr). Es wird ausschließlich Dance-, Techno- und House-Music gespielt.
• 5 Minuten früher informiert: Seit dem 5. Oktober sind die Hörer von Hit-Radio Antenne Sachsen-Anhalt immer fünf Minuten früher informiert. Was in der Radiolandschaft Sachsen-Anhalts als Innovation gelten kann, wird in anderen Bundesländern bereits seit Jahren praktiziert, so zum Beispiel in Sachsen bei Radio PSR oder in Niedersachsen bei Hit-Radio Antenne. Außerdem stehen in den Nachrichten jetzt immer Meldungen aus Sachsen-Anhalt an erster Stelle.
• Aus SKY-radio wird RADIO 96: Der am Baden-Airport angesiedelte und für dessen Einzugsgebiet sendende regionale Radiosender SKY-radio (96,8 MHz) hat zum 15. Oktober seinen Programm-Namen in „RADIO 96 Baden-Airport GmbH” geändert. Hintergrund für die Entscheidung ist eine Intervention des Medienunternehmens News International in London, das den Namen „SKY” nicht nur für Fernsehen sondern auch für Radio beansprucht.

• We rock you! Mit der ROCK ANTENNE ist jetzt ein landesweites Rockradio im Freistaat auf Sendung. Am 18. Oktober hat Staatsminister Erwin Huber auf den Münchner Medientagen den offiziellen Sendebetrieb des neuen Hörfunkprogramms im ClassicRockFormat gestartet. Zu hören sind die erfolgreichsten Rocksongs aus den 70er, 80er und 90er Jahren: ob Soft Rock, Hard Rock, Westcoast Rock, Modern Rock, LiveMitschnitte von SpecialLongVersions... 100 Prozent Rock pure and handmade ist die Devise! Als „Macher” hinter der ROCK ANTENNE steht Deutschlands erfolgreichster Privatsender ANTENNE BAYERN. Die ROCK ANTENNE kann über DAB, im bayerischen Kabelnetz, über Internet und europaweit via Satellit empfangen werden. Im Bild: Das Team der ROCK ANTENNE, ganz vorne sitzend: Programmleiter Ralf Schülzke. Foto: © Antenne Bayern
• Viktor Worms wird zum 1. Dezember 1998 neuer Leiter der ZDF-Hauptredaktion Show und folgt damit Axel Beyer nach. Bundesweit bekannt wurde Worms als Moderator der »Hitparade im ZDF« von 1985 bis 1990. Im Jahr 1988 nahm er als Leiter der Programmgestaltung sowie Moderator und Redakteur seine Tätigkeit beim privaten Hörfunksender ANTENNE BAYERN auf. Seit 1995 ist Viktor Worms dort Programmdirektor.
•
40 Jahre Senderstation Ochsenkopf: Der
Ochsenkopf ist nicht nur das höchste Wanderziel im oberfränkischen
Fichtelgebirge, sondern hier steht seit 40 Jahren auch einer der
wichtigsten Sender des Bayerischen Rundfunks. Vom Ochsenkopf werden
vor allem Oberfranken und die Oberpfalz mit Radio und Fernsehen
versorgt. Die günstige Lage des Senders trägt die Rundfunkwellen mit
den Programmen des BR bis nach Tschechien, Thüringen und Sachsen.
Als der Bayerische Rundfunk im Dezember 1948 im Fichtelgebirge einen
leistungsstarken Sender für das Erste Deutsche Fernsehen sowie zwei
UKW-Sender für sein erstes und zweites Hörfunkprogramm startete,
waren in Bayern erst knapp 2.000 Fernsehgeräte angemeldet. Heute
erreicht das bayernweite Sendernetz des BR über fünf Millionen
Haushalte. Die Station Ochsenkopf ist nach wie vor ein Grundpfeiler
dieses Netzes, das der BR für das Erste Deutsche Fernsehen und für
seine eigenen fünf Hörfunkprogramme betreibt.
Foto: © BR
• Auf der Popkomm in Köln ist das Jugendradio des Hessischen Rundfunks, hr XXL, beim „Midnight Special” mit dem renommierten Medienpreis Comet des Musikfernsehsenders VIVA ausgezeichnet worden.
•
»hr XXL und hr3 Nightgroove«: Am 23.
Oktober ging die neue Hörfunk-Sendung »hr XXL und hr3 Nightgroove«
auf Sendung, die von der Zeitschrift Groove-Magazin, der Popwelle
hr3 und hr XXL immer freitags nachts von 0.05 bis 6.00 Uhr im
gemeinsamen Nachtprogramm ausgestrahlt wird. Es gibt Interviews mit
Gast-DJs und feste Rubriken (Veranstaltungsdaten, Platten-, CD- und
Videospiel-Vorstellungen). Moderator ist Steffen Irlinger, seit 1995
bekannt durch die Sendung »Treibhaus« in WDR Eins Live. Hauptsponsor
des neuen Formates ist Sony Computer Entertainment Deutschland.
• Hattrick für das Fußball-Radio: Zum dritten Mal sendete über das Wochenende vom 23. bis 25. Oktober Deutschlands einziges Spartenradio in Sachen Fußball: das Derby Radio in Köln. Benannt nach dem Prestigeduell der beiden Zweitligaklubs 1. FC und Fortuna Köln operiert der Lizenznehmer, Veranstaltungsfunk-Spezialist „RTC Media” aus Pulheim, unter der gesetzlichen Bestimmung des Eventradios mit Kurzzeit-Konzession auf der Lokalfrequenz 100,0 MHz. Die Mannschaft des Derby Radios besteht aus Profis der NRW-Lokalradioszene. Sie machen ein dreitägiges Vollprogramm mit Schwerpunkt auf der lokalen Sport- und Fußballszene. Höhepunkt war wie bei den beiden vorherigen Staffeln die Liveübertragung des eigentlichen Derbys im Müngersdorfer Stadion am Montagabend. Das Musikformat bewegte sich wieder zwischen Chartpop, kölschen Sounds und einer sechsstündigen Nachtschiene mit Dancefloor-Beats. Gast-DJ war diesmal der Techno-Guru Marc Vision.
• evosonic radio sendet wieder: Nach viermonatiger Pause ist evosonic mit seinem Programm der besonderen Art wieder auf dem Satelliten Astra im Ather. Der Sendebetrieb erfolgt jetzt aus München. Aus diesem Grund werden einige Sendungen nicht mehr live, sondern vorproduziert ausgestrahlt. Wer evosonic radio unterstützen möchte, kann für 11 DM im Monat dem evosonic-Club beitreten. Mit 20.000 Mitgliedern könnte sich der Radiosender für elektronische Musik allein durch seine Hörer finanzieren.
•
Neue Hörerkampagne von ANTENNE BAYERN:
Im Vordergrund stehen dabei nicht wie im letzten Jahr die
Moderatoren, sondern Leute „wie Du und Ich”.
Foto: © ANTENNE BAYERN
• Nach den miserablen MA-Daten hat sich Magic FM 95.0 in Hamburg in MIX 95.0 umbenannt. Neben einem neuen Musikformat kommen nun auch neue Moderatoren zum Einsatz.
Der ORB hat in Prenzlau in der Uckermark ein neues Studio bezogen, das mit einem Tag der offenen Tür eröffnet wurde. Hörfunk-Korrespondentin Sabine Kramm berichtet bereits seit 1993 aus dem Nordosten Brandenburgs für die ORB-Landeswelle Antenne Brandenburg.
• BB RADIO hat am 26. Oktober sein neues Funkhaus in der Großbeerenstraße, gegenüber dem Filmpark Babelsberg, bezogen.
• In Langenberg hat die neue zentrale Senderüberwachung des WDR den Betrieb aufgenommen. Durch die moderne Technik kann auf Störungen in Sekunden reagiert und Ausfallzeiten weiter minimiert werden. Die ständig besetzte Leitwarte am Senderstandort Langenberg ist der Kopf des Systems. Insgesamt umfasst das System 35 Rechner und etwa 150 Fernwirkstationen. Gleichzeitig hat der WDR am 30. Oktober einen Feldversuch zum digitalen terrestrischen Fernsehen (DVB-T) gestartet. Hierzu wurden am Sender Langenberg und in Wuppertal zwei digitale Fernsehsender aufgebaut.
•
AfriStar eröffnet neues Zeitalter im Rundfunk für
die südliche Erdhälfte: Die European
Space Agency (ESA) schickte am 28. Oktober 1998 den ersten
Satelliten des amerikanischen Unternehmens WorldSpace
ins All. Er soll in Afrika die Rundfunklandschaft und damit die
Infrastruktur für Information und Bildung verbessern,
wirtschaftlicher und effizienter machen. AfriStar - der erste von
drei Satelliten - wird geostationär über dem afrikanischen Kontinent
positioniert und sendet rund um die Uhr Radiosignale zur Erde.
Selbst in entlegenen Gebieten, wo bisher nur verzerrtes Rauschen und
mittelmässige Qualität der Kurz- und Mittelwellensender zu empfangen
war, kann man mit dieser innovativen Technologie Rundfunk in
CD-Qualität oder Text- und Bilddaten empfangen. Dazu braucht man
keine große Satellitenschüssel, ein kleines Radio mit integrierter
Flachantenne und eingebauten Decoder genügt. Die Übertragungstechnik
und die Prototypen entwickelten Ingenieure des Fraunhofer-Instituts
für integrierte Schaltungen. Der Sendebetrieb ist für Mai 1999
geplant.
• Klaus Vorbrodt ist neuer Programmchef von RADIO PSR. Er löste Jürgen Vogel ab, der sich neuen Aufgaben zuwenden möchte. Den Sachsen bekannt ist Klaus Vorbrodt durch seine werktägliche Morningshow von 6.00 bis 10.00 Uhr. Diese wird er auch weiter moderieren. Der gebürtige Magdeburger arbeitete früher als Moderator bei radio SAW und ANTENNE MV, bevor er im April 1998 die Morningshow bei RADIO PSR übernahm.
• 1938 brachte wichtige Veränderungen im Türkischen Rundfunk. Nach einer zehnjährigen Privatfunkpause hatte der Staat die direkte Kontrolle übernommen und für eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur gesorgt: Radio Ankara verfügte ab 1938 über je einen 120 Kilowatt Lang- und einen 20 Kilowatt Kurzwellensender. Als am 10. November 1938 der türkische Auslandsdienst begann, waren Englisch, Französisch und Deutsch die ersten Fremdsprachen. Der erste Sendeinhalt war allerdings die Nachricht vom Tod des Staatsgründers Atatürk.
•
Stephan Offierowski ist neuer
Programmdirektor bei ANTENNE BAYERN und tritt am 1. November
die Nachfolge von Viktor Worms an. Stephan Offierowski kam 1993 als
„fester Freier” zum landesweiten Hörfunksender, seit 1996 leitete er
gleichberechtigt zusammen mit Dorothea Seitz die Abteilung
Programmgestaltung.
Foto: © ANTENNE BAYERN
• Der Offene Kanal Saarland, eine Einrichtung der Landesmedienanstalt Saarland (LMS), öffnete am 7. November 1989 seine Pforten für die Öffentlichkeit. Gleichzeitig ging der Offene Kanal Hörfunk auf Sendung.
• Radio Aachen 100,eins hat sein zweites Außenstudio in Betrieb genommen. Das moderne gläserne Studio befindet sich in einer Espressobar in der Elisen Gallerie im Aachener Zentrum am Elisen Brunnen.
• Vor 25 Jahren am Geburtstag des Königs begann der Rundfunk in Bhutan. Am 11. November 1973 begann ein Team von freiwilligen Mitarbeitern mit wöchentlichen Rundfunksendungen. Die einstündige Sendung wurde sonntags über einen 400 Watt-Sender ausgestrahlt.
• Neue MW-Sender für MDR info: Für MDR info wurden vier neue Mittelwellen-Sendeanlagen durch die Deutsche Telekom in Betrieb genommen. Es handelt sich um die Standorte Leipzig-Wiederau 793 kHz (100 kW), Dresden/Wilsdruff 1044 kHz (20 kW), Wachenbrunn/Thüringen 882 kHz (20 kW) und Reichenbach/Ostsachsen 1188 kHz (3 kW). Die neuen Transistorsender sind umweltfreundlich und energiesparend.
•
BLM mit neuem Logo: Mit dem Umzug in ihr
neues Domizil in der Heinrich-Lübke-Straße 27 in München-Neuperlach
hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) zugleich ihr
neues Logo vorgestellt. Das neue Logo visualisiert charakteristische
Merkmale der BLM wie Landeszugehörigkeit, Funktion und Anspruch der
Institution. Es besteht aus dem Verbalzeichen „BLM” als eingeführtem
Kürzel und dem grafischen Symbol der Raute. Die stark stilisierte
bayerische Raute signalisiert in ihrer schlanken Antennenform Sende-
und Empfangsfunktionen.
• Die LPR Rheinland-Pfalz hat AKK Business Radio die Lizenz entzogen. Nach neuesten Feststellungen erfolgt die studiotechnische Abwicklung nicht mehr in Ludwigshafen und nicht mehr in Rheinland-Pfalz. Der Telefonanschluss wird durch Rufweiterschaltung zur Zentrale der P.O.S. Medien GmbH & Co. KG in Kiel weitergeleitet.
•
„Einfach der beste Mix” heißt es jetzt bei BB RADIO.
Mit dem neuen Slogan hat die private Landeswelle auch ihr
Erscheinungsbild verändert, das dem Programmformat entsprechend
verjüngt wurde. Anlass für die Entwicklung eines neuen Corporate
Designs waren Umfrageergebnisse, denen zu folge das BB
RADIO-Programm als „älter” eingeschätzt wird als es tatsächlich
ist.
• Der sächsische Privatsender RADIOROPA oldie.fm weckt seine Hörer jetzt schon um 4.54 Uhr mit seiner Morning-Show. In der nunmehr frühesten Morgensendung Deutschlands wechseln sich die Moderatoren Roman Knoblauch und André Ebert jede Woche ab. Hajo Wilken verantwortet das Abendmagazin, den »Sportplatz« sowie das Kinomagazin »Filmrolle«.
•
Weltrekord im Dauermoderieren: RADIOROPA
oldie.fm-Moderator Hajo Wilken hat es geschafft 100 Stunden
am Stück zu moderieren. Nach den Guinness-Buch-Regeln sparte er sich
pro Stunde fünf Minuten auf, die er dann gebündelt zu insgesamt drei
Schlafpausen nutzte. Dabei schlief er auf einer Klappliege im
Funkhaus. Hajo Wilken wurde vom Mannschaftsarzt des FC Sachsen
Leipzig, Wolfgang Süß, betreut. Sein erster Kommentar nach dem
Marathon: „Das Mikrofon ist jetzt mein bester Freund. Ich werde es
mit ins Bett nehmen, sonst fehlt mir was”. (Dauermoderieren bot der
Chemnitzer Steffen Lukas zuletzt beim Leipziger Privatsender RADIO
PSR: Vom 24. bis 27. November 1993 hat er 69 Stunden lang über 130
Verkehrsfunkansagen, rund 400 Zeitansagen, 400 Musiktitel und über
50 Beiträge verlesen bzw. moderiert - als Volontär erledigte er bei
seinem Rekord die Arbeit von 18 regulären RADIO-PSR-Moderatoren.)
Foto: © RADIOROPA
oldie.fm
• „Das Berlin Radio” Hundert,6 leitet nun die „Rund-um-die-Uhr-Dynamik” ein, die mit einem Ausbau der Informationskompetenz verbunden ist. „Wir gehen jetzt aufs Ganze” so Geschäftsführer Georg Gafron zur Einführung neuer Spezialmagazine (Computer, Kino, Sport) am Abend von 21.00 bis 23.00 Uhr sowie zur anschließenden »Kompakt«-Nachrichtensendung bis Mitternacht, die sich an den Sendungen von 12.00 bis 13.00 und 17.00 bis 18.00 Uhr orientiert.
• Neuer Sender für Spreeradio 105,5: Seit 25. November sendet „Spreeradio 105,5” über eine neue Sendeanlage vom Berliner Alexanderplatz. Die zum Teil erheblichen Empfangsprobleme in der Stadt sollten damit behoben sein. Spreeradio hatte am 2. November sein Programm umstrukturiert. Zahlreiche Moderatoren verabschiedeten sich vom Mikrofon, neue Sprecher wurden dafür eingestellt. Der Anteil an deutschsprachiger Musik (Schlager) wurde erheblich heruntergefahren, nun steht vorrangig „leichte” englische Kost auf dem Programm.
• Erste Radio Comedy Akademie: Zur Nachwuchsförderung von Comedy-Autoren und Produzenten haben die Comedy-Spezialisten vom FRÜHSTYXRADIO in Hannover in Zusammenarbeit mit der Akademie für Publizistik die RADIO COMEDY AKADEMIE gegründet. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) und radio ffn unterstützen das Projekt. In einem fünftägigen Workshop wird ein Überblick über die aktuelle Comedy-Szene von München bis Kiel geboten. Erfolgreiche Comedy-Autoren und -Produzenten aus der gesamten Bundesrepublik referieren über Qualitätskriterien, regionale und senderbedingte Unterschiede und geben Hinweise zur Vermarktung. Die Teilnehmer entwickeln Figuren und Serien und produzieren eine sendefähige Comedy. Stimm- und Sprachübungen ergänzen das Programm.
•
RADIOROPA nennt sich jetzt nur noch
oldie.fm. Der Sender veranstaltet an den vier Adventswochenenden
die größte Oldie-Hitparade und wird über 2.000 Oldies
„mitschnittfreundlich” ausstrahlen.
• Das Dortmunder Uni-Radio elDOradio kann ab 1. Dezember 1998 eigene Räume im Technologie-Park beziehen. Ab dem kommenden Sommersemester sollen die regulären Sendungen starten. Auf UKW 93,0 MHz werden dann täglich fünf Stunden Programm im Großraum Dortmund zu hören sein.
• Die Leitung der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei radio SAW hat Jens Kerner übernommen. Er ist zugleich Assistent der Geschäftsführung . Jens Kerner hat seit 1990 für verschiedene Radio- und Fernsehsender überwiegend im Berliner Raum gearbeitet. Zuletzt war er bei RTL-Radio NSR als Chef vom Dienst tätig.
•
Klassik Radio startet erste UKWSender in Schleswig-Holstein:
Klassik Radio hat die ersten beiden UKW-Sender in Schleswig-Holstein
in Betrieb genommen. Mit den Antennen-Frequenzen Kiel 97,4 und
Schleswig 100,8 startete das nationale Programm mit Sitz in Hamburg
nach R.SH, delta radio und NORA die vierte Privatfunkkette im
nördlichsten Bundesland. Redaktionell unterstützt wird Klassik Radio
in Schleswig-Holstein von der evangelischen Medienarbeit und der
Nordischen Akademie für Elektronische Medien. Zur Zeit ist
Deutschlands einziges privates Klassik-Programm über Antenne in
Hamburg, Berlin/Brandenburg und Bayern zu hören, außerdem bundesweit
im Kabel und per Satellit.
