Radio-Nachrichten 1997
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Vom 2. Januar 1997 an
übernimmt B5 aktuell nachts das Programm des
Nachrichtensenders MDR info. B5 aktuell schließt so eine
Sendelücke von Mitternacht bis sechs Uhr früh. Es bietet damit den
Hörern rund um die Uhr Nachrichten im Viertelstundenrhythmus und
Informationen aus aller Welt, aus Deutschland und aus der Region.
Die redaktionelle Verantwortung liegt in den Nachtstunden beim MDR,
der in dieser Zeit auch die Interessen der Hörer in Bayern
berücksichtigt. Der BR liefert hierfür überregional interessante
Informationen aus Bayern nach Leipzig. Darüber hinaus wird es
gemeinsame Programmprojekte geben, um die
Hintergrundberichterstattung über Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
und Bayern zu verstärken.
Foto: © MDR (Hopf)
• Anfang 1997 schaltete die Telekom die zum Jahresende 1996 auf eigenen Wunsch gekündigten UKW-Stützfrequenzen in Rheinland-Pfalz für RADIOROPA Info wegen unzureichender Reichweite und geringer Sendeleistung ab. Das Nachrichtenradio ist terrestrisch jetzt nur noch in Sachsen über die Sender Dresden, Chemnitz und Leipzig präsent sowie bundesweit auf Langwelle 261 kHz via Burg bei Magdeburg (50 Kilowatt) und im AstraDigitalRadio (ADR).
• Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete am 3. Januar 1947 König Hakoon einen Kurzwellendienst aus Norwegen. Der 5 Kilowatt-Sender stand bei Oslo. Die erste große Station war Frederikstad im Südosten des Landes. Zunächst waren die Sendungen nur in Norwegisch und richteten sich ausschließlich an Landsleute in Nordamerika und auf den Schiffen der Fischfangflotte im Nordatlantik. Fremdsprachige Sendungen gibt es von Radio Norway derzeit nur sonntags in Englisch.
• Für das junge Radio Eins Live hat der WDR ein neues, modernes Sendezentrum gebaut. Nach zweijähriger Entwicklungs- und Bauphase ist es jetzt voll in Betrieb: Die erste Livesendung am 7. Januar 1997 aus dem Mediapark war der »Eins Live Kultkomplex«. Moderator Frank Meyer war begeistert vom neuen Selbstfahrerstudio - bedienerfreundlich und übersichtlich angeordnete Monitore mit Wortbeiträgen und Musiktiteln auf der Festplatte, dem Nachrichtencomputer, den Verkehrsinformationen und den Leitungen. Per Mausklick werden jeweils die nächsten Programm-Elemente angewählt. In Etappen wurden immer mehr Sendestrecken aus dem Mediapark gefahren, um die "Kinderkrankheiten" auszumerzen. Am 15. Februar war es dann soweit: Das gesamte Team zog um, und Eins Live sendet komplett vom neuen Standort aus.
• Seit vielen Jahren informiert die Schweizerische Depeschenagentur (sda) über das Weltgeschehen für Zeitungen und Radiostationen. Mit dem Radioservice AIDA ist die sda noch näher am Puls der Zeit. Der neue Kurznachrichtendienst startete am 8. Januar 1997 und soll die Privatradios über das Weltgeschehen, regionale Geschehnisse und Servicemeldungen informieren. Die neuen Nachrichtenbulletins sind übersichtlich gestaltet und bereits so geschrieben, dass sie am Radio nur noch abgelesen werden müssen.
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Der Deutsche Dienst von Radio Nacional do Brasil aus Brasilia
sendet von 21.30 bis 22.45 Uhr auf seiner traditionellen
Stammfrequenz 15265 kHz. Im Mai 1982 war er nach einer mehrjährigen
Sendepause wiedereröffnet worden. In den Jahren zuvor hatte man den
Kurzwellensender des Auslandsdienstes für dei flächendeckende
Versorgung der Amazonas-Region benötigt. Im Bild: Paraná - Foz do
Iguaçú auf einer QSL-Karte vom Oktober 1986.
• R.SH geht mit dem modernsten Funkhaus Europas des Jahres 2001 in das digitale Zeitalter. Mit diesen Worten nahm der landesweite private Hörfunksender in Schleswig-Holstein am 9. Januar 1997 um kurz vor zwölf seine neue Studiotechnik in Kiel-Wittland in Betrieb. Sämtliche Studios und Redaktionsbereiche wurden komplett neu gestaltet und umgebaut. Statt der früheren drei gibt es jetzt zwei nagelneue Studios, dazugekommen ist zudem ein modernes Produktionsstudio für die Aufnahme von Jingles, Comedies oder Werbespots. Das eigentlich neue ist der Ersatz sämtlicher früheren einzelnen Audioquellen wie CD-Player, Cart-Maschinen oder Tonbandgeräten durch ein Computersystem. Hierbei kam ausnahmsweise nicht der von vielen Radiostationen bekannte "Radiomax" zum Einsatz, sondern ein in vielen Teilen neues System das in dieser Art erstmalig bei R.SH installiert wurde. Sämtliche Audiosignale sind zusammen mit dazugehörigen Texten und Informationen auf einem 40 Gigabyte Festplattenarray abgespeichert. Auch bei R.SH moderieren jetzt die DJs im Stehen, zusätzlich haben sie volle Bewegungsfreiheit durch den Einsatz von Kopfhörer-Mikrofon-Kombinationen.
• Mit einer Super-Show von 15 Interpreten vor 6.500 Zuschauern feierte Radio Schleswig-Holstein (R.SH) seine Gold-Verleihung für besonders erfolgreiche Musiker. Jeder Preisträger bekam seine 12 Kilogramm schweren goldenen R.SH-Buchstaben für unterschiedliche Leistungen überreicht, zum Beispiel "Blümchen" als erfolgreichste deutschsprachige Interpretin, "Badesalz" als Comedy-Preis, Phil Collins für die Hörer-Wahl "Album des Jahres". Wirklich gelungen und originell war die Idee, eine R.SH-Boy&Girl-Group aus den Mitarbeitern zusammenzustellen und mit einem Medley aus aktuellen Deutschpopstücken auftreten zu lassen. Unterstützt wurden sie dabei von der Tanzgruppe "Construction", ebenfalls Goldpreisträger. Eine talentierte Frau trat ebenfalls auf: "Blümchen", mit 16 Jahren jüngste Preisträgerin. Sie moderiert manchmal bei Radio Fritz in Berlin und ist zudem regelmäßig im Fernsehen auf tm3 in der Sendung »Heart Attack« zu bewundern.
• Der Evangeliums-Rundfunk (ERF-Schweiz) wird vom 15. Januar 1997 an über den Mittelwellensender Beromünster auf 1566 kHz täglich jeweils abends und morgens einen von der Schweizer ERF-Redaktion verantworteten Programmblock ausstrahlen. Darauf haben sich der ERF und der Volksmusiksender Radio EVIVA geeinigt. Zusätzlich wird ERF Schweiz dann auch über Satellit und im Kabel verbreitet.
• hr-Studio Mittelhessen feierte 10-jähriges Bestehen: Am 17. Januar 1987 ging das vom Studio Mittelhessen (damalige Bezeichnung: Studio Wetzlar) produzierte Hörfunk-Regionalprogramm, das in der mittelhessischen Region von montags bis freitags zweimal täglich auf hr4 zu hören ist, zum ersten Mal auf Sendung. Das hr-Studio Mittelhessen hat seinen Sitz in Wetzlar und daneben ein Büro in Marburg. Mit der Gründung des hr-Studios in Wetzlar schloss der Hessische Rundfunk die Regionalisierung seines vierten Hörfunkprogramms ab. Zuvor waren bereits regionale Hörfunkstudios in Kassel, Frankfurt, Bensheim und Fulda eingerichtet worden. Das Studio in Wetzlar übernahm die Berichterstattung aus den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Gießen, Lahn-Dill, Wetterau und Limburg-Weilburg. Neben der täglichen aktuellen Zulieferung für die vier hr-Hörfunkprogramme und für Radiowellen anderer ARD-Anstalten gestaltet das hr-Studio Mittelhessen mit dem »hr4 Mittelhessen-Journal« zweimal täglich eine Informationssendung, die werktäglich während der sogenannten "Regionalfenster" ausgestrahlt wird.
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Am 22. Januar 1997 sendet Family Radio aus Oakland,
Kalifornien, 25 Jahre auch auf Kurzwelle. Die protestantische
Missionsgesellschaft begann 1974 mit Sendungen über WNYW Scituate
und kaufte später die Station. Von 1977 bis 1979 sendete man
parallel unter demselben Rufzeichen WYFR von Scituate und einer
neuen Anlage in Okeechobee, die inzwischen zur größten privaten
Kurzwellenstation in den USA ausgebaut worden ist. Deutsche
Sendungen sind vor allem frühmorgens von 5.00 bis 7.00 Uhr auf 7355
kHz zu empfangen.
• Aus Anlass des fünfjährigen Jubiläums von SWF 4, dem FamilienRadio, wurde in Mainz zusammen mit IBM und dem Frankfurter Hof im dortigen Bistro "Culture" das erste SWF 4 - IBM-Internet-Café eröffnet. Dieter Lau, Studiodirektor des Südwestfunk-Landesfunkhauses Mainz, tätigte den ersten Mausklick.
• Für RADIOROPA Info sollte ein neuer 50 Kilowatt-Langwellensender in Burg bei Magdeburg auf 261 kHz in Betrieb genommen werden. Gesendet wird dann über den früher für Mittelwelle 783 kHz von der Stimme der DDR genutzten Sendemast.
• Radio Nederland in Hilversum wird 1997 weiterbestehen. Die von einer Kommission 1996 vorgeschlagene Halbierung des Budgets konnte abgewendet werden. Englische Sendungen für Europa werden über deutsche Kurzwellensender sowie auf der Mittelwelle 1440 kHz von RTL Radio ausgestrahlt.
• Zerstörungswut im Radio: Ungewöhnliche Blüten treibt der Konkurrenzkampf in der Bundeshauptstadt: Im Kampf um die höchsten Einschaltquoten lässt 104.6 RTL-Morning-DJ Arno Müller die Hörer ihr eigenes Badezimmer zertrümmern - live über den Sender. Wer dabei den größten Krach macht, der gewinnt eine komplette Renovierung seines Badezimmers. Diese "spaßige" Aktion soll laut Arno Müller zeigen, "wieviel zerstörerische Kraft in unseren Hörern steckt".
• Schwer zu kämpfen hat der musikfreie Berliner Rundfunksender NewsTalk. Zwar muss er nicht mehr um jeden Anruf bitten, aber die Plauderei mit dem Moderator - in den USA selbstverständlich - ist hierzulande offensichtlich nach wie vor gewöhnungsbedürftig. Jetzt setzt der Sender auf prominente Gastmoderatoren.
• MACH 3 - Der neue Hörfunkvermarkter für Schleswig-Holstein: R.SH, delta radio und NORA sind die drei privaten Hörfunksender in Schleswig-Holstein. Zusammen haben sie jetzt eine bislang in dieser Form neuartige, regionale Vermarktungsgesellschaft MACH 3 gegründet. Ab dem Geschäftsjahr 1997 übernimmt MACH 3 den Vertrieb für die drei Sender.
• Vor fünf Jahren nahm Radio Kuwait im Februar 1992 seinen Betrieb wieder auf, nachdem UN-Truppen wenig früher das Land von irakischer Besetzung befreit hatten. Die Sendeanlagen von Radio Kuwait waren nach dem irakischen Überfall von Radio Bagdad benutzt worden und hatten im Zug der Kampfhandlungen erhebliche Schäden erlitten.
• Nach über einem Jahr Pause ist die Voice of Nigeria aus Lagos wieder auf Kurzwelle zu hören. Vor geraumer Zeit hatte die Station mit 500 Kilowatt-Kurzwellensendern gesendet und sogar einen Auslandsdienst in Deutsch. Finanzielle Schwierigkeiten und mangelnde Senderpflege führten jedoch zu Einschränkungen des Sendebetriebs.

• Radio 7 feierte Geburtstag: Radio 7 ist einer der großen Bereichssender in Baden-Württemberg. Das Sendegebiet geht jedoch über die Landesgrenzen hinaus. Es erstreckt sich im Norden von Würzburg bis Heilbronn nach Süden über Stuttgart entlang der Schwäbischen Alb bis nach Zürich und von dort nach Ost bis Vorarlberg. Vom bayerischen Allgäu über Günzburg bis Würzburg schließt sich der Kreis wieder. In Aalen, Göppingen, Ulm, Ravensburg und Tuttlingen unterhält Radio 7 eigene Studios mit Redaktionen, die auf eigenen Frequenzen die Hörer mit zusätzlichen Informationen versorgen. Darüber hinaus verfügt Radio 7 über ein Landtagsstudio in Stuttgart und Korrespondenten in der Schweiz und Österreich. Dieses Netz wird noch ergänzt durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lokalsendern Radio 7 ES in Esslingen, Radio 7 melody in Biberach und Radio Komma 1 in Aalen. Vor 10 Jahren hieß es in den Studios Leutkirch und Ulm zum ersten Mal "Ruhe! Sendung" - die Geburtsstunde von Radio 7. Klein und bescheiden fing es 1987 an. Die aktuellen Musiktitel erhielt der Sender nicht einfach von den Plattenfirmen zugeschickt, sondern kaufte sie im örtlichen Plattenladen. Aufgrund des großen Erfolges der beiden Studios, baute Radio 7 das Sendegebiet aus. 1994 begann man mit der Digitalisierung der Werbung und nutzt diese technische Möglichkeit mittlerweile auch im Programm, das heißt alle Musiktitel, Beiträge usw. werden heute über Computer abgespielt. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht der Hörer. Die Radio 7-Musikredaktion unter Leitung von Walter Notz hat das Ohr am Hörer. Gespielt werden die Hits der 70er, 80er und 90er. Im Bild: Das Radio 7 - Hörerspaßmobil fährt seit Sommer 1996 durchs Sendegebiet. Foto: © Radio 7
• Das Sponsoring der radio SAW-Morningshow »Muckefuck« verlief 1996 für den Werbekunden Harzer Grauhof Brunnen so erfolgreich, dass das Unternehmen beschloss, 1997 dieses einmalige Konzept der Sendung erneut zu sponsern. »Muckefuck« geht montags bis freitags von 5.00 bis 9.00 Uhr über den Äther. Samstags wird von 6.00 bis 10.00 Uhr die Zusammenfassung der Woche - »The Best of Muckefuck« - gesendet.
• Zum zehnten Mal veranstaltet am 1. Februar 1997 R.SH in der Kieler Ostseehalle die Gold-Gala. RTL2 zeichnet die Show auf und sendet sie Anfang Februar. Als Moderatoren sind Carsten Köthe (R.SH) und Carol Campbell vom Musiksender VIVA vorgesehen.
• Der Bayerische Rundfunk will die Mittelwelle 520 kHz aufgeben. Der Sender Würzburg und Hof sollen stattdessen in Zukunft im Gleichwellenbetrieb mit Nürnberg und München auf 801 kHz senden und Bayern 1 anstelle von B5 aktuell übertragen.
• Radio Bremen hat die Verbreitung seines ersten Hörfunkprogramms "Hansawelle" auf Kurzwelle 6190 kHz eingestellt.
• Der vierte Offene Kanal in Schleswig-Holstein kommt nach Heide mit einem Außenstudio in Husum. An beiden Orten können Bürger mit selbst gestalteten und produzierten Programmbeiträgen auf Sendung gehen. Empfangen werden kann das Programm auf UKW 97,6 MHz vornehmlich im nördlichen Dithmarschen und im südlichen Nordfriesland.
• Die Filstalwelle hat sich in Antenne Filstal umbenannt. Meistens identifiziert man sich aber nur als "Antenne".
• Aus Anlass von 70 Jahren Kurzwellensendungen und 50 Jahren Radio Nederland (Hilversum) hat die Station am 7. Juni einen Tag der Offenen Tür veranstaltet. Am 11. März 1927 war ein Philips-Testsender mit einem mehrstündigen Musikprogramm zufällig in Niederländisch-Ostindien gehört worden, und dieses Datum gilt als die Geburtsstunde des internationalen Rundfunks. In den Anfangsjahren des Rundfunks hatte man die Kurzwelle für unbrauchbar gehalten. Nun aber interessierten sich auch die Regierungen, und zahlreiche Länder nahmen bald Kurzwellensendungen auf.
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Vor 20 Jahren wurde am 12. März 1977 die Radio Voice of the
Gospel (Äthiopien) des lutherischen Weltbundes verstaatlicht,
die seit 1963 durch ihre unabhängigen Nachrichten und die dezentrale
Produktion der religiösen Sendungen durch die Kirchen in den
Zielgebieten ein wegweisend neues Konzept in der Radiomission
verwirklicht hatte. Nach dem Putsch von Megistu Haile Mariam hatte
der Sender noch einige Zeit unter erschwerten Bedingungen
gearbeitet. Seit der Verstaatlichung wurden die Sendeanlagen für den
Auslandsdienst "Voice of Etiopia" eingesetzt.
Stationssignal "Radio Voice of the Gospel" 1969 mit der "Elisabeth
Serenade" als Erkennungsmelodie.
• Der private deutsche Nachrichtensender RADIOROPA Info hat die Ausstrahlung der Mediensendung »Radiotreff« eingestellt. Das ehrenamtlich zusammengestellte Hobbyprogramm brachte regelmäßig Informationen aus dem UKW, TV- und Sat-Bereich ebenso wie Meldungen aus dem europa- und weltweiten Rundfunkempfang. Nach dem Umzug des Senders von Daun nach Leipzig hatte sich die Zusammenarbeit zwischen Management und »Radiotreff«-Team immer schwieriger gestaltet.
• Die mögliche Schließung des Auslandsdienstes Radio Australia hat internationale Kritik und Proteste auf sich gezogen. Zahlreiche Rundfunksender im Pazifikraum übernehmen zum Beispiel die aktuellen Sendungen und stünden nun fast ohne internationale Nachrichtenquelle da. Der Premierminister von Papua-Neuguinea hat im Februar sogar den Verzicht auf einen Teil der australischen Entwicklungshilfe erklärt, wenn damit der Auslandsdienst gerettet werden könnte.
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Auf dem 345 Meter hohen Hahnen bei Webenheim betreibt der
Saarländische Rundfunk einen seiner wichtigsten Füllsender. Der
Sender Bliestal versorgt die Stadt Blieskastel und Gebiete im
Bliesgau, die vom Grundnetzsender Göttelborner Höhe aus nicht
erreicht werden können. Über diesen Sender werden die drei
Fernsehprogramme ARD, ZDF und S3, die Hörfunkprogramme SR 1
Europawelle, SR 2 KulturRadio und SR 3 Saarlandwelle sowie das
private Hörfunkprogramme RADIO SALÜ ausgestrahlt. Die
Standsicherheit des 48 Meter hohen Antennenmastes, der im Jahre 1962
errichtet worden war, hatte durch die im Laufe der Zeit
hinzugekommenen Versorgungsaufgaben und Mitbenutzungen durch andere
Funkdienste ihre Grenze erreicht. Ein Austausch des Mastes war daher
notwendig geworden. Der neue Antennenträger, ein in drei Ebenen
abgespannter schlanker Stahlrohrmast, hat eine Höhe von 67 Metern
und verfügt über ausreichend Kapazität, um auch zukünftige
Funkdienste wie zum Beispiel DAB aufnehmen zu können. Im Februar
erhielt der Sender Moseltal ebenfalls einen neuen Antennenträger vom
gleichen Typ. Auf dem Mast hat der Saarländische Rundfunk eine
leistungsfähige UKW-Sendeantenne mit günstigeren
Strahlungseigenschaften installiert. Die Hörfunkversorgung im
Bliesgau wird dadurch weiter verbessert. Für 1998 ist die Erneuerung
der UKW-Sender geplant.
Foto:
www.ukwtv.de
• Die populäre Hörfunkstation auf Curaçao Radio Paradise übernimmt seit 1. März 1997 die von Radio 3FM samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr ausgestrahlten Verkaufscharts »Mega Top 100«, die die öffentlich-rechtliche Rundfunkorganisation TROS produziert für Hörfunk und TV. Radio Paradise erwarb die Sublizenz von der TROS und der Stiftung MEGA TOP 100, die es erlaubt eine wöchentliche Auswahl der meistverkauften CDs der Niederlande zu präsentieren. Radio Paradise präsentiert die MEGA TOP 100 durch seinen Star-DJ Willem Decker. Interesse bekundete man auch an einer Ausstrahlungslizenz für die beliebte Jazz-Sendung der TROS »SESJUN«.
• Am 17. März geht das bisherige Radio Gonzen-Rheintal unter dem neuen Namen Radio Ri auf Sendung. Regionale Nachrichten werden zeitgleich mit den drei Informationsfenstern Bündner Herrschaft / Sarganserland, Liechtenstein / Werderberg und Rheintal ausgestrahlt. Seit einigen Jahren waren Radio Gonzen und Radio Rheintal getrennt auf Sendung - vorerst mit getrennten Studios. Nach dem Zusammenschluss zur gemeinsamen Aktiengesellschaft sendete man aus Buchs. Anfang September 1996 stieß das Liechtensteinische "Vaterland" neu zur Trägerschaft.
• StadtRadio Göttingen 107,1 hat im April 1997 seinen regulären Sendebetrieb als NKL (nichtkommerzieller Lokalfunk) aufgenommen.
• Markus Othmer wechselt zu Bayern 3. Dort wird er ab 1. April 1997 »Bayern 3 am Nachmittag« moderieren und sich schwerpunktmäßig mit der Unterhaltung im Programm befassen. Othmer ging 1989 zu ANTENNE BAYERN, wo er von 1992 bis 1994 stellvertretender Unterhaltungschef war. Zuletzt sah man ihn in der ZDF-Sportredaktion für die er unter anderem die Fußball-WM 1996 in England live kommentierte.
• Seit dem 1. April wird die tägliche Nachrichtensendung »Hunsrück aktuell« für die Region Hunsrück-Nahe direkt aus dem SWF-Regionalstudio in Idar-Oberstein gesendet. Bislang wurden die Regionalnachrichten in Idar-Oberstein zusammengestellt und aus dem Studio Trier gesendet. Jetzt ermöglicht ISDN-Technik, das »Hunsrück aktuell« zwischen 12.50 und 12.55 Uhr live aus Idar-Oberstein kommt. Das Sendegebiet des Regionalbüros Idar-Oberstein reicht im Hunsrück bis Emmelshausen, im Naheraum bis Meisenheim und Bad Kreuznach und im Westen bis Morbach.
• Lizenz für Radio X-Mix: Am 14. April 1997 hat die LPR Hessen die Zulassung für nichtkommerziellen lokalen Rundfunk für Frankfurt an Radio X-Mix erteilt. Das tägliche Programm auf der UKW-Frequenz 97,1 MHz wird zunächst 13 bis 17 Stunden umfassen. Bei Radio X-Mix sind derzeit über 70 Gruppen, Vereine, Projekte, Verbände und Institutionen aus den verschiedenen Bereichen aktiv an der Gestaltung des lokalen kulturellen und gesellschaftspolitischen Radios beteiligt. Radio X-Mix war bereits zweimal für jeweils zehn Tage im Rahmen des Veranstaltungsfunks im Mai 1996 und März 1997 in Frankfurt auf Sendung, beide Male mit sehr guter Resonanz bei Publikum und Presse. Die Förderung von Medienkompetenz und die Weiterbildung sind ein besonderes Anliegen des Senders.
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DASDING - laut und chaotisch: Während
drei Tagen stand Stuttgart im Mittelpunkt des Mediengeschehens in
Deutschland. Neben dem Deutschen Multimedia Kongress fand auch eine
Fachmesse zum Multimedia-Markt statt. SDR3 und SWF3 stellten ein
Jugendradio für 10 bis 19-Jährige vor. Neben Musik- und
Wortbeiträgen überträgt DASDING auch Texte und Bilder, sendet im Web
und klinkt sich in bestehende Netzwerke ein. Das Programm wird
ausschließlich von Jugendlichen präsentiert. Die Moderatoren heißen
Piloten und kommen aus der Zielgruppe. Themen, Inhalte und
Musikprogramm richten sich nach den Bedürfnissen der jungen Zuhörer.
In die Programmgestaltung werden direkt auch Schulen und Schüler
eingezogen. In nur sechs Wochen Vorbereitungszeit begann DASDING
Mitte April im DAB-Versuchsprojekt Baden-Württemberg zu senden. Im
Internet ist es als Livestream zu hören. Möglich wurde DASDING durch
die DIGAS Technologie, in welche der Südwestfunk seit anderthalb
Jahren investiert hat. Überspielungen und Bearbeitung von
Korrespondenten-Berichten aus aller Welt konzentrieren sich auf das
DIGAS, dem Digitalen Aktualitätsspeicher. Für jedes Hörfunkprogramm
sind die Informationen verfügbar und von jedem Arbeitsplatz aus
zugänglich. DIGAS vereinfacht auch die Einspielung des Programms in
das Internet.
Foto: © SDR (H. Schröder)
• Die Welle Nord des NDR hatte zur "Nacht des deutschen Schlagers" in das Kalkbergstadion in Bad Segeberg geladen. Zehntausende kamen, um dem Gesang von Michelle oder Claudia Jung zu lauschen. Durch die Sendung führten Christian Schröder (vor seiner NDR-Zeit Lehrer in Eutin) und Ute Helms, die vor etlichen Jahren erkannt hat, dass man mit hellem Lachen vor dem Mikro mehr denn als Außenhandelskauffrau gewinnen kann. Bevor die Schlagernacht mit einem prächtigen Feuerwerk zu Ende ging, bekamen die "Flippers" den Schlagerpreis des Senders überreicht.
• Katrin Helmschrott ist neue Geschäftsführerin des brandenburgischen Privatsenders BB RADIO. Sie war bisher Marketingleiterin des Berliner Rundfunks. Bei BB RADIO hat sie das Amt von Sendergründer Hermann Stümpert übernommen. Dieser hatte seit der gesellschaftlichen Neuordnung des Senders im letzten Jahr die Geschäfte neben seinen anderen Aktivitäten einstweilen weitergeführt. Stümpert bleibt BB RADIO als Gesellschafter weiter aktiv verbunden. Mit Katrin Helmschrott und Jürgen Karney lebt bei BB RADIO eine wohlerprobte Teamarbeit wieder auf. Beide kennen sich aus der erfolgreichen Aufbauzeit beim Berliner Rundfunk. Jürgen Karney ist seit dem Jahreswechsel 1995/96 Programmdirektor von BB RADIO und hat den Sender seither mit dem neuen Programmformat "Oldies, Schlager, Gute Laune" und als populär Morning Man mit seiner Frühstücksshow weiter entwickelt und positiv geprägt.
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Mit dem aktuellen Titel der Gruppe
"Scooter" ging am Montag, 21. April 1997, planet radio on
air. Der Slogan des Jugendsenders ist MAXIMUM MUSIC. planet
radio spielt konsequent junge Musik aus den Bereichen Dance, Hip
Hop, Techno, Rock und House mit einer MAXIMUM MUSIC-Garantie. Zwölf
junge Radiomacher, die als "on-air-crew" arbeiten, gestalten das
Programm. Am Morgen holen Sebastian Voigt (Ex-Fritz Berlin), Marko
Eichmann (Ex-Antenne Niedersachsen) und die Amerikanerin Curly Riti
die jungen Hörer aus dem Bett. Danach moderiert Minou Wittich
(Ex-Energy), eine junge Französin. Am Nachmittag stehen Kerstin K.
Schwitalla und Marius Michel (Ex-ANTENNE THÜRINGEN) am Mischpult. Am
Wochenende sorgt der Berliner Starmoderator Rob Green für die
schnellste Radioshow in Hessen. planet radio informiert in
Kooperation mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft und der
Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt als einziger Sender in
»Ticket« stündlich über Fahrschein-Kontrollen in hessischen U- und
S-Bahnen. Programmchef Andreas Schulz (Ex-Berliner Rundfunk) zu den
neuen Tönen im Radio: "Wir wollen für und mit jungen Hörern ein
schnelles Radio machen. Ist planet radio den Älteren zu schrill und
zu laut, liegen wir genau richtig".
• Fünf Jahre nach der Lizenzerteilung für RADIO PSR, schickte der sächsische Privatsender am 28. April 1997 - im Rahmen des DAB-Pilotprojektes Sachsen - das musikorientierte Jugendprogramm Radio TOP 40M auf Sendung. Das gemeinsam mit radio SAW (Sachsen-Anhalt) und Antenne Thüringen (Thüringen) veranstaltete Programm, kann derzeit in Teilen Thüringens und Sachsens über DAB empfangen werden.
• Außenstudio geschlossen: Total Lokal. So lautet der Slogan mit dem Radio Sauerland die Hochsauerländer seit Oktober 1990 auf die lokale Kompetenz aufmerksam macht. Nach langem Kampf wurde dem flächengrößten Sender das Außenstudio Brilon genehmigt, um lokal vor Ort auch den Ortskreis zu bedienen. Im März 1994 nahm das Studio den Betrieb auf. Anfangs in aller Munde stellten sich die geknüpften Ziele dann als Luftblasen heraus. Nach der anfänglichen Euphorie war das Studio nur noch sehr unregelmäßig besetzt. Der Wechsel der Leiterin Sabine Henkel zum WDR bedeutete fast das Aus. Inzwischen hat die Westfunk Betriebsgesellschaft konsequent gehandelt und das Studio geschlossen.
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Andreas Kramer, Moderator und Producer
bei Hellweg Radio in Soest, arbeitet künftig auch für RADIO
MK (Iserlohn). Dort wird er vor allem am Samstag zu hören sein. Der
24-Jährige arbeitet bei Hellweg Radio vorwiegend als Frühmoderator
in der Woche und moderiert am Wochenende diverse Sendungen: Pinwand,
Freistil,... Neben der Moderation ist Andreas Kramer auch im Bereich
Produktion tätig. Die Mehrzahl der Hellweg Radio Station IDs und
Promos stammen aus seiner Hand. Bei RADIO MK moderiert er die
Vormittagssendung »Radiobummel«.
• Zweifacher "Radio-Oscar" für HIT RADIO FFH: "Das erste Mal in meinem Leben bin ich am Mikrofon völlig sprachlos...", quittierte FFH-Moderatorin Sabine Schneider die Nachricht, dass sie eine Auszeichnung beim Internationalen Radio-Awards-Festival in New York gewonnen hat. Mit ihrer populären Sendung »Vorsicht Radio!« - immer samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr - überzeugte die 37-jährige Korbacherin gemeinsam mit den beiden FFH-Reportern Johannes Scherer und Volker Willner die Juroren als eine der Besten in der Kategorie "Radio-Persönlichkeiten".
• Nun hat auch RADIO SALÜ sein Staumelder-Team. Über die gebührenfreie Telefonnummer der Staumelder-Zentrale können die umsichtigen Helfer per Autotelefon, Handy oder der nächsten Telefonzelle, ihre Meldungen durchgeben. Der saarländische Privatsender bringt alle wichtigen Meldungen der Staumelder sofort zusätzlich zu den allgemeinen Verkehrshinweisen.
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Anfang Mai führt RADIO REGENBOGEN sein neues
jugendorientiertes DAB-Programm Radio XS live ein. Anhand
spezieller Marktuntersuchungen sowie Pretests wurde ein
Hörfunk-Konzept entwickelt, welches klar auf die junge Zielgruppe
ausgerichtet ist. Das speziell für den DAB-Kanal 12 produzierte
Programm zeichnet sich durch eine eindeutige Musik- und
Themenauswahl, Kurznachrichten sowie ausführliche Infos zu Trends
und Trendies aus. Musik spielt eine dominierende Rolle in dem neuen
Radioprogramm, die Musikrichtungen variieren von Pop, Dancefloor,
Hip Hop, Rap bis Techno und House.
• Nach der Abschaltung des Gleichkanalsenders von Radio France ist RADI0 10 GOLD nach Einbruch der Dunkelheit fast europaweit in guter Qualität auf Mittelwelle 675 kHz zu empfangen. Sendesprache ist Holländisch.
• Im Juni 1997 feiert die Voice of Free Asia ihren 30. Geburtstag. Die Mittelwellenstation 1575 kHz begann als Gemeinschaftsprojekt Thailands und der USA für Auslandssendungen nach Südostasien. Besondere Bedeutung für die Voice of America hatte die Station in den Jahren des Vietnamkrieges, heute ist das Engagement der Amerikaner hingegen deutlich kleiner.
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evosonic radio so heißt der neue Kölner
Sender, der am 1. Mai 1997 on air ging. Unmittelbar am Rheinauhafen
gelegen, unweit des Schokoladenmuseums, startete die Mannschaft aus
zwölf festen Mitarbeitern ein nicht alltägliches Programm, unter
Leitung vom geschäftsführenden Gesellschafter Frank Heitmeyer.
evosonic radio ist ein Musikradio, das täglich 24 Stunden neue
elektronische Musik über Satellit und Kabel sendet. Den Bedürfnissen
der Zielgruppe (16 bis 32 Jahre) entsprechend, ist evosonic
multimedial angelegt. Als Musiksender verzichtet er on air
weitgehend auf Moderation mit einem Wort-Musik-Anteil von 1 zu 9
inklusive drei Minuten Werbung pro Stunde, also höchstens zehn
Minuten. Damit hat Ludwig Schieffer - Chefredaktion Wort - beste
Erfahrung. Als Redakteur der Zeitschrift "Kölnische Rundschau" war
er schon Experte, wechselte dann aber zum Lokalsender Radio Köln und
ist daher der absolute Insider. Das Musikformat von evosonic umfasst
die Musikrichtung House, Electro, Acid, Trance, Jungle, Drum'n'Bass,
Techno, Dub und Ambient, die das Programm im Nonstop-Mix füllen
sollen. Auf der evosonic Homepage erwarten den Surfer Gewinnspiele,
News aus allen Trendsportarten, ein Chat-Forum, ein
Veranstaltungsmagazin und ein Internet-Guide. Finanziert wird das
ganze durch Werbung.
• Im Mai ging Radio Central Pulheim erstmals als lizenziertes Veranstaltungsradio auf Sendung. Die große Resonanz führte dazu, dass weitere Sendestaffeln zu Pulheimer Veranstaltungen folgten und ein Hörerklub gegründet wurde. Ende Juni stand die sechste Sendestaffel bevor (UKW 99,9 MHz; 50 Watt - Senderstandort: Geschwister-Scholl-Gymnasium); eine weitere ist für Anfang September geplant.
• Der leistungsstarke Mittelwellensender Radio Antilles (Montserrat), der auf 930 kHz zahlreiche westliche Auslandsdienste ausstrahlte, hat seinen Betrieb eingestellt. Als Grund wurde die Aktivität eines Vulkans angegeben, der seit Juli 1995 den Betrieb behindert.
• Monika Piel, die Leiterin der WDR 2-Wellenredaktion, verantwortet zusätzlich ab 1. Mai 1997 die Chefredaktion Hörfunk und wird damit Nachfolgerin von Manfred Erdenberger, der politischer Chefkorrespondent im WDR-Radio wurde und neue Aufgaben im WDR Fernsehen (»mittwochs mit...«) übernimmt.
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Das englische Programm von Radio Norway International »Norway
Now« wird jeden Sonntag gesendet und dauert jeweils 30 Minuten.
Enthalten sind Nachrichten aus Norwegen, Kommentare und Berichte
sowie ein wenig Musik. Inzwischen ist auch der neue 500
Kilowatt-Sender in Sveio in Betrieb. Er ist der Ersatz für die
stillgelegte Anlage in Frederikstad. Am 25. Januar 1997 starb der
Pionier der Kurzwelle in Norwegen, Gunnar Nygard. Er wurde 99 Jahre
alt und war der erste Leiter von Radio Norway International.
• Deutschlandradio erhöhte die Sendeleistung am Standort Oranienburg auf Langwelle 177 kHz von 100 auf 500 Kilowatt.
• Der WDR wird, zunächst im Rahmen eines Feldversuches und gemeinsam mit dem ADAC, Informationen von Staufindern in seine Verkehrsmeldungen aufnehmen. Aus dem Verkehrsstudio des WDR wurde inzwischen ein Verkehrs-Informations-Zentrum. Modernste Technologie sorgt dafür, dass die Verkehrslage überschaubar bleibt. Die Meldungen werden automatisch aufbereitet und "verteilt". Das geschieht innerhalb von Sekunden. Verkehrsinformationen sind nicht mehr nur im Radio über die drei WDR-Programme Eins Live, WDR 2 und WDR 4 zu hören, sondern auch per Telefon-Hotline, im Internet, im Videotext und über DAB abrufbar.
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Super R.SH Oldie-Nacht unter freiem Himmel:
In dem herrlichem Ambiente eines wunderschönen Freilufttheaters fand
am 10. Mai die zehnte Oldie-Nacht mit zahlreichen Interpreten
vergangener Tage statt. 12.000 Besucher genossen die Auftritte von
Percy Sledge, Animals, Suzi Quatro, Sweet, Uriah Heep, Showaddywaddy,
Tremelos und Little Eva. Sie präsentierten ihre jeweils größten
Hits. Die Moderation übernahm in bewährter Art Helmut Radermacher.
• RADIO SALÜ im neuen Outfit: ein neues Jinglepaket mit neuen Infoelementen, eine neue Station Voice und die Umstellung auf das DALET-System, mit dem der Privatsender seine Sendungen teildigitalisiert fährt. Das neue Jinglepaket wurde von John Groves in Hamburg komponiert und produziert. Auf den typisch amerikanischen Chor wurde verzichtet, denn der Trend geht weg vom austauschbaren Einheitschor hin zu individuell auf den Sender zugeschnittenen Jingles. Programmchefin Brigitte Barthel legt großen Wert darauf, dass einzelne Elemente von Zeit zu Zeit ausgetauscht und erneuert werden können. Gekrönt wird der neue "Look" durch die neue Station Voice. Wolfgang Kühne, Autor, Regisseur und Schauspieler aus Berlin, ist eine der bekanntesten deutschen Synchronstimmen, unter anderem von Hulk Hogan und von Mofassa, dem "König der Löwen". Seine Stimme wurde bewusst gewählt, da sie sehr sonor und prägnant ist und sich von den anderen Stimmen on air deutlich abhebt. RADIO SALÜ arbeitet ausschließlich mit der Stimme von Wolfgang Kühne, sei es bei den Jingles, bei Trailern, Sprachcollagen oder anderen Produktionen.
• Am 31. Mai 1997 ging der Offene Kanal für das Emsland und die Grafschaft Bentheim unter dem Namen EMS-VECHTE-WELLE auf Sendung. Gesendet wird von Lingen aus auf 95,8 MHz (1 kW) und von Nordhorn auf 95,2 MHz in Stereo, ohne RDS.
•
R.SH streichelt die Kinder: Der
"Internationale Kindertag" am 1. Juni war eigentlich eine Erfindung
des "Realen Sozialismus". Seit vier Jahren nutzt R.SH den Kindertag
zu einen speziellen Veranstaltung für die Kids. Nach Hohenwestedt,
Husum und Itzehoe war dieses Jahr das Ostseebad Grömitz an der
Reihe. Bis zu 60.000 Besucher hatte Programmdirektor Hans Scherer
erwartet. Besonderer Liebling junger Hörer ist die Moderatorin
Dorthe Christiansen (Bild), bei der die Teenies bereits das ganze
Jahr über ihre Musikwünsche angemeldet haben. Natürlich kamen viele
berühmte Stars und Gruppen an die Grömitzer Kurpromenade. Die
Beliebtheit der Moderatorin Dorthe Christiansen nutzte der Sender
auch bei seinen Aktionen zur Kieler Woche. An der Kiellinie stand
wie in den Vorjahren das R.SH-Zelt. Nachmittags diente es als Bühne
für ein umfangreiches Kindertheaterprogramm, für Spiele und
Aktionen. Abends tobte hier der Bär. Gruppen von europäischem Ruf
wie "Eruption" mit Precious Wilson und Jule Neigel hatten ihr Kommen
angekündigt.
• Der landesweite Privatsender BB RADIO setzt mit seinem neuen Konzept "Oldies. Schlager. Gute Laune" auch auf Potsdam und Umgebung. Seit 10. Juni, sechs Uhr, wird ein eigenes Potsdam-Fenster auf der UKW-Frequenz 107,5 ausgestrahlt. Der Sender investierte rund 100.000 DM in neue Studio- und Computertechnik. BB RADIO bietet damit als einziger Privatsender ein speziell auf die Landeshauptstadt zugeschnittenes Lokales Fenster. Wochentags von 6.00 bis 18.00 Uhr, immer halbstündlich, gibt es bei BB RADIO Potsdam 107,5 die neuesten Nachrichten aus der Region sowie aktuelle Beiträge aus kommunaler Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Am Samstag und Sonntag sind optional von 9.00 bis 11.00 Uhr Live-Sendungen und aktuelle Sondersendungen von besonderen Ereignissen und Veranstaltungen geplant. Weitere Lokalstudios betreibt BB RADIO gemeinsam mit Partnern aus der Region in Cottbus, Eberswalde und Frankfurt/Oder. Das Herzstück des BB RADIO-Programmes ist die landesweit ausgestrahlte »Frühstücksshow mit Karney & Co.«. Anchorman Jürgen Karney, dessen Popularität zusätzliche Hörerbindung schafft, präsentiert die Morning-Show, unterstützt durch ausgewählte Charaktere, die ihrerseits Erfahrungen und lokale Identität einbringen.
• Bisher gibt es in Mittelbaden eine getrennte Berichterstattung von SWF und SDR aus Karlsruhe einerseits und aus Baden-Baden/Offenburg andererseits. Am Programm von S4 Badenradio werden künftig sowohl SWF- als auch SDR-Mitarbeiter in einer Redaktion mitwirken. Sitz dieser Redaktion wird das SDR-Studio Karlsruhe sein. Der Südwestfunk wird dazu seine Mittelbaden-Redaktion, Finanzmittel und die UKW-Frequenz 88,5 MHz am Standort Merkur (Baden-Baden) einbringen. Hauptfrequenz des "S4 Badenradios" bleibt 97,5 MHz in Ettlingen/Wattkopf. Das neue Programm von "S4 Badenradio" wird voraussichtlich am 1. Juli 1997 starten und neben dem Nordschwarzwald, der Südpfalz und dem Nordelsaß dann auch die gesamte Technologieregion von Philippsburg bis Bühl umfassen.
•
HIT RADIO FFH Stauflieger gestartet:
Seit 16. Juni startet der FFH-"Stauflieger" täglich mit Reporter
Thorsten Weber an Bord und hält Ausschau nach Staus und
"Wander"-Baustellen, Vollsperrungen und liegengebliebenen LKWs.
Pilot und Reporter starten täglich mit der besonders leisen,
umweltschonenden Maschine - wenn die Wetterbedingungen mitspielen.
Das fliegende Team ist mit dem FFH-Serviceplatz in Frankfurt
verbunden, wo die Verkehrsmeldungen einlaufen. Ein spezieller
UKW-Sender, fest im Stauflieger montiert, ermöglicht Reportagen und
Meldungen aus der Luft, in guter Tonqualität - die in den
FFH-Studios Kassel, Fulda, Gießen, Darmstadt und Wiesbaden empfangen
und per Leitung zum Frankfurter Sendestudio weitergeleitet werden.
Im Bild: FFH-Reporter Thorsten Weber (links) an Bord des
FFH-Staufliegers, meldet sich mehrmals täglich aus der Luft, um über
Staus, Vollsperrungen oder Wander-Baustellen auf Hessens Straßen zu
berichten.
Foto: © FFH
• ANTENNE MV mit »Morgenkuh«: Seit einigen Jahren werden sogenannte "Morgencrews" im Radio immer populärer. "Was andere können, werden wir wohl auch noch hinbekommen", dachten sich Sandra Luner, Leif-Erik Holm und Holger Meyer - die Frühaufsteher im Funkhaus Plate und erfanden - ländlich angepasst - die »Morgenkuh«. Premiere hatte das Tier am 21. Juni, morgens um sechs Uhr - am Starttag des ANTENNE MV-SOMMERRADIOS '97. Neu ist auch die TOP-Story, mit der die Radiomacher im Funkhaus Plate und in den vier Studios (Rostock, Stralsund, Neubrandenburg, West-Mecklenburg) vor allem ihre Regionalkompetenz nicht nur untermauern, sondern gar noch ausbauen wollen. Wichtigste Änderung ist die Verlängerung der Hauptmorgensendung »LIVE AM MORGEN« (6.00 bis 10.00 Uhr) um eine Stunde. Am Nachmittag läuft die inzwischen schon fast traditionelle Sommersendung »KOFFERRADIO« (14.00 bis 18.00 Uhr). Die Abendschiene »ANTENNE MV-ONLINE« (18.00 bis 22.00 Uhr) soll künftig mit dem ebenfalls am 21. Juni gestarteten Informationsangebot im Internet verbunden werden.
• Online-Anbindung von ANTENNE THÜRINGEN an Verkehrsleitzentrale: Als erster privater Rundfunksender realisierte ANTENNE THÜRINGEN in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Thüringen und den Firmen GEWI und BOSCH auf der Basis von RDS/TMC (Radio Data System / Traffic Message Channel) die Online-Anbindung an den Verkehrswarndienst der Landesmeldestelle. Damit werden die jeweils vom Polizeipräsidium freigegebenen offiziellen Verkehrsmeldungen automatisch und ohne Zeitverzögerung in das Studio des Privatsenders überspielt und sind dort sofort auf dem Bildschirm abrufbar. Zusätzlich werden die Daten dem im Rahmen des DAB-Pilotprojektes Thüringen von ANTENNE THÜRINGEN produzierten Programm Radio TOP 40M im MOT-Standard überspielt, wobei hier die Besonderheit hinzu kommt, dass DAB-Empfänger mit entsprechendem Display diese Verkehrsmeldungen auch anzeigen.
•
Nach einer Meldung im "NordBerliner" vom 6. März, verliert der
Privatsender 94,3 r.s.2 am 1. Juli mit Rik DeLisle
nicht nur seinen Programmchef, sondern auch eine der bekanntesten
Stimmen im Berliner Radioäther. DeLisle wechselt von der Weddinger
Voltastraße zur Radioberatungsgesellschaft Alan Burns &
Associates, die die wichtigsten Radiostationen in den USA,
Australien und Europa betreut. DeLisle wird Direktor für Europäische
Angelegenheiten. Nachfolger als Programmdirektor bei 94,3 r.s.2 wird
Ralf Mothil. Der 36-Jährige ist seit 1995 Chefredakteur des
Senders, davor war der gebürtige Lübecker stellvertretender
Chefredakteur bei Radio Schleswig-Holstein (R.SH).
•
5 Jahre RADIO PSR: Am 1. Juli 1992 ging
RADIO PSR nach nur fünfeinhalb wöchiger Vorbereitungszeit als erstes
privates Hörfunkprogramm der neuen Bundesländer auf Sendung. Die
Private Sächsische Rundfunk GmbH & Co. KG, der Veranstalter von
RADIO PSR, eine Gesellschaft mit vornehmlich aus dem sächsischen
Mittelstand stammenden Gesellschaftern, investierte seit 1992 über
zehn Millionen DM in den Auf- und Ausbau des Leipziger Funkhauses
und der sechs Regionalstudios in Dresden, Leipzig, Chemnitz,
Görlitz, Plauen und Aue. Maßgeblicher Erfolgsfaktor neben einem
äußerst engagierten, jungen Team ist die konsequent sächsische
Positionierung von RADIO PSR. Über fünf Jahre gelang es, den Slogan
"Sachsen sendet selbst" programmlich und unternehmerisch umzusetzen.
Mit der RADIO PSR Event-Marketing GmbH konnte bereits 1995 eine
Tochtergesellsc haft gegründet werden. In Diskussionen mit Hörern
zeigte sich, dass noch mehr Wert auf Berichte und Informationen aus
Sachsen gelegt wird. RADIO PSR wird deshalb seine bisherige
Weltnachrichtenkooperation mit dem Berliner Rundfunk aufgeben und
die freiwerdenden Kapazitäten auf die Berichterstattung aus der
sächsischen Region konzentrieren. Statt der »Weltreports« fünf
Minuten vor der vollen Stunde, wird nun der »Sachsenreport« am
gleichen Platz zur Hauptnachrichtensendung.
• Frischer Wind bei radio SAW: Seit dem 1. Juli geht bei radio SAW ein noch besseres und frischeres Programm on air. Trendy Susi Brandt heizt am frühen Nachmittag (Montag bis Freitag, 12.00 bis 15.00 Uhr) mächtig ein. Jede Menge heißer Hits der 90er und Musikwünsche. Superlaune den ganzen Nachmittag gibt es in »Scholles Express« (Montag bis Donnerstag, 15.00 bis 19.00 Uhr) mit Maik "Scholle" Scholkowsky. Zu seinem Spezialgebiet gehören Verkehrsmeldungen. News und Berichte gibt es im »Tag« und beim »Express vor Ort« aus den radio SAW-Regionalstudios. "Highwayman" Volker Haidt (Montag 22.00 bis 24.00 Uhr) spickt »Coast to Coast« mit den besten American-Songs. Guter Mainstream Rock, der die langen Fahrten auf sachsen-anhaltinischen Autobahnen erträglicher macht. »Muckefuck« ist die ultimative Morningshow für Sachsen-Anhalt (Montag bis Freitag, 5.00 bis 9.00 Uhr). Die beiden Teams Klaus Vorbrodt und Volker Haidt sowie Holger Tapper und Frank Wiedemann moderieren im vierzehntägigen Wechsel diese Sendung und sorgen dafür, dass auch die größten Morgenmuffel frisch und munter aus den Federn kommen.
•
MDR SPUTNIK-Redakteur Michael Caspari hat beim "International
Radio Awards Festival" in New York in der Sparte "Religiöse
Programme" eine Goldmedaille gewonnen. Die renommierte
Auszeichnung erhielten sechs Comedys, die er gemeinsam mit dem
Moderator Daniel Detambel produziert hatte. Die Beiträge entstanden
während seines Volontariats in der Kirchenredaktion der
Evangelischen Kirche in Hessen. In dieser Zeit absolvierte der
29-Jährige bei MDR SPUTNIK in Halle/Saale ein Praktikum.
Foto: © MDR (Hemke)
• ANTENNE MV meldet einen bemerkenswerten Neuzugang: Mit Klaus Vorbrodt konnte einer der beliebtesten Rundfunk-Moderatoren eingekauft werden. Er wird seine Zeit künftig zwischen radio SAW und ANTENNE MV teilen. Vorbrodt ist ursprünglich Eisenbahner und erwarb erste Radio-Erfahrungen bei einem deutschsprachigen Sender in Belgien. Seit 1993 arbeitet er für radio SAW, wo er seit 1995 Chefmoderator ist.
•
Der Landesrundfunkausschuss
Sachsen-Anhalt (LRA) hat MEGA-Radio im Juli die
Lizenz zur Verbreitung eines Jugendradios auf der
Mittelwelle 1557 kHz erteilt. Diese Frequenz am Standort
Burg bei Magdeburg eignet sich aufgrund ihrer hohen
Strahlungsleistung zur Versorgung weiter Teile Nord, Ost, Mittel-
und Westdeutschlands. Früher wurde auf jener Frequenz der
DDR-Rundfunk ausgestrahlt, seit der Wende lag diese (mit weiteren
vier am selben Standort) brach. So beschloss die LRA im Dezember
1996 diese Frequenz zur Nutzung durch private Anbieter
auszuschreiben. MEGA-Radio ist der einzige Bewerber, so dass keine
Auswahl getroffen werden musste. Vom Standort Burg sendet auch noch
MDR info auf 531 kHz mit 20 Kilowatt.
• Neue Ära im Verkehrsfunk: Am 1. August hat der Hessische Rundfunk in seinem Hörfunkprogramm hr3 mit dem neuen Verkehrsfunksystem TMC (Traffic Message Channel) begonnen. Mit der neuen Technik werden die Verkehrsmeldungen kontinuierlich ausgestrahlt, ohne dabei das laufende Radioprogramm zu "stören". Über UKW/RDS ermöglicht das neue System die "unhörbare" Übertragung von Verkehrsinformationen. Die Radiohörer und Verkehrsteilnehmer können selbst entscheiden, wann und welche Verkehrsinformationen sie empfangen. Mit einem entsprechenden Radiogerät können die Daten jederzeit akustisch über künstliche Sprachausgabe oder optisch als Text bzw. Grafik abgerufen werden.
• Am 1. August 1997 ist in München auf 92,4 MHz der neue Rundfunksender RELAX FM gestartet. Gesendet wird ein Musikprogramm für die Zielgruppe der 25 bis 40-Jährigen. Das Programm enthält außerdem Nachrichten von CNN RADIO, sowie eine US-Talkshow. RELAX FM ersetzt das Programm der ehemaligen Jazzwelle Plus und teilt sich die Frequenz mit Radio Feierwerk und Lora München.
• Seit 20. August 1997 sendet HIT RADIO FFH digital. Alle Beiträge und Musik-Titel sind über den Computer direkt per Mausklick vom Moderator abrufbar. Während der Nachrichtenredakteur bereits auf Sendung ist, kann ihm die Redaktion noch aktuelle Meldungen direkt auf den Bildschirm ins Studio geben. Problemlos können aus dem großen Audio-Pool Geräusche und Hintergrundmusiken ausgewählt werden. Das komplette Audiomaterial liegt in digitaler Qualität auf Servern im FFH-Sendezentrum. Beiträge, Jingles, Werbung und aktuelle Hits sind so über den hausinternen Datenhighway zugänglich. Auch die sechs Regionalstudios in Kassel, Fulda, Gießen, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt werden über ISDN-Leitungen direkt vernetzt.
•
Am 27. August ging Radio Eins als eines von drei neuen
Gemeinschaftsprogrammen von ORB und SFB auf Sendung. Radio
Kultur und Radio Drei folgen am 3. Oktober. Wellenchef von Radio
Eins ist Helmut Lehnert. Nach seinem Willen soll der Sender "das
gesamte Rock & Pop-Spektrum der letzten zehn Jahre" bieten. Um die
Mittagszeit ist ein Metropolenmagazin geplant, das über "neue Trends
der Alltagskultur" berichtet. Der Musikjournalist Alan Bangs
(»WDR-Rockpalast«) wird sonnabends die Sendung »Rolling Stone Radio«
moderieren.
• Der Sender Freies Berlin hat sich entschieden, seine Stamm-Mittelwelle 567 kHz fortzuführen. Angesichts der Möglichkeiten, die die digitale Mittelwelle bietet, welche zur IFA 1999 eingeführt werden soll, betrachtet man den AM-Kanal als Chance. In analoger Form wird die Mittelwelle seit Juni nur noch mit 2,5 Kilowatt ausgestrahlt, statt wie bisher mit 50, oder bis Mitte der neunziger Jahre gar mit 100 Kilowatt. Am 27. August wurde das Programm von SFB 4 MultiKulti aufgeschaltet, weil sich der auf einer schwachen UKW-Frequenz ausgestrahlte mehrsprachige Sender schon seit langem über Empfangslücken in Berlin beschwert. Allerdings nicht über den ehemaligen SFB 1-Sender, sondern über einen neu gekauften 2,5 Kilowatt-Halbleitersender, der energiesparend arbeitet. Ein weiterer Grund die Mittelwelle nicht aufzugeben, besteht darin, dass der SFB erst 1988 (der Mauerfall war damals noch nicht abzusehen) einen eigens für die Mittelwelle gekauften Sendemast an der Stalupöner Allee in Charlottenburg aufstellen ließ. Die beiden anderen fünf Kilowatt-Sender (BBC 810 kHz; SFB 1449 kHz) wurden schon Anfang der neunziger Jahre stillgelegt.
• Vor 75 Jahren, am 28. August 1922, brachte die New Yorker Radiostation WEAF die erste Rundfunkwerbung: Zehn Minuten lang warb ein Sprecher für Wohnungen. Kosten für diesen Werbemarathon: 100 US-Dollar. 1992 gab es die erste Verleihung des Mercury Awards für Radiowerbung, bei dem Preisgelder von 200.000 US-Dollar ausgeschüttet wurden. Eine Jury aus der Werbebranche traf aus 600 Einsendungen eine Vorauswahl von 40 Spots, und der Preis von 100.000 US-Dollar in bar ging an einen Werbespot für eine Motelkette.
• Premiere für WRN3: Am 31. August 1997 ist auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin WRN3 gestartet. WRN3 ergänzt das bisherige Angebot von World Radio Network: WRN1 den englischsprachigen und WRN2 den multi-lingualen Service. Zur Zeit überträgt WRN3 die deutschsprachigen Programme zwölf internationaler Rundfunkstationen via Satellit nach Europa und weltweit im Internet.
• Radio Euskirchen auf Sendung: Am 31. August 1997 ist der 46. Lokalsender in NRW gestartet. Radio Euskirchen beginnt sein Programm um 11.00 Uhr und sendet auf den Frequenzen 99,7 - 106,9 und 107,4 MHz. Die Sendelizenz ist laut Chefredakteur auf fünf Stunden Eigenprogramm beschränkt (6.00 bis 9.00 und 16.00 bis 18.00 Uhr). Es wird eine lockere Zusammenarbeit mit Radio Köln, Radio Erft und Radio Bonn/Rhein-Sieg angestrebt. Für das Rahmenprogramm wurde radio NRW zugelassen.
•
Wolfgang Schmitz wird Leiter der
neugegründeten Wellenredaktion von WDR Radio 5. Das
neugestaltete Radio 5 startet am 1. September 1997. Der Journalist
Wolfgang Schmitz moderiert seit 1972 Sendungen im WDR Radio und
Fernsehen, darunter den Kinderfunk »Rotlicht« und die »Radiothek«.
1981 kam er in die Redaktionsgruppe Familie und Gesellschaft
(»Daheim und unterwegs«), deren Leitung er 1988 übernahm. Seit
Anfang 1996 ist Wolfgang Schmitz stellvertretender Leiter des
Programmbereichs Kultur, Hörspiel und Unterhaltung im WDR Radio.
Foto: © WDR (Gaby Winkler)
• WDR Radio 5 bietet ab 7. September einen neuen Service an: »Presseclub nachgefragt«. Hörer und Zuschauer können über die Radio 5 Hotline mit der Journalistenrunde und dem Moderator diskutieren. Live von 12.45 bis 13.00 Uhr.
• In den 40er Jahren begann in Yenan (China) der erste Sender der von Stalin unterstützten chinesischen Kommunisten mit seinen Sendungen. Am 11. September 1947 wurde in das kurze tägliche Programm ein 20-minütiges englisches Segmet eingefügt, das als Vorläufer des englischen Auslandsprogramms der Volksrepublik China gelten kann. Am 10. April 1950 wurde "Radio Peking", heute China Radio International, offiziell gegründet.
•
Seit 50 Jahren kommen regionale Kurzwellensendungen aus Mühlacker.
Die südwestdeutsche Stadt war schon seit Vorkriegszeiten Standort
leistungsstarker Mittelwellensender gewesen, als am 14. September
1947 der erste Kurzwellensender mit der Ausstrahlung von etwa zehn
Sendestunden am Tag begann. Der Sender war ein Eigenbau und wurde
immer wieder umgebaut. Anfangs sendete Mühlacker auf 6160 kHz, erst
am 14. Februar 1949 wechselte der Sender auf die heutige
Traditionsfrequenz 6030 kHz, die überwiegend das Programm von SDR
1 überträgt. [Der Mittelwellensender Mühlacker wurde am 21.
November 1930 als erster Großrundfunksender in Deutschland auf der
Welle 360,1 Meter (833 kHz) mit einer Leistung von 60 Kilowatt in
Betrieb genommen. Der MW-Sender Mühlacker strahlt heute auf 576 kHz
mit einer Leistung von 300 Kilowatt: tagsüber mit Rundstrahlung und
von 16.00 bis 7.00 Uhr mit verminderter Leistung in den Richtungen
Nordost und Südost. Der Kurzwellensender Mühlacker sendet mit 20
Kilowatt Leistung auf 6030 kHz im 49 m Band von 4.30 bis 23.05 Uhr.
Als Antenne wird ein Horizontaldipol mit den Hauptstrahlrichtungen
Nord und Süd verwendet.]
• Neuer Sender von radio NRW gestartet: "Blümchen" startete das Power Radio, die neue Jugendwelle von radio NRW anlässlich der Popkomm. Der Sender wird jedoch zunächst nur im Rahmen des DAB-Pilotprojektes in den Gebieten Köln, Bonn, Düsseldorf und Wuppertal zu hören sein.
•
SPUTNIK gelandet: Seit Montag, 15.
September, 0.01 Uhr heißt es "nun endlich Rock the nation auch auf
UKW" wie die Macher der MDR-Jugendwelle den ganzen Tag als Headline
Nummer 1 durch den Äther dröhnen. SPUTNIK ist in Sachsen-Anhalt auf
der lokalen UKW-Frequenz 104,4 MHz mit sagenhaften 10 Kilowatt
gelandet, die vom Harz bis fast nach Chemnitz reicht.
• radio kultur wird am 3. Oktober seine Sendungen zunächst nur über die Berliner Frequenz 92,4 MHz aufnehmen und damit in Südbrandenburg nur mit erhöhtem Aufwand zu empfangen sein.
• Die Deutsche Telekom AG präsentierte auf der IFA wieder ihr System T²M zur digitalen Tonübertragung auf Mittel-, Kurz- und Langwelle. Schon seit zwei Jahren wird T²M über einen mit 400 Watt betriebenen Sender im Berliner Stadtteil Uhlenhorst auf 810 kHz erprobt. Wie sich zeigte, war dieses Signal in den extrem störverseuchten Messehallen nicht zu empfangen. Daher griff man auf die Kapazitäten des Deutschlandradios in Berlin-Britz zurück und übertrug das Digitalsignal (bei dem es sich um das Berliner Deutschlandradio-Programm handelte) auf der früheren rias2-Frequenz 855 kHz mit fünf Kilowatt.
•
Axel Hose hat als Chefredakteur
die Führung des gesamten Wortbereichs bei Radio
Schleswig-Holstein (R.SH) übernommen. Er leitet damit rund 40
festangestellte Redakteure sowie eine Reihe von freien Mitarbeitern
in den Bereichen Nachrichten und Moderation. Außerdem hat er die
Verantwortung für die sieben Außenstudios, mit denen R.SH
flächendeckend im Bundesland vertreten ist.
• Finanzielle Probleme zwangen Radio Bulgarien zu Einschränkungen im Sendebetrieb. Vier Kurzwellensender wurden ganz abgeschaltet, die - auch für die Deutschprogramme genutzten - Anlagen in Plovdiv werden mit reduzierter Leistung von 150 bzw. 300 Kilowatt gefahren.
•
Die neue »Bayern 3ve - die MorningShow«
arbeitet nach dem Anchorman-Prinzip und ist auf zwei oder drei
Moderatoren zugeschnitten. Einer von ihnen ist Markus Othmer.
Er wechselt sich ab mit Roman Roell und Susanne Rohrer, die nach
ihrer Babypause wieder zu hören ist. Markus Othmer: "Wir machen mehr
Tempo und recherchieren viel mehr Themen in kürzerer Zeit". Markus
Othmer arbeitet seit März 1997 bei Bayern 3. Dort moderierte er
zuerst die neue Nachmittagssendung »Bayern 3ve am Nachmittag«, und
seit dem 29. September »Bayern 3ve die MorningShow«. Othmer begann
seine journalistische Arbeit bei den Nürnberger Nachrichten und
Radio Franken. 1988 wurde er verantwortlicher Redakteur für das
Morgenmagazin bei Radio Franken/Nürnberg. Er arbeitete als
Nürnberg-Korrespondent für verschiedene Privatradios und als
Moderator und Kommentator bei Eurosport. Ende 1989 ging er zu
ANTENNE BAYERN, wo er stellvertretender Unterhaltungschef war. Im
Fernsehbereich sammelte er erste Erfahrungen bei Eurosport und
Premiere, bevor er 1992 zur SAT.1 ran-Redaktion wechselte. Außerdem
moderierte er beim Bayerischen Fernsehen »Blickpunkt Sport« und im
Ersten Sportschau und Sport-Extra. Anschließend begann Markus Othmer
in der ZDF-Sportredaktion für die er unter anderem die Fußball-EM
1996 in England live kommentierte.
Foto: © ANTENNE BAYERN
• Corax e.V. ist die Initiative für Freies Radio in Halle und Umgebung. Der gemeinnützige Verein wurde am 30. September 1993 gegründet und betreibt ein Tonstudio in der Uhlandstraße 12 in Halle. Ziel ist ein nichtkommerzielles, lokales Bürgerradio für die Region Halle, das freie Meinungsäußerung ermöglicht und kommunikative Kompetenz fördert. Gesetzliche Grundlage dafür ist das am 13. Dezember 1996 vom sachsen-anhaltinischen Landtag novellierte Landesmediengesetz. Corax e.V. produziert in seinem Studio ein monatliches Stadtmagazin, das sonntags um 17.30 Uhr über die UKW-Frequenz 97,6 MHz des Leipziger Bürgerradios BLAU gesendet wird. Corax ist der lateinische Name des Raben, der mit krächzender Stimme die Wahrheit sagt.
• Die vier Landesprogramme des NDR senden seit 1. Oktober die »NDR 1 Nacht«. Bis Ende des Jahres wird dieses Programm von NDR 1 Radio MV produziert. Damit soll ein stärkerer regionaler Bezug - insbesondere bei den Nachrichten - gewährleistet werden.
•
Christian Stoll Chefreporter beim privaten Hörfunksender
Hit-Radio Antenne, wurde am 1. Oktober der
Niedersächsische Hörfunkpreis '97 in der Rubrik „Kultur und
Unterhaltung” verliehen. Aus insgesamt 94 eingereichten Beiträgen
wurde seine Live-Reportage vom ATP-Tennisweltmeisterschafts-Finale
Becker gegen Sampras besonders gewürdigt. Für seine actiongeladene,
dramatische und kompetente Berichterstattung direkt vom Center-Court
wählte ihn die Jury auf den ersten Platz. Der Bremer Christian Stoll
kam 1991 als Reporter zu Hit-Radio Antenne. In seiner Position als
Antenne-Chef vom Dienst wechselte er für einige Monate zum Berliner
Hörfunksender Hundert,6. Ende 1994 kehrte er zurück nach Hannover,
ist seitdem Chefreporter und verantwortlich für den Bereich
Sportpromotion bei Hit-Radio Antenne.
Foto: © Hit-Radio Antenne
• Radio Emme gestartet: Am 10. Oktober nahm in der Schweiz Radio Emme den Sendebetrieb auf. Das neue Privatradio für das Emmental und Entlebuch bietet ein 24-Stunden-Programm an, zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Versorgungsgebiets. Gesendet wird ein Mix aus Informationen und Unterhaltung. Bereits eingerichtet sind die Studios an der Dorfstraße in Langnau. Mit sieben gut koordinierten Frequenzen ging Radio Emme in seinem Versorgungsgebiet auf Sendung. Dabei profitiert das Programm von verschiedenen sehr geeigneten Höhenstandorten im hügeligen Gelände. Geschäfts- und Sendeleiter ist Lukas Schütz.
• Die Radio- und Fernsehwettbewerbe "Prix Futura Berlin" und "Prix Europa" werden zum Prix Europa zusammengefasst. Am 12. Oktober wird der Preis erstmals in Babelsberg verliehen. Rund 500 Teilnehmer aus 36 Ländern werden erwartet.
• »Unterwegs in Hessen«, das Landesmagazin in hr1, wurde am 15. Oktober 35 Jahre alt. Seit mehr als drei Jahrzehnten informiert die populäre Hörfunksendung montags bis samstags von 10.00 bis 12.00 Uhr aktuell und umfassend über alle Regionen Hessens. Berichte über Außergewöhnliches und Alltägliches, kompetent und unterhaltsam präsentiert, gehören ebenso zum Programm wie Livereportagen und Hörerbeteiligung. In der Jubiläumssendung am 15. Oktober standen die Anfänge und Höhepunkte aus 35 Jahren Hessenberichterstattung im Mittelpunkt. Gast im Studio war unter anderem der Moderator der ersten »Unterwegs in Hessen«-Sendung, Karl-Heinz Hattemer.
• Helmut Radermacher, seit den Anfängen einer der Aushängeschilder von R.SH - ist eine Woche nach der Geburtstagsfeier zu Radio NORA gewechselt.
• Neuer Bayern 1 RadioClub: Bayern 1 baut den Kontakt zu seinen Hörern aus. Mit dem Bayern 1 RadioClub wird so beliebten Bayern 1-Sendungen wie dem Musikjournal, dem Radiotreff, dem Radiocafé oder dem Bayernmagazin ein starkes Instument zur Hörerbindung an die Seite gestellt. Vom 15. Oktober 1997 an wird der Bayern 1 RadioClub, organisiert bei der Bayerischen Rundfunkwerbung (BRW), seinen Mitgliedern in enger Abstimmung mit dem Programm Bayern 1 eine neue Welt erschließen. Ein Clubmagazin informiert die Mitglieder über das Clubleben, aber auch über das Programm Bayern 1 und seine Mitarbeiter, dazu gibt es exklusive Clubveranstaltungen. Maskottchen des Bayern 1 RadioClubs ist der Murmelbär.
•
Radio Norway hat sich am 18. Oktober von seiner ältesten
Kurzwellenstation in Frederikstad verabschiedet, die Anlagen werden
demontiert. Seit 1948 wurden von diesem Standort Programme des
norwegischen Rundfunks ins Ausland abgestrahlt, ab 1976 mit einem
500 Kilowatt-Sender von Thomson. Ende letzten Jahres ersetzte ein
neuer Sender am Standort Sveio die Anlage in Frederikstad. Die jetzt
genutzten 500 Kilowatt-Sender befinden sich an der Fjord-Küste und
übertragen in jeder Stunde zunächst das Programm von Radio Norway
(am Sonntag unter anderem um 8.00, 14.00 und 20.00 Uhr mit einem
Magazin in Englisch, sonst in Norwegisch), anschließend ab xx.30 bis
xx.55 Uhr wird der Kopenhagener Auslandsdienst Radio Denmark
ausgestrahlt, der zugunsten dieser Kooperation seinen eigenen Sender
aufgab. Am 3. Januar 1948 eröffnete König Haakon VI offiziell den
Rundfunkdienst "Radio Norway International". Im Januar 1998 feiert
der Sender seinen 50. Geburtstag. Foto: ©
Radio Norway
• Kirchenleute statt Morgenandacht: Die Hamburg-Welle des NDR hat nach einem halben Jahrhundert die Morgenandacht aus dem Programm genommen. An die Stelle der nach Meinung der Radiomacher zu betulichen Morgenandacht ist eine neue Sendung »Kirchenleute heute« getreten. In zwei Minuten dürfen Leute der Kirche von sich oder über andere reden. Möglichst mit viel Lokalkolorit. Am Sonnabendmittag wird ein Theologe nach dem Vorbild etlicher Tageszeitungen befragt: „Was predigen Sie morgen?”.
•
Der niedersächsische Privatsender
Antenne.Das Radio hat seinen Namen dem neuen
Programmformat angepasst und nennt sich jetzt Hit-Radio Antenne -
Der beste Mix. Durch die Programmreform hat sich Hit-Radio
Antenne innerhalb von eineinhalb Jahren an die Spitze der Popsender
in Niedersachsen und Bremen gesetzt. Dies führt der Sender vor allem
auf das klar strukturierte Musikangebot zurück, das sich aus einer
breiten Mischung der schönsten Hits aus den 80ern und 90ern
zusammensetzt. Daneben wird die Hit-Radio Antenne-Hörerschaft "immer
fünf Minuten früher informiert".
• Die Privatsender ANTENNE MV, Radio Hamburg und radio ffn senden sonntags bis donnerstags von Mitternacht bis vier Uhr ein gemeinsames Nachtprogramm. Die »Nordnacht« kommt regelmäßig aus Hannover, wo ein Volontär sie moderiert.
• Der Berliner Privatsender NewsTalk geht zu siebzig Prozent an die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Metromedia International Group Inc. Diesem Unternehmen beziehungsweise deren Mutter gehören Rundfunksender überall in Mittelost-Europa. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) wird jetzt die Frequenz neu ausschreiben.
•
Richie auf Erfolgskurs: "Richie", die
Comedy-Kultfigur von Radio Köln und den NRW-Lokalradios, ist auf
Platz sieben der aktuellen Longplay-Verkaufscharts durchgestartet.
Schon in der Vorwoche hatte "Richie" bei seiner ersten Platzierung
mit Rang 14 einen guten Start. Mehr als 90.000 CDs sind in nur zwei
Wochen verkauft worden, und die Nachfrage ist ungebrochen.
• Erst seit zwei Jahren gibt es »Das Tagesgespräch« auf Bayern2Radio - trotzdem feierte die Redaktion am 28. Oktober 1997 schon ein Jubiläum: Die 500. Sendung. Fünfhundert Mal wurden Gäste eingeladen, fünfhundert Mal hatten Hörer die Möglichkeit, ihre Meinung zu sagen, zu streiten, zu diskutieren oder auch nur eine Frage zu stellen. Was als Experiment begann, hat längst einen festen Platz im Gesamtprogramm - von Montag bis Freitag um 12.05 Uhr. Pro Sendung rufen bis zu 3.000 Hörer unter einer gebührenfreien Nummer an: Die Meinung von Studiogästen und Anrufern ist gefragt, je pointierter desto besser. Wer die richtige Nummer wählt, landet nach einem kurzen Vorgespräch schnell bei einem der Moderatoren: Achim Bogdahn, Stephanie Heinzeller, Klaus Kastan, Hartwig Neumann oder Jürgen Seeger.Thematisch ist im »Tagesgespräch« alles möglich: Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und „Vermischtes” - aktuell und streitbar sollen die Themen und auch die Studiogäste sein.
• SAEK-Hörfunk in Leipzig eingerichtet: Mit dem an der Universität Leipzig tätigen Verein zur Förderung der Medienforschung und -ausbildung e.V. wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach dieser in Leipzig mit der Durchführung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Hörfunk - im Rahmen des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals (SAEK) beauftragt wird. Ziel des Vertrages ist es, Hörfunk-Interessenten die Möglichkeit zu bieten, in qualifizierter Weise das erforderliche technische und journalistische Grundwissen zu erwerben. Die Medienakademie Leipzig ist an dem Projekt beteiligt. Außerdem sollen die praktischen Erfahrungen des Universitätsradios "mephisto" und die medienpädagogische Kompetenz an der Universität Leipzig in das SLM-Vorhaben einfließen.
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Neue Serie auf ANTENNE MV: Frei nach dem Motto „Die Wirklichkeit
ist ohnehin viel unglaublicher, als jede erfundene Geschichte”, hat
sich ANTENNE MV-Moderatorin Diana Urbank das „Schwarzbuch” des
Bundes der Steuerzahler vorgenommen und vertont. Was die Gralshüter
im Kampf gegen die weiterhin verbreitete Verschwendungssucht der
Staatsbediensteten im Laufe des vergangenen Jahres festgestellt
haben, ist Vorlage für die neue ANTENNE MV-Serie
»Schwarzbuchgeschichten«, die wöchentlich im Wechsel mit der
Zukunftsreihe »MV 2020« jeweils montags bis freitags, 13.15 Uhr
ausgestrahlt wird. Foto: © ANTENNE MV
• Hermann Rockmann ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war mit den Anfängen erst des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), später des Norddeutschen Rundfunks (NDR) eng verbunden. Seine eindrucksvolle Stimme war Teil des »Echo des Tages« und des »Hafenkonzertes«. Er prägte auch die Anfänge der »Aktuellen Schaubude«. Auch einer Wochenschau lieh er seine Stimme.
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Uwe Arkuszewski, vormals Musikchef bei delta radio und seit zwei
Jahren „Mädchen für alles” bei NORA, ist unter die Schlagersänger
gegangen. Unlängst sind eine Single und ein Album erschienen.
Überdies tingelt der vielbeschäftigte Mann mit der
NORA-Schlagerparade durch das Land und begeistert mit nachgesungenen
Kult-Schlagern - so eine Art Karaoke vom feinsten - die Leute.
• Weil der Berliner Privatsender r.s.2 sein Morgenprogramm regional aufgesplittet hat, haben die populären Moderatoren Andreas Dorfmann und Gerlinde Jänicke das Handtuch geworfen. Künftig werden sie ihr Brot beim Berliner Rundfunk verdienen, wo Dorfmann überdies Ausbildungsleiter werden soll.
• RadioRopa gibt Satellitenlizenz zurück: Die RadioRopa Tele und Radio GmbH hat ihre Lizenz zur Veranstaltung eines überregionalen Hörfunkvollprogramms über den ASTRA-Satelliten an die LPR Rheinland-Pfalz zurückgegeben. Dies war notwendig geworden, da die studiotechnische Abwicklung des Programms RadioRopa Info inzwischen von Sachsen aus erfolgt (vorher Daun in der Eifel). Mittlerweile hat die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) eine neue Sendelizenz erteilt.
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Deutsch aus Brüssel: Wieder ist ein
deutschsprachiges Programm von der Finanznot des Senders und von
Sparmaßnahmen bedroht. Diesmal geht es um Radio Vlaanderen
International (RVI). Mit dem Auslauf der Sommersende-Periode am
25. Oktober 1997, sollen drei Sendesprachen bei BRT entfallen:
Arabisch, Spanisch und Deutsch. Bei RVI in Brüssel soll der gesamte
Auslandsdienst neu strukturiert werden. Gut zehn Jahre ist das
beliebte Programm »Hier ist Brüssel« nun schon on air und die Macher
Klaus Haas sowie Martina Luxen geben sich viel Mühe mit dem
täglichen 25 Minuten-Programm. Im Bild: Die Präsentatoren des
deutschen Programms: Martina Luxen (seit 1987 dabei) und Klaus Haas.
Fotos: © Peter
Schneider
• Radio Slowakei International hat angekündigt, dass die Sendestelle Velke Kostolany bei Bratislava (zwei 100 kW-Sender von Tesla) in Kürze - wahrscheinlich zur Sendeplanumstellung am 26. Oktober 1997 - geschlossen wird. Künftig will man ausschließlich den Standort Rimavská Sobota nutzen, an dem vier sowjetische Sender mit je 250 Kilowatt zur Verfügung stehen.
• Neuer Morningman bei r.s.2: Andrea Ballschuh (»SAT.1-Wetter«), Heiko Schönborn und Thomas Koschwitz, (RTL-Spätnacht, SAT.1-Vormittagsprogramm) moderieren seit dem 3. November die, von Andreas Dorffmann und Gerline Jähnicke verlassene, 94,3 r.s.2 Morgensendung von 5.00 bis 10.00 Uhr.
• MDR LIFE künftig Mittendrin: Das frühere "Musikradio" des Mitteldeutschen Rundfunks startet am 3. November 1997 sein rund-erneuertes Programm. Grund dafür waren die dramatischen Hörerverluste seit der letzten Programmreform zum "Service-Radio" Ende 1996. Mit leicht verändertem Logo („LIFE” wird jetzt groß geschrieben) und unter dem Slogan "Radio Mittendrin" will der Sender nun im hart umkämpften Radiomarkt Mitteldeutschlands Hörer zurückgewinnen.
• Auf der Frequenz von Radio Charlie 87,9 ist jetzt Star FM zu hören. Der Slogan lautet auch hier: „...THE AMERICAN WAY”. Demnach ist die Musikauswahl auch weiterhin Rock. Das Uniradio Berlin strahlt zur üblichen Zeit auf dieser Welle seine Programme aus.
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Am 10. November 1997 ist das erste Campusradio in
Nordrhein-Westfalen gestartet. Radio c.t. ist ein eingetragener Verein. Diesem Trägerverein gehören
vor allem Studenten, aber auch Mitarbeiter der Hochschule und
Fachhochschule sowie der AStA und das Akademische Förderwerk Bochum
(AKaFö) an. Das Hochschulradio wird von der Ruhruniversität Bochum,
der Fachhochschule Bochum, dem AKaFö, dem AStA und dem
NRW-Wissenschaftsministerium finanziert. Darüber hinaus können
Sponsoren zur Finanzierung des Programms gewonnen werden. Radio c.t.
sendet auf der terrestrischen Frequenz 96,9 MHz [Am 24. September
2004 Wechsel auf 90,0 MHz; neuer Name: CT das Radio] zunächst für
vier Stunden täglich Live-Programm, acht Stunden werden mit einem
computergesteuerten Programm gefüllt. Das werbefreie Programm bietet
hochschulbezogene Themen an. Programm-Macher sind Studenten der
Ruhruniversität Bochum und der Fachhochschule Bochum. Ziel des
Hochschulradios ist es, die Binnenkommunikation und die Außenwirkung
der Universitäten zu verbessern.
• Am 12. November 1917 verkündete ein Morsefunkspruch, der von einer Station bei Petrograd ausgestrahlt wurde, den Sieg der Oktoberrevolution. Er war von Lenin verfasst worden und enthielt auch ein Friedensangebot an die anderen Parteien im ersten Weltkrieg. Der Spruch wurde von einem Österreicher aufgefangen und weitergegeben. Von diesem Zeitpunkt an sendeten die Kommunisten regelmäßig, und auch die deutsche Revolution am 9. November 1918 in Kiel wurde als Funkspruch aus der Sowjetunion weiterverbreitet. Da Morsefunk nicht ohne Kenntnisse verständlich war, wurde schon in den 20er Jahren mit Sprachsendungen experimentiert. Im März 1920 unterzeichnete Lenin ein Dekret über den baldigen Bau eines Zentralsenders von einer Reichweite über 2000 Kilometer. Am 21. August 1922 kamen dann die ersten offiziellen Rundfunksendungen aus Moskau.
•
Ostdeutscher Radio- und Barbetrieb: Ein
neuer Radiohörertreff ist eröffnet worden. In der
Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam wurde vom ORB und dem Lindenpark
e.V. das RadioEins-Café in Betrieb genommen. Nach der vierjährigen
Erfahrung mit der Fritzkneipe will man sich auf engstem Raum eine
neue Zielgruppe warmhalten. Nicht nur, dass das laufende Radio Eins
Programm im Café umherschallt, erinnert an den Sinn dieses
Unterfangens, sondern auch die Mikrofone an den Whiskyflaschen und
das beleuchtete Radio Eins Schild. Warum der Innenraum Schwarz und
gelb gestrichen wurde wird klar, wenn der Besucher weiß, dass diese
Farben das Erkennungsbild des erst vor kurzem gestarteten
Radioprogramms ist. Eine Frequenzskala zeigt, wo sich im UKW-Bereich
das neue Radio findet.
• Wechsel bei der OSTSEEWELLE: Valerie Weber, Programmchefin der OSTSEEWELLE, wechselt am 1. Dezember zu ANTENNE 1 in Stuttgart. Die gebürtige Münchnerin, die den landesweiten Privatsender in Mecklenburg-Vorpommern im Juli 1995 mit aufgebaut hat, verlässt den Sender nach über zwei Jahren auf eigenen Wunsch. In Stuttgart übernimmt sie die Programmleitung des Hit-Radios aus Baden-Württemberg.
• Planet radio verpflichtet RAP-Star „Alina”: Am 20. Dezember 1997 hat die 21-jährige Alina ihre erste Sendung »Rödelheim hottest« moderiert. Unter dem Titel »Rödelheim-hottest« stellt die Rapperin aus Karlsruhe jeden Samstag ihre persönlichen Lieblingstracks bei planet radio vor. Dabei will sie nicht nur aus dem RAP-Bereich auflegen, sondern auch aus der Soul- und Techno-Dance-Szene. „Ich gehe meinen Weg”, sagt Alina und setzt sich vor’s Mikro. Sie ist der erste Star aus der Musikbranche, der in Hessen mit einer eigenen Sendung on air geht. Schon mit ihrer ersten Single „Nur für dich” hat die Moderatorin bewiesen, dass sie mehr drauf hat, als nur spaßige Reime zu dichten. Mit 16 Jahren fing Alina an, aus „Spaß und nur einfach so” zu rappen. Der Einstieg in die HipHop-Szene kam vor rund drei Jahren. In diesem Jahr kam der erste große Erfolg für die Deutsch-Italienerin. Seit dieser Zeit ist auch Maruc Kissel für ihre Musik verantwortlich, ein Mann der sein Fach von Grund auf beherrscht. Kissel war vor seinem Engagement für Alina, lange Zeit für die Konkurrenz vom Rödelheim Hartreim Projekt als DJ und Remixer tätig. Am Freitag moderiert der Berliner Radiostar Rob Green die »planet-hottest« mit den meistgewünschten Tracks aus der jeweils vergangenen Woche.
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RADIOROPA mit neuem Slogan: „Fakten sofort. Musik mit Gefühl”
ist das Leitmotiv, mit dem RADIOROPA am 16. Dezember 1997 seine
großangelegte Programmoffensive gestartet hat. Der sächsische
Metropolensender - wie man sich jetzt nennt - zielt dabei auf die 20
bis 49-jährigen Sachsen, für die „Radio vor allem für Aktualität
steht”. Der neue Slogan soll mit Aktualität und Emotion zwei
besondere Stärken des Mediums Radio ausdrücken: Kein anderes Medium
ist schneller als das Radio und kein anderes kann Emotionen besser
transportieren. Dazu Programmdirektor Yosh Malzon-Jessen
selbstbewusst: „...Und in Sachsens Metropolen kann dies gebündelt
keines besser als RADIOROPA”. RADIOROPA sendet aus den
Gohlis-Arkaden in Leipzig. Foto: © Danilo
Höpfner
• Das NRW-Lokalradio für den Kreis Heinsberg, die Welle West, hatte zu Weihnachten als erste deutsche Lokalstation eine Grußsendung in Richtung USA auf Kurzwelle ausgestrahlt. Zur Urlaubszeit in den Sommerferien will man wieder auf KW senden.
• Still geworden ist es um die ehemalige englische Kronkolonie Hong Kong, seit sie am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben werden musste. Dies trifft auch für den Rundfunk zu, er ist vollständig vom AM-Spektrum verschwunden. Bereits 1996 hatte die BBC ihr „East Asia Relais” geschlossen, die beiden 250 kW-Sender demontiert und sämtliche Sendergebäude und Sendeanlagen abgerissen. Davon betroffen war auch der Regierungsfunk der Kronkolonie, der manchmal sporadisch für Seewetterberichte während Yachten die BBC-Sender mitbenutzte. Aber auch er ist wie BFBS Hongkong mittlerweile Geschichte. Die Kurzwellensendungen sind nun allesamt in chinesischer Hand und kommen vom Festland.
• Die Internationale Medienhilfe (IMH) verlieh dem Sender Freies Berlin (SFB) den Titel Rundfunksender des Jahres ‘97. Gewürdigt wurde das Programmangebot von SFB-MultiKulti als „europäisch-einmaliges Hörfunkangebot”. Es ist in über 20 Sprachen präsent und eine wichtige Orientierungshilfe für Ausländer, die in Berlin leben. Der Titel gilt als bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio- und TV-Stationen.
