Radio-Nachrichten
1996
• Neue Leiterin der Kulturwelle hr2 ist die SWF-Redakteurin Angelika Bierbaum. Die künftige Wellenchefin leitet im Hörfunk des Südwestfunks den Bereich Musik mit den Redaktionen E-Musik und Jazz. Die 41-jährige Musikwissenschaftlerin tritt ihr neues Amt am 1. Januar an. Sie wird Nachfolgerin von Dr. Heinz-Dieter Sommer, der Anfang August die Position des Programmdirektors Hörfunk im Hessischen Rundfunk übernommen hat. Foto: © SWF (Wolf Tschira)
• Radio 107,1 hat als erster kommerzieller Hörfunkanbieter in Bremen seinen stundenweisen Sendebetrieb über die Sender des DLF auf 104,3 und 107,1 MHz zum Jahresbeginn aufgenommen. Dies löste heftige Proteste bei den Hörern aus. Das Frequenzsplitting gehe auf Beschlüsse der Bremischen Landesmedienanstalt aus der Zeit vor der Gründung des Deutschlandradios zurück, so Intendant Ernst Elitz. "Wir sind uns aber mit den politisch Verantwortlichen in Bremen und mit der Landesmedienanstalt einig, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, damit der Deutschlandfunk wieder ungekürzt auf der gewohnten Frequenz zu empfangen ist". Radio 107,1 hat bereits eine eigene Frequenz beantragt.
• hr2 - Vielfalt in Kultur: Am 2. Januar startet das neue hr2-Programm. Bewährte Sendungen - »Wissenswert«, »hr2-Forum« werden ausgebaut und durch neue Programme am Abend um 20.05 Uhr zu den Themen Bücher, Film, Wissenschaft, Technik, Medien und Theater ergänzt. Nach wie vor stehen klassische Musik und Kultur im Mittelpunkt von hr2. Das »Frankfurter Funkkonzert« wird für die Freunde klassischer Musik verlängert. 5 nach 12 beginnt das neue »Kulturjournal«, ergänzt wird es durch »Kultur kompakt« um 18.05 Uhr. Radio ist Ereignis, Ereignisse sind Radio - das ist das Motto für den Abend auf hr2. Direktübertragungen aus den großen Opernhäusern und Konzertsälen der Welt bestimmen schon seit Jahren das Programmangebot. Dazu kommen die großen Hörspiele und das Abendstudio - zusammen mit anderen Sendungen unverwechselbare Programme, wie sie nur im Radio denk- und hörbar sind. Interesse sollen die zahlreichen Spezialsendungen wecken, zum Beispiel »Campus«, die Sendung für und mit den Universitäten sowie »Domino«, einem täglichen Programm für Kinder und Eltern.
•
NordOstsee Radio (NORA), das dritte
private Hörfunkprogramm in Schleswig-Holstein, kann auf Sendung
gehen. Die Zulassung für NORA, die die ULR im März 1995 beschlossen
hatte, wurde rechtskräftig, nachdem die Mitbewerberin PRISMA RADIO
GmbH beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht die Klage
gegen die NORA-Zulassung wieder zurückzog. NORA ist am 31. Dezember
1995 um 12.00 Uhr über die Sender Kiel, Kaltenkirchen, Lübeck,
Westerland und Lauenburg gestartet. Ab März 1996 wird das Programm
auch über die Sender Flensburg und Eutin und ab Mai 1996 über die
Sender Garding, Schleswig und Helgoland zu empfangen sein. Bei NORA
handelt es sich um ein 24-stündiges Vollprogramm, das sich mit
heimatlicher Musikfarbe an die Zielgruppe der über 35-Jährigen
richtet. Foto: ©
RADIO NORA
• Das Baselbieter Lokalradio "Radio Raurach" verbreitet nunmehr sein Programm auch vom Senderstandort St. Chrischona auf der bisherigen Frequenz 101,7 MHz. Radio Raurach wechselte mit dem Start der größeren Reichweite seinen Namen und heißt jetzt Radio Edelweiß. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit in der Werbung mit Radio Basilisk aufgekündigt und neu mit dem deutschen Radio Regenbogen begonnen. Obwohl manchmal die Einstrahlung der deutschen Privatradios als Konkurrenz angesehen wurde, fand nun ein Zusammenschluss mit Radio Regenbogen und anderen Schweizer Lokalradios zum Pool 2000 statt.
•
Monika Piel ist seit 1. Januar Leiterin
der Wellenredaktion WDR 2 (vorher stellvertretende
Chefredakteurin und Leiterin der Programmgruppe Wirtschaft,
Landwirtschaft, Umwelt und Verkehr). Den Hörern ist Monika Piel als
Moderatorin verschiedener WDR 2-Sendungen - zuletzt dem
»Mittagsmagazin« - bekannt. Sie begann ihre Karriere beim WDR 1978
als Redaktionsassistentin im Programmbereich Politik.
Foto: © WDR
• Offener Kanal in Mecklenburg-Vorpommern: Noch in diesem Jahr geht der erste Versuch Offener Kanal des Landes in Neubrandenburg auf Sendung. Der NB-RADIOTREFF 88,0 - so der eigenständige Name des jüngsten Projekts - ist ein lokaler Stadtsender. Er wird terrestrisch auf UKW 88,0 MHz ausschließlich in Neubrandenburg und Umkreis zu empfangen sein. Am 1. Dezember 1995 bezogen die drei Mitarbeiter Dorrit Ilk, Ingrid Strahsburg und Andreas Wiezorreck ihre neuen Arbeitsräume in der Treptower Straße 9. Auf 360 Quadratmetern befinden sich vier Produktionsstudios, die Sendeabwicklung mit Empfang, Büro- und ein Schulungsraum sowie ein sehr geräumiger Kommunikationsbereich. In den Studios steht modernste Technik. An digitalen Schnittplätzen lernen die Nutzer auf einfach Weise, wie man O-Töne schneiden, mit Musik mixen und Radiosendungen selber machen kann. Der Versuch Offener Kanal wird wissenschaftlich durch ein junges Team von Meinungs- und Kommunikationsfachleuten des Rostocker Unternehmens EMROS begleitet.
• Nach dem erfolgreichen Start des Kieler Regionalstudios von delta radio sollen weitere Regionalstudios im Süden und im Norden auf Sendung gehen, ganz nach dem Motto total lokal. In Flensburg und Lübeck laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die beiden neuen Regionalstudios werden - wie auch total lokal Kiel - von Montag bis Freitag ab 12.48 Uhr eine Stunde lang Programm für ihre Region machen.
• Frischer Wind im Oberland: Zum neuen Jahr gab es einen Führungswechsel bei Radio Oberland Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau. Programm- und Studioleiter ist jetzt der Diplom-Journalist Wolf-Peter Knipp. Gleichzeitig meldete sich Radio Oberland mit einem neuen und noch frischeren Format. Mehr Hits und Oldies sind die Grundlage des Programms, das sich im Informationsbereich total lokal präsentiert.
• Radio Norway will in diesem Jahr einen zweiten 500 Kilowatt-Kurzwellensender in Sveijo installieren und zwei weitere Vorhangantennen. Die Sendeanlagen des norwegischen Auslandsfunks werden gemeinsam von Radio Norway und Danmarks Radio genutzt. Außerdem wird Sendezeit für eine burmesische Exilgruppe zur Verfügung gestellt. Man versteht dies als Geste der Unterstützung für die Opposition in Burma.
• Nur der Polizeifunk ist linker: Nach einem Bericht in der Berliner Morgenpost funken seit 15. Januar 1996, 17.00 Uhr, Studenten der Potsdamer und aller Berliner Universitäten aus einer Dahlemer Villa. uniRadio, das erste Universitätsradio der Region, geht auf der Frequenz von Radio Charlie für eine Stunde täglich auf Sendung. Motto: "Nur der Polizeifunk ist linker als wir". Womit nicht die politische Ausrichtung gemeint ist, sondern die Platzierung auf 87,9 MHz am linken Rand der Radioskala. Geboten werden Nachrichten, denen ein Wetterinterview folgt. Die erste halbe Stunde widmet sich tagesaktuellen Themen, die mit dem an den Universitäten schlummernden Hintergrundwissen aufgearbeitet werden. Die zweiten halbe Stunde startet mit Hochschul-News und -Tipps. Es folgen Beiträge über Hochschulpolitik, Forschungsprojekte und den verschiedenen Facetten des studentischen Lebens.
• Leiterin der Wellenredaktion von WDR 4 wird zum 1. Februar 1996 Barbara Gansauge. Nach langjähriger Tätigkeit bei RTL Radio Luxemburg, freier Mitarbeit bei SR, WDR und Deutschlandfunk fing sie 1984 beim WDR in Köln als Redakteurin in der Programmgruppe Unterhaltende Musik an. Sie war verantwortlich für die »Flippzeit« und betreute Sendungen wie »Nachtrock«, »Alan Bangs Connection« und die »Professor Bob Show« in WDR 1. Außerdem moderierte Barbara Gansauge die WDR 1-Sendung »Soul«. Seit April 1995 ist sie Redakteurin in der Programmgruppe Unterhaltung des Hörfunks, wo sie unter anderem für die »Unterhaltung am Wochenende« in WDR Radio 5 und die WDR 2-»Zugabe« zuständig ist.
•
Juliana Rasche bereichert jetzt den
Samstag und Sonntag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr auf 94,3 r.s.2
mit ihrer Stimme. Sie kommt von der Welle Fidelitas in Karlsruhe, wo
sie zwei Jahre lang den »Frühstücksclub« moderierte. Frank
Kretzschmar hat die Leitung des 94,3 r.s.2-Clubs übernommen. Der
kürzlich eröffnete Club-Shop in Berlin am Kaiserdamm 101 fällt
ebenfalls in seinen Verantwortungsbereich. »Der gute Morgen für
Berlin und Brandenburg« mit Andreas Dorfmann und Gerlinde Jänicke
erhielt zusätzliche Interviewplätze, ausführlichere Nachrichten und
eine neue Comedy-Reihe »Atze & Kalle«, gespielt von Thorsten
Schütz und Frank Kretzschmar. Shootingstar des Programms ist
die neue abendliche Sendung »Lovesongs & Liebesgrüße« von den
Hörern gestaltet und von Andrea Ballschuh mit viel Herz und
Stimme moderiert.
• Im Februar 1996 gibt es 40 Jahre Rundfunk auf Antigua und 20 Jahre auch eine international hörbare Kurzwellenstation. Der erste Rundfunksender Antiguas nahm im Februar 1956 seinen Betrieb auf der Mittelwelle 620 kHz auf. Der Fernsehkanal begann im Juni 1965 als privates Unternehmen und wurde 1974 von der Regierung gekauft. Eventuelle Gewinne fließen seither der Staatskasse zu. Der regierungseigene "Antigua und Barbuda Broadcasting Service" betreibt Rundfunk- und Fernsehsender. Seit 20 Jahren betreiben die BBC London und die Deutsche Welle eine leistungsstarke Kurzwellen-Relaisstation auf Antigua. Heute [1996] stehen den beiden Auslandsdiensten vier 250 Kilowatt-Sender für die Versorgung des amerikanischen Doppelkontinents zur Verfügung.
• Erstmalig kooperieren eine öffentlich-rechtliche TV-Anstalt und ein privater Hörfunkanbieter bei einer Großveranstaltung. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) / Power Vision und Radio Regenbogen mit Sitz in Mannheim werden am 17. Februar zusammen in der Europahalle Karlsruhe ein Musikspektakel mit zahlreichen internationalen Stars veranstalten. Die Fete beginnt um 19.00 Uhr und wird als Live-Aufzeichnung nach dem Aktuellen Sportstudio im ZDF zeitversetzt in voller Länge übertragen.
•
Radio 7 mit neuem Studio: Hautnah an
seinen Hörern auf der Ostalb präsentiert sich der
Baden-Württembergische Bereichssender Radio 7. Nach nur
dreimonatiger Bauzeit wurde am Gmünder Torplatz im Herzen der Stadt
Aalen das Regionalstudio Aalen/Ostalb eröffnet. Ganz bewusst
wurde als Adresse die Fußgängerzone ausgewählt, damit der Kontakt zu
den Radio 7-Hörern schneller und effizienter wird. Ein Team von
sieben Mitarbeitern kümmert sich jetzt um die Themen auf der Ostalb
und Ostwürttemberg. Mit Frank Walesch wurde ein erfahrender
Radiomann als Redaktionsleiter gewonnen. Er was bisher Studioleiter
beim Allgäuer Privatsender Prima 1 und wird unterstützt von drei
Kolleginnen. In den Jugendstilräumen des denkmalgeschützten Gebäudes
in der Gmünder Straße arbeitet außerdem das dreiköpfige
Marketingteam von Radio 7 Aalen / Ostalb. Insgesamt sechsmal pro Tag
sendet das Aalener Studio auf der Frequenz 103,7 MHz
Regionalnachrichten und in der Zeit zwischen 17.00 und 19.00 Uhr
wird über alle Ereignisse der Region berichtet.
• Schneechaos legte Telefonanlage lahm: Die Februar-Schneekatastrophe wird den Mitarbeitern von Radio Schleswig-Holstein lange im Gedächtnis bleiben. Noch niemals klingelte das Hörertelefon so häufig wie am Chaosmorgen des 19. Februar 1996. Aber es war nicht das Informationsbedürfnis der R.SH-Hörer, das die Telefonanlage zum Absturz brachte. Zum ersten Mal fiel die Anlage aus, weil so viele Hörer ihren Sender mit Informationen versorgen wollten. Morgenmoderator Carsten Köthe: "Das habe ich in zehn Jahren R.SH noch nicht erlebt. Das reinste Selbsthilfe-Radio". Die Morningcrew musste kurzfristig durch drei weitere Serviceredakteure unterstützt werden. Dies ließ sich schnell organisieren. Ein Teil der Mannschaft hatte wegen der katastrophalen Wetterbedingungen im Funkhaus übernachtet.
•
Der Berliner Nachrichtensender NewsTalk 93,6 ging am 20.
Februar auf Sendung. "Meinungs- und diskussionsinteressierte
Hörer" ist die anvisierte Zielgruppe der Station, die ganz ohne
Musik auskommen will.
• RADIO EINS in Coburg startete mit einem Weltrekord ins Neue Jahr: Vom 21. Februar bis 2. März lief die längste Hörerwunschsendung der Welt. 240 Stunden am Stück fast 3000 Hörerwünsche, moderiert von zwei Moderatoren. Neuer Programmleiter ist seit Anfang des Jahres Wolfram Hegen.
• Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat der Stimme Russlands die Mittelwelle 693 kHz für die Versorgung des Ballungsraumes Berlin zugewiesen. Die Programmausstrahlung begann am 1. März 1996.
• Das digitale Rundfunksystem DAB ist nun auch in der Lage, bewegte Bilder zu übertragen. Statt einem Paket aus Hörfunkprogrammen und zusätzlichen Daten können mit DAB-TV erstmals Fernsehbilder störungsfrei in fahrenden Kraftfahrzeugen und Bahnen übertragen werden.
•
1000 Tage Privatradio in Mecklenburg-Vorpommern:
Eine positive Bilanz aus Anlass des 1000. Sendetages am Sonnabend,
24. Februar 1996, zog ANTENNE MV-Geschäftsführer und
Programmdirektor Horst Müller: "Unser Sender gehört zu den ganz
besonders erfolgreichen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern".
Müller, der gemeinsam mit Marketingchef Hans-Ulrich Gienke,
Chefredakteur Peter Kranz und Techikchef Diego Ludwig den Sender von
Anfang an aufbaute, beurteilt vor allem die wirtschaftliche
Entwicklung als "ausgesprochen positiv". So seien alle
Anlaufverluste bereits im ersten vollen Geschäftsjahr 1994
ausgeglichen worden. Seit 4. März will man mit der neuen
Frühsendung »ANTENNE MV - LIVE AM MORGEN«, die vom bisherigen
Vormittagsmoderator Leif-Erik Holm präsentiert wird, den
Hörerkreis noch weiter ausbauen. ANTENNE MV war am Pfingstmontag 31.
Mai 1993 als erster privater Hörfunksender in Mecklenburg-Vorpommern
auf Sendung gegangen. Inzwischen wird das stark landesorientierte
Programm über sieben UKW-Sender sowie im Kabel verbreitet.
Eigentümer des Senders sind 30 Gesellschafter, die überwiegend aus
Mecklenburg-Vorpommern kommen. Bekannteste Gesellschafterin ist die
ehemalige Leichtathletikweltmeisterin Katrin Krabbe mit einem Anteil
von vier Prozent.
Foto: © ANTENNE MV
• Am 15. März wurden die neuen Studioräume des Offenen Kanals Saarland an der Berliner Promenade in der Saarbrücker City eröffnet. Gleichzeitig erfolgte der Sendestart für das erweiterte Hörfunkprogramm des Offenen Kanals, das nun montags bis freitags von 15.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 12.00 bis 18.00 Uhr auf UKW 103,7 und 105,0 MHz zu empfangen ist.
•
31. März 1946 - Sendebeginn beim Südwestfunk:
"In der französischen Besatzungszone wird am 31. März der
Südwestfunk mit seinen Sendungen beginnen. Er verfügt zunächst über
den Sender Koblenz, den Sender Freiburg, und den Kurzwellensender
Baden-Baden. Der größte Teil seines Programms wird gleichzeitig von
Radio Saarbrücken übertragen werden. Der Sender Koblenz arbeitet
bereits seit Oktober vergangenen Jahres, während Radio Saarbrücken
seine Sendungen im beschränkten Umfang am 17. März begonnen hat. Der
Südwestfunk will über die allgemeine Aufgabe des Rundfunks hinaus
vor allem ein getreues Spiegelbild des künstlerischen und geistigen
Lebens der französischen Zone vermitteln, wobei man in den Sendungen
besonders auch den lokalen Besonderheiten erheblichen Platz
einräumen wird". Dieser Auszug der Meldung zum offiziellen
Sendestart stammt aus dem Südwestfunk-Pressedienst vom 27. März
1946. Am 31. März 1996, ebenso wie der Gründungstag ein Sonntag,
feierte der Südwestfunk sein 50-jähriges Bestehen. Die in der
Pressemitteilung formulierte Philosophie des Südwestfunks hat bis
heute nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Lediglich die
Bezeichnung des Sendegebiets hat sich gewandelt. Für die
"französische Zone" stehen heute das Bundesland Rheinland-Pfalz und
die Regionen Süd-/Mittelbaden sowie Südwürttemberg/Hohenzollern als
Teile des Bundeslandes Baden-Württemberg.
• ANTENNE BAYERN-Programmdirektor Viktor Worms hat am 27. März 1996 Dorothea Seitz und Stephan Offierowski zu gleichberechtigten Verantwortlichen der Abteilung Programmgestaltung ernannt. Beide waren bisher Stellvertreter von Vorgänger Thomas Ohrner, der sich wieder verstärkt dem Fernsehgeschäft widmet, dem landesweiten Privatsender aber weiterhin als Redakteur und Moderator erhalten bleibt.
•
RADIO PSR (Pausenlos Starkes Radio) hatte
im September 1995 sein sechstes Regionalstudio, das Studio Leipzig
eröffnet. Es befindet sich direkt gegenüber dem Eingang der
Nikolaikirche im Specks Hof. Seit 1. April 1996 hat Christian
Rosenkranz die Studioleitung. Er absolvierte ein Volontariat beim
Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN) in Leipzig,
anschließend studierte er Journalistik an der Leipziger Universität.
Zuletzt war er als Redakteur und Chef vom Dienst des
Nachrichtendienstes ddp/ADN für den Landesdienst Sachsen
verantwortlich. Mit einer Nutzungsdauer von täglich 199 Minuten
(MA 96, Mo-So) ist das Radio im Osten das tagesbegleitende
Medium Nr. 1 (im Westen 162 Minuten).
• Radio zum Lesen: Seit kurzem bietet auch der sachsen-anhaltinische Privatsender radio SAW seinen Hörern einen erweiterten Radiotext mit programmlichen Zusatzinformationen an. Über den automatischen Sendelaufplan gibt radio SAW direkt Titel und Interpret des laufenden Musikstücks an alle radiotexttauglichen Endgeräte ab. Bisher lieferte RDS lediglich Sendername und empfangbare Frequenz des eingestellten Programms. Bis zu 64 Buchstaben und Ziffern können als Radiotext auf dem Display des Empfängers gelesen werden.
•
ERF sendet erstmals über deutsche Mittelwelle:
Der private Evangeliums-Rundfunk (ERF) in
Wetzlar kann ab 1. April erstmals über eine deutsche
Mittelwellenfrequenz christliche Programme ausstrahlen. Das macht
ein Nutzungsvertrag möglich, den der ERF und die Deutsche Telekom am
5. Dezember 1995 im ERF-Funkhaus in Wetzlar unterzeichnet haben.
"Dies ist ein absolutes Novum in der Geschichte unserer
Radioarbeit", sagte ERF-Direktor Jürgen Werth, denn bislang konnten
die christlichen Programme meist nur von ausländischen Sendeanlagen
abgestrahlt werden. Mit der jetzt
erfolgten Vertragsunterzeichnung wird zum ersten Mal in Deutschland
ein "Spartenprogramm Religion" als Vollprogramm zugelassen. Bereits
am 11. September 1995 hatte die hessische Landesanstalt für privaten
Rundfunk (LPR Hessen) in Kassel dem Evangeliums-Rundfunk eine
Zulassung zur "drahtlosen Verbreitung" seines Programmes erteilt.
Nach Angaben Werths kann der Mittelwellensender Mainflingen durch
den ERF 24 Stunden betrieben werden. Tagsüber liege die Leistung bei
120 Kilowatt, so dass die Sendungen in Hessen, in Teilen
Württembergs und in Franken zu empfangen sind. Die Reichweite in den
Abend- und Morgenstunden mit einer Sendeleistung von 700 Kilowatt
dehne sich aus über den gesamten deutschsprachigen Raum Europas.
•
30 Jahre Mittelwellenprogramme des ERF:
Vor dreißig Jahren hat der Evangeliums-Rundfunk seine erste
Mittelwellensendung ausgestrahlt. Am 1. April 1966 ertönte morgens
um 5.45 Uhr erstmals eine ERF-Sendung über die Mittelwelle von
Radio Monte Carlo in Monaco, nachdem der ERF bereits seit 1961
über Kurzwelle zu hören war. Die Genehmigung zur Nutzung der
Mittelwelle beschränkte sich zunächst auf die Abend- und
Nachtstunden nach 22.00 Uhr. Gesendet
wurde zunächst über einen 400 Kilowatt starken Sender auf dem Mount Agel in Monte Carlo. Im September 1987 verlegte Radio Monte Carlo
seine Mittelwelle ins französische Roumoules, das rund 100
Kilometer westlich von Monte Carlo liegt. Die Sendeleistung dieses
Mittelwellensenders auf 1467 kHz liegt bei 1.200 Kilowatt. Fünf
Sendemasten von je einhundert Metern Höhe erreichen einen Radius von
1000 bis 2000 Kilometer.
• Neues Musikmagazin auf WDR 2: »ROXY« - ist eine Hommage an die 70er und 80er Jahre, an die gleichnamigen Rocktheater und Filmclubs und natürlich an Roxy Music, eine Gruppe, die die Pop- und Rockmusik in diesen Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt hat. Gleichzeitig greift »ROXY« die Tradition von WDR 2-Musiksendungen wie Show-Mix, Open House oder Bands on Stage auf. »ROXY« steht aber nicht nur für den Blick zurück, sondern will vor allen Dingen auch die aktuelle Musikszene beleuchten und vorstellen. Moderiert wird die Sendung von Udo Vieth, einem Musikjournalisten und Buchautoren, der seit vielen Jahren für Radio und Fernsehen arbeitet.
•
Programmdirektor Rainer M. Cabanis verlässt nach neun Jahren
Radio Hamburg und übernimmt die Programmdirektion des
niedersächsischen Privatsenders radio ffn. Seine Aufgaben bei Radio
Hamburg werden ab 1. April von seinem Stellvertreter Dr. Thomas
Walde (Bild) fortgeführt. Rainer Cabanis wird Nachfolger von
Jürgen Köster und soll bei radio ffn in Insernhagen eine neue
Programmstruktur entwickeln. Dr. Thomas Walde ist seit der Gründung
von Radio Hamburg 1986 im Unternehmen und hat am Aufstieg des
Senders zur derzeitigen Nummer Eins der Hansestadt maßgeblichen
Anteil.
Foto: © Radio Hamburg
• AKK Business-Radio und Radio P.O.S. haben sich zum P.O.S. Radio zusammengeschlossen. P.O.S. Radio ist mit mittlerweile über 5.500 Outlets eines der reichweitenstärksten Privatradios in Deutschland. Neben den wichtigsten Handelsketten (Edeka, Metro, Rewe, Tengelmann) versorgt P.O.S. Radio auch Baumärkte, Drogerien, Gartencenter und andere Fachmärkte mit einem Vollprogramm, das genau auf den wechselnden Altersdurchschnitt der Kunden abgestimmt ist.
• Radio ExtraBern und Radio Förderband erhielten 1983 in Bern eine Sendekonzession. Radio Bern (RaBe) entstand aus dem Nachfolgeverein des in den 80er Jahren nicht bewilligten alternativen Lokalradios Bern. Radio Bern (UKW 91,1 MHz) will als nichtkommerzielles Radio "mehr Wort, mehr Kultur, mehr Politik" bringen. Themen, die in anderen Medien kaum berücksichtig werden, sollen hier im Mittelpunkt stehen. Finanziert wird RaBe durch Vereinsbeiträge.
• Gabriele Groß leitet jetzt den Heimatsender MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT. Sie trat die Nachfolge von Elke Lüdecke an, die seit dem 1. Janaur 1996 als Direktorin des MDR-Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt tätig ist. Die gebürtige Hallenserin studierte nach einem Volontariat von 1981 bis 1985 an der Universität Leipzig Journalistik. Erste berufliche Erfahrungen sammelte Gabriele Groß beim Jugendsender DT 64 in Berlin. 1990 wechselte sie als Kulturredakteurin zu Radio Sachsen-Anhalt nach Halle. Seit 1992 arbeitet sie als Redakteurin bei MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT und wurde im Juni 1992 zur Studioleiterin des Hallenser Regionalstudios berufen.
• HAM genehmigt nichtkommerzielles Radio: Hamburg wird nunmehr das sechste Privatradio bekommen. Es unterscheidet sich von den bisherigen Privatprogrammen dadurch, dass es nichtkommerziell ausgerichtet ist und von verschiedenen Vereinen getragen wird. Die Zulassung bekam die Anbietergemeinschaft im FSK e.V. für ein örtliches Programm auf UKW 89,1 MHz. Diese Frequenz kann derzeit nur in den Abendstunden genutzt werden und steht ansonsten dem Deutschlandradio Berlin zu. Das FSK-Programm wird aus einer täglich halbstündigen Informationssendung mit abwechselnden Schwerpunkten bestehen.
• Modernste Technik für radiophone Sendungen: Das erste digitale Studio für anspruchsvolle Wortproduktionen des Bayerischen Rundfunks wurde im April 1996 in Betrieb genommen. Eingesetzt wird das Studio vor allem für die Produktion von Hörspielen und ähnlichen Sendungen wie Hörbild oder Feature. Komplexe elektronische Klangereignisse ("Sound Design") für Jingles oder Promos können hier ebenso produziert werden wie Diskussionssendungen mit mehreren Teilnehmern oder Konferenzen und Live-Sendungen. Die tontechnische Grundausstattung im Studio 10 ist komplett in Digitaltechnik ausgeführt.
• MDR und Telekom starten DAB-Pilotprojekt: Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung gaben am 3. April MDR und Deutsche Telekom AG das Startsignal für die Erprobung von Digital Radio (DAB) in den Ballungsräumen und entlang der Hauptverkehrsader von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist das erste länderübergreifende Vorhaben dieser Art. Das DAB-Pilotprojekt Mitteldeutschland ist für die Dauer von zwei Jahren geplant. Der Aufbau eines entsprechenden Sendernetzes beginnt bereits im Juli 1996. Der MDR strahlt in der Testphase seine Hörfunkprogramme MDR Info (bisher nur auf Mittelwelle) und MDR SPUTNIK länderübergreifend, sowie MDR 1 RADIO SACHSEN, MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT und MDR 1 RADIO THÜRINGEN im jeweiligen Bundesland digital aus. Daneben will der MDR programmbegleitende Informationen (PAD) und Zusatzdienste (NPAD) für DAB entwickeln und erproben.
•
Der Nonstop-Hit-Marathon: Ostern 1996
wird wieder ein heißes Fest. Vom 6. April, 5.00 Uhr bis zum 8.
April, 21.00 Uhr, präsentieren John, Hase und das Dreamteam alias
John Ment (von rechts nach links), Gunnar Kron, Kathrin Lehmann und
Sven Hasenclever die 807 Lieblingshits der Radio Hamburg-Hörer.
Bereits seit sieben Jahren läuft der Hit-Marathon auf UKW 103,6 MHz
und wie jedes Jahr bleiben die letzten 20 Musiktitel bis zum Schluss
geheim. Zum großen Fest werden wieder tausende von TOP 807-Fans
vor dem Gläsernen Studio am Speersort 10 erwartet. Im Gegensatz zu
den vergangenen Jahren wird es diesmal zwei Moderatorenteams geben:
Kathrin Lehmann (»Hamburg live«) und Gunnar Kron (»Top 40
Hörerhitparade«) sind den Fans als das "Dreamteam" der TOP 804 und
805 bekannt. Im Wechsel dazu treten Spaßvogel John Ment und sein
Kollege Sven Hasenclever (»Guten Morgen Hamburg«) an.
Foto: © Radio Hamburg
• Radio Regenbogen setzt auf digitale Zukunft: Seit April 1996 wird aus den Regionalstudios Freiburg, Baden-Baden und dem neuen Hauptstudio in Mannheim gesendet. Um auf die Wünsche seiner Hörer und Kunden noch individueller eingehen zu können, hat Radio Regenbogen in Zusammenarbeit mit einem Münchner Softwarehaus ein bereichsübergreifendes Programm entwickelt, welches in dieser Komplexität einzigartig in Deutschland ist. Zahlreiche Schnittstellen wurden zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen Redaktion, Musikredaktion, Disposition und Buchhaltung / Controlling geschaffen. So ist es neben den regionalisierten Nachrichten nun auch möglich, regionalisierte Werbung direkt von der Disposition in die Sendepläne einzubauen. Die Einführung der digitalen Technik bedeutet für die Moderatoren im Sendestudio eine ganz neue Arbeitswelt: legten die Moderatoren früher selbst CDs und DATs in die entsprechenden Geräte, betätigten Unmengen von Reglern an einem großen Mischpult, so ist es mit der manuellen Tätigkeit nun nahezu vorbei. Die Musik kommt von der Festplatte, Jingles und Beiträge können direkt über den PC gestartet werden.
• Am 18. April feiert Polen 70 Jahre regulärer Rundfunksendungen im Land. Am 18. August 1925 bekam die "Polskie Radio AG" die erste und einzige Rundfunklizenz. Zunächst verfügte "Polskie Radio" nur über einen 1,2 Kilowatt-Marconi-Sender, der auf der Mittelwelle 480 Meter den Großraum um die Hauptstadt Warschau versorgte. Sein regelmäßiger Sendedienst begann am 18. April 1926. Der zweite Sender stand dann in Krakau und nahm am 1. März 1927 den offiziellen Sendebetrieb auf.
• Anlässlich eines Aufstandes am 25. April 1916 soll vor 80 Jahren eine fast 19-stündige Morsesendung die Rundfunkära in Irland begonnen haben. Hörfunksender wurden dann 1925, 1926 und 1927 in Belfast, Dublin und Cork in Betrieb genommen. Am 1. Januar 1938 wurde Radio Eireann im Süden der Insel begründet, das heute zwei landesweite Programme in Englisch und eines in Gälisch betreibt, dazu auch in kleinerem Maßstab Regionalradio. Außerdem gibt es in Irland zwei Fernsehprogramme, die binnen zwei Jahren durch ein Gälisches ergänzt werden sollen. Die auch in Mitteleuropa zeitweise hörbaren Hauptmittelwellen von "Radio Telefis Èireann" in Dublin sind 567 kHz für "Radio 1" und 612 kHz für "2FM".
•
MDR life auf großer Show-Tour: Aufruhr
im Buckingham-Palast - Prinz Charles schlittert in eine neue Affäre
und Mrs. Peggy, Royality-Reporterin von MDR life, ist hautnah dran.
Um das Schlimmste zu verhindern, wagt das Königshaus den Schritt in
die Öffentlichkeit. Und wo könnte es offener zugehen, als auf der
Bühne der LIFE RADIO SHOW. Am 27. April fiel der Startschuss nun
schon traditionell beim Blütenfest in Koschwitz bei Halle/Saale. Auf
der Bühne des MDR life-Trucks geht vier Stunden lang die Post ab -
mit Showdance, Gags, Livemusik und vielen Aktionsspielen mit
Kandidaten aus dem Publikum. Natürlich sind die Radio-Stars Peggy
Patzschke und Michael Drevenstedt wieder dabei. Neu im
Team ist life-Moderator Alexander Heine. Zu den alten Hasen
der Truck-Tour gehört die "MDR life Band" mit Sänger Michael
Drevenstedt. Ihre tollen Oldies führen auch in diesem Jahr zum
Finale jeder LIFE RADIO SHOW.
Foto: © MDR
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Im Februar 1961 begann Radio Habana Cuba (RHC) mit
Testsendungen; am 1. Mai 1961 wurde die Station offiziell eröffnet.
Die ersten Sender kamen von Brown Boverie Cie. aus der Schweiz. Wie
Arnie Coro berichtete, der damals als 19-jähriger zu Radio Habana
gestoßen war, konnte man 1959 ein entsprechendes Geschäft einfädeln.
Am Rande einer Konferenz in Genf wurden von Brown Boverie Cie.
Sender gekauft, die von einem anderen Land bestellt, aber nicht
angenommen worden waren. Kuba ist eines der wenigen Länder, das sich
auch nach den Veränderungen im ehemaligen Ostblock als
Sozialistische Republik versteht.
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Eine halbe Million Hörer im Sendegebiet und viele darüber hinaus
wissen den kompetenten Service des Nachrichtenradios MDR Info
zu schätzen. MDR Info bleibt diesem Anspruch treu, wird aber in
Zukunft neue Akzente setzen und sich weiter als das
Informationsprogramm für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
profilieren. Das Nachrichtenradio hat seine Wurzeln in der Region,
deshalb werden künftig Ereignisse aus den drei Ländern verstärkt das
Programm bestimmen. »MDR Info - unterwegs«: Mit Ü-Wagen und
Live-Einblendungen wird der Sender "vor Ort" berichten. Deutlich
erweitert wird das Serviceanagebot, das den Hörern mehr als bisher
mit Rat und Tat zur Seite steht. Es gibt keine Programmflächen mit
verschiedenen Namen mehr. Die einzelnen Elemente gehen ineinander
über und werden von der Moderatorin, vom Moderator verbunden. Und
wenn die Aktualität danach verlangt, bricht die Redaktion das
vertraute Raster der Stunden-Uhr auf zugunsten der
Live-Berichterstattung.
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Neue Programmphilosophie bei MDR Kultur:
Musikalischer Schwerpunkt des neuen Sendeschemas von MDR Kultur sind
die Konzertübertragungen der Klangkörper des MDR sowie der
regionalen Klangkörper des Sendegebiets. Täglich werden drei
Konzertflächen für live präsentierte Originalübertragungen oder
Aufzeichnungen angeboten. In erster Linie werden Eigenproduktionen
präsentiert, die es nicht im Schallplattengeschäft zu kaufen gibt.
Gleichzeitig wird durch den regionalen Bezug das Musikleben der
Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu idealen Hörzeiten
widergespiegelt. Flankiert wird diese Programmachse durch eine
Sendung mit Berichten, Kommentaren und Hintergründen aus dem
mitteldeutschen Musikleben: »TRIANGEL - Das Musikjournal«.
Unverwechselbar wird die neue Welle auch durch ihre Sendeplätze für
Jazz bzw. Folk-Ereignisse. Die Sendung »StimmGabel - Musik zum
Aufstehen« mit gehobener Unterhaltungsmusik wird den Hörer
künftig von 6.00 bis 9.00 Uhr in den Tag hinein begleiten.
Moderatoren sind Barbara Friederici und Peter Zimmer.
• Die Radio-Kultfigur Heiner Knallinger wechselt vom rheinland-pfälzischen Privatsender RPR zu SWF3. Moderator Jochen Kneifeld: "Das Original geht zum Original". Schon ab Juni wird Kneifeld bei SWF3 als Comedy-Macher und mit einer eigenen Radioshow zu hören sein. SWF3-Programmchef Peter Stockinger zu dem spektakulären Wechsel: "Wir können mit Jochen Kneifeld die Comedy-Marktführerschaft von SWF3 weiter ausbauen". Kneifeld hatte bisher die »Kneifidelity Comedy-Show« bei RPR moderiert und war zuletzt mit seiner »Knallinger Komedy Livetour« in ganz Rheinland-Pfalz unterwegs. Zur Zeit arbeitet er an neuen Radiofiguren und Comedy-Konzepten. Kneifeld: "SWF3 bietet mir das ideale Umfeld für ganz neuartige Radio-Comedy".
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Am 1. Mai 1966 begann Radio RSA ("Die Stimme Südafrikas") mit
seinen Auslandssendungen. Obwohl die Sendungen die "getrennte
Entwicklung" vertraten, wurden die deutschen Programme einer der
meistgehörten Auslandsdienste für Mitteleuropa. Kurzfristig wurde
dann jedoch zum 30. April 1990 das Ende der Überseesendungen
bekanntgegeben. Die freie Sendezeit sollte dem Aufbau der Sendungen
für Afrika zugute kommen. Als Channel Africa gilt der
südafrikanische Auslandsdienst heute als einer der wichtigsten
Sender Afrikas.
• Am 2. Mai 1996 sendet Radio Netherlands die 750. Ausgabe seines Medienprogramms »Media Network«. Die Sendung ersetzte 1981 die ältere »DX Juke Box« und trieb die Wandlung der DX-Programme, die Hörermeldungen über Hörerfolge und Entwicklungen bei Rundfunksendungen brachten, zum Nachrichtenmagazin voran, in dem bei den Sendern selber recherchiert wird, während Sendepläne und Frequenzänderungen kaum mehr eine Rolle spielen.
• Erstmals gab es in der Stadt Pulheim vom 9. bis 11. Mai ein lokales Veranstaltungsradio. Radio Central hat das "New-Rock-Festival" mit 55 Programmstunden auf der UKW-Frequenz 96,9 MHz begleitet. Programmveranstalter war die Radio Central Pulheim e.V. Dieser Verein wurde am 13. November 1995 von einer Gruppe radiobegeisterter, junger Leute gegründet, die sich bereits seit mehr als vier Jahren mit dem Thema Lokalfunk beschäftigen. Ziel des Vereins ist die regelmäßige Durchführung von Veranstaltungsfunk, so dass es nach der Premiere zum "New Rock Festival" häufiger Radioprogramme aus Anlass von öffentlichen Veranstaltungen geben soll. Die Sendungen werden in einem Home-Studio, das in einem Privathaus in Pulheim untergebracht ist, größtenteils live produziert. Von dort gelangen sie per Leitung zum Gebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, von wo sie über Antenne (mit zirka 20 Watt ERP) abgestrahlt werden.
• Radio X-MIX, das nichtkommerzielle Lokalradio der Rhein-Main-Metropole, ging am 17. Mai 1996 erstmals im Rahmen einer Veranstaltungsfunk-Lizenz auf Sendung. Das Programm wurde bis 26. Mai auf 107,5 MHz mit einer Strahlungsleistung von 200 Watt ausgestrahlt.
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In diesem Jahr feiert Hitradio R.SH sein 10-jähriges
Bestehen und zum neunten Mal die R.SH-Oldie-Nacht. Knapp
120.000 Besucher pilgerten bis heute zu Deutschlands größten
Open-Air-Oldie-Nächten an den Kalkberg in Segeberg. Am Sonnabend,
18. Mai, ab 19.00 Uhr heißt es wieder "Bühne frei" für das
Megaspektakel. Zum ersten Mal mit dabei ist der Musik-TV-Sender
VH-1. Moderiert wird das Aufgebot der Oldiestars von Anja Caspary
(VH-1) und dem R.SH-Oldie-Experten und Classic-Hit-Spezialisten Hel
Rader alias Helmut Radermacher.
• Neues Fenster für S4: S4 Baden-Württemberg bietet jetzt auch Regionalnachrichten für den Hochrhein und das Dreiländereck Deutschland / Schweiz / Frankreich. Viermal täglich werden die Regionalnachrichten aus Lörrach auf den Frequenzen Wannenberg 87,7 MHz und St. Chrischona 98,3 MHz ausgestrahlt.
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Pia Hoffmann,
Redakteurin des badischen Bereichssenders Radio Regenbogen, ist am
31. Mai 1996 in Vilamoura/Algarve mit dem ersten Preis für
ausländische Radiosendungen ausgezeichnet worden. Das portugiesische
Touristik- und Handelsbüro hat unter 116 internationalen
journalistischen Arbeiten die einstündige Sendung »Holiday-Algarve
Special« als weltweit beste ausländische Radiosendung bezeichnet. Es
handelt sich um eine Reportage über die touristische Entwicklung an
der Südküste Portugals. Zum ersten Mal ging der Journalistenpreis
damit nach Deutschland. Pia Hoffmann ist verantwortliche Redakteurin
und Moderatorin der Reisesendung »Holiday«, die jeden Sonntag von
9.00 bis 12.00 Uhr bei Radio Regenbogen ausgestrahlt wird.
• Seit 10. Juni strahlt BB RADIO ein eigenes Potsdam-Fenster auf der UKW-Frequenz 107,5 MHz aus. Der Sender investierte rund 100.000 Mark in neue Studio- und Computertechnik. BB RADIO bietet damit als einziger Privatsender ein speziell für die Landeshauptstadt zugeschnittenes lokales Fenster. Wochentags von 6.00 bis 18.00 Uhr, immer halbstündlich, gibt es die neuesten Nachrichten aus der Region sowie aktuelle Beiträge aus kommunaler Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Am Samstag und Sonntag sind optional von 9.00 bis 11.00 Uhr Live-Sendungen und aktuelle Sondersendungen von besonderen Ereignissen und Veranstaltungen geplant. Zum Team von BB RADIO Potsdam gehören die erfahrene Nachrichten-Redakteurin Sabine Lüders sowie Hans Helmig, der Potsdam-Reporter vor Ort. Weitere Lokalstudios betreibt BB RADIO gemeinsam mit Partnern aus der Region in Cottbus, Eberswalde und Frankfurt/Oder.
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JazzRadio 101,9 sendet seit Mai 1995 im
Großraum Berlin-Brandenburg. Im Juni 1996 konnte mit der Übertragung
des bis dahin nur auf Mittelwelle und im Berliner Kabelnetz
verbreiteten Programms auf der terrestrischen UKW-Frequenz 101,9 MHz
eine allgemeine Empfangbarkeit des aufstrebenden Jazzsenders
sichergestellt werden. "Ein Sender wie JazzRadio 101,9 bietet im
umkämpften Markt Berlin schon aufgrund seines Formates eher
konzentrierte Klasse statt Masse. Ein Nischen-Format wie Jazz kann
bei den überlichen Vermarktern einfach nicht so fokussiert
dargestellt werden wie aufgrund einer direkten Zusammenarbeit
zwischen Repräsentanten und Sender", begründet Geschäftsführerin
Wilhelmina Steyling ihre Entscheidung für ein Netz eigener
Repräsentanten.
• Der Lokalsender K2R (Kommunales Radio Rüsselsheim) war zwei Monate lang, vom 28. Juni bis zum 24. August on air. Bereits zum zweiten Mal (nach 1995) begleitete K2R auf diese Weise den städtischen Kultursommer. Waren es zur Premiere im vergangenen Jahr noch vier Wochen, so wurde 1996 ein achtwöchiges Programm auf die Beine gestellt. Aus einem neu eingerichteten Studio in der "Kunstverladehalle" am Rüsselsheimer Bahnhof wurde rund um die Uhr auf der Frequenz 90,9 MHz gesendet. Im Gegensatz zu 1995 wurde in diesem Jahr verstärkt darauf geachtet, lokale Themen ins Programm zu nehmen. K2R ist der NKL-Sender aus Hessen mit der längsten Präsenz im Äther (insgesamt 12 Wochen). Inzwischen hat man sich für eine dauerhafte Betriebserlaubnis beworben.
• Radio Energy Rheinland-Pfalz hat nach langem Nonstop-Musikbetrieb Ende Juni 1996 seine täglichen moderierten Sendungen aufgenommen. In der übrigen Zeit wird wie gewohnt nur populäre Musik gespielt.
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M94,5 erfolgreich gestartet: Der 1. Juli
1996 kennzeichnete den Beginn eines Experiments. Mit dem Sendestart
auf der terrestrischen Frequenz 94,5 MHz gab es in München plötzlich
ein nichtkommerzielles Radio. Getragen von der Bayerischen
Landeszentrale für neue Medien (BLM), sollte das AFK-Radio jungen
Journalisten und medienpädagogischen Projekten ermöglichen, ihre
Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Wolfgang Sabisch,
Programmkoordinator bei M94,5: "Am Anfang waren wir schon ein
bisschen erstaunt, dass der geregelte Programmablauf vom ersten Tag
an funktionierte". Inzwischen sind über einhundert junge Anfänger in
die Grundbegriffe des Radiomachens eingewiesen worden. Dauerhaft
geblieben sind etwa 40 regelmäßige Mitarbeiter - vor allem Studenten
der Ludwig-Maximillian-Universität, München. Radio M94,5 sendet seit
dem ersten Tag rund um die Uhr, davon täglich 12 bis 15 Stunden
live. Dass der Sender in München wahrgenommen wird, das zeigen
Hörerreaktionen gerade auf die Musik. Denn im Münchner AFK-Radio
wird das gespielt, was woanders nicht zu hören ist - von Reggae bis
Jungle, von Independent Pop bis Alternative Rock. Der praktische
Umgang mit Musikmoderation, Musikformat und Musikredaktion in
Verbindung mit eigener Moderation erfüllt damit einen wesentlichen
Teil der Aus- und Fortbildung beim AFK-Radio.
• Nach vier Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit zieht sich Helmut Ahrens zum 1. Juli 1996 aus der aktiven Geschäftsführung von radio SAW zurück, um neue Aufgaben zu übernehmen. Unter seiner Führung entwickelte sich das Team des Privatsenders seit dem Start am 8. November 1992 mit 201.000 Hörern zur heutigen Nr. 1 in Sachsen-Anhalt. Die Aufgaben der aktiven Geschäftsführung übernimmt Mario A. Liese, der ebenfalls zum Team der ersten Stunde gehört und bisher als Marketingleiter tätig war.
• Anlässlich seines vierten Geburtstages veranstaltet RADIO PSR erstmalig das RADIO PSR-Sommerfestival 1996 auf der Waldbühne in Schwarzenberg am 5. und 6. Juli. Erstmalig liegt diese Großveranstaltung in der Waldbühne in der alleinigen Verantwortung des Senders bzw. der am 1. Juli 1995 gegründeten Tochterunternehmen, der RADIO PSR Event-Marketing GmbH. Der Privatsender hat nunmehr alle Möglichkeiten selbst in der Hand, ein attraktives Festival-Programm mit Top Acts aus der nationalen und internationalen Pop- und Rockszene gestalten zu können.
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SDR-Studio Karlsruhe feiert Geburtstag:
70 Jahre Süddeutscher Rundfunk in Baden und fünf Jahre S4 Badenradio.
Zwei Anlässe und zwei Festtage: Am 6. und 7. Juli 1996 wird im
SDR-Studio Karlsruhe und drumherum gefeiert. Unter dem Motto
"...nicht erst seit 70 Jahren - Beispiele aus der reichhaltigen
Tradition von Musik und Dichtung in Baden" gibt es im Sendesaal eine
Gemeinschaftsveranstaltung der Karlsruher Redaktionen Kultur und
Musik. Foto: SDR
Magazin
• Am 22. Juli 1946 nahm RIAS Berlin seine steilstrahlende Kurzwelle zur Versorgung der DDR in Betrieb. Nach der Wiedervereinigung ging die Kurzwelle an das Deutschlandradio Berlin über, das seither auf 6005 kHz europaweit zu empfangen ist.
• Fast schon Kultstatus hat im Sommer auf ANTENNE MV das »KOFFERRADIO« von 16.00 bis 17.00 Uhr. In dieser Saison wird die beliebte Feriensendung von Torsten Dück präsentiert. Der 29-Jährige will unter anderem einen neuen "Terminkalender" gestalten, der - so Dück - gleichsam unterhaltend, aber auch nachvollziehbar und für Hörer nutzbar ist. Ab 19.00 Uhr stehen in den »ANTENNE MV - SOMMERHITS« vor allem Musik mit Wünschen und Grüßen im Vordergrund.
• Die Rundfunkgeschichte Indiens begann im Sommer 1926 mit zwei Mittelwellensendern der privaten "Indian Broadcasting Company". Die erste Station wurde am 23. Juli 1926 in Bombay in Betrieb genommen, die in Kalkutta am 26. August. Allerdings konnte die private Initiative sich nur mit Mühe halten. All India Radio strahlt mehrmals täglich einen "General Overseas Service" in Englisch aus. Der zuverlässig Empfang zum Beispiel abends ab 7410 kHz macht "All India Radio" besonders auch für Programmhörer interessant. Die Sendungen bringen stündlich Nachrichten und Kommentare aus der Perspektive einer Führungsmacht der sogenannten Dritten Welt. Einen besonderen Reiz haben auch die vielen Musiksendungen, die bewusst die regionalen Unterschiede auf dem Subkontinent berücksichtigen.
• DND - Digitaler News Desk: "Bisher haben wir Radio mit Tonbändern gemacht, jetzt machen wir Radio mit der Maus" - Das neue Nachrichtenzentrum von Radio Bremen Hörfunk, der "News Desk", arbeitet voll digital. Alle Nachrichtensendungen für Radio Bremen 1 Hansawelle und Radio Bremen 4 werden am Bildschirm vorbereitet und computergesteuert abgewickelt. O-Töne werden direkt in den Computer eingespielt, am Bildschirm mit der "Maus" geschnitten, in den elektronischen Sendeablaufplan eingestellt und vom selben Platz aus gesendet. Die Trennung von Redaktionsbüro und Studio ist ebenso aufgehoben wie die Trennung von Redakteur, Tontechniker und Nachrichtensprecher. Mit Hilfe der neuen Digitaltechnik werden die RB-Nachrichten aktueller, weil die O-Töne schneller bearbeitet werden können und die Wege kürzer sind. Außerdem kann Radio Bremen jetzt mit annähernd demselben Personaleinsatz drei Nachrichtenformate produzieren. Nicht mehr eine Nachrichtensendung wird in alle vier Programme durchgeschaltet, sonder RB 1-Hansawelle, RB 4 und RB 2 erhalten eigene, zielgruppengerechte Nachrichten. RB 3 Melodie übernimmt die Nachrichten von RB 2. In der ARD arbeitet bisher nur der Südwestfunk mit vergleichbarer Technik.
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hr1 profiliert sich als Informationsradio:
Der Hessische Rundfunk erneuert sein erstes Hörfunkprogramm: Mit
noch mehr Information will hr1 ein klares Profil als "Informationsradio"
gewinnen. In den intensiv genutzten "Primetimes" platziert hr1 seine
aktuellen Informationsangebote neu: Das Morgenmagazin »Start« wird
am Samstag um eine Stunde verlängert. »Passiert-Notiert«, das
aktuelle politische Magazin am Mittag, und »Markt« mit seinen
Informationen aus Wirtschaft, Sozialpolitik und Landwirtschaft
rücken in den hörerstarken zwei Stunden von 12.00 bis 14.00 Uhr
zusammen. Und »Heute aktuell«, das politische Magazin zum
Feierabend, wird auf 16.00 Uhr vorgezogen. Darüber hinaus wird das
Angebot von ausführlicheren Nachrichtensendungen rund um die
aktuellen Magazine ausgebaut. Neu im Programm ist eine Tageschronik
zwischen 18.00 und 19.00 Uhr: »hr1-Der Tag« wählt Topthemen
des Tages aus und behandelt sie ausführlich und aus verschiedenen
Blickwinkeln. Die Hessenberichterstattung wird mit einer
Samstagsausgabe des Landesmagazins »Unterwegs in Hesssen«
ausgebaut. Das tägliche Musikjournal »Schwarzweiß - Musik in
Farbe« (mit Klaus Walter, Dagmar Fulle und Volker Rebell) macht
Rock und Pop zum journalistischen Thema. »Radio unfrisiert«
schließlich ist eine fast nur Insidern bekannte Erfolgsgeschichte:
Die Sendung, in der vor allem junge Journalisten die Welt mit Witz,
Intelligenz und Hartnäckigkeit gegen den Strich bürsten, hat an
ihrem bisherigen Platz in hr2, dem Kulturprogramm des Hessischen
Rundfunks, für ihre journalistische Originalität zahlreiche Preise
und Auszeichnungen gewonnen. Jetzt soll sie in hr1 einem breiteren
Publikum bekannt gemacht werden. »Unterwegs in Hessen« - eine der
traditionsreichsten Sendungen in hr1 - hat sich bis heute eine
stabile Hörerschaft am Vormittag bewahrt. Die Sendung gastiert auf
hessischen Märkten, besucht Feste und Messen oder sendet aus den
hr-Studios in Kassel, Fulda, Wetzlar und Bensheim.
Foto: © hr
• Thomas Anders als Moderator: Nach seinen Erfolgen mit Modern Talking und Hits wie "When will I see you again" oder "Road to higher Love" als Solosänger hat Thomas Anders ein neues Kapitel in seiner Karriere aufgeschlagen. Jeden Montag von 22.00 bis 24.00 Uhr spricht er als Moderator der Sendung »LOVELINE« bei Radio Regenbogen mit den Hörern über die "Liebe".
• Besucherrekord: 60.000 Kids nutzten ihren Tag und feierten ausgelassen den Kindertag am 2. Juni mit Hitradio R.SH. Die Veranstaltung auf dem Gelände des Innovationszentrums begann mit einem Open-Air-Gottesdienst auf der R.SH-Bühne. Nach diesem besinnlichen Anfang durften die kleinen Besucher mit ihren Eltern die zahlreichen Aktivitäten auskosten. Die R.SH-Moderatoren Dorthe Christiansen und Ulf Hagge führten die Besucher durch das musikalische Programm mit Stars wie Marisa Turner, Stefan Raab, Bürger Lars Dietrich und Jürgen Drews. Auch die beiden Clowns "Pico Bello" brachten das junge Publikum zum Lachen.
• Michael Kerscher hat am 1. Juli die technische Leitung beim landesweiten Hörfunksender ANTENNE BAYERN übernommen. Der Diplom-Ingenieur gehört dem Unternehmen seit 1991 an und war zuvor Stellvertreter von Technikleiter Andreas Gall, der die Leitung aufgrund der guten Auftragslage seiner eigenen Firma Mondocom GmbH abgab.
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Trotz Aprilwetters strömten 25.000 RADIO PSR-Fans in die vielleicht
schönste Open Air-Bühne Deutschlands nach Schwarzenberg im
Erzgebirge, um beim RADIO PSR-Sommerfestival internationale
Stars und Bands hautnah zu erleben und mit dem Privaten Sächsischen
Rundfunk den 4. Geburtstag zu feiern. Die wegen des
schlechten Wetters notwendigen Umbauphasen während des jeweils
sechsstündigen Bühnenprogramms wurden von den beiden vom Publikum
begeistert gefeierten RADIO PSR-Morningshow-Stars »Böttcher &
Fischer - die Zwei von 6-9« mit kurzweiligen Programmpunkten zu
Highlights umfunktioniert.
Foto: © PSR
• Radio Tallinn stoppt Fremdsprachensendungen: Nachdem die baltischen Staaten im Jahre 1991 die Unabhängigkeit erlangt hatten, hat sich in der estnischen Hauptstadt Radio Tallinn zu einem der bedeutendsten Sender dieser Region entwickelt. Er sendet außer in den beiden Landessprachen Estnisch und Russisch in Deutsch, Englisch, Finnisch, Schwedisch, Belorussisch, Ukrainisch und Armenisch. Gesendet wird auf Mittelwelle und UKW. Noch heute sind die Journalisten von Radio Tallinn stolz darauf, dass ihr Sender während der "Singenden Revolution" - dem Weg zur estnischen Unabhängigkeit - die einzige Informationsquelle für die Russen im Lande war. Heute wird der Sender sogar in den USA und in Kanada gehört. Allerdings ist es mit der Sprachenvielfalt am 31. August 1996 vorbei. Wegen Geldmangels werden alle fremdsprachigen Programme - außer Russisch, der zweiten Landessprache, die im Norden jetzt auch Amtssprache ist - eingestellt. Dadurch werden auch die beiden "Macher" des deutschsprachigen Programms, Peter Michel und Wolfgang Kraft, arbeitslos. Beide leben seit der Unabhängigkeit im Lande und sprechen inzwischen Estnisch. Neidlos sagen die anderen Kollegen des Senders, sie seien die besten Profis an dieser Station. Neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben sich im modernen Estland zahlreiche private Rundfunk- und Fernsehsender etabliert.
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Im August gibt es
60 Jahre Kurzwellensendungen aus Prag.
1934 kaufte der Tschechische Rundfunk bei Marconi in England einen
30 Kilowatt-Kurzwellensender, der ab 31. August 1936 vom erst vor
kurzem endgültig geschlossenen Standort Podebrady bei Prag sendete.
Diese Sendungen von "Radio Prag" waren im Wesentlichen für
Nordamerika bestimmt, standen aber schon unter dem Schatten des
übermächtigen Nachbarn im Westen. Der Prager Auslandsdienst hat seit
1936 mit zwei Ausnahmen ununterbrochen gesendet: der deutschen
Besetzung im Zweiten Weltkrieg und fünf Wochen Pause 1990, in denen
nach der Wende die Station von "belasteten" Mitarbeitern gesäubert
wurde. Aus Anlass von 60 Jahren Auslandsrundfunk versendet Radio
Prag für Empfangsberichte Nachdrucke von drei historischen
QSL-Karten aus den Jahren 1938 und 1939.
• WDR 4 noch attraktiver und publikumsfreundlicher: Zum 1. August gibt es neue Sendungen, mehr Service und Verkehrsinformationen. Auf große Einschnitte im Programm haben Wellenchefin Barbara Gansauge und das WDR 4-Team dabei verzichtet. Erfolgreiche Sendungen wie die »Morgenmelodie« mit bekannten Moderatoren wie Ulla Norden, Uwe Hübner und Bernd Stelter sowie »Swing und Balladen« mit Charly Wagner wird es auch weiterhin geben. Mehr Information und Service bietet der »Musikpavillon« (montags bis samstags, 9.05 bis 12.00 Uhr), seit dem Start von WDR 4 am 2. Januar 1984 eine der erfolgreichsten Sendungen. Der bewährte »Tag und fünf« bietet jetzt ebenfalls mehr Service in längerer Sendezeit (17.00 bis 17.25 Uhr). Das Publikum hat das Wort in »Musik-Bistro«, einer neuen Sendung mit Musik zum Feierabend. Inmitten einer bunten und harmonischen Mischung aus aktuellen Schlagern, Pop, Oldies und Evergreens können die Hörer Freunde und Verwandte grüßen. In »Schlager Pop & Co« entscheiden die Hörer selbst, was in die Hitparade kommt. Melodien, die sich Hörer wünschen, erklingen jeden Sonntag zwei Stunden lang in »Was darf es sein?«. »WDR 4 für Liebhaber« bietet täglich von 20.05 bis 21.00 Uhr ein abwechlungsreiches Programm (»Schellack-Schätzchen«, »Swing und Balladen«). Neu in WDR 4 ist der »Scheinwerfer« mit klassischer Radio-Unterhaltung der 50er und 60er Jahre.
• Aus aktuellem Anlass hatte NDR 2 den Ablauf des Radiokonzertes am 24. August geändert. In Erinnerung an den im Alter von nur 46 Jahren am Abend des 20. August 1996 verstorbenen Musikers Rio Reiser wurde noch einmal ein Konzert des deutschen Rocksängers gesendet. Außerdem gab es zusätzlich Live-Material von Edo Zanki und Mark Knopfler zu hören. Der Rio Reiser-Live-Mitschnitt entstand am 6. Dezember 1986, als der gebürtige Berliner mit seiner Band auf einer großen NDR-Fete in Oldenburg spielte. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde der ehemalige "Ton, Steine, Scherben"-Frontmann vom Publikum damals stürmisch gefeiert. Natürlich fehlten mit "König von Deutschland" und "Alles Lüge" auch seine beiden größten Hits nicht, mit denen sich Rio Reiser in die Ohren eines Millionenpublikums sang.
• Die langlebigste Rundfunksendung der Welt: Es ist die langlebigste Rundfunksendung der Welt - so steht es im Guiness-Buch der Rekorde. Die Rede ist vom »Hamburger Hafenkonzert«, das jeden Sonntagmorgen um 6.05 Uhr von NDR 4 ausgestrahlt wird. Es hat immer wieder Überlegungen gegeben, diese Sendung aus dem Programm zu nehmen, aber die Proteste vieler treuer Hörer haben dies dann doch verhindert. Das Hamburger Hafenkonzert sendete zu seinen besten Zeiten an Bord von Schnelldampfern ebenso wie von den verschiedenen Plätzen des Hamburger Hafens oder aus anderen Häfen an Nord- und Ostsee. Selbst im kleinen Neustadt in Holstein ist es schon gewesen. Aber auch aus Sydney, Shanghai und Dans (Danzig) kamen Live-Sendungen. Heute kommt die Sendung fast ausschließlich nur noch vom Schulauer Fährhaus in Wedel an der Unterelbe. Die Zeiten, wo fast alle deutschen Sender das Hafenkonzert übernahmen, sind längst vorbei. Regelmäßig im Programm hat die Namibian Broadcasting Corporation in Windhoek diese Sendung. Für die "Deutsch-Südwestler" ist sie wehmütige Erinnerung an die Heimat, die viele Hörer - insgesamt etwa 10.000 - gar nicht persönlich kennen.
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Vor 30 Jahren begann Radio Afghanistan am 1. September 1966
mit halbstündigen Programmen in Deutsch. Ab diesem Jahr stand
dem Auslandsdienst ein 100 Kilowatt-Kurzwellensender deutscher
Herkunft zur Verfügung. Umgekehrt sendete ab Anfang der 70er Jahre
die Deutsche Welle in den für europäische Auslandsdienst exotischen
Hauptsprachen Afghanistans, Paschtu und Dari. Der Afghanistan-Krieg
sorgte dann für die Zerstörung der Sendeanlagen und das Ende der
deutschen Sendungen aus Afghanistan.
• In Kiel ist in der Straße "Am Wall" der Grundstein für das neue Hörfunkgebäude von NDR 1 Welle Nord gelegt worden. Im Spätsommer 1998 soll die erste Sendung aus dem neuen digitalen Studio ausgestrahlt werden. Dann werden die jetzt rund 400 Mitarbeiter des Kieler Senders umlernen müssen. Tonbänder, Cassetten und Bandmaschinen haben ausgedient. Die Redakteure müssen dann selbst Schneide- und Produktionsaufgaben mittels Computer erledigen.
• Die MABB schreibt die Frequenz 87,9 MHz neu aus, da das ursprünglich ausgewählte Gemeinschaftsprogramm mit der Sendereinstellung von Radio Charlie hinfällig wird. Voice of America und UniRadio können die Frequenz im Zeitraum des Ausschreibungsverfahrens weiter nutzen, auch erweitert um die Sendezeiten, die bis zum 30. September 1996 von Radio Charlie genutzt wurden.
• Neue Heimat für traumatisierte Kinder: Mit 250.000 Mark aus dem Fond des Fördervereins ANTENNE BAYERN hilft e.V., der sich vorwiegend aus Spenden der Radiohörer zusammensetzt, wurde der Grundstein gelegt für ein neues Projekt der Kinder- und Jugendhilfe Tutzing: Auf dem Tabalugahof, einem landschaftlich wunderschön gelegenen Bauernhof am Hohenpeißenberg, wo 16 traumatisierte und behinderte Kinder und Jugendliche eine neue Heimat gefunden haben, entsteht eine Kreativ- und Begegnungswerkstatt mit einem therapeutisch und freizeitpädagogisch orientierten Angebot, zum Beispiel mit Reiten, Theater, Musik, Abenteuertracks, Sport und Bewegungsspielen. Peter Maffay, der Pate des Tabalugahofes, Dr. Jürgen Haerlin, der Leiter der Kinder- und Jugendhilfe, ANTENNE BAYERN-Geschäftsführer Karlheinz Hörhammer und Programmdirektor Viktor Worms stellten das Gemeinschaftsprojekt im Rahmen des "ANTENNE BAYERN Ja-MA-rktes" vor, auf dem der landesweite Hörfunksender mit all seinen Mitarbeiterun und rund 400 Gästen aus Wirtschaft, Medien, Politik und Kultur das Ergebnis der diesjährigen MediaAnalyse feierte.
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Programmveränderungen bei hr2: Mehr
Musik am Morgen, ein günstigerer Sendeplatz für das Kinderprogramm,
eine große Klassik-Fläche am Nachmittag, die Verlegung der
Forum-Sendungen auf 17.05 Uhr und ein tägliches Jazz-Angebot - das
sind die Neuerungen, mit denen hr2 seit 9. September Anregungen und
Kritik der Hörer umsetzt. »Die Alternative«, das Kulturmagazin am
Morgen, beginnt jetzt um 8.05 Uhr und bringt neben literarischen
Beiträgen auch die CD des Tages sowie Beiträge des
Bildungsprogramms. Vor allem zur Frühstückszeit bis 8.30 Uhr steht
die Musik im Vordergrund. Bis 10.00 Uhr folgen Beiträge aus der
»Wissenswert«-Reihe, das Gedicht, Buchbesprechungen, Erzählungen,
Essays und Features. Freitags abends gibt es die »Swingtime«
- präsentiert von Bill Ramsey (Bild). Wellenchefin Angelika
Bierbaum sieht in diesen Veränderungen Nachbesserungen am bereits im
Januar reformierten hr2-Programm. Insbesondere der hohe Wortanteil
ab 8.00 Uhr sei von vielen Hörern kritisiert worden, auch seien die
Sendezeiten am Nachmittag vor allem für Berufstätige ungünstig
gewesen.
• Bewegung auf der Schweizer Mittelwelle: Die Musigwälle 531 von Radio DRS, die Frühjahr angekündigt wurde, kann auf Sendung gehen. Über die Mittelwellenfrequenz wird ab 1. Oktober ein mit traditioneller Musik angereichertes DRS1-Programm zu hören sein. Gleichzeitig erteilte der Bundesrat - aus drei eingereichten Konzessionsgesuchen - Radio EVIVA eine Sendeerlaubnis auf Mittelwelle 1566 kHz. Abgestrahlt wird mit 150 Kilowatt vom Standort Beromünster. Radio EVIVA erhielt die Auflage, täglich die Sendungen des ERF auszustrahlen. Der Evangeliums-Rundfunk beliefert schon 20 Lokalradios mit über 2000 Beiträgen aus der christlichen Optik. Der Zuschlag ging an Radio EVIVA, nachdem das Bundesamt für Kommunikation im letzten November die Konzession für die deutschsprachige Schweiz ausgeschrieben hatte. Unter den Mitbewerbern war auch Roger Schawinski mit seinem Musikprogramm Opus Radio.
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Am 3. Oktober 1996, dem Tag der Deutschen Einheit, wird der neue
unabhängige Fernsehpreis Der goldene Löwe zum ersten Mal
verliehen. Es ist die erste und einzige Auszeichnung in Deutschland,
mit der ausschließlich die Arbeit der Fernsehschaffenden in der
ganzen Breite ihres Wirkens gewürdigt wird. Stifter des Preises ist
Prof. Dr. Helmut Thoma in seiner Eigenschaft als
Geschäftsführer von RTL. Die neue Auszeichnung ist aus der Tradition
der "Goldenen Löwen von RTL Radio" entstanden. Der mit 36 Jahren
ältestes deutsche Medienpreis wurde bisher jeweils als reiner
Hörfunkpreis verliehen. "Der goldene Löwe Fernsehen" wird in 13
verschiedenen Kategorien vergeben. RTL-Programmdirektor Marc Conrad:
"Dieser neue unabhängige Preis soll die Arbeit und Weiterentwicklung
der deutschen Fernsehwirtschaft fördern und den Nachwuchs
anspornen".
Foto: © Karl
Michael Gierich vom TV
• HIT RADIO FFH mit Schwung in den Herbst: Bereits ab 6.00 Uhr morgens läuft die Arbeit in allen sechs Regionalstudios auf vollen Touren. Die Reporter in Darmstadt, Fulda, Kassel, Gießen, Wiesbaden und Frankfurt bereiten die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Nacht auf. Gemeldet werden diese dann persönlich von den Reportern - per Standleitung - in den FFH-Morgen-Nachrichten und den »Hessen-Telexen«, in der Sendung »Guten Morgen, Hessen« (5.25 bis 8.25 Uhr). »HIT RADIO FFH-Doppelpack« heißt es täglich zwischen 14.25 und 17.25 Uhr. Noch lebendiger soll das Nachmittagsprogramm durch die Doppel-Moderation von Silvia Stenger und Wolfgang Johannes Krause sein - eine Präsentationsform, die es bisher bei FFH noch nicht gab. Stefan Holler präsentiert die »FFHits« jetzt eine Stunde länger von 19.25 bis 22.25 Uhr.
• HO*T FM - Dein Radio ist anders: Seit dem 5. Oktober 1996 strahlt ein neuer Radiosender namens HO*T FM aus dem Hofer Funkhaus ein jugendorientiertes 24-Stunden-Programm für Hochfranken und das Vogtland aus. Unter dem Motto "jung, schnell, anders" werden den 14- bis 29-Jährigen als Kernzielgruppe neben Rock, Dance und Alternative Musik breitgefächerte Wortbeiträge, Veranstaltungshinweise sowie Nachrichten, Wetter und Verkehrsmeldungen geboten. Moderierte Sendungen gehen morgens, mittags und spätnachmittags über den Äther; abends folgen Specials, die restliche Zeit besteht aus Non-Stop-Musik. Zehn festangestellte und ebensoviele freie Mitarbeiter sorgen dank der digitalen Studiotechnik für ein professionelles aber auch lebendiges Programm, auf das die Hörer mittels einer dafür eingerichteten Hotline in gewissem Maße einwirken können. Man versteht sich nach dem Wegfall von rias2 und DT 64 als Sprachrohr für die Jugend in Nordostbayern.
• Die Chefredaktion des landesweiten Hörfunksenders ANTENNE BAYERN liegt ab 15. Oktober 1996 in den Händen von Georg Diedenhofen. Er kommt vom Bayerischen Rundfunk, wo er seit 1992 als Chef vom Dienst für das Programm Bayern 3 tätig war. Er tritt die Nachfolge von Elke Schneiderbanger an, die sich nach achtjähriger Tätigkeit bei ANTENNE BAYERN neuen Herausforderungen bei radio NRW stellt.
• Vier für Europa: Mit Unterstützung der Europäischen Union konnten vier internationale Rundfunksender das Pilotprojekt Radio E ins Leben rufen. BBC World Service, Deutsche Welle, Radio France Internationale und Radio Nederland wollen mit einem anderen Programmansatz neue Märkte erschließen. Ziel ist ein europaweites Netzwerk, das auf Interessenvielfalt setzt und Themen in einem anderen Kontext behandelt als es bei einem Inlandssender möglich ist. "Radio E" will dabei die neue Technologie DAB nutzen. Man ist dabei kreative Programme zu entwickeln, um eine wachsende mobile Hörerschaft zu erreichen. Die Programme werden in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch ausgestrahlt.
• Alle zwei Jahre schreiben die Itzehoer Versicherungen und Radio Schleswig-Holstein (R.SH) den John Lennon Förderpreis - Talent Award aus. Mehr als 40 Bands und Solisten wurden bislang gefördert. CDs aus der Major- und der Independent-Liga sind das Ergebnis. Weltweit einmalig ist dieser Wettbewerb schon durch seinen Namen. Der wird nämlich exklusiv von Yoko Ono, der Witwe des 1980 ermordeten Popstars John Lennon, nur für diesen Talent Award vergeben. Das exklusive Recht auf diese Namensnennung steht auch in einem tieferen Zusammenhang mit dem Konzept der Förderung.
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25 Jahre AWR on air: Zum
fünfundzwanzigsten Mal jährt sich der Tag, an dem "Adventist World
Radio" (AWR) über einen 250 Kilowatt-Sender von Radio Trans-Europa
in Sines Portugal auf Sendung ging. In zwölf Sprachen wurde zunächst
20 Stunden pro Woche gesendet. Heute [1996] stehen 17 Sender auf
drei Kontinenten bereit, um das Wort Gottes in alle Welt zu
verbreiten. In mehr als 40 Sprachen wird gesendet. Sendestellen sind
Forli/Italien, Costa Rica, Samara/Russland, Rimavska/Slowakei und
Agat/Guam. Anfang des Jahres hat man in Agat den vierten
Kurzwellensender in Betrieb genommen, es ist ein 100 Kilowatt-Sender
von Continental. Ebenfalls wurde ein neues "Enco"-System zur
automatischen Sendeabwicklung eingeführt. Auch in Forli wurde die
Sendeanlage modernisiert.
• Der Evangelische Rundfunkdienst Nord hat seine Aktivitäten ausgeweitet. Nunmehr verbreitet auch Radio Hamburg jeden Sonntag zwischen 6.00 und 10.00 Uhr eine kirchliche Sendung. Moderiert wird sie von Christine Obermayer. Das Programm soll aktuelle, bunte und ernste Meldungen sowie Interviews aus den Bereichen Religiöses, Soziales und Kirchliches aus Hamburg enthalten. Geplant sind feste Sendeplätze wie »Himmliche Hits« (aktuelle Musiktitel mit christlichem Inhalt) oder »Kirche live«, in dem besondere Veranstaltungen kirchlichen Charakters vorgestellt werden.
• Neuer stellvertretender Chefredakteur des Evangeliums-Rundfunks (ERF, Wetzlar) ist der Hörfunkjournalist Lothar Rühl. Der 39-Jährige ist seit sieben Jahren beim ERF und betreut seit 1992 das Ressort "Aktuelles". Zuvor war der gelernte Bankkaufmann vier Jahre lang bei der Evangelischen Nachrichtenagentur "idea" in Wetzlar, wo er auch eine journalistische Ausbildung absolvierte. Rühl ist ferner Gastreferent der in Wetzlar ansässigen Christlichen Medien-Akademier (cma) für die Bereiche Hörfunk-Nachrichten und -Reportage.
• EPR sendete terrestrisch: Zu einem Riesen-Erfolg wurde der terrestrische Sendeversuch der Eutiner Patienten-Radios während des diesjährigen Stadtfestes. Die Hörer im Eutiner Raum reagierten begeistert, wie die Macher durch zahlreiche Anrufe, Faxe und Briefe feststellen konnten. Zugute kam dem Versuch ein tragisches Ereignis: In der Nacht zum Sonnabend - dem ersten Sendetag - brannte der letzte Bauernhof in der Eutiner Innenstadt ab. Da auch in Eutin heutzutage die Feuerwehr mit Meldeempfänger alarmiert wird, hatten die Eutiner von dem Großfeuer mitten in ihrer Stadt noch gar nicht mitbekommen, als ihnen die Moderatoren bei Sendebeginn einen ersten Live-Bericht von der Brandstätte liefern konnten.
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Die südafrikanische Regierung hat die Fortsetzung des
Auslandsprogramms von Channel Africa beschlossen. Damit
wird die Rolle anerkannt, die das Programm als wichtige
internationale Nachrichtenquelle in Afrika spielt. Channel Africa
sendet in neun Sprachen. Bisher kamen die Gelder für den Dienst vom
Außenministerium, jetzt wird Channel Africa ein Teil der SABC
(South African Broadcasting Corporation).
• Thomas Rosch ist die neue Stimme bei delta radio. Er kommt aus dem Saarland und bereits bei verschiedenen privaten und öffentlichen Sendern als Moderator und Redakteur gearbeitet. Bei delta radio betreut er die Zeitschiene später Nachmittag / früher Abend. Außerdem ist er im Promotionbereich aktiv. Montags bis freitags sendet jedes der drei Regionalstudios ab 12.50 Uhr eine halbe Stunde lang eigenständig für den jeweiligen Raum. Neben täglichen Gästen bietet delta radio »Total lokal« viele lokale Informationen und Nachrichten. Die Regionalstudios werden einem festen Redakteur betreut, der von weiteren Mitarbeitern unterstützt wird.

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Am frühen Morgen beginnt hr3 sein Programm jetzt
mit dem »Hessenwecker« (5.05 bis 6.00 Uhr), der mit Information,
Sketchen und Hits die Frühaufsteher in den Tag begleitet. Im
Anschluss folgt »Pop und Weck«, die seit 25 Jahren meistgehörte
hr3-Sendung an Wochentagen. Mit der Sendung »Die Crew« baut
hr3 auf ein Erfolgsgespann: Das Moderatoren-Duo der
Oscar-preisgekrönten Radio-Show »Leider gut«, Martina Regel
und Frank Seidel, präsentiert gemeinsam mit dem
Redaktionsteam des beliebten Sonntagsprogramms »hr3-Piazza« die neue
Vormittagsshow. Fotos: ©
hr
• Radio Schweden und NDR 1 Welle Nord produzieren gemeinsam einmal im Monat das »Ostsee-Magazin«. Im Mittelpunkt der Sendung stehen Berichte über Kultur, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aus dem ganzen Ostseeraum.
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Der private Berliner Radiosender NewsTalk 93.6 hat sein
Programm komplett überarbeitet und zugleich auf 24 Stunden
ausgeweitet. Rund um die Uhr werden jetzt die wichtigsten
Informationen des Tages präsentiert, dazwischen gibt es immer wieder
Talk mit Experten und Hörern, die sich über eine Hotline interaktiv
dazuschalten können. Der Slogan des Senders ist Programm:
Nachrichten, über die man spricht. Neu aufgebaut wurde die
Sendung »Berlin am Morgen«. Talkmaster Stephan Mattukat bietet im
Viertel-Stunden-Takt die wichtigsten Welt- und Berlin-Nachrichten
sowie Wetter- und Verkehrshinweise, alle 30 Minuten das Aktuellste
aus Wirtschaft und Sport. Dazwischen immer wieder Interviews und
schnelle Reportagen. Nach dieser morgendlichen Info-Show beginnt die
Talk-Strecke bei "der ersten durchhörbaren Illustrierten der Lüfte".
Die Moderatoren sprechen über die Themen des Tages - die Hörer sind
per Telefon direkt beteiligt. Thomas Ruhmöller, seit 100 Tagen
Chefredakteur bei Deutschlands erstem Talkradio: "Andere reden von
Interaktivität, wir setzen sie programmlich um". Infotalkment
heißt die Zauberformel für den Nachmittag. Jan Luther und Olga
Nisser präsentieren von 15.00 bis 19.00 Uhr eine völlig neue Art von
"Call-In-Show" im deutschen Radio. Die Idee stammt aus den
Vereinigten Staaten und ist dort sehr erfolgreich. Im Bild: Andreas
Kessler, Moderator der Wochenendshow »AutoTalk« während seiner
Sendung am Mischpult. Foto: ©
NewsTalk
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Mit nackten Tatsachen werben neuerdings mehrere norddeutsche
Privatsender. Radio Hamburg hat sich den Werbespruch ausgedacht
Mehr muss man nicht anhaben. Die Werbeagentur hat das auf den
Plakaten sehr eindeutig mit zwei nackten Frauen und einem nackten
Mann - die erogenen Zonen hinter Radiogeräten verborgen - umgesetzt.
radio ffn wirbt neuerdings mit einem nackten Männerbauch und der
Feststellung Kribbelt hier, hier und hier. radio NRW,
Programmzulieferer für Lokalradios in Nordrhein-Westfalen, empfiehlt
sich Werbekunden etwas merkwürdig. In Branchenzeitschriften hielten
erst eine Prostituierte ihre knallrote Handtasche und dann ein
junger Mann seinen Slip dem Leser vor. Beide sollten Potenz
suggerieren, und potent sei eben auch der Sender.
Foto: © radio ffn
• Beim Talent-Wettbewerb Stimmen Hessens von HIT RADIO FFH und SAT.1-Regional-Report wurden sechs Nachwuchs-Sänger prämiert. Die Gewinner dürfen einen Gesangs-Workshop in der Frankfurter Gesangsschule "Scream Factory" absolvieren. Außerdem stiftet HIT RADIO FFH eine professionelle Studio-Produktion. Mehrere hundert Teilnehmer hatten ein selbstgesungenen Musik-Titel per Kassette eingeschickt, die von der "Scream Factory" begutachtet wurde.
• Andreas Dorfmann wurde von Programmchef Rik De Lisle zum neuen Unterhaltungschef von 94,3 r.s.2 berufen. Er ist außerdem der Morningman des Berliner Privatsenders.
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SWF 1 feierte 1500. Sendung »Von Zehn bis Zwölf«:
Am 27. Oktober 1996 war die Sendung »Von Zehn bis Zwölf« zum 1500.
Mal in SWF 1 zu hören. Die erste Sendung wurde am Neujahrsmorgen
1967 ausgestrahlt. Am Anfang stand die Idee Heinrich Strobels,
damals Leiter der Hauptabteilung Musik des Südwestfunks, eine
festliche Konzertsendung für das Sonntagsprogramm zu gestalten. Mit
dem Musikredakteur und Komponisten Hans Willy Bergmann schuf er das
Konzept für die Sendung. Nun fehlte noch ein Moderator, der mit
Baldur Seifert gefunden wurde. Seifert hatte sich bereits als
Schauspieler einen Namen gemacht, bevor er 1965 zum Südwestfunk kam.
Seine schauspielerische Begabung und seine Stimme, die besonders in
den Rezitationen zum Ausdruck kommen, prägen den lyrischen Charakter
der Sonntagsmatinée. Die musikalische Palette umfasst 300 Jahre
europäische Musikgeschichte. Von der Klassik über Operette bis zum
Chanson. Darunter auch immer wieder eigene Produktionen des
Rundfunkorchesters des Südwestfunks, das sich von Anfang an
maßgeblich an der Sendereihe beteiligte und häufig bekannte Solisten
begleitete. Darunter auch Musikstücke, die eigens für die Sendung
eingespielt werden, weil die Plattenindustrie für sie keinen Markt
sieht. Neben der Unterhaltung bietet »Von Zehn bis Zwölf« dem Hörer
interessante Informationen und Hintergründe. Die Sendung geht auf
das aktuelle Zeitgeschehen ein und greift Jahres- oder Feiertage
auf. Wie beliebt »Von Zehn bis Zwölf« ist, belegen die vielen
Briefe, die Baldur Seifert von den Zuhörern erhält. Ein
Deutschamerikaner schrieb, dass er die Sendung in seinem
Wochenendhaus in der Nähe von Seattle höre: Mitschnitte auf
Kassetten, die er aus Deutschland bekommen hatte. Auch die Tatsache,
dass »Von Zehn bis Zwölf« nun seit fast dreißig Jahren zur selben
Zeit im selben Programm ausgestrahlt wird, spricht für die
Beliebtheit der Sendung.
Foto: © SWF (Frien)
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Mit der Ernennung von Sandra Luner und Sebastian Knauer
zu Chefs vom Dienst (CvD) hat ANTENNE MV seine
redaktionelle Führungsmannschaft um zwei weitere Mitarbeiter
verstärkt. Beide sind seit dem Sendestart am 31. Mai 1993 dabei.
Sandra Luner kam von R.SH und machte sich bei ANTENNE MV als
Nachrichtenredakteurin, Sonderkorrespondentin und Moderatorin
landesweit einen Namen. Sebastian Knauer kümmert sich im Funkhaus
Plate vor allem um die Sportberichterstattung.
Foto: © ANTENNE MV
• EMAF-Radio berichtete vom Festival: Am 13. Oktober hieß es zum ersten Mal "On Air" im Medienhaus an der Lohstraße beim Offenen Kanal Osnabrück. Das Festivalradio ging auf Sendung und berichtete vom "European Media Art Festival". Eine Woche lang war das Programm auf der Frequenz 104,8 MHz im Großraum Osnabrück zu empfangen. Am 18. Oktober nahm der Offene Kanal Osnabrück dann offiziell den Sendebetrieb auf. Die Macher Thorsten Alich, Andreas Menke, Stefan Meyer, Jörg Meyerink und Holger Schwetter gaben ihrem Projekt den Titel "Radiokunst - Kunst im Radio". Sie wollen ein Programm abseits der eingefahrenen Wege des Formatradios machen und alternative Formen der journalistischen Begleitung des Festivals einsetzen. Mit Schnitt- und Klangelementen sollen die Möglichkeiten des Mediums ausgenutzt und demonstriert werden, dass Radio mehr sein kann als die Aneinanderreihung von "Hits der Neunziger".
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94,3 r.s.2 eröffnete Regionalstudio:
Nach Schwedt für die Uckermark und Nord-Brandenburg, hat der
Berliner Privatsender Mitte August das neue Regionalstudio in
Frankfurt/Oder eröffnet. Vorn hier wird täglich Montag bis
Freitag 14.00 bis 18.00 Uhr ein eigenes Programm für die Frankfurter
und Oberländer gesendet. Regionalchef und gleichzeitig Moderator ist
Bert Lehwald, dem redaktionell Henry Klemt, Träger des
Uckermarker Literaturpreises, zur Seite steht.
• Stadtradio Göttingen wurde Mitte September 1996 als Lokalfunk für Göttingen lizenziert und sendet auf 107,1 MHz. Der Sendebetrieb soll im März 1997 mit zunächst vier Stunden Eigenprogramm starten. In der übrigen Zeit wird die Frequenz von NDR 4 belegt.
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ANTENNE MV hat jetzt einen eigenen Showtruck:
Der 15 Meter lange Sattelschlepper wurde erstmals am Mittwoch, 13.
November, nach einem kurzen Zwischenstopp am Funkhaus Plate quer
durch das ganze Bundesland Mecklenburg-Vorpommern nach Ahlbeck auf
die Insel Rügen überführt. Dort sollte der Showtruck einen Tag
später anlässlich der Eröffnung eines neuen SKY-Marktes zum Einsatz
kommen. Das Programm begann mit der Live-Übertragung der Sendung
»ANTENNE MV-TANDEM«. Der nach dem Vorbild amerikanischer Trucks in
den vergangenen sechs Monaten speziell für ANTENNE MV angefertigte
Sattelschlepper verfügt über ein komplettes, klimatisiertes
Radiostudio sowie eine ausklappbare rund 15 Quadratmeter große
Showbühne mit einer 3.500 Watt Licht- und 4.000 Watt
Verstärkeranlage. ANTENNE MV will den Showtruck künftig regelmäßig
bei eigenen Veranstaltungen und Außenübertragungen einsetzen.
Foto: © ANTENNE MV
• Der Bayerische Rundfunk setzt in Würzburg neue Akzente: In den letzten Novembertagen 1996 sind die Hörfunkredaktion des Regionalstudios Welle Mainfranken und die Fernsehredaktion von der Rotkreuzstraße in das Postgebäude am Hauptbahnhof Würzburg umgezogen. Beide Redaktionen gehören organisatorisch zum Studio Franken in Nürnberg. Durch die ständige Ausweitung der regionalen Berichterstattung, die besonders jetzt durch die Hörfunkreform auf Bayern 1 und das neue Programmschema im Bayerischen Fernsehen zum Tragen kommt, sind die Aufgaben für die BR-Leute in Würzburg stark gewachsen. Der Hörfunk hat neben seiner mittäglichen Magazinsendung von 12.05 bis 13.00 Uhr, Sendeplätze am Morgen und am Nachmittag erhalten. Weitere Beiträge, auch aus Unterfranken, gibt es verteilt über den ganzen Tag, sowie am Abend zwischen 16.00 und 18.00 Uhr im Bayernmagazin.
• Premiere in Hameln: Am 30. November 1996 startete in Hameln Radio Aktiv, der erste nichtkommerzielle Lokalsender Niedersachsens. Mit einem Festakt in der Diskothek "Sumpfblume" wurde das Programm eröffnet. Seitdem sendet Radio Aktiv pro Tag zwölf Stunden lang für den Landkreis Hameln-Pyrmont. Das Projekt ist Teil eines auf fünf Jahre angelegten Betriebsversuches. Das Niedersächsische Landesrundfunkgesetz sieht seit seiner Neufassung im November 1993 die Möglichkeit von lokalem Hörfunk vor. Erstmals werden in Deutschland zwei verschiedene Varianten nebeneinander erprobt. In acht Versuchsgebieten wurden Offene Kanäle (OK) zugelassen, von denen einige (Oldenburg, Osnabrück und Bremer Umland) schon in Betrieb sind. Im Unterschied zu den OKs, wo das Programm ausschließlich von Laien (den Nutzern) gemacht wird und das Personal nur für Anleitung, Koordination und Technik zuständig ist, werden nichtkommerzielle Lokalsender (NKL) von einer festen Redaktion gestaltet. Radio Aktiv sendet täglich von 6.00 bis 18.00 Uhr auf den Frequenzen 100,0 (Hameln) und 94,8 MHz (Bad Pyrmont). Der Schwerpunkt des Programms liegt auf lokaler Berichterstattung.
• LfK-Hörfunkpreis 1996 für Morningshow: Die Morning Show gilt als Visitenkarte und wichtigste Sendung für den Erfolg eines Radios, da Hörfunk am Morgen die größte Tagesreichweite erzielt. In dieser Kategorie hat der Bereichssender Radio Regenbogen in Mannheim mit seiner Morgensendung »Vitamin R« die Jury durch eine handwerklich überzeugende, gut vorbereitete Doppelmoderation beeindruckt.
• In Luxemburg ging am 2. September 1996 Radio Eechternoach auf 106,5 MHz (Echternach-Mannertchen) mit 100 Watt auf Sendung. Honnert 7 de Soziokulturelle Radio (Dudelange 100,7 MHz) sendet seit November 1996 ganztägig. Sonst wurde bis mittags das Programm von RTL Letzebuerg übernommen, das sich nun RTL zu Letzebuerg nennt.
•
Radio Hamburg geht ins zweite Jahrhundert:
Am 31. Dezember 1986 ging Radio Hamburg als
erster Privatsender der Hansestadt on air. Inzwischen ist RHH nicht
nur in chronologischer Sicht die Nummer 1. Seit vier Jahren erzielt
der Sender im Vergleich sowohl zu den privaten Mitbewerbern als auch
zum öffentlich-rechtlichen NDR die höchsten Reichweiten der
Hansestadt, und dies mit steigender Tendenz in einem immer heißer
umkämpften Markt. Dabei setzt der Sender im Herzen der Stadt weiter
auf die drei Säulen, die den bisherigen Erfolg ausgemacht haben: Der
weitgespannte und doch differenzierte Musikmix, der aktuelle
Neuerscheinungen und Chartbreaker ebenso berücksichtigt wie die
besten Hits der 70er, 80er und 90er. Die kompetente Information über
Hamburg und die Welt mit halbstündlichen Nachrichten, einem
weltweiten Korrespondentennetz, eigenen City-Reportern und dem Radio
Hamburg-Ü-Wagen. Moderatorenpersönlichkeiten (im Bild John Ment),
die im besten Sinne unterhalten und dabei doch den Hörer ernst
nehmen. Und weil das Leben in der Hafenstadt Hamburg schon sehr früh
"brummt", stehen die Radiomacher 1997 entsprechend früher auf: Von
4.00 bis 6.00 Uhr gibt es jetzt die früheste Morgenshow des
deutschen Privatradios: Mehr Information, mehr Comedy, mehr Musik -
der Mix macht's zwischen Tag und Nacht.
Foto: © Radio Hamburg
