Radio-Nachrichten 1994
»Aber klar kann ich mich an sie erinnern. Sie waren großartig und haben die Menschen nicht nur prächtig unterhalten, sondern auch sehr viel zur Popularisierung der britischen Popmusik in aller Welt beigetragen. Ohne Sender wie Radio Caroline und andere wären zum Beispiel Bands wie 'The Who', 'The Kinks' und viele mehr bestimmt nicht so groß geworden.« (Peter Frampton - Ex-"Humble Pie")
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Münchens Privatsender Radio Gong 96,3 der 1993 einen
Hörerzuwachs von 47 Prozent erreicht hat (162.000 Hörer ab 14
Jahren), residiert jetzt in der Franz-Joseph-Straße 14. Seit 1.
Januar 1994 ist Georg Dingler zum weiteren Geschäftsführer
neben Adolf Silbermann und Stephan Zobel bestellt worden. Er nimmt
auch weiterhin die Aufgabe des Marketingleiters wahr. Ab sofort
können die Hörer ihren Sender mit optimalem Sound über modernste
Technik empfangen. Sende- und Produktionsstudio sowie
Werbedisposition arbeiten volldigitalisiert auf höchstem Niveau.
• Zum neuen Hörfunkdirektor des WDR wurde Fritz Pleitgen gewählt. Intendant Friedrich Nowottny begründete seinen Vorschlag damit, „dass der derzeitige Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen über exzellente journalistische Fähigkeiten verfüge und ein profunder Kenner des regionalen, nationalen und internationalen Rundfunkgeschehens sein“. Fritz Pleitgen tritt zum 1. Januar die Nachfolge von Manfred Jenke an, der nach 20 Jahren als Hörfunkdirektor des WDR in den Ruhestand geht.
• Der Bayerische Rundfunk ist jetzt mit einem eigenen Korrespondentenbüro für den Hörfunk am Untermain vertreten. Aufgabe des neuen Korrespondenten Frank Hollmann ist es, Nachrichten, Berichte und Reportagen in alle aktuellen Programme des BR einzuspeisen. Das Büro ist in seiner Wohnung untergebracht. Dem BR-Mann steht die komplette Ausstattung eines Kleinstudios zur Verfügung. Über ein digitales Telefon kann er seine Beiträge in sehr guter Tonqualität in die BR-Studios nach München, Nürnberg und Würzburg sowie zu den anderen ARD-Anstalten überspielen. Frank Hollmann hat bisher bei der "Welle Mainfranken" als Reporter gearbeitet.
• Am 1. Januar 1994 brach in Namibia das Privatfunkzeitalter an: Der Sender FM 99 Stereo ging on air. Gesendet wird auf UKW 99,0 MHZ in vorwiegend englischer aber zu 40 Prozent auch in deutscher Sprache. Vorerst ist die Radiostation nur rund um die Hauptstadt Windhoek zu empfangen, doch die Radio Antenna Namibia Ltd. will ihr Sendegebiet baldmöglichst erweitern. Initiator und Finanzier des Unternehmens ist der deutsche Geschäftsmann Rolf Lange. Sein deutscher Partner Mario Alta ist für das Programm verantwortlich. Unter Musik versteht der Sender alles, was zur Kategorie "leichte, lockere Unterhaltung" gezählt werden kann: englische und deutsche Popmusik, Oldies und Country sowie klangvolle, melodisch-harmonische Stücke aus der afrikanischen Musik.
• Der private niedersächsische Hörfunksender Antenne.Das Radio hat seit Anfang Januar den "Wetterfrosch" exklusiv im Studio sitzen: Diplom-Meteologe Heino Strunk hat seine Wetterstation im Funkhaus in Hannover aufgebaut. Heino Strunk, schon als norddeutsches Wetter-"Original" bei den Hörern beliebt, übermittelte bisher seine lebendigen Vorhersagen telefonisch vom Wetterdienst Meteo-Consult in Ingelheim am Rhein (Mainz). Nun kann der Wetterforscher jederzeit live und aktuell auf die Antenne gehen. Er ist jeden morgen um 6.30 und 8.40 Uhr im Antenne-»Wecker« und jeden Mittag um 12.30 Uhr im Antenne-»Regenbogen« zu hören. Auch die Informationen für die Kurz-Prognosen vor den Nachrichten kommen von ihm.
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Zum vierten Geburtstag nahm Radio FFH sein neues
Sendestudio in Betrieb: Doris Renck (Bild), Robert Treutel,
Sabine Schneider & Co. haben jetzt die Möglichkeit zur Moderation im
Stehen - um so noch besser "rüber zu kommen". Technik-Chef Ludger
Rüther hat den Umbau geplant und koordiniert.
Foto: © FFH
• Der 42-jährige Journalist Jürgen Werth ist Nachfolger von ERF-Direktor Horst Marquardt. Dieser übernimmt ab Januar als internationaler Direktor der weltweit tätigen Radiomission Trans World Radio (TWR) die Verantwortung für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Jürgen Werth ist einem breiten Publikum durch das »Wort zum Sonntag« bekannt. Er kam 1973 als 22-jähriger Redakteur von der "Westfälischen Rundschau" zum ERF. Als Redakteur für Aktuelles, Leiter des Jugendfunks, Chefredakteur und Hörfunkchef hat er das Funkhaus in Wetzlar-Dalheim von der Pike auf kennengelernt.
• Am 1. Januar geht das Deutschlandradio mit seinen beiden Programmen in Berlin und Köln auf Sendung. Während das Kölner Programm - bis auf geringfügige Veränderungen - die Sendungen des Deutschlandfunks weiterführt, entsteht in Berlin durch die Zusammenführung von RIAS und DS Kultur ein Programm mit hohem Anspruch. Es wendet sich an ein breites Publikum, das politisch interessiert und kulturell aufgeschlossen ist, mit einem ausgeprägten Interesse an überregionaler Berichterstattung, insbesondere zu gesamtdeutschen Themen.
• Der SDR 3 Club Wilder Süden hat Anfang 1994, nur sieben Monate nach seiner Gründung im Juni 1993, schon mehr als 50.000 Mitglieder. Anfangs war der Club als eine kleine Geste für treue und besonders aktive Hörer gedacht. Er sollte vom SDR 3-Team mitbetreut werden und den überwiegend jugendlichen Fans zusätzlichen Service und ein stärkeres "Wir-Gefühl" ermöglichen. In kurzer Zeit entstand im SDR ein Club-Team, das sich aus (überwiegend freien) Mitarbeitern der Redaktion, Kollegen der SDR Werbung und der Öffentlichkeitsarbeit zusammensetzt. An der Clubsendung, werktags um 13.05 Uhr, nehmen bevorzugt Gruppen und Jugendliche aus Schulen, Betrieben und Jugendorganisationen teil.
• 10 Jahre WDR 4: Das bundesweit meistgehörte Radioprogramm, das in Nordrhein-Westfalen eine Tagesreichweite von 32 Prozent und damit 4,32 Mio. Hörer hat, feiert Geburtstag.
• Mit Volldampf startet radio SAW in das Jahr 1994. Dreimal in der Stunde werden die Hörer mit neuesten Verkehrsinformationen versorgt. Um diesen Service weiter zu verbessern, wurde der SAW-Verkehrsclub gegründet. Hörer, die mit dem Fahrzeug unterwegs sind und ein Mobiltelefon benutzen, sollen die Redaktion über das Verkehrsgeschehen informieren. Neuer Stationssprecher für radio SAW ist Wolf-Dieter Strubel, bekannt durch seine »Internationale Hitparade« auf NDR 2.
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Anfang Februar startete Moderator Rainer Meutsch seine
Sendung »Mein Abenteuer« auf RPR Zwei. Inzwischen hat
sich das Reise-Magazin des Schlagerradios zum Publikumsrenner
entwickelt. Jeden Sonntag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr werden die
Hörer zum Träumen animiert und können zudem noch mitmachen.
Foto: © RPR
• Die Nürburgring GmbH bekam von der LPR die Erlaubnis zur Ausstrahlung von Radiosendungen während der Rennsportereignisse in der Saison 1994 über UKW 87,7 MHz (50 Watt). Die Sendungen sind ausschließlich im näheren Umkreis des Nürburgrings zu hören. Verbreitet werden vor allem der Streckenkommentar sowie Musikbeiträge, Verkehrsinformationen für die Besucher der Veranstaltungen und Beiträge zum Renngeschehen.
• hr werbung gmbh feiert Geburtstag: Die Werbetochter des Hessischen Rundfunks wurde am 2. Februar 1954 als "Werbung im Rundfunk GmbH" (WIR) offiziell gegründet. Die ersten Werbefunksendungen gingen bereits einen Monat früher über den Sender, denn seit dem 4. Januar 1954 strahlte der hr in seinem ersten Hörfunkprogramm Werbung aus. Heute [1994] vermarktet die hr werbung gmbh Werbeeinblendungen in hr1, hr3 und hr4 sowie im Vorabendprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens für das hessische Ausstrahlungsgebiet.
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Inzwischen bereits zum siebten Mal geht am 19. Februar das
norddeutsche Live-, Rundfunk- und Fernsehereignis des
Winterhalbjahres über die Bühne der Kieler Ostseehalle. Präsentiert
vom Moderatoren-Duo Martina Menningen und Jörg Pilawa lädt Radio
Schleswig-Holstein (R.SH) zur diesjährigen
R.SH-Goldverleihung. Das Spektakel, zu dem die rund 6.500
verfügbaren Eintrittskarten im letzten Jahr innerhalb von nur fünf
Stunden vergriffen waren, wird nicht nur direkt über die Frequenzen
des Privatsenders übertragen, sondern auch als Aufzeichnung in einer
90-minütigen Zusammenfassung bei RTL2 gesendet. Im Bild:
R.SH-Moderator Jörg Pilawa und "The Three Degrees".
Foto: © R.SH
• Eine neue Form wissenschaftlich fundierter Erwachsenenbildung im Radio bereiten Süddeutscher Rundfunk (SDR) und Südwestfunk (SWF) vor, die im Herbst 1994 erstmals im Programm von S2 Kultur ausgestahlt wird: die RADIO AKADEMIE. Sie löst das seit 28 Jahren bestehende Fernstudienprogramm Funkkolleg ab.
• Ö3 bietet mit der Aktion 10 Prozent plus seinen Hörern jetzt mehr Musik. Das Angebot an Unterhaltung, Humor und Service wurde mit Jahresbeginn verstärkt. Um 15.05 Uhr präsentiert Frank Hoffmann (in 52 Folgen) jeden Samstag das "größte Einzelprojekt in der Geschichte der BBC": "The Story of Pop". 40 Jahre nach der Geburt des Rock'n'Roll hat ein Produzententeam diese Dokumentation der "populärsten Musikform aller Zeiten", von ihren Wurzeln in Afrika bis hin zu den aktuellen Spielarten wie Techno, Hip Hop und House zusammengestellt.
• Nach rund zwanzig Dienstjahren im WDR-Hörfunk und einer fast ebenso langen Tätigkeit als Chefsprecher verließ Lothar Dombrowski zum Jahresende den Westdeutschen Rundfunk, um sich in den Ruhestand zu verabschieden. Als Leiter des Aktuellen Sprecherdienstes (seit 1. Juli 1975) galt Dombrowskis besonderes Augenmerk der Suche nach neuen Talenten und der gezielten Entwicklung und Betreuung junger Kolleginnen und Kollegen. Bevor Lothar Dombrowski zum WDR kam, war er Sprecher im Hörfunk und Fernsehen des Südwestfunks, arbeitete als Reporter für die aktuelle Abteilung und war Moderator des SWF-Mittagsmagazins. Ab 1. Januar 1967 war er Sprecher der »Tagesschau« im Ersten. Zum 1. Juni 1974 kam er zum WDR als Sprecher im Hörfunk und moderierte seitdem auch die Fernsehsendung »Schaukelstuhl« sowie in WEST 3 »Mittwochs in...«
• Als erster landesweiter privater Sender in Deutschland setzt ANTENNE BAYERN zur Übertragung von Live-Berichterstattungen ein speziell für den Hörfunk entwickeltes Audio-SNG-Mobil ein. Andi Gall, technischer Leiter der Station, konzipierte und realisierte das Sat-Mobil mit seiner Firma Mondocom im Zeitraum von einem halben Jahr. Bei dem Mobil handelt es sich um einen Ford Transit, der mit einer digitalen SCPC-Satelliten-Anlage ausgestattet ist. Es bietet den Vorteil, unabhängig von topographischen Hindernissen zu sein und ist, dank dem Wegfall der sonst notwendigen Standleitungen, sehr flexibel bezüglich Standort und Planungsvorlaufzeit. Innerhalb von einer Viertelstunde ist die Satellitenanlage einsatzbereit. Die 1,20 Meter große Satelliten-Antenne ermöglicht eine europaweite Übertragung.
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Der Westdeutsche Rundfunk hat in Langenberg, seinem
Hauptsenderstandort, eine eigene Satellitenbodenstation aufgebaut,
die neben der Ausstrahlung von WEST 3 auch die Übertragung von
weiteren Hörfunkprogrammen, zunächst WDR 2 in Stereoqualität
ermöglicht. Foto:
www.ukwtv.de (© Frank Ortmann
2004)
• Radio Brocken und der Landessportbund Sachsen-Anhalt lobten den Goldenen Brocken als Preis für den bedeutendsten Förderer des Sports im Land aus. Die Ehrung richtet sich an Unternehmen und Unternehmer, die sich im zurückliegenden Jahr durch ein herausragendes Engagement auf dem Gebiet der Sportförderung ausgezeichnet haben.
• MDR Sputnik hat auf den Astra-Transponder 43 gewechselt. Dort ist bereits das MDR Fernsehen via Satellit zu empfangen. Eine Umfrage des Dresdner Stadtmagazins "SAX" hat es bewiesen: nicht nur die Übertragungsqualität des MDR-Jugendradios ist Spitze. Fast 300 Leser beteiligten sich an der jährlichen Umfrage. Der zweitplatzierte Sender folgt mit deutlichem Abstand. Bei den beliebtesten Radiosendungen ist wiederum Sputnik ganz vorn: »Dr. Kaos« und das Satiremagazin »Deutschland im Stau«. Beide sind an den Sonntagnachmittagen im Programm.
• Sendeende für Radio Wolga: Mit dem für 1994 geplanten Ende des russischen Truppenabzugs endet auch die Mission von Radio Wolga. Der in Potsdam beheimatete Soldatensender sendete früher vor allem in Russisch. Seit 1991 gibt es aber auch Programme in Deutsch, die über den Verlauf des Truppenabzugs und über das Leben der russischen Soldaten in der Westgruppe berichten sollen.
• Korrespondentenbüro Landshut in neuem Domizil: Christoph Thoma, langjähriger Hörfunkkorrespondent des BR in Landshut hat eine neue Arbeitsstätte: Zum Jahreswechsel wurde das Korrespondentenbüro Landshut in neuen Räumen untergebracht. Mit dem Umzug verbunden war auch eine Modernisierung der vorhandenen Produktionstechnik. Wie die Korrespondenten in anderen bayerischen Städten ist der Radiojournalist Christoph Thoma sein eigener Tontechniker: Er recherchiert, schneidet, produziert und überspielt seine Beiträge selbst. Abnehmer der Nachrichten, Reportagen und Berichte sind die BR-Regionalredaktion Ostbayern in Regensburg und alle aktuellen Redaktionen im Münchner Funkhaus. Christoph Thoma betreut für den Bayerischen Rundfunk Stadt und Landkreis Landshut und den Landkreis Kehlheim.
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"Musik für Sachsen soll auch von Sachsen gemacht werden", sagt
Ronny Krappmann, Moderator und Musik-Koordinator beim privaten
Radiosender Antenne Sachsen. Seit der Programmumstellung
Anfang Februar ist er für die Musik verantwortlich. Das musikalische
Grundgerüst kommt vom internationalen Radio-Berater Ad Roland aus
Holland. "Ad Roland stellt brilliante internationale Musik
zusammen", so Norbert Seuss, Geschäftsführer und Programmdirektor
bei Antenne Sachsen, "aber um den ganz speziellen sächsischen
Geschmack zu treffen, muss man eben einfach hier geboren sein, die
Menschen, das Land und die Mentalität kennen".
Foto: © Antenne Sachsen
• Die leistungsstärkste Mittelwellenfrequenz 675 kHz (120 kW) in den Niederlanden ging an Radio 10 Gold, das seit Jahren im Großraum Venlo auf UKW 107,1 MHz und via Eutelsat ausgestrahlt wird. Motto: "Die größten Hits aller Zeiten".
• Studio im Landtag: Den Hörfunkkorrespondenten des Bayerischen Rundfunks steht jetzt ein modernisiertes und erweitertes Studio im Bayerischen Landtag zur Verfügung. Neben einer grundsätzlichen Erneuerung und Ergänzung der vorhandenen Technik wurde das Landtagsstudio um einen eigenen Sprecherraum erweitert.
• Die Einführung einer neuen Stundenuhr, exakte Ausrichtung des Musikformats auf Soft AC mit deutlichem Anteil an "Ost-Musik", starke Erhöhung der Sachsenmeldungen, Verstärkung des Service-Charakters und konsequente Durchformatierung des gesamten Programms - das sind die wesentlichen Eckpunkte der Programmreform bei Antenne Sachsen. Unter dem Motto "Löwenstark in den Frühling" stellte der neue Geschäftsführer und Programmdirektor, Norbert Seuss, sein Konzept vor.
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Karsten Klaue, zuletzt Chefmoderator bei
104.6 RTL Berlin, moderiert jetzt den »Radio Express« von
6.00 bis 10.00 Uhr beim Hörfunksender r.s.2. Der 32-Jährige
begann seine Karriere bei Radio DDR im Landesstudio Frankfurt/Oder.
Später sprach er bei radio aktuell und servierte den Hörern die
»Hits der Woche« und Oldies. Von Januar bis September 1991 war
Karsten Klaue Nachrichtensprecher bei »aktuell« und der »Aktuellen
Kamera« beim DFF. Im »Radio Express« zur Seite steht ihm
Co-Moderatorin Gerlinde Jänicke
Foto: © r.s.2
• Manx Radio (Isle of Man) feiert 1994 sein 30-jähriges Bestehen. Ursprünglich wollte man auf der Insel in der Irischen See einen Sender nach dem Vorbild von "Radio Luxemburg" aufziehen, musste aber feststellen, dass die Regierung in den 50er Jahren die Rundfunkrechte an Großbritannien verkauft hatte. In der Zeit der Seesender war Großbritannien nicht willens, sich noch einen Konkurrenten für die werbefreie und etwas schwerfällige BBC vor das eigene Haus zu holen. Erst nach zähen Verhandlungen konnte 1964 ein schwacher UKW- und später ein Mittelwellensender den Betrieb aufnehmen. Die 1368 kHz war trotzdem auf den britischen Inseln halbwegs hörbar, jetzt aber benutzen auch BBC-Lokalradio-Sender die Frequenz.
• Unter dem Slogan SWF 1 - Mitten im Leben hat der Südwestfunk am 1. März sein erstes Hörfunkprogramm reformiert. Viele starre Einzelsendungen für Information, Unterhaltung oder Sport wurden durch ein sehr offenes und flexibles Programmschema abgelöst, das jedem Thema zur jeweils besten Sendezeit Platz einräumt. Wichtige Reportagen müssen nicht mehr bis zum nächsten Informationsmagazin warten, sondern die Hörer werden sofort informiert. Die Musik ist jetzt durchgängig von internationalen Pophits und Oldies geprägt. Sendungen mit Volksmusik und deutschen Schlagern haben nun Sendeplätze in S4 Baden-Württemberg und SWF 4 Rheinland-Pfalz. Das neue SWF 1-Musikformat trifft den Geschmack der etwa 30 bis 50-jährigen Hörer. Vor allem das neue tägliche Wunschkonzert »Vom Telefon zum Mikrofon« von 18.05 bis 20.00 Uhr gehört zu den SWF 1-Hits. Neu sind regionale Nachrichten von 6.30 bis 17.30 Uhr jeweils zur halben Stunde.
• Seit April dürfen die Service 700-Meldungen mit dem Verkehrsnachrichten-Signalton (ARI) angekündigt und zusammen mit den anderen polizeilichen Meldungen auf ANTENNE BAYERN weitergegeben werden. Über 1300 Mitglieder sind bisher dem Verkehrsmelder-Club des Senders beigetreten, darunter die rund 250 "Gelben Engel" des ADAC im Sendegebiet.
• Seit April 1994 moderiert Christian Stürmann alle 14 Tage im Welle-Fidelitas-Vormittagsprogramm. Stürmann, der sich als Moderator und Musikproduzent bezeichnet, ist hauptsächlich bei Radio Ton Gold zu hören, außerdem noch bei Charivari Würzburg. Bekannt ist er auch durch die Arbeit bei Radio Brenner; 1991 tauchte er bei RTL Radio auf.
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Von Ende April bis Ende September 1994 ist die MDR Life
Radio-Show on Tour. Sie macht mit einem
Vier-Stunden-Bühnenereignis an mehr als 40 Orten Station. MDR Life
ist mit einem Spezial-Transporter unterwegs. Er wurde eigens für die
Kooperation mit Harzer Grauhof Brunnen ausgerüstet. Mit an Bord sind
ein Team von MDR Life, die "Harzer Grauhof Go-Go-Girls" und Harzer
Grauhof Brunnen.
• Seit fünf Jahren hat das »Club-Radiokonzert« auf NDR 2 seinen festen Sendeplatz: jeden Sonnabend ab 20.05 Uhr. Jörg Riemenschneider, Chef des NDR 2-Programms: "Live-Musik ist für uns auch im Zeitalter des Formatradios kein Luxus. Im Gegenteil: Die erfreulichen Einschaltquoten und die positiven Reaktionen der Hörer auf das Club-Radiokonzert beweisen unsere hohe Kompetenz im Musikbereich." Das fünfjährige Jubiläum feiert NDR 2 im April mit einem "Best of"-Programm.
• Noch schneller und aktueller informiert jetzt Radio FFH seine Hörer über die Verkehrssituation auf Hessens Straßen. Der Radio FFH-Stau-Pilot gibt per Telefon von unterwegs gerade entstandene oder soeben aufgelöste Verkehrsstaus direkt an den Sender weiter. Alle Autofahrer mit Mobiltelefon, die auf Hessens Straßen unterwegs sind, können sich für diesen Service bewerben.
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Pünktlich zum Osterreiseverkehr hatte der hessische Privatsender
Radio FFH seinen Verkehrsservice um die Stau-Prognosen des
ADAC Hessen-Thüringen erweitert. Hanja Taschauner vom
ADAC berichtet seit 31. März wöchentlich in der Sendung »Hallo
Hessen« zwischen 17.00 und 18.00 Uhr über mögliche Staus,
Gefahrenbereiche und Wander-Baustellen auf bundesdeutschen
Autobahnen und beantwortet die Fragen der Hörer zum Reiseverkehr.
Foto: © FFH
• Die ROSA Welle steinfurt, das Radioprogramm mit schwulen Inhalten im Bürgerfunk bei Radio RST feiert am 15. April sein einjähriges Bestehen und am 29. April seine 25. Sendung. Erstmalig wird in Deutschland ein derartiges Programm in einem ländlichen Kreis verbreitet. Alle anderen sind bei Offenen Kanälen oder Bürgerradios in Städten oder verstädterten Kreisen (Ruhrgebiet) zu hören. Gerade aber "auf dem Land" ist die Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homosexualität nicht sehr ausgeprägt. Oft fehlt es einfach nur an Information. Diese möchte die ROSA WELLE den Bürgern im Kreis Steinfurt und angrenzendem Gebiet geben.
• RPR 1 schreibt sich jetzt RPR Eins (wie die Schlagerwelle "RPR Zwei"). Am 10. April von 18.00 bis 22.00 Uhr gibt es die Sendung »Bei Anruf Pop« mit Frank Laufenberg. Sein ROCK- und POP-LEXIKON kann man jetzt auch hören. RPR Eins hat die Doppel-CD "40 NO.1 HITS" herausgebracht.
• MDR Life, das Musikradio des Mitteldeutschen Rundfunks fördert deutschsprachige Rockmusik: Damit es den Stars künftig nicht an Konkurrenz fehlt, gab es erstmals den Wettbewerb Life-Talent. Fast 200 Nachwuchsgruppen hatten 1993 ihre Songs an MDR Life geschickt.
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Seit dem 17. April moderiert Viktoria Herrmann jeden Sonntag
von 10.00 bis 14.00 Uhr die »Herrmann-Show« auf r.s.2. Die hübsche
Blondine mit den waschechten Locken ist vor allem bekannt geworden
als witzig-Spritzige Moderatorin beim Jugendmagazin Elf 99.
Derzeit ist sie auf dem Bildschirm jeden Samstag bei IA, Neues
Fernsehen für Berlin und Brandenburg, mit »Megahit« zu sehen.
Foto: © r.s.2
• Am 19. April hat der Bayerische Rundfunk in Ansbach ein neues Korrespondentenbüro eröffnet. Dem Korrespondenten Wolfgang Suk steht die vollständige technische Ausrüstung eines Klein-Studios zur Verfügung, das in seiner Wohnung untergebracht ist. Zum Berichtsgebiet gehören die Stadt und der Landkreis Ansbach sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Regelmäßige Abnehmer der Beiträge sind die Redaktionen von B5 aktuell, die Nachrichten und das Regionalprogamm »Franken Aktuell«.
• Five O'Clock Dance mit der hr-Big-Band: Am Nachmittag kommt man zum Fünfuhrtee auf den britischen Inseln zusammen: In Anlehnung an diese Tradition lädt der Hessische Rundfunk regelmäßig zur Teezeit zum "Five O'Clock Dance" in hessische Gemeinden ein. Die erste Ausgabe der Musikveranstaltung, bei der auch getanzt werden durfte, kam am 24. April aus Bad Nauheim. Gaststar war der Entertainer Irvin Doomes, der mit Singen, Tanzen und Steppen einen Hauch von Broadway in die Kurstadt brachte.
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MDR life auf Tour: Nach erfolgreichen
Life-Touren im Sommer 1992 und 1993 startete MDR life, das
Musikradio des Mitteldeutschen Rundfunks, am 30.April in Kloschwitz
bei Halle seine »Life Radio Show 1994«. Bis Ende September
wird an insgesamt 22 Wochenenden eine perfekte Bühnenshow in zirka
40 Städten und Gemeinden aufgeführt. Mehr als 100.000 Besucher bei
37 Veranstaltungen: so lautete die stolze Bilanz der Life-Tour 1993.
Aus einem Umkreis von 80 Kilometern reisten die Fans an.
Publikumsmagneten waren vor allem die ostdeutsche Ulkband
"Possenspiel" und die "MDR Life Band" mit Moderator Michael
Drevenstedt als Frontman. Zur Life Show 1994 sind beide wieder
präsent. Auch sie war einer der Stars der MDR Life-Tour 1993: Peggy
Patzschke. Bei der Life-Radio-Show 1994 ist die beliebte Moderatorin
der Sendung »life Hellwach« (Montag bis Samstag, 5.03 bis 9.00 Uhr)
wieder mit von der Partie. Gemeinsam mit ihren Kollegen Michael
Drevenstedt und Toni Rupprecht führt sie durch die vierstündige
Bühnenshow.
• Die erfolgreiche Reisesendung »Und ab« auf ANTENNE BAYERN wird auch in diesem Sommer - zum mittlerweile vierten Mal - wieder ins Programm genommen. In jeder Reisesendung wird ein attraktives Urlaubsziel verlost. Moderator ist Wolfgang Leikermoser.
• radio SAW hat ein weiteres Korrespondentenbüro eröffnet. Neben dem Funkhaus in Magdeburg, dem Landesstudio in Halle und den SAW-Regionalbüros in Dessau und im Harz ist die Sachsen-Anhalt-Welle jetzt auch in der Altmark vertreten. Leiter ist Redakteur Olaf Etzold.
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Als Bauer Peter Petersen ist R.SH-Moderator Achim
Schlufter bei seinen Fans bekannt - wenn der Beamte aus dem
Sozialministerium sonntags von 9.00 bis 10.00 Uhr mit seiner Sendung
»Utslopen« auf den Äther geht, dann ist viel Spaß garantiert.
Dass die Quasselstrippe aus dem Norden auch "anderweitig" beliebt
ist, beweist sein erster TV-Auftritt: Premiere feierte Peter
Petersen am 17. April in der norddeutschen Hitparade des NDR »Bi uns
to Huus«. Im dritten Fernsehprogramm sang er bei den NordHits
seinen Song "Wat geiht mi dat an!". Anfang Mai können Freunde der
plattdeutschen Sprache auch eine CD von Peter Petersen kaufen; seine
gesammelten Werke in Buchform gibt es bereits.
Foto: © R.SH
• INFO 800 ist der Titel einer neuen Höreraktion, mit der ANTENNE BAYERN das bisher größte Korrespondentennetz im Sendegebiet einrichten will. Die Idee: Kritische, aufmerksame und neugierige Hörer sollen zu Augenzeugen bzw. Berichterstattern werden. Aktuelle Informationen gehen direkt on air, andere Hinweise, die den Sender auf diesem Weg erreichen, werden von Redakteuren recherchiert und anschließend im Programm platziert.
• r.s.2 und BBC werden künftig zusammenarbeiten, um die von ihnen angebotene Rundfunkleistung zu steigern und zu bereichern. Laut Programmdirektor Rik DeLisle besteht der erste Schritt der Kooperation darin, dass gemeinsame Nachrichten für und über Berlin und Brandenburg, Deutschland und die Welt erstellt und gesendet werden.
• Unter dem Motto "Antenne. Das Radio - Typisch Norddeutsch" feierte der niedersächsische Privatsender seinen vierten Geburtstag. Sendestart war am 21. Mai 1990 um 17.00 Uhr. Inzwischen beschäftigt "Antenne" über 70 Mitarbeiter und verfügt über eine technische Reichweite von zirka zehn Millionen Hörer. Von Montag bis Freitag um 17.30 und 18.30 Uhr sind die Regionalbüros in Oldenburg, Osnabrück, Braunschweig, Göttingen und Hannover mit den aktuellen, regionalen Schlaglichtern und Reportagen auf Sendung.
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Helmut Radermacher gilt als der
Oldie-Experte schlechthin. Die Sendungen des mittlerweile
51-Jährigen (»Ohrwurm«, »Goodies« und »Country«) gehören zu den
beliebtesten im R.SH-Programm. Der "Kölner Jung" sammelte schon als
Teeny die ersten Schellack-Platten von King Elvis. Aber damit nicht
genug: Helmut machte als Sänger Bühnenerfahrung. Mit 20 wechselte
"Hel Rader" dann ins Profilager. Als Frontman der "Silver Strings"
sorgte er für Schlagzeilen. Am 21. Mai moderiert er zum siebten Mal
die R.SH-Oldie Nacht des Jahres, die unter dem Motto "Let's
twist again" steht.
Foto: © R.SH
• Am 27. Mai wurde der neue Sendemast Aachen-Stolberg (Donnerberg) in Betrieb genommen. Durch die größere Höhe von 24 Metern gegenüber dem alten Mast konnte eine zusätzliche Sendeantenne mit Richtdiagramm für WDR 4 angebracht werden.
• Neun junge Leute aus Plauen haben am 28. Mai 1994 in der Gaststätte "Knielohgrund" den Radio PSR-Fanclub Sachsen gegründet.
• Am 31. Mai stellte das Canadian Forces Network (CFN) in Lahr (Baden) den Betrieb ein. Nach über 40-jähriger Präsenz in Europa zieht Kanada seine etwa 12.000 Soldaten ab. Mit der Schließung der beiden Stützpunkte in Söllingen (1993) und Lahr (1994) sollen 1,2 Mrd. Dollar eingespart werden. Der 1951 eingerichtete kanadische Soldatensender sendete getrennte UKW-Programme in Englisch und Französisch und war auch an den Sondersendungen für kanadische UN-Truppen beteiligt, die von "Radio Canada International" auf Kurzwelle ausgestrahlt wurden.
• Der Kanadische Soldatenfunk (CFN) für die Euregio Maas-Rhein, aus der Grenzkleinstadt Brunssum hat zum 1. Juni seinen Sendebetrieb eingestellt. Die 91,5 MHz dient nun als Füllsender für BFBS Radio 1 in Kooperation mit dem NRW-Hauptsender Langenberg (96,5). Am 31. Mai wurde der Betrieb aus Lahr auf 94,0 MHz eingestellt.
• Ausländer, die in Deutschland leben, haben grundsätzlich einen Anspruch auf Errichtung einer Parabolantenne zum Satelliten-Empfang. Das Bundesverfassungsgericht stellte in einem Grundsatzurteil klar, dass dies auch bei vorhandenem oder geplanten Kabelanschluss in Mietwohnungen gelte. Die bittere Pille: Für den typischen Durchschnittsfall gilt das nicht. Deutsche Mieter müssen sich also nach wie vor mit Kabelanschluss abspeisen lassen. (Az. BvR 1687/92)
• Welthits der Werbung: Bundesweit beteiligten sich 15 private Radiostationen und präsentieren in einer zweistündigen Sondersendung die bekanntesten Werbespot-Melodien mit dem Ziel, auch in diesem Jahr den "Welthit der Werbung" zu finden. Viermal bereits hat Uli Clef die "Welthits" organisiert. 1993 verzeichnete seine Aktion einen neuen Teilnehmerrekord und bewieß, dass Werbung attraktiver Bestandteil des Radioprogramms sein kann. 1993 entschieden sich die Hörer für den ARAL-Werbesong "I'm walking" von Fats Domino und "Alice in Fashionland" von Florian Snyder (C&A). Die Preisverleihung findet im Rahmen des Werbegipfel München '94 statt.
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Die RADIO PSR-Band - erfolgreiche sendereigene Musikgruppe
des Ersten Privaten Sächsischen Rundfunks - produzierte zum neuesten
Hörergewinnspiel im Programm des Senders einen neuen Song:
Hunderttausend für zehn. In einer Nacht- und Nebelaktion
entstand rechtzeitig zum Aktionsbeginn der gleichnamige Song. Schon
jetzt zeigt sich bei RADIO PSR, dass es wohl kaum einen besseren
Werbeträger gibt als die hauseigene Band, die die
Kommunikationsziele mit ihren Songs im landesweiten Programm und bei
Konzerten auf den Punkt bringt. Hierzu die Verantwortlichen im
Sender: "Lieber eine eigene Band, als eine Million Kugelschreiber!"
Foto: © RADIO PSR
• BB RADIO hat einen StauMelderClub eingeführt. Hörer, die ein Telefon im Auto haben und viel unterwegs sind, können Mitglied werden und erhalten eine Mitgliedskarte mit einer gebührenfreien Geheimnummer. Möglich wurde die Umsetzung der Idee durch eine Partnerschaft zwischen BB RADIO und der Telekom.
• Die BR-Hörspielproduktion Real Song - Poetry of Blues and Jazz von und mit dem amerikanischen Essayisten, Kritiker und Dramatiker Amiri Baraka ist als CD in zwei Pressungen für den amerikanischen und deutschen Markt bei dem Münchner Label enja-Records erschienen. Die Aufnahmen entstanden in Newark und München bei öffentlichen Veranstaltungen und im Hörspielstudio des BR.
•
Radio Free Europe zieht von München nach
Prag um. Die lange gehegten Pläne wurden jetzt von der
zuständigen US-Behörde genehmigt. Sinn der Übung: Kosteneinsparung.
In der "Goldenen Stadt" zieht man in das ehemalige
CSFR-Parlamentsgebäude, das bislang leer stand.
• Radio Brocken (UKW 89,0) hat sich in nur 14 Monaten zum erfolgreichsten Privatsender Sachsen-Anhalts entwickelt. Mit 700.000 Hörern am Tag und 180.000 pro Stunde liegt der Sender weit vor der privaten Konkurrenz. Im weitesten Hörerkreis hat Radio Brocken mit 1,96 Millionen Hörern sogar die Spitzenposition der Privatsender in den neuen Ländern.
• Nachrichtensendungen von 20 verschiedenen Rundfunkstationen aus aller Welt überträgt seit Ende Mai nun auch auf der Frequenz 97,0 MHz in Amsterdam operierende Kabelsender World Radio Network. Die Station wurde von drei ehemaligen Mitarbeitern des BBC Worldservice ins Leben gerufen und ist mit gleichem Programmschema seit Herbst letzten Jahres schon in verschiedenen Städten der USA sowie in den beiden europäischen Metropolen London und Dublin zu hören.
•
Antenne Brandenburg ist der
erfolgreichste Sender im Raum Berlin-Brandenburg. Kein
Radioprogramm hat dort höhere Reichweiten als "die Antenne". Das als
Familienradio konzipierte Programm wird in der durchschnittlichen
Stunde von 255.000 Hörern eingeschaltet. Besonders beliebt sind die
lokalen Beiträge und Informationen der »Frühstücksantenne«,
die regional aus Potsdam, Cottbus und Frankfurt/Oder gesendet
werden. Zwischen 6.00 und 9.00 Uhr steigt die Reichweite auf bis zu
470.000 Hörer. Wegen dieser außergewöhnlichen Resonanz wird die
Frühstücksantenne jetzt werktags bis 9.00 Uhr ausgestrahlt. Bis
10.00 Uhr läuft die ebenfalls über die lokalen Sender ausgestrahlte,
sehr beliebte Grußsendung »Wir gratulieren«. Durch die zusätzliche
Stunde mit lokalen Fenstern dürfte sich die Beliebtheit und auch die
Reichweite von Antenne Brandenburg nochmals steigern.
• Der Bayerische Rundfunk gibt ab Juni eine eigene Programmzeitschrift für seine Hörfunkbeiträge heraus. Herzstück der vorerst auf 20 Seiten konzipierten BR-Radiozeitung ist ein detaillierter Programmablauf für Bayern 4 Klassik, Bayen 2 und Bayern 1. Neben den auf einzelne Sendungen bezogenen Erläuterungen sollen "Radionotizen" über geplante Projekte, neue Technik, wichtige Personalia oder wesentliche medienpolitische Entscheidungen informieren.
• Thomas Adams ist seit dem 1. Juni neuer Chefmoderator beim Privatsender Antenne Sachsen. Er begann seine Karriere bei dem deutschen Feriensender Radio Garda 3. Im weiteren Verlauf moderierte Tom Adams bei dem Münchner Sender Radio C, der aus den Studios in Bozen/Südtirol über die Alpen in den bayerischen Raum sendete. Von 1986 bis Ende 1992 bildete Tom Adams beim Nürnberger Privatsender Radio F neben seiner täglichen Sendung Nachwuchsmoderatoren aus. Von Januar 1993 bis Mai 1994 moderierte er im Wechsel mit zwei weiteren Kollegen bei MDR life die Morgensendung »Life-Hellwach«.
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Antenne MV jetzt mit Ü-Boot: Premiere
war am 10. Juni anlässlich des 783. Geburtstages der
mecklenburgischen Hanse- und Hafenstadt Wismar - noch bis
einschließlich 28. August geht Antenne MV an sechs Tagen in der
Woche zwischen 15.00 und 16.00 Uhr "livehaftig" von Bord eines als
Ü(bertragungs)-Boot deklarierten Schiffes auf Sendung. Der Pott
trägt den schönen Namen Sturmvogel, ist ein
Zwei-Mast-Motorsegler, wurde 1932 in Freest an der Ostsee- und 1990
mit modernster Technik umgebaut. Gesendet wird via Satellit mit von
der Telekom zur Verfügung gestellter Technik. Im Bild: Antenne MV
Ü-Boot Kutter "Sturmvogel" (Baujahr 1932 Freest/Ostsee, Eiche auf
Eiche geplankt, Turbo-Diesel 252 PS).
Foto: © Antenne MV
• Bei SDR 3 heißt es jetzt jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr »SDR 3 Topline«. "Top" steht für "Musik und Hits vom allerfeinsten", "Line" steht für "mitmachen". Die Hörer können via Telefon und Fax ihren Lieblingstitel wünschen. Andreas Malessa ist jetzt jeden Sonn- und Feiertag von 5.00 bis 9.00 Uhr mit dem »SDR 3 Popcorner« auf Sendung, der auch christliche Songs enthält.
• SDR 1 mit neuer Struktur: Seit dem 21. Juni präsentiert sich SDR 1, das Hauptinformationsprogramm des Süddeutschen Rundfunks in neuer Struktur. Zu den wesentlichen neuen Angeboten zählt »SDR 1 Aktuell« mit einer Informationsleiste zwischen 5.00 und 8.00, 12.00 und 13.00 sowie der erweiterten Abendausgabe zwischen 17.00 und 19.00 Uhr. Ebenfalls neu im Angebot ist von 14.00 bis 16.00 Uhr eine zweistündige Ausgabe von »Land und Leute«. Baden-Württemberg - "Unser Land und unsere Leute sollen und werden im SDR 1-Programm künftig eine sehr viel größere Rolle spielen". Mit dieser Vorgabe hatte Programmdirektor Friedmar Lüke unter anderem seine Redakteure in die Planung gesandt; herausgekommen sind neben der neuen »Land und Leute«-Sendestrecke auch diverse aktuelle, über den Tag gestreute Informationsangebote unter dem Titel »Heute in Baden-Württemberg«.
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DX-Sendungen gekippt: Die Fans der
Sendung haben es seit langem befürchtet, seit dem 10. Juni wissen
sie es leider genau. Die 191. Sendung von »DX-Aktuell« am 30.
September ist die letzte, danach wird es kein bundesweites
öffentlich-rechtliches DX-Programm mehr geben. Ebenfalls betroffen
ist der »DX-Report«. Die erste Sendung wurde am 7. Februar 1991 auf
der Mittelwelle von Radio Aktuell, dem früheren Radio DDR 1
ausgestrahlt. Im Bild: RIAS-Intendant Drück, eingerahmt von
Connie und Wolfram Heß, Macher von »DX-Aktuell« und »DX-Report« beim
DX-Treffen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin 1993.Foto: © Peter C. Klanowski
• Im Juni gründete Antenne Thüringen auf Kooperationsbasis mit der Telekom den Staudetektiv-Club. Mitglieder sind Autofahrer, die in ihren Fahrzeugen ein privates C- oder D-Netz-Funktelefon haben. Damit können sie ihrem Sender jederzeit brandheiße Informationen direkt von der Straße liefern.
• Radio 10 Gold größter Veranstalter: Der bereits vor fünf Jahren in den niederländischen Kabelnetzen erfolgreich gestartete und bis Ende 1993 via Eutelsat analog verbreitete kommerzielle, Hörfunkanbieter AM 675 Radio 10 Gold (vormals Radio 10 Gold) ist nach seiner Zulassung zur landesweiten terrestrischen Ausstrahlung auf Mittelwelle 675 kHz (120 Kilowatt) der nunmehr größte Hörfunkveranstalter in den Niederlanden. Gefahren wird eine horizontale Programmleiste, das heißt die Sendungen sind täglich zum gleichen Zeitpunkt mit denselben Moderatoren on air. Das aktiv-live hörereinbindende unterhaltungsorientierte Programm (Kurznachrichten stündlich) steht unter dem Motto: "Die größten Hits - die meisten Preise".
• Die Fusion von Radio Victoria / Radio Ladies First und Radio Regenbogen ist erfolgreich durchgeführt worden. Aus dem Baden-Badener Studio kommen nur noch Regionalnachrichten und Werbung. Der Rest des Programms wird aus Mannheim übernommen.
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RADIO PSR feierte am 1. und 2. Juli an
zwei ausverkauften Abenden mit den RADIO PSR-Oldie-Sommer-Nächten
seinen zweiten Geburtstag. Die Waldbühne in Schwarzenberg
(Erzgebirge), eine der schönsten Open-Air-Veranstaltungsflächen der
gesamten Republik, platzte an zwei traumhaften Sommerabenden wie
schon letztes Jahr aus allen Nähten. Unter den mehr als 40.000
Zuschauern wurden auch die Olympiasieger Jens Weißflog und Dieter
Thomas gesichtet, die trotz Fußball-WM der sechsstündigen
Veranstaltung den Vorzug gaben. Nach Suzi Quatro und The Rubettes
feierte das Publikum besonders die RADIO PSR-Band, die mit
Programmdirektor Jürgen Vogel als Sänger die Aufgabe des Anheizers
übernahm. Im Bild: Die RADIO PSR Oldie-Nacht in Schwarzenberg am
1./2. Juni 1994.
Foto: © RADIO PSR
• Zweimal täglich um 1.05 und 6.40 Uhr sendet der nationale Hörfunk auf seinen beiden Programmen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Berlin den ausführlichen Seewetterbericht vom Seewetteramt Hamburg. Er enthält für Nord- und Ostsee sowie für den südskandinavischen Raum die wichtigsten meteorologischen Daten, die Seewarnnachrichten, die Wasserstandsmeldungen und im Winter den Eisbericht. Zu empfangen ist dieser Service auf Mittelwelle 1269 kHz und Langwelle 177 kHz.
• Ab 1. Juli wird ANTENNE MV die Berichterstattung aus Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbauen. Nach den Studios Rostock, Vorpommern (in Stralsund) und Neubrandenburg richtet der Privatsender einen weiteren festen Korrespondentenplatz für den Bereich West-Mecklenburg mit Sitz im Funkhaus Plate ein. Die Aufgabe übernimmt der 24-jährige Martin Innemann, der nach Praktika bei mehreren Radiosendern im Juli vergangenen Jahres als Volontär zum Sender kam. Viel Anerkennung erhielt der Nachwuchsjournalist für das ANTENNE MV-Spezial »Ostprodukte«, das im Dezember ausgestrahlt wurde. Bereits zum Sendestart am 31. Mai 1993 hatte ANTENNE MV neben dem Funkhaus Plate drei weitere Studios eingerichtet.
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Steffen Kukral ist seit 1. Juli 1994
neuer Wortchef von Radio Brocken. Der gebürtige
Stuttgarter wechselte von "STADTRADIO - Melodie für Sie" zu dem
sachsen-anhaltinischen Privatsender. Beim Stadtradio war er von
September 1991 bis Juni 1994 Programmchef. Bei Radio Brocken löste
er Norbert Seuss ab, der seit 1. Januar als Geschäftsführer bei
Antenne Sachsen tätig ist. Valerie Weber,
bislang Redaktionsleiterin beim Städteradio-"Melodie für
Sie"-Verbund in Stuttgart, ist seit 1. Juli dort Programmleiterin.
Mit einem abwechslungsreichen Wort-Programm soll die melodiebetonte
Musik-Mischung akzentuiert werden.
Foto: © Radio Brocken
• Nach vielen Jahren im Exil sendet die Voice of Palestine seit 2. Juli 1994 offiziell aus dem palästinensischen Autonomiegebiet. Als erstes Großereignis wurde am 5. Juli die Rückkehr von Yassir Arafat nach Palästina übertragen. Mit finanzieller Hilfe von der Europäischen Union sowie technischer Unterstützung aus Frankreich und Großbritannien wurde ab Dezember 1993 an einer eigenen Fernsehstation in Ramallah gebaut. Die Ausbildung der künftigen Mitarbeiter erfolgte in Jordanien und Ägypten. Die Rundfunkstation sendet derzeit testweise auf Mittelwelle 702 kHz. Die Sendeausrüstung wurde als Übungsgerät aus Deutschland zur Verfügung gestellt. Im Unterschied zu den früher über arabische Bruderländer ausgestrahlten Sendungen soll die "Voice of Palestine" nicht mehr allein die Stimme der PLO sein. Sie begann 1972 als "Stimme der Fatah", der Guerilla-Gruppe des PLO-Führers und jetzigen palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat. Der Sender hat freilich einen wichtigen Konkurrenten: Ab 1987 sendete aus Syrien auf UKW, Mittel- und Kurzwelle "Radio Al-Quds" und unterstützte die härtere Linie der "Popular Front for the Liberation of Palestine - General Command" von Ahmad Jibri.
• radio SAW startete am 2. Juli seine »Hit-Box«, die erste sachsen-anhaltinische Hitparade. In Zusammenarbeit mit über 50 Musikhändlern aus allen Teilen des Landes wird jede Woche die aktuelle Verkaufshitparade zusammengestellt. Aus allen im Sendegebiet verkauften CDs werden wöchentlich die repräsentativsten Single- und Long-Play-Charts ermittelt. Präsentiert wird die Sendung von den Moderatoren Maik "Scholle" Scholkowski, Dörthe Graner und Klaus Vorbrodt.
• Der Bayerische Rundfunk (BR) und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) haben am 8. Juli die Bayerische Medien Technik GmbH (BMT) gegründet. Die gemeinsame Gesellschaft ist mit der Durchführung von Aufgaben im Bereich der Medientechnik betraut. Zum Aufgabenbereich gehören Planungs-, Mess-, Überwachungsaufgaben sowie sonstige Durchführungsaufgaben für den BR und die BLM sowie für weitere private und öffentlich-rechtliche Auftraggeber.
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Am 29. Juli 1994 trat im Libanon ein neues Mediengesetz
in Kraft, mit dem die Regierung Ordnung im Äther schaffen will. Zur
Stärkung der Position des nationalen Radio Lebanon hatte die
Regierung im März 1994 allen Privaten die Ausstrahlung von
Nachrichten untersagt. Diese Regelung wurde jetzt wieder
zurückgenommen. In der Zeit des Bürgerkriegs haben sich seit 1975
zahlreiche private Rundfunk- und Fernsehsender etabliert, da auch
der Regierungssender ein Opfer des Bürgerkriegs geworden war.
Derzeit dürfte es etwa 100 Rundfunk- und 50 Fernsehstationen geben.
Zu ihnen gehört auch die in Mitteleuropa abends hörbare "Voice of
Lebanon" auf 6550 kHz. Der religiöse Sender "Voice of Hope", der
unter anderem auf 6280 kHz sendet, befindet sich in der israelischen
Sicherheitszone, die die Regierung nicht kontrolliert. Im Bild:
QSL-Karte (Empfangsbestätigung) von Radio Lebanon aus dem Jahr 1969.
• CFN ist auf 91,5 MHz wieder mit seinem eigenständigen Programmangebot aus Brunssom (Niederlande) für die Euregio Maas/Rhein als Kanadischer Soldatenfunk präsent.
• Radio Gong 96,3 ist - laut Funkanalyse Bayern 1994 - die Nummer 1 unter den Privatsendern in München und gleichzeitig der reichweitenstärkste Lokalsender in Bayern.
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Der US-amerikanische Kurzwellensender KGEI San Francisco
stellte am 31. Juli den Sendebetrieb ein. Die Entscheidung
hängt mit finanziellen Engpässen bei der Muttergesellschaft "Far
East Broadcasting Company" zusammen, so dass der ganze
Lateinamerika-Dienst aufgegeben werden musste. Schon vor anderthalb
Jahren war der Sendetag von KGEI San Francisco von 16 auf 10 Stunden
reduziert worden, was einen Rückgang der Hörerpost zur Folge hatte.
Im Bild eine QSL-Karte aus dem Jahr 1978 mit Cable-Car und
Golden Gate Bridge. Foto:
© Archiv Hansjörg Biener
• Der Bayerische Rundfunk nahm am 1. August seine neue Verkehrs- und Servicezentrale in Betrieb. Rund eine Viertel Million Mark wurde allein in die technische Ausstattung investiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Innenministerium und der Polizei hat der BR in Partnerschaft mit dem Landesverband Bayerischer Transportunternehmen ein neues zusätzliches Verkehrsinformationssystem aufgebaut. Fast 500 Lastwagenfahrer, die alle mit Telefon ausgerüstet sind, dienen künftig als aktuelle Verkehrsmelder. In ähnlicher Kooperation arbeitet der Bayerische Rundfunk an den Wochenenden mit den Stauberatern des ADAC zusammen.
• Das deutschsprachige Programm vom Neumarkter Rundfunk in Rumänien wird von 20.00 bis 21.00 Uhr ausgestrahlt. Nach einem aktuellen Teil kommt ein magazinartig gestaltetes Programm mit Eigenproduktionen zu verschiedenen Themen. Eingesetzt werden die Mittelwellen Kronstadt 1197, Neumarkt 1323, und Hermannstadt sowie Miercurea Cluc 1593 kHz, das die größten Empfangschancen bietet.
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Mit neuen Ideen, neuem Sound und Programmänderungen sorgt
R.SH seit 15. August für frischen Wind im Norden. Carsten Köthe
präsentiert die »Größte Morgenshow« der R.SH-Geschichte. Er hat um
sich ein Team mit Wetterfee, Nachrichtenmann, Redakteur vom Dienst
und Comedy-Crew (Mel Camelly, Frank Bremser, Jens Lehrich) geschart,
die für das "ultimative Aufwachgefühl im Norden" (Zitat Köthe)
sorgen sollen. Für Musikfreaks bieten die R.SH-Abende reichlich
Auswahl: ob montags im »Nordpop« norddeutsche Amateurgruppen ihren
Auftritt haben oder der »Groovemaster« Soul, Funk und Rap-Musik
auflegt - für jeden ist etwas dabei. Freitags serviert beim Newcomer
Dennis Wilms im »Nightflight« DJs aus dem Norden ihre Musiktipps.
Samstags präsentiert Torsten Sawade die beliebteste Hitparde des
Nordens, die »Nordparade«.
Foto: © R.SH
• Am 23. August 1979 wurde nicht nur die UNO-City in Wien eröffnet, erstmals ging an diesem Tag auch das englischsprachige Programm des ORF, Blue Danube Radio, über den Äther. Ursprünglich als Informations- und Servicesender für die Wiener "Internationale Community" konzipiert, hat sich der Sender mittlerweile zu einem Internationalen Vollprogramm entwickelt und versteht sich als "Fenster zur Welt". Seit Mai 1992 sendet Blue Danube Radio von 6.00 bis 1.00 Uhr nachts - Musik und Information in Französisch, Englisch und Deutsch. "Blue Danube Radio steht für anspruchsvolles Programm, unverwechselbaren Sound, News und internationales Flair. Es ist ein Dialog mit Europa und der Welt", meint Tilla Herold, die Leiterin des Programms.
• Der Shomaster und Sänger Roland Kaiser moderiert seit 27. August beim Privatsender Antenne.Das Radio in Niedersachsen eine eigene Sendung. »Zeit für Kaiser« wird jeden Samstag zwischen 16.00 und 18.00 Uhr ausgestrahlt. Zu Gast bei Kaiser werden regelmäßig Prominente aus der Musik- und Showbranche sein.
• Ab 29. August ist »hr3 Pop und Weck«, das Frühmagazin im dritten Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks, auch in hessen 3 zu sehen. Hessen 3 ermöglicht damit einen Blick hinter die Kulissen des Hörfunks: Eine im Hörfunkstudio fest installierte Kamera lässt Frühaufsteher live miterleben, wie die Moderatoren Jörg Bombach, Stefanie Ludwig, Heinz Günter Heygen, Mathias Münch, Jörg Wiegand und Lars Cohrs sich durch Notizen, Sendefahrpläne und Computermeldungen arbeiten, am Selbstfahrer-Pult Musiktitel auflegen, Verkehrsmeldungen durchgeben und ihre Ansagen machen.
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Der für Ende August angestrebte Abzug der russischen Armee und die
angestrebte Westintegration der baltischen Staaten sind die
wichtigsten Themen der Kurznachrichten in Deutsch, die werktags vom
Lettischen Rundfunk Radio Riga auf Mittelwelle 576 und
Kurzwelle 5935 kHz ausgestrahlt werden.
• Die RPR Eins-Staumelder sind jetzt auch von der Polizei offiziell akzeptiert. Bei RPR werden Staumeldungen der Hörer im Verkehrsfunk zwischen dem sogenannten ARI-Signal gesendet. Seit März 1994 hat RPR Eins als erster Sender im Südwesten die Hörer aufgefordert, sich als Staumelder zur Verfügung zu stellen. Insgesamt fast 1500 Hörer sind mittlerweile im RPR Eins-Staumelder-Club und liefern diesen Service von Hörern für Hörer.
• Eine besondere Technikpremiere präsentierte Antenne Sachsen im Rahmen der Leipziger MedienMesse Hörfunk. Zum ersten Mal wurde über ein neues datenreduziertes Leitungsnetz gesendet. Im Gegensatz zu den bisherigen terrestrischen Digitalleitungen ist es jetzt möglich, ein Hörfunksignal ohne Qualitätsverlust des Klangbildes datenreduziert zu übertragen. Die neuen 256 Kbit-Leitungen lösen nun Zug um Zug das bisherige herkömmliche Leitungsnetz des Senders ab. Antenne Sachsen arbeitet seit Sendebeginn im Studiobereich mit dem Musikautomatisierungssystem UDS sowie dem Festplattenspeichersystem DCS für Jingles, Trailer und Werbespots, so dass mit dem Wechsel auf das neue Leitungsnetz auch die Digitalisierung vom Studio zum Sender erfolgt.
• Der Leiter der ARD-Hörfunkstudios Südosteuropa, Johannes Grotzky, wird Chefkorrespondent für den Hörfunk des Bayerischen Rundfunks. Grotzky kehrt im September aus Wien ins Münchner Funkhaus zurück, um dort neue Aufgaben zu übernehmen. Dazu gehört neben seiner eigenen journalistischen Arbeit die redaktionelle, administrative und organisatorische Betreuung der Auslandskorrespondenten des Hörfunks sowie der Außenstudios Bonn, Berlin und Frankfurt. Darüber hinaus wird Johannes Grotzky für die Redaktion Osteuropa zuständig sein.
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Seit 1. September beginnt das Programm von Radio Herford
(92,7 MHz) bereits um 6.00 Uhr. »Startklar« heißt die neue
Morgensendung, die bis 9.00 Uhr on air ist. Lokale Beiträge stehen
im Mittelpunkt. Die lokalen Nachrichten um 6.30, 7.30 un 8.30 Uhr
(mit lokalem Wetterbericht) beschränken sich künftig auf
Schlagzeilen, die den Hörern "kürzer, aber prägnanter und knackiger"
präsentiert werden, so Chefredakteur Peter Jonas. Ausführliche
Nachrichten und Hintergrundinformationen gibt es im Abendprogramm
zwischen 16.00 und 18.00 Uhr. In der Wunschsendung »Hit Corner«
(samstags zwischen 17.00 und 18.00 Uhr) können Grüße übermittelt
werden. Peppiger und schwungvoller sind auch die Erkennungsmelodien
geworden. Vorm Gläsernen Studio (Parkhaus Neustadt an der Berliner
Straße) können Radiofans die "Macher" bei ihrer Arbeit beobachten.
• Neben dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" betätigt sich jetzt auch die Hamburger Illustrierte stern als Radio-Lieferant. Seit September stellt der stern AUDIO SERVICE jeden Dienstag bundesweit allen Radiosendern eine Auswahl von vier bis sechs sendefertigen Hörfunkbeiträgen zu Themen der aktuellen stern-Ausgabe kostenlos zur Verfügung.
• Mit einem bunten Programm feierte radio SAW am 8. September seinen zweiten Geburtstag. Der Sender lud nicht nur Gäste zu sich ein, sondern fuhr mit einem roten Doppeldeckerbus durchs Land. Mit an Bord waren zwei SAW-Moderatoren, gute Unterhaltung, viel Musik, Gewinnspiele und jede Menge Überraschungen. Ein wesentlicher Baustein des SAW-Programms ist die konsequente Berichterstattung aus Sachsen-Anhalt. "Wir berichten lieber über den Scheunenbrand um die Ecke als über das Zugunglück in Indien", markiert Programmdirektor Thomas Schnell die Schwerpunkte der Magdeburger Nachrichtenredaktion.
• Neue Ö3 Radio-Talk-Show: Seit 16. September gibt es den neugestalteten Freitagabend in Ö3, der unter dem Motto »Friday Night Show« steht. Den Auftakt macht um 20.05 Uhr »Salon Helga«, die Radio-Unterhaltungsshow mit Dirk Stermann und Christoph Grissemann. Es folgt um 21.05 Uhr »Tribe Vibes«, die "Musicbox"-Spezialausgabe, in der DJ D.S.L. gemeinsam mit New York-Mitarbeiterin Katharina Weingartner die Creme der Dance Floor Szene präsentiert. Ab Mitternacht führen Oliver Baier mit »Radio unter vier Augen« bzw. »Sternstunden« mit der Computer-Astrologin Gerda Rogers ins Wochenende.
• SFB Radio Multikulti startete am 18. September in Berlin auf 106,8 MHz vom Sender Berlin-Scholzplatz mit 1 Kilowatt Sendeleistung.
•
Drivetime-Show bei 94,3 r.s.2:
Programmdirektor Rik De Lisle hat es sich seit einem Jahr gewünscht
- Andreas Dorfmann wieder in der täglichen Nachmittags-Show.
Schon in den Jahren 1982 bis 1993 war Dorfmann regelmäßig
nachmittags im Radio zu hören (SFB, rias2 - heute r.s.2 sowie 104.6
RTL Berlin) und erreichte Spitzenquoten. Jetzt ist er wieder
werktags on air bei 94,3 r.s.2.
Foto: © r.s.2
• Der landesweite Hörfunksender ANTENNE BAYERN rief Gemeinden und Städte im Sendegebiet erneut auf, sich an der großen gemeinsamen Umwelt-Aufräumaktion Ramadama zu beteiligen. Die Resonanz auf den Appell war enorm: Rundf 5.000 Teilnehmer aus insgesamt über 100 Gemeinden, Vereinen und Verbänden hatten sich spontan bereit erklärt, am vierten großen "ANTENNE BAYERN-Naturputz" teilzunehmen. Ob Flussufer oder entlang befahrener Straßen, ob Wanderwege oder Waldbezirke - überall wird die Natur saubergemacht. ANTENNE BAYERN-Korrespondenten oder -Redakteure begleiteten viele Aktionen und berichteten live über den Sender von den Ergebnissen des "Ramadamas". Auch das Sat-Mobil war unterwegs und berichtete live vom Marktplatz in Lam/Oberpfalz.
•
Radio Moskau International - Die Stimme Russlands
hat am 25. September 1994 zehn Sprachdienste eingestellt und andere
gekürzt. In der Sowjetzeit sendete "Radio Moskau" in 76 Sprachen,
heute [1994] sind es noch 36. Von den Kürzungen betroffen ist auch
der Deutsche Dienst, der von sieben auf fünf Stunden
zusammengestrichen wurde. Die Mittelwelle 1323 kHz steht in
Wachenbrunn (Deutschland), Mittelwelle 1386 kHz in Bolschakowo
(Enklave Kaliningrad). Auf einem Briefumschlag von 1985 - das alte
Logo von Radio Moskau.
• Seit 20 Jahren strahlt der Evangeliums-Rundfunk (ERF, Wetzlar) Sendungen für ausländische Mitbürger aus. Im Oktober 1974 begann die von Hans Dieter Quandt aufgebaute Fremdsprachenabteilung in Italienisch, Serbo-Kroatisch und Spanisch über die Mittelwellenstation von Trans World Radio Monte Carlo (Monacco) zu senden. Wenig später kamen türkische und griechische Programme dazu. Heute [1994] stellt die ERF-Fremdsprachenabteilung Sendungen in insgesamt 20 Sprachen her, darunter Programme in neun Sprachen für ausländische Mitbürger in Deutschland. Bei der Produktion arbeitet der ERF mit der Arbeitsgemeinschaft für Ausländermission zusammen. Etwa 30 Mitarbeiter aus verschiedenen Missionswerken sind an den Sendungen beteiligt. Ab 25. September wird die Kurzwelle nicht mehr eingesetzt. Die Sendungen werden dann nur noch über Mittelwelle 1467 kHz ausgestrahlt.
• Hörfunk für die Region erfolgreich: Am 1. Oktober 1984 hatten die Studios in Südhessen und im Frankfurter Funkhaus ihren Sendebetrieb mit dem »Südhessen-Journal« und dem »Rhein-Main-Journal« aufgenommen. Insgesamt betreibt der hr heute [1994] fünf Regionalstudios, neben Bensheim und Frankfurt sind dies die Studios in Kassel (mit dem »Nordhessen-Journal«), Fulda (»Osthessen-Journal«) und Wetzlar (»Lahn-Journal«). Sie gestalten werktäglich eineinhalb Stunden Programm in ihren jeweiligen Regionalfenstern auf hr4 und liefern Beiträge für die landesweiten Programme. Pläne, sein Hörfunkangebot zu regionalisieren, verfolgte der Hessische Rundfunk bereits Ende der 70er Jahre. Ziel war, in verschiedenen Regionen Hessens vor Ort präsent zu sein. Mit dem Start der Welle hr4 im Oktober 1986 wurden die Sendungen der Regionalstudios in das vierte Hörfunkprogramm integriert. Mit der Errichtung des Studios Wetzlar im Januar 1987 konnte der hr seine Regionalprogramme in ganz Hessen flächendeckend anbieten. "Die Regionalisierung ist ein zentraler Bestandteil der Welle hr4. Sie trägt wesentlich zum weiter wachsenden Erfolg dieses Programms bei", erklärt Wellenchef Bernd-Peter Arnold. "Entgegen dem Trend zum Radio als Nebenbei-Medium beweisen die erfolgreichen Regionalfenster von hr4, dass auch Wortprogramme durchaus ein größeres Publikum ansprechen".
• Seit Anfang Oktober ist im Programm von ANTENNE MV mit Petra Küntzer eine neue, markante Stimme zu hören. Die Journalistin wechselte vom Berliner Rundfunk, bei dem sie zwei Jahre lang als Redakteurin und Moderatorin tätig war, ins Funkhaus Plate. Den Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit sieht die 30-Jährige vor allem im journalistischen Bereich. Neben Nachrichten und aktuellen Beiträgen wird sie auch die Sport-Kollegen Sebastian Knauer und Volker Beier unterstützen.
• Der Polnische Pfadfindersender ist wieder on air. Im Sommer 1993 hatte er den Betrieb eingestellt und auf regulärem Weg eine Frequenz beantragt. Nach einiger Zeit konnte man dann ab 1. Oktober 1994 in Gdansk, Poznan und Wroclaw auf 101,5 MHz rund um die Uhr senden. Mittelfristig sollen auch wieder Kurzwellensendungen aufgenommen werden, die den Pfadfindersender in früheren Jahrzehnten europaweit bekannt gemacht hatten.
• Das Kölner Programm des Deutschlandfunk wird künftig über die Mittelwelle Heusweiler 1422 kHz ausgestrahlt. Die vorherige Frequenz 1530 kHz vom Standort Mainflingen mit ihrer wesentlich geringeren Reichweite wird eingestellt. SR 1 Europawelle Saar hat am 1. Oktober seine Mittelwelle an den Deutschlandfunk vermietet. Im Saarland und in den angrenzenden Gebieten von Rheinland-Pfalz, Frankreich und Luxemburg ist der Sender nun über den Grundnetzsender UKW 88,0 MHz zu empfangen.
•
Jeden Tag Hamburg: Das Stadtradio des
Norddeutschen Rundfunks, die auf UKW 90,3 sendende
Hamburg-Welle setzt seit 4. Oktober auf noch mehr
Informationen aus der Hansestadt. Jede Stunde gibt es fünf oder
zehn Minuten lange »aktuell«-Sendungen mit Meldungen und Berichten
aus Hamburg sowie aus aller Welt. "Wir bieten den Menschen in
Hamburg und im Ballungsraum nicht nur melodiöse Musik mit den Hits
der letzten vier Jahrzehnte, sondern schnell und umfassend berichten
die 90,3-Reporter von allen wichtigen Ereignissen in dieser Region",
so Hörfunkchef Rüdiger Knott. Der NDR-Stadtsender spielt damit seine
regionale Kompetenz aus und will zugleich ein stärkeres "Wir"-Gefühl
zwischen Hörern und Radiomachern schaffen. Mehr denn je setzt die
NDR Hamburg-Welle auf Hörerbeteiligung und zwar rund um die Uhr in
fast allen Magazin-Sendungen. Sonntags bitten Dagmar Berghoff,
Wilhelm Wieben und Friedhelm Mönter zwischen 12.05 und 15.00 Uhr zur
Sendung »Herzlichen Glückwunsch«. Ganz gleich was gefeiert wird, die
Hamburg-Welle übermittelt Grüße und Musik.
• Am 10. Oktober setzte Radio PSR (besitzt das modernste Funkhaus in Deutschland) erneut einen Meilenstein bei der technischen Entwicklung des bundesdeutschen Hörfunks. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom stieg der Sender von analoger auf digitale Tonübertragung um. "Wir haben einen Betriebsversuch mit der Telekom während der Leipziger Hörfunkmesse erfolgreich absolviert und uns zum sofortigen Umstieg entschieden, zumal wir jetzt mit dem digitalen Leitungsnetz auch die Möglichkeit haben, dynamische RDS-Daten mit Textinformationen bzw. über das Display von Autoradios regionalisiert auszusenden.
• Zum ersten Mal veranstaltet der Südwestfunk den »SWF 3 Soundcheck Baden-Baden«. Zehn Konzerte mit Internationalen Bands geben den Einblick in aktuelle Trends von Rock und Pop. Bei Talkrunden und Parties sollen sich Musiker und Macher näherkommen. Bereits am 2. November stellt SWF 3 die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs »SWF 3 Rookies« der Öffentlichkeit vor.
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Jan Malte Andresen,
Frühmoderator bei delta radio, hat den Rekord im Dauermoderieren
gebrochen. Er hielt 76 Stunden am Mikrofon durch. Das gesamte
Sendestudio und eine riesige CD-Auswahl mit der richtigen Musik
wurde im Restaurant "Kliffkieker" in Wenningstadt/Sylt aufgebaut.
Jeder war eingeladen, um Andresen beim Radiomachen auf die Finger zu
schauen und ihn bei seinem Marathon zu unterstützen.
• Anke Radlof hat - sechs Wochen nach ihrem schweren Autounfall auf dem Weg zu einer Reportage - wieder die Korrespondentenstelle im Neubrandenburger Studio von Antenne MV übernommen. Die Journalistin hat sich neben der aktuellen Berichterstattung aus dem östlichen Mecklenburg und Teilen Vorpommerns, vor allem durch kompetente Reportagen aus der Landwirtschaft einen Namen gemacht. Ihr »Bauernfrühstück« gibt es künftig wieder regelmäßig in der Frühsendung »Guten Morgen«.
• Die Sendung zum Club: Nicht nur mit zahlreichen Veranstaltungen zum Programm, auch mit einer eigenen Sendung wartet der neugegründete RPR Eins Club auf. Ab dem 16. Oktober heißt es jeden Sonntag zwischen 15.00 und 16.00 Uhr »RPR Eins Club-Time«. Das Motto "Von Clubbern für Clubber". Den Inhalt der Sendung machen somit neben den Musikwünschen der Mitglieder vor allem Informationen zu den Aktivitäten des Clubs aus.
• Mehr als zwei Jahre forderten Fußgänger einen Zebrastreifen auf dem vielbefahrenen Bielefelder Bahnhofsvorplatz. Doch leere Stadtsäckel verhinderten bislang, dass Reisende sicher die Züge erreichen konnten. Jetzt griff RADIO BIELEFELD in die eigene Tasche und der Stadt finanziell unter die Arme: Mit 30.000 Mark förderte der private Lokalsender die Pflaster-, Markierungs- und Beleuchtungsarbeiten. Am 18. Oktober wurde der Zebrastreifen freigegeben. Im Gegenzug erinnern zwei mit dem Logo des Senders verzierte Bodenplatten an den Sponsor. In Bielefeld wird dieses bislang einmalige Sponsoring als wegweisend für die Realisierung von Projekten gesehen, die an Geldnot zu scheitern drohen. Und Radio Bielefeld, dessen Herz nicht nur für die Autofahrer schlägt, hat für zehn Jahre eine exklusive und aufmerksamkeitsstarke Werbefläche.
•
35 Jahre Evangeliumsrundfunk: Der
Evangeliumsrundfunk (ERF) in Wetzlar wird in diesem Jahr 35 Jahre
alt. Am Jubiläumstag, 19. Oktober, strahlt der ERF um 21.30 Uhr über
Mittelwelle 1467 kHz eine Sendung unter dem Titel "35 ist kein
Alter" aus. In einer Rückblende auf die 35-jährige Geschichte des
Senders werden Direktor Jürgen Werth und die ehemalige Redakteurin
Hanni Lützenbürger Stationen vom Wachsen und Werden des
Evangeliumsrundfunks in Erinnerung rufen. Der am 19. Oktober 1959
gegründete ERF strahlt seit 1961 Hörfunkprogramme über die
Sendeanlagen der internationalen Radiomission Trans World Radio
(TWR) in Monte Carlo/Monacco aus. Zunächst liefen die Sendungen nur
über Kurzwelle, seit 1966 sind sie auch über Mittelwelle zu hören.
Beiträge des ERF in Deutschland finden auch in über 30 Privatsendern
Abnahme. Die Fremdsprachenabteilung verantwortet Programme in
insgesamt 22 Sprachen, darunter Sendungen in neun Sprachen für
ausländische Mitbürger. Die Hörfunk-Sendungen behandeln
existenzielle Themen aus biblischer Sicht und wollen
Lebensperspektiven aus Sicht des Evangeliums aufzeigen. Seit zehn
Jahren werden in Wetzlar auch Fernsehsendungen produziert, die in
verschiedenen Regionalprogrammen zu sehen sind. Im Bild:
Tontechniker beim Aufzeichnen einer Gesprächsrunde um Studio.
Foto: © ERF
• Mit einer ganz auf die Morgenschiene zugeschnittenen Plakataktion startete radio SAW in den Herbst. »Morgens dolle ist nur Scholle« heißt es seit 24. Oktober überall in Sachsen-Anhalt und im Großraum Leipzig. Abgebildet auf dem Plakat Maik "Scholle" Scholkowsky, der "Mann fürs Frühe" bei radio SAW. "Scholle", wie ihn seine zahlreichen Fans nennen, ist einer der populärsten Moderatoren des in Sachsen-Anhalt erfolgreichsten Privatsenders. "Scholles Moderation unterscheidet sich von den üblichen Morning-Shows anderer Sender", erläutert Programmdirektor Thomas Schnell die ungewöhnliche Aktion. "Er ist schon witzig, fröhlich und informativ, wenn sich andere noch den Schlaf aus den Augen reiben. Deshalb setzen wir in dieser Aktion auch bewusst auf Scholle".
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Volker Haidt, zuvor bei delta radio in Kiel, ist jetzt bei
radio SAW als Moderationstrainer tätig. Neuer Magazinchef wurde
Klaus Vorbrodt, bisher CvD. Die SAW-Moderatorin Dörthe
Graner wurde neue Chefin vom Dienst.
Foto: © delta radio
• Am 26. Oktober eröffnete radio SAW in Dessau sein zweites Landesstudio für Sachsen-Anhalt. Das gläserne Studio ist im neuen Karstadtgebäude untergebracht. Es ist absolut ergonomisch geformt und im Colani-Stil gestaltet. Die Studiogäste sitzen, wie an einer Theke, auf Barhockern dem Moderator gegenüber. Der Moderator selbst kann entweder im Stehen oder im Sitzen die Sendung fahren. Das von allen Seiten einsehbare Studio ist in einem speziellen SAW-Design und den SAW-Farben weiß-rot-schwarz gehalten. Die Anbindung an das Magdeburger Funkhaus erfolgt über eine 15 kHz Standleitung.
•
Der Albanische Rundfunk ist älter als lange Zeit behauptet,
denn ein angebliches 50-jähriges Jubiläum wurde durch den
Machtwechsel in Osteuropa zunichte gemacht. Viele Jahrzehnte hatten
die albanischen Kommunisten den 28. November 1944 als Beginn des
Rundfunks angegeben. Tatsächlich wurden aber sechs Jahre
nicht-kommunistischer Sendungen unterschlagen. Am 28. November 1938
hatte ein "Radio Tirana" den Sendebetrieb begonnen, dem aber wegen
des italienischen Einmarsches nur ein kurzes Leben beschieden war.
Schon damals konnte die Welt die militärische Besetzung eines Landes
am Äther mitverfolgen, ohne zu reagieren. Das zu Ende gehende Jahr
1994 war ein weiteres Krisenjahr für den Auslandsdienst von "Radio
Tirana", der aus finanziellen Gründen weiter gekürzt wurde. So gibt
es nur noch eine deutschsprache Halbstundensendung statt der
anderthalb Stunden zu Anfang des Jahres. Bester Empfang ist auf
Mittelwelle 1458 kHz.
• Seit 1985 hat Radio Minsk (Belarus) einen kleinen Auslandsdienst in deutscher Sprache. Er wird mittwochs und samstags ausgestrahlt. Während die Kurzwelle eher kümmerliche Resultate bringt, ist die 150 Kilowatt-Mittelwelle Lapicy 1170 kHz in Deutschland gut zu hören.
• Radio Vlaanderen International (RVI) ist der Weltfunk der BRTN, der Belgischen Rundfunk- und Fernsehanstalt der Flämischen Gemeinschaft. Gesendet wird neben Niederländisch in fünf Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Arabisch. In Europa sind die Programme auch via Satellit zu empfangen. Montags und freitags wird ein spezielles Programm für Kurzwellenhörer ausgestrahlt. Redaktion und Moderation: Martina Luxen, Christine Fettweis, Klaus Haas, Dirk Vandriessche und Anne Francois. Im Englischen Programm gibt es montags und samstags das DX-Programm »Radio World« mit Frans Vossen.
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Nach vielen Jahren, in denen der Empfang von Radio Japan in
Europa schlecht war, ist die Station durch Relaissendungen aus
Großbritannien zuverlässig in Deutschland zu hören. Der japanische
Auslandsrundfunk sendet zwei verschiedene Programmdienste für
Europa. Zum einen sorgt der "General Service" für
Informationssendungen in Englisch und Japanisch. Zum anderen strahlt
"Radio Japan" einen Regionaldienst in Deutsch, Französisch,
Italienisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch für Europa aus. Die
deutschen Sendungen kommen mittags auch über eine Relaisstation in
Gabun. Die frühere Abendsendung wurde im April 1994 wegen der
Empfangsprobleme zugunsten der Vormittagssendungen aufgegeben.
• Der landesweite Privatsender RADIO PSR hat sein Regionalstudionetz erweitert. Bisher gab es neben dem Funkhaus in Leipzig Studios in Dresden, Chemnitz, Plauen, Aue, Löbau und Berlin. Am 1. November nahm das Regionalstudio Leipzig seine Arbeit auf. Es befindet sich in den Räumen des RADIO PSR-Funkhauses und kümmert sich vor allem um die zum Großraum Leipzig gehörenden Kreise.
• Mehr deutsche Musik, mehr Schlager-Hits, aber auch mehr internationale Oldies, so setzt sich das veränderte Musik-Konzept des landesweiten privaten Hörfunksenders Antenne Sachsen seit dem 1. November zusammen. Es werden jetzt vor allem die in den Hitparaden ganz vorne platzierten Schlager aus den letzten 30 Jahren und die wichtigsten und besten internationalen Oldies gespielt. Laut Programmdirektor Norbert Seuss wird ein durchgängiges und harmonisches Musikprogramm gesendet, das sich auf die wesentlichen Musikgenres konzentriert.
• Im November wird der Rundfunk in den Niederlanden 75 Jahre alt. Am 6. November 1919 strahlte der niederländischer Rundfunkpionier Hanso Henricus Schotanus a Sterniga Idzerda die ersten öffentlich angekündigten Rundfunksendungen aus. Sie dienten zur Förderung des Verkaufs eigener Radiogeräte und brachten Live-Konzerte, die in späteren Jahren von der britischen Zeitung "Daily Mail" gesponsert wurden. Idzerda sendete auf Frequenzen, die zwischen den heutigen Lang- und Mittelwellenbereichen liegen. 1944 wurde er von deutschen Besatzungstruppen erschossen, da er eine abgestürzte V2-Rakete untersucht hatte. Der Sender PCGG ist heute im Postmuseum von Den Haag ausgestellt.
• Im November 1994 sendet WYFR Family Radio seit 20 Jahren in deutscher Sprache. Die Sendungen wurden am 3. November 1974 begonnen und werden derzeit viermal täglich ausgestrahlt. Der religiöse Kurzwellensender benutzte 1973 bis 1979 Anlagen in Massachusetts und sendet seit 1977 über eine Großanlage in Florida. Gesendet wird in Deutsch, Englisch, Spanisch und zahlreichen anderen Sprachen.
• The times they are a changing: Ebenso einzigartig wie streckenweise äußerst beklemmend war das, was ANTENNE MV, bislang einziger privater Hörfunksender Mecklenburg-Vorpommerns, am 9. November 1994, anlässlich der fünfjährigen Wiederkehr der Grenzöffnung on air in Szene setzte. Nicht nur brachte die in Plate bei Schwerin beheimatete Station während des Tages immer wieder Kurzberichte im DDR-O-Ton des Jahres 1989. Absoluter Höhepunkt war zweifellos ein als eine Art Zeitreise verpacktes Hörspiel namens Antenne R.S.N. Darin mutierte ANTENNE MV über fünf Stunden zu einem fiktiven Sender für die damaligen DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, wie er über die Ereignisse des Tages berichtet haben könnte. Dokumentiert, geschrieben und zusammengestellt von ANTENNE MV-Geschäftsführer und Programmdirektor Horst Müller und seinem Chefredakteur Peter Kranz, präsentierten verschiedene Moderatoren die geschichtsträchtigen Ereignisse des 9. November 1989 im O-Ton-Ost. In einer bunten Mixtur aus Originalem und Nachgespieltem gab es bei "Antenne R.S.N." unter anderem (DDR-)Nachrichten, einen »Treffpunkt Plattenstudio« mit entsprechender Musik sowie das »Magazin am Abend« in "Ohrenschein" zu nehmen.
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RADIO FFH wurde fünf Jahre: Mit 450.000
Hörern pro Stunde ist der Privatsender die Nr. 1 in Hessen und eines
der erfolgreichsten Radioprogramme in Deutschland. Als im
Morgengrauen des 15. November 1989 Diana Hartmann und Uwe Hackbarth
um 5.55 Uhr die erste Sendung starteten, ahnten weder Macher noch
Gesellschafter des jungen Unternehmens, wie erfolgreich es sich
entwickeln würde. Trotz Höhenflug der Einschaltquoten sind die 86
Moderatoren und Reporter, Redakteure und Marketing-Experten
bescheiden geblieben: "Wir wollen auch weiter die Nase vorn haben -
und bemühen uns um jeden Hörer!"
• Der Evangeliums-Rundfunk (ERF, Wetzlar) hat am 1. Dezember sein ganztägiges Programm über den Satelliten Astra aufgenommen. Von 5.15 bis 8.15 Uhr kam der erste Sendeblock »Guten-Morgen-Radio«, live aus den Hörfunkstudios in Wetzlar-Dalheim. Zum Sendestart registrierte der ERF bereits 90 Anrufe in den ersten Stunden. Für den ERF, so Direktor Jürgen Werth, beginnt damit die Radio-Zukunft. Zunächst liefert der ERF sieben Stunden aus seinen Studios in Wetzlar. Christliche Musik und Stationsansagen sorgen dafür, dass 24 Stunden pro Tag ein Signal zu empfangen ist. Das Abendprogramm von 19.00 bis 22.30 Uhr bringt Referate, Studiogespräche und ein Jugendprogramm.
• Gerald Baars wurde am 1. Dezember Wellenchef von WDR 1. Seine erste Aufgabe wird der Aufbau der Wellenredaktion sein, die mit neuem Programm ab 1. April 1995 verstärkt junge Hörerinnen und Hörer gewinnen soll. Gerald Baars hat 1976 beim WDR begonnen. Er arbeitete zunächst als Reporter und moderierte mehrere Jahre die Fernsehsendung »Hier und Heute«. Von 1981 bis 1984 war er Hörfunkredakteur in der Programmgruppe "Kommentare und Feature. Danach baute er das Fernseh-Kabelpilotprojekt Dortmund auf, das er fünf Jahre leitete. Von 1990 an war er Chef von Radio Dortmund. Über all diese Jahre wurde Garald Baars auch häufig als Reporter im Ausland eingesetzt, vornehmlich in Afrika und Polen.
• Im Dezember 1994 eröffnete der Bayerische Rundfunk zwei neue Korrespondentenbüros. Damit wurde die Berichterstattung aus der Region Ingolstadt und aus der nördlichen Oberpfalz verstärkt. Der neue BR-Korrespondent in Amberg, Simon Trapp, war bisher Reporter in der Oberbayern-Redaktion und bei Bayern 3. In seiner Amberger Wohnung hat er ein kleines Studio, in dem er seine Reportagen und Berichte selber schneidet und überspielt. Berichtsgebiet sind die Städte Amberg und Weiden, sowie die Landkreise Neumarkt in der Oberpfalz, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab und Fallweise auch der Landkreis Tirschenreuth. Neuer BR-Korrespondent in Ingolstadt ist der Radio-Journalist Gerald Huber. Er war bisher vornehmlich in der Regionalredaktion Oberbayern im BR-Hörfunk tätig. Huber ist zuständig für die Berichterstattung aus der Stadt Ingolstadt sowie aus den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Eichstätt. Auch er verfügt über ein kleines Studio, in dem er seine Berichte und Reportagen selbst produziert.
• Am 16. Dezember 1989 begannen Unruhen in Timisoara / Rumänien gegen das Regime Ceaucescu, und einmal mehr wurde das Radio ein wichtiger Zeitzeuge. Einige Auslandssender reagierten umgehend und erweiterten ihre Sendungen, so sendete Radio Free Europe (RFE) ab dem 17. Dezember 1989 sein rumänisches Programm rund um die Uhr, aber auch Radio France Internationale (RFI) streute in sein französisches Programm für Europa Sondermeldungen in Rumänisch ein. Teilweise noch während der Kämpfe zwischen Opposition und Regierung begannen alte rumänische Regionalsender, die fünf Jahre zuvor gleichgeschaltet worden waren, wieder eigene Programme auszustrahlen, so etwa die Sender in Cluj, Iasi und Timisoara. Am 24. Dezember 1989 wurden als Zeichen der Niederschlagung des alten Regimes Weihnachtslieder und Musik von Richard Wagner gespielt, was zu Ceaucescus Zeiten verboten war, und am 25. Dezember 1989 wurden Weihnachtsgottesdienste gesendet, auch in Deutsch.
• RADIO PSR eröffnete am 6. Dezember sein neues Gläsernes Studio im Flair-Hotel Blauer Engel in Aue. Schon seit September 1992 berichtet Erzgebirgs-Korrespondent Peter Höhne aus der Region um Schneeberg, Schwarzenberg, Oberwiesenthal, Annaberg-Buchholz, Marienberg und Aue. Am 1. Oktober 1993 hatte RADIO PSR zunächst ein Korrespondentenbüro in Aue eröffnet und ist jetzt nach dem Umbau des Hotels in das neue Gläserne Studio gezogen.
• Die Sender des American Forces Network (AFN) in Berlin haben ihren Sendebetrieb auf UKW 87,9 MHz und Mittelwelle 1107 kHz eingestellt.
• BB RADIO, die private Landeswelle Brandenburg, startete eine ungewöhnliche Aktion. Der Sender vermittelte Ausbildungsplätze - insgesamt 28 in Berlin und Brandenburg, alle bei der Firma Eurospar. Nach dem Motto "BB RADIO und Eurospar - gemeinsam für Eure Zukunft!" wurden eine Woche lang die einzelnen Ausbildungsberufe im Programm vorgestellt. Interessierte konnten dann ihre Bewerbung direkt an den Sender schicken.
• RADIO PSR fordert seine Hörer per Großfläche auf: Holen Sie sich 5 Minuten Vorsprung!. Die Weltnachrichten werden jetzt um fünf Minuten vor der vollen Stunde gesendet. Werktags kommt um fünf Minuten vor der halben Stunde der »Sachsenreport« hinzu.
• Zum Jahresende 1994 wechseln die Regionalprogramme von WDR 5 auf WDR 2 und sind nur noch dreimal täglich für ein paar Minuten zu hören.
»Niemand hört zu, solange du keinen Fehler machst!« (In einem holländischen Hörfunkstudio entdeckter Sticker)
