Radio-Nachrichten 1991
• NDR 2 ist mit einem eigenen Nachtprogramm ins neue Jahr gestartet und bietet seinen Hörern jetzt rund um die Uhr Musik, Information und Unterhaltung. Das bedeutet: auch nachts die vertraute, beliebte Musikfarbe mit internationalen, melodiösen Popsongs, vielen Oldies und deutschen Titeln, Nachrichten und ein aktueller Verkehrsservice speziell für Norddeutschland. Ein besonderer Service: Der »NDR 2-Weckdienst«. Täglich um 4.30 Uhr weckt NDR 2 einen Hörer mit seiner Lieblingsmusik.
• Die RIAS-Kinderfunk Sendung »Panther & Co« wurde für die Sendung "Die Berliner Mauer" von der Zeitschrift "Gong" mit dem "Goldenen Kabel" ausgezeichnet. Manuskript, Redaktion und Moderation des von RIAS 1 am 28. Oktober 1990 gesendeten einstündigen Beitrags hatte Uta Beth, die Leiterin des RIAS-Kinderfunks. Mitgemacht bei dieser preisgekrönten Sendung haben unter anderem Kinder aus dem Ost- und Westteil Berlins sowie Manfred Rexin, der Leiter der RIAS-Hauptabteilung Kultur und Zeitgeschichte.
• Nach 26 Monaten Entwicklungsarbeit und einer erfolgreich verlaufenden Testphase seit Oktober 1990 arbeitet die Musikredaktion von Radio Kö in Augsburg mit dem Computerprogramm "MusicRobot". Das Programm ist insbesondere auf die Bedürfnisse privater Hörfunkstationen zugeschnitten, kann aber auch problemlos in Diskotheken angewandt werden. Der "MusiRobot" ermöglicht, neben der kompletten Archivverwaltung, die automatische Auswahl von Musiktiteln nach äußerst differenzierten Kriterien. So finden beispielsweise auch die im privaten Hörfunkbereich fast verdrängten Stilrichtungen (Country, Gospel, Jazz usw.) wieder Anwendung und ermöglichen die Zusammenstellung von Spezialsendungen mit Hilfe des "MusicRobot". Manfred Tögel, Musikchef bei Radio Kö, unter dessen Anleitung das Programm entwickelt wurde: "Wir haben die Erfahrung aus fünf Jahren Praxis im privaten Hörfunk eingearbeitet. So wurden beispielsweise auch die Wünsche der Moderatoren berücksichtigt."
•
JAZZ WELLE PLUS feiert Geburtstag: Aus
der anfangs als "Minderheitensender" belächelten JAZZ WELLE ist
inzwischen die JAZZ WELLE PLUS als ernstzunehmender Kulturfaktor in
München geworden. Als die Proteste beim Bayerischen Rundfunk gegen
die lächerliche Sendezeit für Jazz nicht fruchteten, drehte Hans
Ruland Anfang 1985 den Spieß um und bewarb sich um eine Sendelizenz
im Privatfunk. Das "etwas andere Radio" mit Klassik, Literatur,
Kultur "and all that Jazz" - war somit aus der Taufe gehoben. Die
erste Sendung der JAZZ WELLE ging am 2. Januar 1986, 22.00 Uhr über
den Äther. aus den einst wöchentlich nur acht Stunden reinen
Jazzprogramms wurden nach zwei Jahren 38 Wochenstunden und die JAZZ
WELLE bekam ihr "PLUS" dazu, das für die werktäglichen »Kultur vor
8«-Sendungen, für Klassik und Literatur steht. Durch die Sendungen
führen ausnahmslos Fachleute, die ihr Hobby und ihre Liebe zum Beruf
gemacht haben, wie Theater-Regisseure, Literaturwissenschaftler,
Konzertpianisten, Komponisten und Jazz-Musiker.
• »Computer on-line« heißt Deutschlands erste aktuelle Computer-Sendung im Radio. Am zweiten Montag jedes Monats dreht sich - ab 9.05 Uhr auf NDR 4 - alles um Maus und Plotter. Die locker moderierte Elektronik-Sendung bietet Tipps und Tricks für Anfänger, Einsteiger und Semi-Profis.
• Ein Jahr nach dem Erscheinen der Schallplatte "Vier Tage, die die Welt bewegten" - legt RIAS erneut ein bewegendes Dokument deutscher Geschichte vor. Die neue Schallplatte "Wir sind ein Volk" erfasst die Höhepunkte der Berichterstattung beider RIAS-Hörfunkprogramme anlässlich der Ereignisse in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990.
•
"Der Sound der City", OK Radio, erhält
aufgrund der ungünstigen Empfangsbedingungen im Raum
Hamburg-Bergedorf eine Füllfrequenz (88,1 MHz - Hamburg-Lohbrügge),
die spätestens Ende Mai in Betrieb gehen soll. Diese Regelung ist
zunächst bis Ende 1993 begrenzt.
• Zum "Wettersender Nummer 1" in der Bundesrepublik hat die Deutsche Meteorologische Gesellschaft NDR Radio Niedersachsen in Hannover ernannt und begründete dies damit, dass die Station den umfassendsten Wetterbericht in ihrem Sendegebiet liefere. So melde NDR Radio Niedersachsen von Montag bis Freitag stündlich von 6.00 bis 22.00 Uhr vor den Nachrichten das Wetter von zwölf Wetterstationen zwischen Norderney und Leipzig sowie zwischen Hamburg und Göttingen. Auf Platz 2 und 3 in dieser Erfolgsliste werden die beiden Privatsender Radio RPR und ANTENNE BAYERN genannt.
• Planmäßig um 11.04 Uhr begann NEWS 89,4 seine erste eigene Live-Sendung im Kreis Neuss ("Anders als die anderen"). Zuvor hatte das neue Lokalradio das Mantelprogramm von radio NRW übernommen, mit längeren Pausen zu den Zeiten, wo die Senderkennung ertönen sollte. Seit Mitternacht wurde das Programmschema in einem einstündigen Endlosband vorgestellt.
•
Seit gut einem halben Jahr ist Radio Lippe Welle Hamm on air.
Der Sender strahlt sein Programm für die westfälische Stadt und das
weitere Umland aus. Selbst in Dortmund und anderen Großstädten des
Ruhrgebiets, so Chefredakteur Michael Stuber-Rousselle, hab man eine
Menge Zuhörer. Nach ersten Reichweitenmessungen liegt die Lippe
Welle Hamm unter den Lokalradios in NRW an erster Stelle.
• Seit Anfang Februar 1991 strahlt der Hessische Rundfunk (hr) in seinem vierten Hörfunkprogramm die Verkehrsfunkkennung ARI aus. Damit können die Verkehrsdurchsagen künftig auch in hr4 von geeigneten Empfangsgeräten ausgewertet werden. Bisher war nur hr3 mit ARI ausgestattet. Die Senderkette ist sowohl mit dem 57 kHz ARI-Träger moduliert als auch im Radio Data System (RDS) entsprechend gekennzeichnet.
• Nach mehr als einjähriger Sendepause ist Radio Studio 1 seit dem 18. Februar 1991 wieder zu hören. Diese Entscheidung der Aufsichtsbehörde CSA ermöglicht die Versorgung des bisherigen Sendegebietes auf der international koordinierten UKW-Frequenz 105,8 MHz. Somit kann der Sender seine Brückenfunktion im Grenzgebiet Bitscherland-Westpfalz-Saarland wieder voll erfüllen. Das von französischen und deutschen Mitarbeitern produzierte 24 Stunden-Programm ist regionalbezogen, informativ und bietet viel musikalische Unterhaltung.
• Am 27. Februar 1991 war Schluss: Radio 100, der links-alternative Minderheitensender in Berlin, stellte den Betrieb ein. Der Mitarbeiterverein ist aus den (von einem Wachschutztrupp versiegelten Senderäumen) in der Potsdamer Straße umgezogen, produziert Cassetten ("Radio 100 im Exil") und bewirbt sich beim Kabelrat mit einer neugegründeten GmbH um eine neue Lizenz.
•
Seit 1. März 1991 sendet Radio
Leverkusen auf der Frequenz 107,6 MHz. Als erste Lokalstation
des Landes nimmt sie die Möglichkeit des Rahmenprogramm-Vorlaufs
wahr. Nach einer nachträglich ins Landesrundfunkgesetz eingefügten
Bestimmung ist es den Lokalradios erlaubt, maximal ein halbes Jahr
vor Sendebeginn des Eigenprogramms bereits "radio NRW" auf die
Antenne zu geben. Dadurch sollte zum einen dem Rahmenprogramm aus
Oberhausen frühzeitig eine Möglichkeit gegeben werden, eine weitere
Abdeckung für seine Werbeblöcke zu erreichen. Zum anderen ist der
Promotion-Effekt für eine neue Frequenz immer größer, wenn
frühzeitig Programm läuft. Obwohl diese Bestimmung bereits seit
letztem Sommer (1990) existiert, hat bisher noch keine Station von
dieser Rahmenprogramm-Option Gebrauch gemacht. Radio Leverkusen
fällt zum eigentlichen Sendestart Anfang Mai 1991 dann eine weitere
Pionierrolle zu: Die Station wird die erste in NRW sein, die mit
einem Nachbarsender kooperiert. Die Konstruktion der "kooperierenden
Station" wurde vor zwei Jahren nach dem Zuschnitt der
Verbreitungsgebiete durch die LfR in sehr freier Interpretation des
Landesrundfunkgesetzes erfunden. Neben zwei Auffüll-Stationen für
Radio Leverkusen wird das ebenfalls Anfang Mai startende Radio
Köln auch den Lokalradios des Erftkreises und des Kreises
Euskirchen Programm zuliefern. Studios und Redaktion befinden sich
im Lammerting-Technologiezentrum (Eupener Straße 161) im Stadtteil
Braunsfeld. Dort werden täglich acht Stunden Eigenprogramm
produziert. Der Radio-Frühling in der Kölner Bucht wird komplettiert
durch den Start von Radio Bonn-Rhein/Sieg, das im Mai
ebenfalls sendebereit sein will.
• Am 6. März 1991 wurde die Jubiläumssendung zu 10 Jahre »Ansichtssachen« von WDR 2 ausgestrahlt. Redakteurin und Moderatorin Dörte Voland sprach am Telefon mit einstigen Studiogästen. Horst Tappert war vor zehn Jahren der erste Gast, den sie am WDR-Mikrofon im Kölner Funkhaus begrüßte. Neugierig auf Menschen und ihre Geschichten sei sie immer noch, so Dörte Voland - "denn Menschen sind immer neu und spannend."
• Die Mitarbeitenden des Düsseldorfer WDR Landesstudios bezogen Mitte März 1991 ein neues Domizil am Rheinhafen. Gleichzeitig mit dem Wechsel feierte man zwei Jubiläen: Vor 45 Jahren berichtete Peter von Zahn als einer der ersten Radioreporter aus Düsseldorf - die Demontage der Schwerindustrie an der Ruhr und Versorgungsnotstände knapp ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges - waren damals die Themen. Und seit 25 Jahren gibt es Fernsehen in der Landeshauptstadt. Der "Blickpunkt" in der »Aktuellen Stunde« war am 15. März 1991 in West 3 die letzte Sendung, die aus dem alten Studio im RWI-Hochhaus an der Neusser Straße kam. Bereits am Morgen des 18. März war das Radio mit seinem Regionalprogramm auf Sendung: »Guten Morgen aus Düsseldorf« (6.05 bis 9.00 Uhr auf WDR 1). Die erste Fernsehsendung kam am gleichen Tag aus dem neuen Studio: das »Fenster Düsseldorf« um 19.45 Uhr in West 3. Es wird jetzt im Tonbearbeitungsstudio 2a - ausgestattet mit der modernsten Senderegie eines WDR-Außenstudios - produziert.
• Seit dem 2. April 1991 strahlt die Bayerische Lokalradio-Programm Gesellschaft (BLR) ab 6.00 Uhr früh stündlich Weltnachrichten und ab 20.00 Uhr ein vollständiges Nachtprogramm aus. Seit 29. April bietet die BLR ein Vollprogramm mit einer einstündigen Mittagslücke an, das bayernweit über den Intelsat V ausgestrahlt wird. Der Medienrat der BLM hat eine Änderung der Hörfunksatzung beschlossen mit dem vorrangigen Ziel, lokalen Radiostationen die Zulieferung von Programmteilen und Programmen im größeren Umfang zu ermöglichen.
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Am 21. April 1991 ging Radio FiV ("Funk im Vest") für den
Kreis Recklinghausen auf die Antenne. Eigentlich war der Start schon
für Anfang März geplant gewesen. Doch dies fiel just in die Zeit, wo
die Telekom das Telefonnetz digitalisierte und zeitweise ganz
stilllegte. Deshalb mussten Telefongespräche mit Prominenten und
Hörern ausfallen. Fünf Redakteure, ein Volontär und einige
Redaktions-Assistenten gestalten ein achtstündiges Lokalprogramm für
neun Städte und Gemeinden im Kreisgebiet.
• Jubiläum feierte jüngst das Studio Ulm des Süddeutschen Rundfunks, das sich selbst als Bindeglied zwischen der Region und den zentralen Hörfunkredaktionen in Stuttgart sieht. Seit über 20 Jahren hat der SDR dort ein eigenes Hörfunkstudio, in dem heute 15 Journalistinnen und Journalisten tätig sind, sowie seit April 1991 auch zwei Fernsehkorrespondenten.
• Ende April endet die Zusammenarbeit zwischen NDR und Radio Mecklenburg-Vorpommern (RMV), die seit 4. Oktober 1989 dafür sorgte, das RMV 2 fast komplett von NDR 2 abgelöst wurde. Die medienpolitische Großwetterlage lässt ein Verlängerung dieser Kooperation nicht zu; am 1. Mai 1992 meldet sich auf RMV 2 daher wieder die altbewährte Ferienwelle.
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Radio RPR mit Bär: Die Radiomacher aus
Rheinland-Pfalz haben sich ein "Haustier" zugelegt - den RPR-Bären.
Die neue markante Symbolfigur soll ein unverwechselbares
Markenzeichen des Senders sein. Nach der Konzeption der Werbeagentur
wird der "Knuddelgeselle" als "munterer Moderator" eingesetzt, der
kleine und freche Rollen passend zum Programm übernimmt.
• Live aus dem RPR-Studio Baden-Baden meldet sich am Telefon und Mikrofon jeweils sonntags abends um 18.30 Uhr Frank Laufenberg (früher SWF 3). Er gehört jetzt zum Moderatoren-Team von Radio RPR und präsentiert die Sendung »Bei Anruf Pop«. Frank Laufenberg (46), den vor kurzem die größte Schweizer Fernsehzeitschrift TELE als "Pop-Papst mit Stil" bezeichnete, ist nicht nur ein wandelndes Lexikon, wenn es um die Pop-Geschichte geht, sondern auch in der Lage, sein Wissen schlagfertig und witzig an die Hörer zu bringen. Die neue Sendung im RPR-Programm bietet die Chance dreieinhalb Stunden lang per Telefon Musikwünsche zu äußern, die dann von Frank Laufenberg erfüllt werden. In den letzten zehn Jahren moderierte Frank Laufenberg weit über 700 Fernsehsendungen, die meisten davon live.
• Auch der ehemalige SWF 3-Moderator Walter Fuchs wechselte zum rheinland-pfälzischen Privatsender Radio RPR: Ab 1. Mai 1991 soll er im Anschluss an Frank Laufenbergs Hörerwunsch-Programm mit der Sendung »Country-Time« eine Stunde lang Wildwest-Romantik verbreiten und wie Chefredakteur Dieter Maurer unterstrich, vor allem den um diese Zeit startenden Fernfahrern ein spezielles Angebot machen. Beide Sendungen brächten mehr Qualität ins RPR-Abendprogramm und führten damit auch zu mehr Hörerbindung.
• Radio Gong 2000 ergriff die Initiative und sendete Ostern 1990 erstmals "Welthits aus der Werbung". Das sind Songs, die extra für die Werbung geschrieben wurden wie zum Beispiel "Bacardi-Feeling". Das sind aber auch Stars und Titel, die für die Werbung aufgebaut bzw. komponiert wurden (Robin Beck mit "First time") und auch Songs von Stars, die als Werbepartner für bestimmte Produkte engagiert wurden, wie zum Beispiel Michael Jackson für Pepsi, zählen zu den Werbehits. Inzwischen lief die dritte Sendung. Nicht nur bei Radio Gong 2000 in München, sondern auch in anderen bayerischen Lokalsendern. Fester Sendebestandteil ist auch eine Hitparade. Aus 31 vorgestellten Titeln konnten die "Top Ten" gewählt werden. Spitzenreiter: Louis Armstrong mit "What a wonderful world" (Opel).
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Als erster Hörfunksender verleiht Radio Schleswig-Holstein (R.SH)
einen Publikums-Funkspot-Preis. Die besten Funkspots werden
den Hörern in einer Hitparade zur Wahl gestellt. Die Top 3 prämiert
R.SH mit dem Funkspot-Bobby in Gold, Silber und Bronze. Nach
Vorauswahl durch eine Jury werden die besten in der Spotparade
ausgestrahlt. Der Sender hat den Preis ins Leben gerufen, um dem oft
stillen Hörerlob: "Toll, hervorragende Funkwerbung" Ausdruck zu
verleihen. R.SH ist der Meinung, dass gerade im Hörfunk Lob und
Anerkennung von Hörerseite für gute Werbung bisher viel zu kurz
gekommen ist.
• Mit dem lothringischen Nachbarsender Radio France Nancy hat der Saarländische Rundfunk eine Zusammenarbeit vereinbart. Vorgesehen ist ein ständiger Austausch von Informationen und Beiträgen zwischen den aktuellen Redaktionen beider Funkhäuser. Ferner ist eine gegenseitige Nutzung der technischen Einrichtungen vorgesehen. So kann beispielsweise ein SR-Reporter das Metzer Studio - auch unangemeldet - nutzen. Ein Reporter von Radio France kann seinen Beitrag beim Saarländischen Rundfunk fertigstellen.
•
B5 aktuell begann am 6. Mai 1991 mit seinen Sendungen. Mit
dem Anspruch, die Möglichkeiten des Hörfunks als schnellstes
Informationsmedium voll auszuschöpfen, will es seinen Hörern den
ständigen Zugriff auf die jeweils aktuellste Informationslage
gestatten. Neben UKW-Frequenzen wird die Mittelwelle 801 und 520 kHz
eingesetzt. Im Viertelstunden-Rhythmus läuft das Programm nach
folgendem Schema: :00 Zeitzeichen, Nachrichten, Wetter - :08
Korrespondentenberichte - :12 Börsenbericht - :13 Wetterlage,
Verkehrsfunk - :14 Werbung - :15 Zeitzeichen, Nachrichten, Wetter.
• Pünktlich zum Start von B5 aktuell nahm die Wirtschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks ihr eigenes Börsenstudio in Betrieb. Es wurde eigens für den neuen Nachrichten- und Informationskanal installiert und besitzt eine Direktleitung zum Sendekomplex 5. Neben einer Standleitung zur Bayerischen Börse ist das High-Tech-Studio mit einem speziellen Informationssystem ausgestattet, das dem jeweiligen Redakteur per Knopfdruck die neuesten Informationen von den internationalen Finanzmärkten zugänglich macht.
• Einen neuen Antennenträger nahm der Bayerische Rundfunk für den Senderstandort Dillberg in Betrieb. Das Bauwerk (231 Meter) sorgt dafür, dass die BR-Hörfunk- und Fernsehprogramme besser empfangen werden können. Im unteren Bereich des Sendemastes befindet sich die Antenne für die Mittelwellenfrequenz 801 kHz. Der Versorgungsbereich umfasst die Städte Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Ingolstadt, Regensburg, Weiden, Amberg, Erlangen, Nürnberg und Fürth.
• NDR Radio Niedersachsen ist Informationssender Nr. 1 in Norddeutschland. Das geht aus einer Untersuchung an der Universität Göttingen hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. NDR Radio Niedersachsen liegt demnach mit seinem Informationsangebot mit politischem Inhalt zusammen mit NDR 4 weit vor NDR 2, der Hamburg-Welle, Radio Bremen 3 sowie radio ffn und R.SH. Im Tagesprogramm des Senders falle auf, dass die Beiträge keine bloßen Statements oder Korrespondenten-Telefonate seien, sondern dass es sich um gebaute Beiträge mit Analysen handele. Auffallend sei auch die starke Regionalisierung mit Sendeplätzen für lokal- und regionalpolitische Berichte, auch zu den Themen Umwelt, Kultur und Sozialfragen.
• Am 8. Mai vor 20 Jahren ging die
erste Samstagssendung des überregionalen Magazins »Südfunk
aktuell« über die Wellen von SDR 1. Seit Beginn des Jahres 1971
wurden allerdings bereits unter der Leitung des heutigen
SDR-Hörfunk-Direktors Dr. Friedeman Lüke die Informationsmagazine
produziert. Ehrgeiz der derzeit acht Macher ist es den Hörer in der
Zeitung von morgen blättern zu lassen. »Südfunk aktuell« ist in
außergewöhnlichen Fällen auch rund um die Uhr einsatzbereit und
engagiert sich regelmäßig in der 40-Minuten-Reihe »Heute im
Gespräch« zwischen 19.20 und 20.00 Uhr.
• Seit nunmehr einem Jahrzehnt bietet NDR Radio Niedersachsen zwischen 5.30 und 22.30 Uhr sowie mit der anschließenden Nachtversorgung ein Hörfunkprogramm "rund um die Uhr". In der idyllischen alten Residenzstadt Celle feierte der Heimatsender vom 8. bis 12. Mai 1991 mit seinen Hörern in einem großen Festzelt den 10. Geburtstag.
• RIAS dankt Amerikanern: Anlässlich des RIAS-Neujahrskonzertes würdigte Intendant Dr. Helmut Drück die Verdienste der bisherigen amerikanischen Trägerschaft, die nach 45 Jahren in deutsche Hände übergeht. "Die amerikanischen Träger des RIAS haben das bleibende Verdienst, in den frühen Jahren der materiellen Not unter Einsatz beachtlicher finanzieller Mittel die Musik bewusst in den Dienst des Aufbaus eines pluralistischen und demokratischen Kulturbewusstseins gestellt zu haben", sagte Dr. Drück. Wie es mit RIAS organisatorisch weitergehen wird, entscheiden die Ministerpräsidenten aller Bundesländer.
• hr erhält Satelliten-Bodenstation: Eine Sende- und Empfangsanlage für Hörfunk-Satellitenprogramme wird beim Hessischen Rundfunk eingerichtet. Mit dieser Satelliten-Bodenstation soll der Hörfunk-Programmaustausch mit anderen europäischen Rundfunkstationen über Satelliten abgewickelt werden. Zum ersten Mal hat damit eine deutsche Rundfunkanstalt von der Bundespost das Recht erhalten, mit einer eigenen Bodenstation zu senden. Vergleichbare Einrichtungen gibt es bisher nur bei der britischen BBC und der italienischen RAI. Die Anlage wird am ARD-Sternpunkt angeschlossen.
• Unglaubliche Geschichten: Sonntag für Sonntag erzählt Rainer Holbe zwischen 14.00 und 15.00 Uhr »Unglaubliches« bei Radio Regenbogen in Mannheim. Zeitzeugen berichten Kurioses und Spannendes auf UKW 102,8 MHz. In dieser neuen Sendereihe werden parapsychologische Phänomene aufgegriffen: Erlebnisse - auf die es keine Antworten gibt.
• Hörspielpremiere bei Radio Regenbogen: »Café Eitél«, so der Titel der Eigenproduktion des Privatsenders, ist eine Komödienserie, die von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr ausgestrahlt wird. Gesprochen wurde das Hörspiel von Schauspielern der Städtischen Bühne Heidelberg und des Nationaltheaters Mannheim.
•
Ein Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit ist heute schon
das Gebiet Alpe-Adria im Herzen Europas. Kultur, Wissenschaft,
Fremdenverkehr - das sind drei Sparten, die den Zusammenhalt der
Region dokumentieren. Die Staaten und Bundesländer in diesem Bereich
bilden seit Jahren die Arbeitsgemeinschaft Alpe-Adria. Der seit 1977
bestehende Privatsender "Radio Adria" hat sich als Radio Adria
International nunmehr dieser politischen Idee als mediale
Komponente angeschlossen. Das Sendegebiet umfasst die Adriatische
Riviera, die nördliche Adria und Istrien. Hier verbringen Touristen
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihren Urlaub. Radio
Adria International bezeichnet sich als Familienprogramm für nicht
Daheimgebliebene, mit dem man sich zuhause fühlt. Es sorgt für
Entspannung und Unterhaltung, berichtet was sich im Lande tut, mit
Tipps und Ausflüge in die Umgebung, Weltnachrichten und Meldungen
von zu Hause, aktueller Wettervorschau. Eine Reihe von Sendungen
bezieht die Hörer aktiv mit in das Programm ein. In der Sommersaison
von Juni bis September hören - gemäß einer Erhebung durch ein
unabhängiges Meinungsforschungsinstitut - täglich rund 2,5 Millionen
Touristen Radio Adria International.
• 25 Jahre Ferienfunk an der rumänischen Schwarzmeerküste: Am 2. Juni 1991 startete der Ferienfunk zum 25. Mal. Dieser, im Jahre 1966 entstandene Urlaubssender, der in rumänischer Sprache "Radiovacanta" heißt, strahlt in der Badesaison von Juni bis September Programme für die Feriengäste aus. Der Sitz des Ferienfunks ist im bekannten Badeort Mamaia, an der Schwarzmeerküste, unweit von der wichtigsten rumänischen Hafenstadt Constanta. Täglich wird von 10.00 bis 14.00 Uhr und von 17.00 bis 19.00 Uhr Ortszeit auf Mittelwelle 1458 kHz und UKW 101,1 MHz in Rumänisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch gesendet. Das Redaktions- und Technikerteam wird von Radio Rumänien International (RRI) gestellt. Das Programm umfasst Nachrichten und Magazine. Außerdem gibt es flotte Musik, Folklore, Mitteilungen und Informationen im Zusammenhang mit allen Theater-, Kino-, Folklore-, Nachtklubprogrammen und Konzerten, die an der Küste angeboten werden. In der übrigen Zeit sendet der Lokalsender Radio Constanta.
•
Das lokale Hörfunkprogramm "Radio Chiemgau" ist am 6. Juni
erstmals um 6.06 Uhr mit seinem »Chiemgau-Wecker« in Traunstein auf
Sendung gegangen. Das Traunsteiner Lokalradio produziert täglich
durchschnittlich sechs Stunden Lokalprogramm - in der Woche vor
allem in den Früh- und Mittagsstunden, am Wochenende über den Tag
verteilt. In der übrigen Sendezeit wird das Zulieferprogramm der BLR
übernommen. Studioleiterin von Radio Chiemgau ist die 29-jährige
Claudia Weh. Sie war zuletzt als Redakteurin bei Radio Charivari
Rosenheim tätig. Für Radio Chiemgau moderiert sie die Frühsendung.
Zu empfangen ist das Lokalradio auf der UKW-Frequenz 99,4 MHz. Der
Sendemast steht in Einham bei Vachendorf; das Sendegebiet reicht im
Norden bis Garching, im Osten an den Waginger See, im Süden bis in
die Alpen, und im Osten wird das ganze Chiemseegebiet abgedeckt. 24
Stunden lang rund um die Uhr können die Hörer eine bunte Mischung
aus Musik, Informationen und Unterhaltung empfangen, die ganz
zugeschnitten ist auf den Lebensbereich und die Wünsche der hier
ansässigen Bürger, aber auch auf die vielen Millionen Urlaubsgäste.
• Rock- und Pop-Nostalgie der Spitzenklasse garantiert Radio RPR in seiner "Oldie-Nacht" am Samstag, 8. Juni 1991 auf der Freilichtbühne der Loreley in St. Goarshausen. Getreu dem Sendermotto "RPR bringt mehr" hat der Sender keine Mühen gescheut, die Open-Air-Veranstaltung zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Durch das Programm führt Moderator Thomas Sauer. Natürlich ist auch der mittlerweile bekannte und beliebte "Bär von RPR" mit von der Partie. Das aufblasbare RPR-Riesen-Radio weist den Weg zum Festivalgelände. Als Nachmittagsattraktion startet der RPR-Heißluftballon.
• In Bamberg und Forchheim haben sich die Anbieter Radio Regnitzwelle und Fun Boy Radio zusammengeschlossen und senden seit dem 15. Juli 1991 täglich das zehnstündige Lokalprogramm "Radio Antenne Franken". In der übrigen Zeit wird das Zulieferprogramm der BLR übernommen.
•
Älteste Rundfunksendung hatte Geburtstag:
Das RIAS-»Schulklassengespräch« wurde 40. Bis 1979 moderierte
ihr Gründer Rudolf Ossowski die Sendung, in der junge Menschen
Politikern, Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern auf den
Zahn fühlen. Heute ist Manfred Rexin (Bild rechts) "Macher" dieses
55-Minuten-Programms. Im Mai 1991 fanden die Aufnahmen erstmals in
einem Gymnasium in Leipzig statt, wo Schüler in einem von Hans-Georg
Soldat (RIAS) moderierten Gespräch den Schriftsteller Erich Loest
befragten. Das erste RIAS-Schulklassengespräch gab es am 24. Juli
1951 in einer Weddinger Oberschule. Foto: ©
RIAS
• Radio Charivari Cham geht am 5. August 1991 mit zwei Stunden Lokalprogarmm (92,7 MHz) auf Sendung. In der übrigen Zeit wird das Programm von Radio Charivari aus Regensburg übernommen.
• Ein gemeinsames Programm unter dem Namen "Radio Primavera" wollen die drei Anbieter der neuen Betriebsgesellschaft Funkhaus Aschaffenburg GmbH veranstalten. Damit ist das bisher bestehende Frequenzsplitting aufgehoben. Das Lokalradio wird täglich zirka 13 Stunden Programm produzieren und die Nachrichten / Korrespondentenberichte sowie das Nachtprogramm von der BLR übernehmen.
• Am 12. August 1991 nahm "Radio Energy" Berlin den Sendebetrieb auf. Das Programm wird auf der Frequenz 103,4 MHz ausgestrahlt, die früher vom linksalternativen Sender Radio 100 genutzt wurde. Es soll zu 70 Prozent aus Musik bestehen. Zu den Gesellschaftern des neuen Senders zählt die französische Radiokette NRJ.
• Am 31. August 1991 nahm die "Welle Niederrhein" (Kreis Krefeld/Viersen) ihren Programmbetrieb auf vom Sender Süchteln 105,4 MHz. Chefredakteur ist Rainer Greubel, zuletzt Programmleiter für Radio 8 in Ansbach. Ihm zur Seite stehen vier Redakteure und zwei Volontäre. Gesendet wird täglich acht Stunden, in der übrigen Zeit kommt das Rahmenprogramm von radio NRW. "Wir werden großen Wert auf Service-Leistungen legen. Es gibt Verbraucher-Tipps aus allen Bereichen, wir führen Gespräche mit Studiogästen, jede Stunde gibt es lokale Nachrichten. Und am Wochenende dominiert der Sport - im lokalen Rahmen, versteht sich", so Rainer Greubel in einem Zeitungsinterview zum journalistischen Schwerpunkt des Senders.
• Weltweit ausgestrahlt auf Kurzwelle 6003 kHz wird das »SDR 3 Welcome Back - Radio«, moderiert von Thomas Schmidt und Stefan Siller (Top 1000 X). Von Donnerstag, 22. August, 14.00 Uhr bis Sonntag, 25. August, 24.00 Uhr, werden sie nonstop rund um die Uhr die Sendung präsentieren. Die Hörer können dabei ihren Sommerhit wählen und von ihren Urlaubsbekanntschaften erzählen. Urlauber und Daheimgebliebene können sich interkontinental grüßen, und der von Stuttgart entfernteste Hörer erhält eine Prämie.
•
Am 31. August auf Sendung ging "Radio en" für den
Ennepe-Ruhr-Kreis, und am 14. September sind "Radio DO 91,zwo"
in Dortmund und "Radio Gütersloh" gestartet. In Dortmund
können die Hörer zwischen zwei Lokalradios wählen: dem privaten
Radio DO 91,zwo mit dem Rahmenprogramm von radio NRW und dem
öffentlich-rechtlichen Radio Dortmund des Westdeutschen Rundfunks.
• Reinhold Kujawa, langjähriger NDR 2 Club-Moderator, starb am 21. August 1991 im Alter von 38 Jahren. Arno Beyer, Programmchef von NDR 2, sprach den Nachruf: "...Unterhaltung und Information, Witz und Ernst, die leichte Form und der seriöse Inhalt - diese große Herausforderung hat Reinhold Kujawa in den letzten zehn Jahren Woche für Woche im Club angenommen. 'Wir müssen ran an die Leute', da war er sich ganz sicher. Mit Ü-Wagen Stimmen und Stimmungen aus dem Land und von vor Ort über das Radio zu transportieren, tat er besonders gern. Und sehr häufig spürten die Hörer dabei jenen Wesenszug, der Reinhold Kujawa ganz besonders auszeichnete: er war fast immer lustig, mit seinem verschmitzten Humor konnte und musste man stets rechnen."
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Anfang September nahm Radio
RPR im Kölner Oliviandenhof ein Gläsernes Studio in
Betrieb und macht damit dem lokalen "Radio Köln" Konkurrenz. Es
befindet sich publikumswirksam direkt im Einkaufszentrum, neben dem
Kaufhaus Karstadt und Hertie. Foto: ©
Karl Michael Gierich
• Viele Hörer aus Osteuropa und der damaligen DDR waren froh, wenn sie die Deutsche Welle empfangen konnten und versuchten auf abenteuerlichem Weg mit dem Sender Kontakt aufzunehmen. Dieser Briefwechsel war für die Stasi sehr wertvoll. So platzierte man im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einen Agenten, der Einblick in den Postverkehr nehmen konnte. Nach der Wende wurden dann die Stasiunterlagen dem Agenten zum Verhängnis; er darf jetzt im Untersuchungsgefängnis Rheinbach bei Bonn über die Verletzung des Briefgeheimnisses nachdenken.
•
Anfang September 1991: "Neu!", schreit eine Zeitungsanzeige und
befiehlt: "Sofort reinhören! Melodien für Millionen auf UKW 106,8!"
Des Rätsels Lösung: Aus Radio 107, einst ein Pop-Programm der
gehobenen Sorte, wurde am 2. September 1991 eine Schlagerwelle
namens "AlsterRadio". Die drei Gesellschafter Broschek,
Mertens und Wegner sind ebenso die alten wie die Geschäftsführung
und auch die meisten Moderatoren. Über ein Drittel der in Hamburg
empfangbaren Sender setzt jetzt mit Oldies, Schlagern und
volkstümlichen Klängen auf die mittlere und ältere Generation.
• Am 14. September 1991 geht Radio Gütersloh auf Sendung. Das Studio befindet sich in Gütersloh in der Feldstraße 14, Chefredakteurin ist Brigitte Barner, ihr steht ein vierköpfiges Redaktionsteam zur Seite.
• Neues RIAS 1-Programm: Mit neuen Akzenten und einer deutlich gegliederten Programmstruktur präsentiert sich RIAS 1 seit dem 30. September 1991. Neu sind zusätzliche Nachrichten um 5.00, 9.00 und 14.00 Uhr. Damit wird das halbstündliche Raster mit dem Wechsel von klassischem und Originalton-Nachrichten (»RIAS aktuell«) im Tagesprogramm von 5.00 bis 18.30 Uhr komplettiert. Aktuelle Informationen stehen auch im Mittelpunkt der RUNDSCHAU-Ausgaben. Schwerpunkt des Abendprogramms bilden neben der klassischen Musik die erweiterten Sendeflächen der KULTURZEIT und des SPÄTREPORTS mit dem Forum. Neu im Nachtprogramm ist das TALK RADIO. Alle Hörer können mitreden, wenn es um 0.35 Uhr heißt: "Rufen Sie an - bundesweit zum Ortstarif".
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104.6 RTL gestartet: 104.6 RTL heißt
Berlins neuer Sender für die größten Hits der 70er, 80er und 90er!
Am Montag, den 9. September ging es los. Bis die Studius im
Kudamm-Karree auf dem Kurfürstendamm fertiggestellt sind, wird aus
einem zehn Meter langen Übertragungswagen gesendet (Live-Sendungen,
Nachrichten, Verkehr und Wetter). "Der alte Ami" Rik De Lisle ist
damit täglich an bekannten Plätzen in Berlin zu finden. Das Signal
dieser Live-Sendung wird auf den Fernsehturm am Alexanderplatz
gesendet und von dort aus auf dem Satelliten Astra nach Luxemburg
geschickt. Andere Sendungen kommen aus einem eigens dafür
eingerichteten Studio in Luxemburg.
•
Während der Internationalen Funkausstellung (IFA) stellt RTL Radio
Berlin seine Frequenz der ARD zur Verfügung. Über UKW 104.6 MHz
sendet im Rahmen eines technischen Betriebsversuchs das
ARD-Messe-Radio.
• Der "alte Ami" Rik De Lisle wird bei 104.6 RTL Berlin als Moderator tätig sein. Bislang arbeitete er in gleicher Funktion bei rias2. Rik De Lisle begann seine Radiokarriere 1968 in San Antonio, Texas. Anschließend war er als Programmdirektor bei AFN beschäftigt. Foto: © RJ Archiv
• Mit dem Slogan "Total Lokal" startete "Radio Prima 1" in Memmingen und Mindelheim. Damit begann auch im Unterallgäu das Zeitalter des Lokalfunks.
• »Hier ist Brüssel«: BRT, die Stimme der Flämischen Gemeinschaft Belgiens, sieht es als ihre Aufgabe an, einer internationalen Hörerschaft unabhängige und objektive Nachrichten zu vermitteln sowie Informationen zu allen Aspekten des Lebens im Land. Mitglieder des Hörerclubs erhalten alle zwei Monate das "Club Echo". Seit dem 30. September 1991 wird neben dem deutschsprachigen Programm von BRT International auch ein Nachrichtenmagazin des Belgischen Rundfunk- und Fernsehzentrums der Deutschsprachigen Gemeinschaft (BRF) übernommen.
Am
21. September 1991 ging "Radio RST" im Kreis Steinfurt on
air. Am 29. September nahm "Radio Antenne Münster" den
Betrieb auf. Beide Stationen gestalten ein achtstündiges
Lokalprogramm. Das Rahmenprogramm wird von radio NRW übernommen.
Weitere Sendestarts: "Radio Wuppertal" am 6. Oktober und
"Radio Hochstift" am 31. Oktober. Chefredakteur ist Henry
Brinker, der früher bei Radio Gong Nürnberg, Radio Arabella München
und zuletzt als Nachrichtenchef bei RTL Radio tätig war.
• Als erster Privatsender in Baden-Württemberg testete Radio 7 in Zusammenarbeit mit dem Fraunhoferinstitut Erlangen die neu entwickelte ASPEC-Übertragungstechnik. Hiermit übertrug Radio 7 aus einem mobilen Studio anlässlich des CDU-Landesparteitages in Ulm Interviews in CD-Qualität per Telefonleitung. Im Radio 7-Livestudio ließen sich neben Privatfunk-Kollegen auch die Techniker des SDR die Neuheit erklären.
•
Radio Prima 1 startete am 10. Oktober
1991; damit hat auch in Memmingen und Mindelheim sowie in den
dazugehörigen Altlandkreisen das Zeitalter des lokalen Rundfunks
begonnen. Das neue Programm verfügt über ein Reichweitenpotential
von zirka 180.000 Hörern. Produziert werden die Sendungen von einer
Betriebsgesellschaft, der sechs lokale und regionale Gesellschafter
angehören.
• rias2 änderte Abendprogramm: Als Reaktion auf die Erfahrungen mit Hörern hat das beliebte Berliner Rundfunkprogramm seine Abendschiene leicht korrigiert: 19.00 bis 21.00 Uhr: »rias2 Popcorn«. Die erfolgreiche Wunschhit-Sendung für Klassik-Titel wurde um eine Stunde verlängert. Neuer Moderator ist der Schotte Ian McConnachie. Henry Gross moderiert von 22.00 bis 23.00 Uhr die neue Sendung »rias2 Soft-Hits« (vorwiegend ruhige Slow-Titel und Balladen zum Entspannen). Anschließend folgt von 23.00 bis 2.00 Uhr »rias2 Discothek« und von 2.00 bis 5.00 Uhr die »rias2 Nachtschicht«. Am Sonntag gibt es von 14.00 bis 15.00 Uhr die »rias2 Wunsch-Hits« und von 15.00 bis 18.00 Uhr den »rias2 Radio-Flop« mit Elmar Hörig.
• Genau 40 Jahre ist es her, dass das BR-Pausenzeichen "Solang der alte Peter" erstmals in voller Länge gespielt wurde. Eingeführt bei der Übergabe des Münchner Senders in deutsche Hände im Januar 1949, wurde den Hörern fast drei Jahre lang die Silbe musikalisch vorenthalten - solange, bis der Wiederaufbau des Turmes der Peterskirche beendet war. Das Pausenzeichen ist das Anfangsthema des Liedes vom "Alten Peter". Etwa 1890 kam dieses Lied nach München und wurde vom Michl Huber neugefasst.
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Rauschendes Fest bei radio NRW: Am 17.
Oktober 1991 um 13.30 Uhr startet bei radio NRW in Oberhausen die
große Einweihungsparty, auf der nicht nur [der damalige
NRW-]Ministerpräsident Johannes Rau anwesend sein wird sondern auch
viele Stars aus Rundfunk und Fernsehen: Hella von Sinnen, Ernst
Huberty, Gerd Müller-Gerbes, Claus Hinrich Cassdorf. Eingeladen sind
ferner die Chefredakteure der Lokalstationen, Vertreter der
Veranstaltergemeinschaften und Betriebsgesellschaften und die
Landesanstalt für Rundfunk (LfR). Das Fest wird von
Ministerpräsident Johannes Rau in den neuen Räumen von radio NRW in
der Essener Straße 55 eröffnet. Das Haus ist über 150 Jahre alt und
beherbergte schon eine Menge berühmter Namen, so zum Beispiel
Gutehoffnungshütte oder MAN. Die Stadt Oberhausen hat das Gebäude
erworben, für 2,1 Mio. DM mit Zuschüssen der Landesregierung
modernisiert und an radio NRW vermietet. radio NRW investierte rund
10 Mio. DM in die Studioanlage und EDV-Zentrale sowie deren
Abwicklung über Satellit. Von 46 geplanten Lokalstationen haben
bereits 43 den Vertrag für das Mantenprogramm unterschrieben.
Foto: © RJ-Archiv
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Radio Melodie, ein Sender, der sich ganz
der volkstümlichen Musik verschrieben hat, startete am 14. Oktober
1991 um 19.30 Uhr während der Get-Together-Party der Medientage
München. Beliebte Melodien volkstümlicher Interpreten haben im
Musikprogramm des neuen Senders ebenso ihren festen Platz wie
Stubnmusi, Tanzlmusi und der traditionelle Dreigesang. Bayerisches
Leben, bayerische Tradition und Kultur stehen im Mittelpunkt des
Wortprogramms von Radio Melodie. Aktuelle Ereignisse, unterhaltsame
Geschichten und originelle Menschen aus dem Freistaat bringt der
weiß-blaue Heimatsender seinen Hörern ebenfalls in die gute Stube.
Darüber hinaus wird über das internationale Geschehen, die
Tagespolitik und die wichtigsten sportlichen Ereignisse informiert.
Nach Auskunft von Geschäftsführer Willi Schreiner wird Radio Melodie
über Satellit ausgestrahlt und bundesweit in die Kabelnetze
eingespeist.
• Am SWF-Senderstandort Raichberg auf der Schwäbischen Alb wurde eine neue UKW-Sendeantennenanlage gebaut, welche die aus dem Jahr 1972 ersetzt. Durch den Umbau konnten die Strahlungsleistungen der SWF-Hörfunkprogramme deutlich erhöht werden.
•
Radio Hamburg und radio ffn gestalten jetzt werktags ein
gemeinsames Nachtprogramm. Man einigte sich darauf, dass radio ffn
die Sendung gestaltet und Radio Hamburg für die Nachrichten
zuständig ist. Die »Nord-Nacht« wird von 0.00 bis 5.00 Uhr
ausgestrahlt; »Nord-Aktuell« gibt es zu jeder vollen Stunde.
• »Guten Morgen NRW« heißt ein neues Regionalmagazin auf WDR 5, das um 7.05 Uhr ausgestrahlt wird. Dort gibt es jeden Samstag zwei Stunden lang die schönsten und spannendsten Beiträge aus den Regionen. Präsentiert werden sie aus den acht WDR-Studios, wo sie bis dahin nur in den auseinandergeschalteten Regionalsendungen von »Radio Münsterland« oder »Radio Bergisch Land« zu hören waren.
• ANTENNE BAYERN erhielt den diesjährigen Harlekin der Narrhalla Landshut e.V. (eine Auszeichnung für Personen und Institutionen, die sich in der Region verdient gemacht haben oder sich durch ihre Leistungen einer besonderen Beliebtheit erfreuen). Die beiden Moderatoren Tommi Ohrner und Stephan Lehmann nahmen die Auszeichnung am 9. November entgegen.
• "Na gut, Ihr seid das Volk - und wer ist das Radio?" - Mit Sprüchen dieser Art machte eine Werbekampagne für das Radioprogramm SWF 3 von sich reden. Für Idee und Gestaltung der Publikumsanzeigen erhielt die Agentur Ogilvy & Mather, Frankfurt, vom Art-Director-Club eine Auszeichnung in der Kategorie "Neue Kampagnen".
• Als erste Lokalstation startete am 31. Oktober 1991 "Radio Hochstift" mit dem Segen der Kirche: Der jüngste Bischof Deutschlands, Dr. Franz-Josef Bode und der evangelische Superintendent Ziemann weihten das Funkhaus. Im Kreis Paderborn/Höxter können 286.000 Radiofans das neue Programm auf fünf Frequenzen empfangen.
• Am 1. November kehrte der Litauische Rundfunk in das Sendezentrum von Vilnius zurück. Wegen des Angriffs sowjetischer Truppen am 13. Januar 1991 musste man ersatzweise neueinhalb Monate in den Studios der Litauischen Gesellschaft für Blinde behelfsmäßig ein Programm zusammenstellen.
•
Am 14. November 1991, um 12.00 Uhr mittags, startet INFORADIO
Berlin auf UKW 101,3 MHz seinen Sendebetrieb. Zirka fünf
Millionen Menschen im Großraum Berlin können dann Nachrichten
jederzeit und ständig aktualisiert hören. Mit modernster Technik
bringt der Sender Live-Berichte zu allen Themen, aus aller Welt und
aus Berlin sowie Service (Wetter, Verkehr und Flughafen).
• Der WDR hat in seinem renovierten Kölner Funkhaus am Wallrafplatz ein neues Verkehrsstudio in Betrieb genommen. Das Verkehrsstudio verbreitet außerdem Warnungen bei Katastrophen, wie Smog-Alarm, Rhein-Verschmutzung, Gefahren durch Brand, Explosion, ausströmende Chemikalien usw. Im Not- oder Katastrophenfall wird die Bevölkerung über Sirenensignal aufgefordert, WDR 2 einzuschalten.
• Radio Schleswig-Holstein (R.SH) strahlt jetzt werktags von 8.00 bis 9.00 und 15.00 bis 16.00 Uhr vier verschiedene Regionalprogramme für die Region Kiel-Mittelholstein, Schleswig-Holstein, Ostsee-Mecklenburg und Hamburg-Holstein aus.
•
Am 30. November ging die Lokalstation für den Kreis Unna auf
Sendung. Dort können 314.000 Hörer das Programm von "Antenne Unna
104,4" auf der gleichnamigen Frequenz empfangen.
• Radio 4 U vom Sender Freies Berlin (SFB) erhielt beim Radio-Wettbewerb des New York Festivals eine Silber-Medaille für das gesamte Layout inklusive Jingle in der Kategorie "Station Promotion Series". Insgesamt wurden 1.798 Radio-Spots bzw. Radio-Sendungen aus 28 Ländern eingereicht.
• Mit der Inbetriebnahme des ersten privat betriebenen SNG-Fahrzeuges in der Bundesrepublik (SNG heißt "Satellite News Gathering") tritt die AKK-Sendezentrale in Ludwigshafen in direkten Wettbewerb mit der Telekom. Das von Dornier hergestellte Fahrzeug ist zwar typengleich zu Fahrzeugen der Telekom, verfügt aber im Gegensatz zu diesen über ein komplett ausgestattetes Studio, welches das direkte Senden über Satellit ermöglicht. Bei der Entwicklung des Fahrzeuges wurde an alle Einsatzmöglichkeiten von der Übertragung einer Show bis zur Produktion von bearbeiteten Beiträgen für Nachrichtensendungen oder Direktübertragungen von Sportveranstaltungen gedacht.
•
Entscheidung gefallen: Nach einem
Grundsatzbeschluss des Schweriner Kabinetts vom 11. September 1991
wird Mecklenburg-Vorpommern mit den Ländern Hamburg,
Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen Staatsvertrag über den
Norddeutschen Rundfunk schließen. Sitz des vierten
Landesfunkhauses, in das der NDR 130 Millionen DM investieren will,
soll Schwerin werden. Dort sollen 300 Mitarbeiter, mehrheitlich
Einheimische, Hörfunk- und Fernsehprogramme produzieren. Neben einem
Hörfunklandesprogramm soll auch die RMV-Ferienwelle vorerst erhalten
bleiben, soweit die Frequenzlage es zulässt. Im Fernsehbereich wird
die DFF-Länderkette am 1. Januar 1992 von N3 abgelöst.
• Am 1. Dezember 1991 startet "Antenne AC", das neue lokale Programm im Kreis Aachen. Der Sender steht in Stolberg und strahlt das Programm mit 400 Watt Leistung auf 107,8 MHz aus. Acht Stunden täglich wird ein eigenes Programm produziert, das sich ganz speziell um die Belange der Bewohner im Kreis Aachen kümmern wird. Partner bei der Programmgestaltung ist RTL, das über Satellit ein Rahmenprogramm zuliefert. Gesellschafter der Betriebsgesellschaft von Antenne AC sind: die RTL Radio NRW GmbH & Co. Kreiswelle Aachen, der Kreis Aachen, die Stadt Baesweiler und die Gemeinde Simmerath. Am 1. Januar 1992 beginnt "Radio Aachen" (Stadt Aachen) auf der Frequenz 100,1 MHz (Senderstandort: Aachen-Karlshöhe) mit der Programmausstrahlung.
• Der Südwestfunk (SWF)
strahlt ab 1. Dezember 1991 ein eigenes Radioprogramm für
Rheinland-Pfalz aus. Es wird täglich von 5.00 bis 18.00 Uhr
gesendet. "SWF 4" ist ein Programm der Landesinformation und
der Landesdarstellung. Drei spezielle Sendezeiten um 7.45, 12.35 und
16.45 Uhr garantieren umfassende Regionalberichterstattung. Dazu
täglich viel Musik und zusätzlich am Wochenende Live-Unterhaltung,
heimatkundliche und kulturelle Sendungen. Die Musikfarbe bewegt sich
zwischen deutschen Schlagern, internationalen Ohrwürmern und
volkstümlicher Musik. Das Rundfunkorchester mit Sitz in
Kaiserslautern hat sonntags eigene Sendungen. Großen Wert legt SWF 4
auf Musikveranstaltungen vor Ort - von der Klassik bis zur
Volksmusik. "Wir spielen, was der Hörer wünscht" - heißt die Devise.
SWF 4 wird produziert und ausgestrahlt vom Landesstudio
Rheinland-Pfalz in Mainz. Dieses Funkhaus wird derzeit erheblich
erweitert. Vier Redaktionen mit rund 90 festen und freien
Mitarbeitern werden sich um das neue Programm kümmern. Für die
regionale Berichterstattung arbeiten Redakteure in den acht
Außenstudios Trier, Ludwigshafen, Koblenz, Kaiserslautern, Bad
Neuenahr-Ahrweiler, Betzdorf, Landau und Idar-Oberstein. Dazu kommt
eine Redaktion speziell für Rheinhessen mit Sitz in Mainz.
•
Am 7. Dezember 1991 startet das Lokalradio für den Landkreis Aachen,
die "Antenne AC" auf den Frequenzen Monschau 105,0 und
Stolberg 107,8 MHz. Der Sender steht in Stolberg und strahlt das
Programm mit 400 Watt Leistung aus. Es wird das Rahmenprogramm von
RTL Baden-Württemberg (19 Stunden) aus Stuttgart übernommen.
Gesellschafter der Betriebsgesellschaft von Antenne AC sind: die RTL
Radio NRW GmbH & Co. Kreiswelle Aachen (51%), der Kreis Aachen, die
Stadt Baesweiler und die Gemeinde Simmerath. Im Studio Eschweiler
werden täglich fünf Stunden lokales Programm von "Antenne AC" vor
Ort produziert. Das Lokalradio für Aachen-Stadt, "Radio Aachen"
startet am 1. Februar 1992 auf der Frequenz 100,1 MHz und erhält als
Rahmen radio NRW aus Oberhausen.
• Radio 7 veranstaltet zu Gunsten der Karl Heinz Böhm Stiftung ein achttägiges Wunschkonzert zwischen dem 25. Dezember und dem 2. Januar. Die Aktion läuft unter dem Motto "Songs für Afrika". Mindestens 10,- DM müssen gespendet werden, damit der Titel über den Sender geht.
• »Töne - Texte - Bilder«, das neue Medienmagazin des WDR (samstags von 16.30 bis 17.00 Uhr auf WDR 5), will aktuell berichten und Informationen über Entwicklungen und Hintergründe liefern. Ergebnisse der Medienforschung werden vorgestellt, medienpolitische Entscheidungen analysiert. Computer, Werbung, Public Relations gehören ebenfalls zur Themenpalette. Neben Nachrichten und Kurzmeldungen finden Reportagen, Berichte, Interviews und Kommentare ihren Platz. Moderatoren sind die Medienjournalistinnen Susanne Wankell und Barbara Weber sowie Redakteur Winfried Kochner.
•
»Aus Sorge vor ideologischen Nachwirkungen, aus geradezu
blindmachender Furcht vor dem Zentralismus prüfen die Länder nicht
einmal ernsthaft Adlershofener Nutzungsmöglichkeiten. Die
Mitteldeutschen kopieren die Bayern, die Ostdeutschen in Brandenburg
verkleistern sich den Blick mit territorialer Befindlichkeit, und
die Mecklenburg-Vorpommernschen gar verzichten völlig auf ihre
Eigenständigkeit zugunsten einer anderen Zentrale in Hamburg« (Elke
Grohs im letzten DFF-Spätjournal am 30. Dezember 1991)
